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Evangelische Versöhnungskirche
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Evangelische Versöhnungskirche's posts

Das Pfarramt der evangelischen Kirche ist vom 22.8.-11.9.2016 geschlossen.

Auch Pfarrer Beck ist in dieser Zeit dienstlich nicht erreichbar.

Bei Fragen, die das Gemeindeleben betreffen wenden Sie sich bitte an die Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes:

Fr. Dorrer, 09672/4115 bzw. c.dorrer@neunburg-evangelisch.de

oder Fr. Ettl, 09672/803


In dringenden seelsorgerlichen Notfällen wenden Sie sich bitte an Pfr. Norbert Ehrensperger: 09461/1615

1024 Radler, 8000 Besucher und 105 verteilte Bibeln – Eine Kirchengemeinde beteiligt sich am Programm der BR-Radltour

1. Vorüberlegung: Wenn sich die Stadt verdoppelt…

Am 1. August 2016 kommt die BR-Radltour nach Neunburg vorm Wald, so war in der Zeitung zu lesen. Vor gut 15 Jahren war sie schon einmal da: Gut 1000 Radler sind mit Begleittross durch Neunburg gefahren. Doch diesmal ist eine Übernachtung eingeplant: 1024 Radler müssen untergebracht und verpflegt werden, dazu die Tourbegleitung, die Mitarbeiter des Rahmensprogramms und Abends ein Konzert mit der Bayern3-Band und dem Echo-Gewinner Joris.
Die 8000-Einwohner-Kleinstadt wird sich für einen Abend fast verdoppeln und fast alle Besucher werden sich an einem Ort treffen: dem zum Festgelände umgerüsteten Freibad.
Eine Frage stellte sich: Wie reagieren wir als kleine evangelische Kirchengemeinde, die keine 8% der Bewohner stellt? Reagieren wir überhaupt oder ignorieren wir die Großveranstaltung?
Ist eine Beteiligung der Kirche überhaupt gewünscht?

Und falls wir etwas machen: Wie können wir mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel erreichen?

2. Durchführung: Mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Menschen erreichen…

Zwei Ideen entstanden auf Grund der Fresh Expressions Bewegung und wurden (in dieser mit dem Kirchenvorstand, der Touristinformation der Stadt als örtlicher Veranstalter und der katholischen Gemeinde diskutiert:
Eine Abendandacht um 18.30 Uhr, vor allem für die Radler, und eine Beteiligung am Begleitprogramm mit einem kleinen Informationsstand unter dem Motto „Kirchen vor Ort“. Die katholische Ortsgemeinde sagte sofort für die Andacht dazu, konnte sich aber nicht für den Stand erwärmen.
Die Touristinfo war von beiden Ideen angetan und reservierte uns einen Standplatz am Festgelände. Da wir durch die Rücksprachen uns erst auf den letzten Drücker entschieden, konnte die Andacht leider nicht mehr ins offizielle Begleitprogramm aufgenommen werden.

Nachdem ein 6-köpfiges Team organisiert war, ging es am 1. August um 13.30 Uhr, zwei Stunden vor der geplanten Ankunft der Radler (ca 15.45 Uhr) zum Aufbau des Standes. Uns reichten zwei Klapptische, ein Sonnenschirm, zwei Klappstühle, Trinken und einige Materialien: Gemeindebriefe, Urlauberbroschüre der ELKB, Informationen der katholischen Kirchengemeinde und Bibeln der Gideons, da ein Gemeindeglied aktives Mitglied der Gideons ist.
Auch mit dabei: Visitenkarten mit dem Link der Kirchengemeinde, darauf Martin Luthers Spruch: „Man kann Gott nicht allein mit Arbeit dienen, sondern auch mit Feiern und Ruhen.“
Die katholische Gemeinde hatte inzwischen die Werbung für die Andacht organisiert und uns für den Stand einige hundert Flyer dagelassen.
Gleich nach dem Aufbau des Standes, noch vor dem offiziellen Einlass, kam es zu ersten Gesprächen mit Ortsfremden und Mitarbeitern der anderen Stände. Ab 16.30 Uhr wurde das Gelände für alle geöffnet und nun kamen immer mehr Menschen zum Stand: Um Broschüren mitzunehmen oder ein kurzes Gespräch zu suchen. Der Stand war zu diesem Zeitpunkt mit drei bis vier Leuten besetzt, von denen zwei vor allem zur Andacht einluden.

Ab 18.00 verließ ein Teil des Teams den Stand um bei der Andacht mitzuwirken. Um eine effektive Werbung hatte sich der katholische Kollege gekümmert: Er hatte bereits bei der Mittagspause für die Andacht geworben und ein Banner drucken lassen: Dieses wanderte von der Mittagspause zur Zieleinfahrt und schließlich zum Stand. Über die Touristinfo wurde außerdem organisiert, dass jeder Teilnehmer der Radltour eine Einladung zur Andacht auf seiner Luftmatratze fand.
Die Andacht war für 18:30 Uhr angesetzt, also ca 2,5 hrs nach der Ankunft in den Quartieren. So hatten die Radler noch Zeit zu duschen und etwas zu essen. Gleichzeitig lag der Zeitpunkt vor dem Hauptkonzert des Abend um ca 20:30 Uhr.
Zur Andacht sang ein örtlicher Chor moderne und besinnliche Musik.
Um 18:15 Uhr war die katholische Pfarrkirche, in der die Andacht auf Grund der Lage stattfand, noch wenig (ca 30 Personen) gefüllt. Kurz vor 18:30 Uhr waren dann ca 250 Personen in der Kirche, bis 19:00 Uhr wurden es um die 350 Personen. Die meisten davon waren an Hand der blauen Armbänder als Radler erkennbar. Am Ende der Andacht wurde noch auf die länger geöffneten Ortskirchen und den Stand am Festivalgeländer hingewiesen.

In Gesprächen vor und nach der Andacht berichteten die Radler davon, dass sie von Marktredwitz aus mit dem Segen auf die Tour geschickt wurden. „Das war gut, dass es was Spirituelles zu Beginn gab!“. Auch gäbe es immer wieder eine kleine Gruppe von ca 30 Personen, die gerne bei den Mittagspausen oder Übernachtungsorten die Kirchen besuchten. Über Jahre hinweg blieb die Kirche in positiver Erinnerung, die spontan eine kurze Kirchenführung anbot.

Am Stand teilte das zweite Team unsere Visitenkarten aus. Immer wieder kam es zu einzelnen längeren Gesprächen und als überraschender Renner erwiesen sich die Gideon-Bibeln. Um zu vermeiden, dass Bibeln weggeschmissen wurden, wurden die Bibel nach einem kurzen Gespräch weitergegeben.
Zahlreiche Besucher nahmen eine Bibel für sich mit, einige auch eine zweite um sie weiterzugeben.
Besonders nett war dabei folgende Anekdote: Eine Frau sah die Bibeln und fragte: „Darf ich da eine haben?“ „Gerne, wenn Sie sie lesen.“ „Dürfte ich auch eine zweite haben?“ „Gerne - aber wofür denn?“ „Die lagen in der Arbeit aus und als ich mir nach Arbeitsende eine mitnehmen wollte, hat mir ein Kollege die letzte weggeschnappt. Eine nehme ich für mich mit und die zweite lege ich in der Arbeit wieder hin!“

Um ca 21.30 Uhr ebbte der Besuch merklich ab und wir bauten den Stand ab.

3. Auswertung: Besser als befürchtet...

Eine Woche vor dem Event unterhielt ich mich mit einem Trainingskollegen im Fitnessstudio. Er meinte sinngemäß, zu einer Andacht käme doch sowieso kein Radler, die wären viel zu müde. So haben wir mit sehr wenigen Besuchern gerechnet und waren überrascht von den vielen Besuchern – sowohl in der Andacht als auch am Stand.

Folgende Erkenntnisse haben wir gemacht:
a) Wenn eine Großveranstaltung kommt, sollte eine Kirchengemeinde auf jeden Fall reagieren. Selbst wenn es „nur“ der Segen vor der Losfahrt oder offene Kirche in der Mittagspause ist: Kirche bleibt positiv in Erinnerung
b) Bewährt hat sich bei uns die doppelte Struktur: Einen Ort der Ruhe (Andacht) anbieten, aber auch mitten ins Geschehen gehen.
c) Als Pfarrer vor Ort sein: Den größten Teil der Arbeit am Stand hat ein Team aus Ehrenamtlichen geleistet. Dennoch ist es sehr wichtig, als Pfarrer erkennbar vor Ort zu sein. Den ganzen Abend wurde ich an Hand des Namensschild erkannt und angesprochen „Sie sind doch der Pfarrer...“
d) Das wichtigste dabei haben: Bibeln – möglichst klein und handlich.

Weitere Informationen:

BR Radltour: http://www.br-radltour.de
Fresh Expressions: http://www.sonntagsblatt.de/news/aktuell/2015_31_01_01.htm
Gideons: http://gideons.de/

Kontakt:
Pfr. Gerhard Beck

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Wir freuen uns darauf, dass wir die Ausstellung "Here I Stand" ins Dekanat und nach Neunburg holen...

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Von unten schaut fast alles OK aus, aber erst von oben sieht man den Schaden

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Nun veröffentlicht auch die MZ unseren Artikel. Leider sind inzwischen auch neue Schäden aufgetaucht

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Jetzt steht es und erinnert auch gleich ans kommende Reformationsjubiläum
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Das Gerüst wächst. Die nächsten 6 Wochen werden unsere Voluten saniert
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Noch nicht gedruckt aber schon online: Der neue Gemeindebrief!
Die Gedruckte Version finden Sie ab Mitte Juli in Ihrem Briefkasten (Wenn Sie zu unserer Gemeinde gehören)

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