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Museum Heineanum
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„Mit Hand und Fuß“ - Bedeutende Fossilienfunde nach Halberstadt zurückgekehrt
 
Bedeutende Fossilienfunde kehrten kürzlich nach Halberstadt zurück. Ohne Zweifel gehört das Skelett des Plateosauriers, das in der ständigen Ausstellung des Heineanums besichtigt werden kann, zu den Schätzen der Sammlung des Naturkundemuseums. Gefunden wurden die Knochen des Plateosaurus, der vor rd. 210 Millionen Jahren lebte, Ende des 19. Jahrhunderts in der sogenannten Thiehmecke`schen Tongrube am Kanonenberg in Halberstadt. An diesem Fundort in Halberstadt, der im Übrigen einer der bedeutenden Fundorte in Deutschland ist, wurden damals weitere fossile Knochen aus dem Zeitalter der Trias geborgen. Zunächst in Halberstädter Sammlungen aufgenommen, gab es für diese Fossilen einen wechselvollen Weg ihres Standortes.
Seit den 1970er Jahren lagen die Fossilien aus der Halberstädter Tongrube im Zuge einer damals angeordneten Zentralisierung in den Archiven des Harzmuseums Wernigerode. Fast vergessen, sind sie nun durch eine Recherche, die Museumsdirektor Rüdiger Becker im Zusammenhang mit dem „Halberstädter Saurier“ anstellte, wieder aufgetaucht. Für den Wissenschaftler war klar: „Diese Fossilien gehören in die naturkundliche Sammlung des Heineanums.“
Gesagt, getan: Im Einvernehmen mit dem Harzmuseum Wernigerode kehrten alle 155 Objekte kürzlich nach Halberstadt zurück. Unter anderem befinden sich darunter Fragmente einer vorderen und hinteren Extremität eines Plateosaurus, man könnte sagen „Mit Hand und Fuß“. Ebenso ist auch ein Zahn dieser vor rd. 210 Millionen Jahren lebenden Saurierart unter den Fossilien.
Die für die Wissenschaft bedeutenden Belege aus dem Zeitalter der Trias sind nun grob in eine Liste aufgenommen“, sagt Rüdiger Becker. Später solle eine präzise Bestimmung der Knochen durch einen Wissenschaftler erfolgen.
Gemäß der vier wichtigsten Aufgaben eines Museums - Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen – ist es das Ziel des Halberstädter Heineanums, die zurückerhaltenen naturkundlichen „Schätze“ sowohl der Wissenschaft über den Sammlungsbestand als auch der Öffentlichkeit durch eine Ergänzung der Ausstellung zugänglich zu machen.
 
FOTO 1:
vlnr: Rüdiger Holz (ehemaliger Mitarbeiter Museum Heineanum), Detlef Becker (Präparator Museum Heineanum), Rüdiger Becker (Fachdirektor Museum Heineanum), Michael Stache (paläontologischer Präparator der MLU Halle-Wittenberg), Ulrike Hofmüller (stellvertretende Leiterin Harzmuseum Wernigerode), Dr. Ralf Kosma (Kurator Paläontologie, Staat-
liches Naturhistorisches Museum Braunschweig), Dr. Cathrin Hühne (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Staatliches Naturhistorisches Museum Braunschweig)
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2016-10-25
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