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Michael Slomma
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Michael Slomma

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Haters gonna hate

(Langer Text, aber ich denke, das es sich lohnt, ihn zu lesen, sonst hätte ich ihn nicht geschrieben. Keine Angst, nach einer ordentlichen Portion Honig wird es auch kritisch.)


Nach dem Apple Event gestern kochen die Emotionen hoch. Wie kann es sich Apple nur erdreisten, solche Preise zu verlangen? +Sascha Pallenberg​​  von +Mobilegeeks.de​​ nahm dies sogar erneut zum Anlass, Apples nachweisliches (wenn auch publikativ überhöhtes) Engagement für bessere Arbeitsbedingungen, eine nachhaltigere Produktionskette und den Verzicht auf konfliktbehaftete Komponenten infrage zu stellen. Wo man doch Apple leider attestieren muss, mit diesem Engagement ziemlich alleine am Markt zu sein. So klein es auch sein mag. Die große Masse der Hersteller produziert in denselben Fabriken zu deutlich schlechteren Konditionen und Arbeitsbedingungen und deren Firmendaten sind in der Hinsicht alles andere als transparent. Bezüglich Energiebilanz der eigenen Serverfarmen wurde Apple mehrfach von Greenpeace ausgezeichnet, da man als einziger Anbieter weltweit nahezu 100% der Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt. Auf ähnlich hohem Level stehen nur noch Facebook und Google, danach kommt eine ganze Weile nichts. Dennoch ist Apple in der Lage, jedes Jahr zweistellige Milliardengewinne einzufahren, massiv in Aktienrückkäufe zu investieren und trotzdem das nach seinem Börsenwert beurteilt teuerste Unternehmen der Welt zu sein.

Wie macht Apple das? Nun, das ist recht "banal".

Guckt man auf einerseits die Produktpalette, stehen bei Apple ausnahmslos Geräte mit einer EPEAT-Gold-Zertifizierung. Dies ist die Eintrittskarte zu lukrativen Aufträgen von öffentlichen Institutionen und Universitäten. In den USA und Kanada dürfen öffentlich (teil-)finanzierte Institutionen ausschließlich elektronische Geräte mit EPEAT-Gold Zertifizierung anschaffen. Das ist dort Gesetz und in der EU überlegt man ähnliches. Wenn man schon bei der Entwicklung darauf achtet, ist eine solche Zertifizierung auch kein Hexenwerk mehr und kostet faktisch kein Geld. Auch DELL und HP haben einige zertifizierte Geräte (meist Monitore und nur 1-2 Business-Modelle) im Angebot. Was hinter EPEAT steht, kann man en detail bei Wikipedia nachlesen. Für’s Allgemeinwissen genügt es, wenn man EPEAT als die Mutter aller Normen bezeichnet, da es in sich alle weltweit anerkannten Energie-, Nachhaltigkeits-, Umwelt-, Arbeitsschutz- und Ergonomie-Zertifizierungen vereint. Für das Gold-Zertifikat sind mindestens 80% aller Anforderungen zu erfüllen.
Andererseits kann man auch einen Blick auf die Preise werfen. Während sich andere Hersteller gegenseitig die Geschäftsgrundlage unter den Füßen wegziehen, bleibt Apple stur. Guckt man exemplarisch auf Geräte wie das iPhone, macht Apple dort pro Gerät einfach mal 200-250 US$ Marge. Das tun Samsung, LG, HTC, Sony, etc. pp. bei ihren Premium-Modellen auch, aber sie senken die Preise sehr schnell und verdienen im Mittel vielleicht noch 20-30 US$ pro Gerät, die sie dann in die Subventionierung einer Billigsparte stecken. Dahinter steht, mit wenigen Ausnahmen, keineswegs das ehrenhafte Bedürfnis, auch Menschen mit geringen Einkommen an der digitalen Welt teilhaben zu lassen, sondern einzig um Marksanteile, Umsatz und Verdrängen der lästigen Konkurrenz. Würde Apple den “thermonuclear War” führen wollen, den Steve Jobs im Fieberwahn gegen Android ausgesprochen hat, bräuchte man die Preise lediglich um 200 US$ senken und wäre aus dem Stand vermutlich bei 60% Marktanteil. Selbst ein paar Jahre Verlustgeschäft könnte sich der Laden in Cupertino inzwischen locker leisten.
  
Apple hat da entgegen vieler Behauptungen allerdings eine völlig andere Philosophie. Sie bedienen den etwas hochpreisigeren Sektor. Die Grundmodelle (egal ob iPhone, iPad oder Mac) orientieren sich am marktüblichen Preis - quasi als “Einstiegsdroge”, wenn man so möchte. Der BWLer würde vermutlich Neukunden-Aquise sagen. Die oft etwas bessere Qualität lässt man sich, obwohl sie in der zumeist vollautomatisierten Fertigung keine entscheidende Rolle mehr spielt, mit einigen Euros extra bezahlen. Wirklich teuer wird es erst, wenn man mehr möchte, als nur das Basismodell. Da kostet dann das 8GB RAM-Update für den Mac eben gleich mal 200 Euro. Selbst als Endverbraucher bekommt man die zwei SoDimm-Module bei den Amazonen für zusammen 50-60 Euro. Da hat der Händler schon mal seine Marge dran verdient und auch der Zeitaufwand für den Einbau rechtfertigt keineswegs die restlichen 140 Euro. Es sei denn, der CEO setzt die Dinger höchstpersönlich ein.
Ein weiteres Standbein Apples ist das Zubehör. Das einfache Klapp-Cover meines iPads hat sich Apple mit 40 Euro entlohnen lassen. Drei velourbeschichtete Plastikstreifen und ein Magnetclip - da kostet nichts, aber auch gar nichts 40 Euro. Den Kram aus China gibt im 5er Pack für 10 Euro. Sieht scheiße aus und hält nur von 12 bis Mittag, aber erfüllt am Ende des Tages auch nur seinen Zweck. Die Stabilität ist manchmal sogar besser als beim Original.
Der m.E. entscheidende Punkt ist aber, dass Apple seinen Preisen treu bleibt. Wo man Geräte anderer Hersteller ein halbes Jahr später nur noch für einen Bruchteil des Preises bekommt, kostet ein Apple-Gerät über seine gesamte Marktverfügbarkeit ein- und denselben Preis. Ganz getreu der alten schwäbischen Tradition und Tugend: es kostet, was es kostet. Punkt! 
Eine gänzlich unkapitalistische Preispolitik übrigens, die ich mir auch in anderen Bereichen von anderen Firmen wünschen würde. Ich habe schon in vielen Firmen gearbeitet und bisher war es IMMER so, dass sich jegliches Engagement und jegliche Ansätze von Optimierungen der Geschäftsprozesse, letztlich als Bumerang erwiesen haben, da die gestiegene Produktivität eben nicht dafür genutzt wurde, die Arbeit angenehmer und die Qualität besser zu machen, sondern ausschließlich zum Abbau von Arbeitplätzen und strengeren Zielvorgaben beim Folgeprojekt. Die Arbeitskraft so lange auspressen, bis man umfällt.
Apple ist in meinen Augen das beste Beispiel, dass man diese Abwärtsspirale nicht mitmachen muss und trotzdem wirtschaftlich verdammt gut dastehen kann.
Natürlich darf man bei allem nicht vergessen, dass sich Apple, wie allerdings auch alle anderen großen Konzerne, kein Steuerschlupfloch dieser Welt entgehen lässt, um solche Geschäftszahlen zu ermöglichen. Würde Apple sein Vermögen dort versteuern, wo es erwirtschaftet wurde, bliebe dennoch ein ganz üppiges Sümmchen über. Keine 18 Milliarden, aber vielleicht noch 10 oder 12. Wäre nach meiner Ansicht jetzt kein Grund zum Jammern. Aber, und jetzt wird es richtig pervers, die Konzerne sind durch die geltende Gesetzgebung dazu gezwungen, dieses ekelhafte Spiel zu spielen, da sie sonst von ihren Aktionären verklagt werden können. Und um es noch perverser zu machen. Die “Wirtschaft”, in ihrer Form als Lobby-Bündnis, hat erst dafür gesorgt, dass die Gesetze so sind. Doch das würde jetzt in eine generelle Kapitalismus-Kritik ausufern und die soll hier noch nicht das Thema sein. Als Gedanke lohnt es sich aber, dieses Spiel im Hinterkopf zu behalten. Wir kommen am Ende des Beitrags noch mal dazu.

Kommen wir nun aber zu meinem ursprünglichen Anliegen. Der Preisdiskussion über die Apple Watch.
Dass dieses Accessoire (Apple nennt es bewusst so) teurer wird als die meisten Smartwatches am Markt, war jedem vorher klar. Apple hat den Einstiegspreis von 350 US$ schon vor über einem Jahr genannt und dass damit nur die Apple Watch Sport gemeint sein konnte, war ebenfalls jedem einigermaßen mit der Branche vertrauten Menschen eingängig. Auch dass die Apple Watch Edition einen 5-stelligen Betrag kosten wird, war durchaus schon so antizipiert worden. Zumindest von Leuten, die sich im Juwelierhandwerk einigermaßen auskennen und die Preise anderer Uhren gleichen Materials zur Prognose herangezogen haben.

Also warum der Rant von so vielen Seiten?

Weil viele Redakteure, und das ist meine ganz subjektive Einschätzung, das Geschäftsmodell der Apple Watch nicht verstanden haben. Die meisten Redakteure sind Geeks und Nerds, die gierig Datasheets in sich aufsaugen. Man kann solche Geschöpfe um 3 Uhr nachts wecken und sie können ohne Zugabe von Koffein aus dem Stand jegliche Aspekte einer Intel-CPU mit der einer AMD-CPU vergleichen. Sie erklären dir, ohne wirklich noch darüber nachdenken zu müssen, die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Pipeline-Längen und die Auswirkungen einer mehr oder weniger effizienten Branch Prediction auf die resultierende Ausführungsgeschwindigkeit des Codes.
Was vergessen wird ist, dass es da draußen eine Welt jenseits der Datenblätter gibt. Wer einfach nur eine Apple Watch haben möchte, kauft sich das Basismodell für 349 bzw. 399 US$ und kann damit nicht weniger als derjenige, der sie die Apple Watch Edition in seinen Zweit-Bentley legt.
Um es mal ganz einfach darzulegen. Die Apple Watch Sport ist die Apple Watch für die Massen. Die kann sich durchaus jeder leisten, wenn er sich auf Apples Produktpolitik einlassen mag. Es sind zwei Armbänder dabei und der Aufpreis zu einer durchschnittlichen Android Wear Smartwatch ist durch die Funktionalität m.E. durchaus ein stückweit gerechtfertigt.
Punkt!

Die beiden anderen Modelle, die Apple Watch und die Apple Watch Edition sind von Apple ganz klar und aus meiner Sicht unmissverständlich als reines Status-Symbol konzipiert. Und zwar nicht als Status-Symbol für eine wie auch immer herbeifabulierte Apple-Community, sondern ganz klar gesellschaftlich. Wer mal mit einigen “Besserbezahlten” zum Essen an einem Tisch gesessen hat, kann es sicherlich bestätigen, dass eine Uhr in solchen Kreisen ein Status-Symbol und ein immer währendes Gesprächsthema ist, das oft sogar noch wichtiger ist, als der fahrbare Untersatz. 2000 Euro und mehr werden da bereitwillig für eine Uhr hingelegt, die gegenüber der 5-Euro-Swatch aus dem Kaugummiautomaten faktisch keinen technischen Mehrwert bietet. Da ist viel Geschwurbel und Technik-VooDoo dabei, was man sonst nur aus der HiFi-Ecke kennt. Und genau so ist auch Tim Cooks Randbemerkung zu werten, wenn er sagt, die Uhr wäre unglaublich präzise. Natürlich weiß jeder von uns, dass die Apple Watch ihre Uhrzeit auch nur von einem schnöden Time Server bekommt. Begibt man sich aber in diese wirre Uhren-Community, hat Präzision dort einen ganz anderen Stellenwert. Sie ist dort etwas mystisches. Etwas, für das man einen sehr hohen und natürlich auch unglaublich teuren Aufwand betreiben muss, um es zu erreichen. Dort gibt man begierig und bereitwillig sein Erstgeborenes, wenn man garantieren kann, dass die Uhr in aberwitzigen 10.000 Jahren nur eine quadrillionstel Sekunden nachgeht. Das kann mein 15-Euro-Funkwecker auf’m Nachttisch auch und der stellt sich sogar automatisch zwischen Sommer- und Winterzeit um.
Die Welt in der Uhren-Community ist nicht immer normal. Apple hat beim Design der Apple Watch mit Uhrenherstellern zusammengearbeitet. Die wissen, wo der Hase lang läuft und womit man die Kunden ködert. Und so verwendet Apple nun dieselben Buzzwords, wie es die Hersteller analoger Uhren seit Jahrzehnten vorleben und verkauft seine Apple Watch/Apple Watch Edition eben nicht über das Datenblatt, sondern über einen bewusst hohen Preis, der dem Träger dieser Uhr das garantiert, weswegen er diese Uhr überhaupt trägt. Es geht einzig und allein um Exklusivität.
Wer eine Apple Watch oder Apple Watch Edition trägt, zeigt damit etwas. 
Und wenn man Tim Cook die letzten Monate genau zugehört hat, ging die Strategie nie in eine andere Richtung.


Die Rants kommen nun nach meiner Einschätzung aus einer Enttäuschung heraus, die auch mich persönlich durchaus hart getroffen hat. Meine ganz große Hoffnung war es tatsächlich, dass ich eine Apple Watch (42mm, Stainless Steel, carbon black, mit Giederarmband) für einen gehaltskompatiblen Preis (<500 Euro) werde kaufen können. Nun ruft Apple für mein Wunschmodell 1199 Euro auf. Für eine Uhr!
Ich werde mir dieses Accessoire also nicht leisten. Ich halte es für mich persönlich für überzogen. Einen so hohen Stellenwert hat eine Uhr nicht in meinem Leben. Auch keine Smartwatch, Und wenn wir auf meine Anmerkung zurückkommen: auf dem Datenblatt kann dieses Modell nicht mehr oder weniger als die Apple Watch Sport, die nur ein Drittel kostet, genau so aussieht und lediglich aus einem anderen Material gefertigt wurde, das vielleicht keine 20, sondern nur 5 Jahre kratzerfrei bleibt. So what?

Und genau deshalb gehen die affektiven Rants m.E. fehl. 



Um mal einen (eigentlich immer) unpassenden und deutlich chauvinistischen Autovergleich zu bemühen:

Uhren mit Android Wear sehe ich als den französischen Kombi, so wie er bei mir in der Garage steht und ich ihn (in Form der Uhr) auch am Arm trage. War in der Anschaffung relativ preiswert, bringt mich auch nach über 10 Jahren immer noch sicher von A nach B, ist aber ganz sicher kein Gefährt mit dem man vor der Dorfdisco 18-jährige, aufgebrezelte Chikas für ein gemeinsames Hotelfrühstück begeistern kann. Reste**** auf der Ü40-Party ist das höchste erreichbare Ergebnis. Vorausgesetzt, du kannst den Kassettenspieler im Autoradio mit Wolfgang Petry und/oder Mario Barth bestücken.

Die Apple Watch Sport ist da eher der VW oder 3er BMW. Kostet schon etwas mehr, ist etwas besser verarbeitet, knarzt nicht in jeder Kurve, hält bei guter Pflege 20 Jahre oder länger. Im Handel gibt es reichlich Zubehör um dem Teil ne gewisse Individualität zu verpassen. Frauen kannste mit der Kiste immer noch nicht aufreißen, da musste schon andere Qualitäten vorweisen. Mit HipHop im CD-Player solltest du die Studentenviertel deiner Stadt ohnehin meiden, vor der Teenie-Disco könnteste aber schon Glück haben.

Die Apple Watch sehe ich als 5er BMW, Audi A6, Volvo V60 oder irgend einen Benz. Preislich schon nicht mehr für jeden. Der Besitz zeigt an, dass man ein ordentliches und gesichertes Einkommen hat, sich zwei Urlaubsreisen im Jahr leisten kann und man sich auch sonst den einen oder anderen Luxus durchaus mal gönnt. Am Ende des Tages fährt man mit dem Eimer auch bloß jeden Morgen die Gören in die Kita und dreimal die Woche zum Bio-Metzger. Das kann der VW oder der französische Kombi nicht schlechter, aber man sieht in seinem Bürgerkäfig einfach lässiger aus. Die Chicks werden beim Anblick eines solchen Boliden schon mal partiell feucht. Mit nem unbekleckerten Hemd und ohne Bierbauch bekommt man die eine oder andere durchaus auf die Rückbank.

Die Apple Watch Edition ist in meinem Vergleich der Ferrari, der Begatti, der McLaren. Allein für die 21”-Alus legst du mehr hin, als eine Mittelklasse-Schüssel neu kostet. Die ganze Möhre kostet so viel wie ein Eigenheim, der Unterhalt verschlingt ein zweites. Die Karre ist öfter beim Polierer als auf der Straße. Den wöchentlichen Einkauf kannst du mit dem Ding eh nicht stemmen, also schickst du die Haushälterin los und fährst selbst lieber zum Golfen oder schipperst mit der Zweityacht durchs Mittelmeer. Die Schnepfen fängst du vor jedem Edelschuppen weg. Selbst wenn du aussiehst wie Rainer Calmund, dein Geburtsjahr noch mit einer 18 beginnt, du an allen Öffnungen inkontinent bist, keinen mehr hoch kriegst und nach Tod riechst, springen dir die 16-jährigen Gören an den Hals und auf den Schoß. Spielt alles keine Rolle mehr, denn du bist einfach nur der reichste Sack am Platz.


Und so wie die Apple Watch Edition für bis zu 18.000 Euro auch nur eine Smartwatch ist, ist so ein Bugatti Veyron am Ende nüchtern betrachtet auch nur ein Auto. Doch niemand klagt Bugatti an, dass man keinen Kleinwagen für 9.990 Euro mit 0%-Finanzierung und kostenlosem Winterpaket im Angebot hat. Warum also diese Rants?

Apple zielt mit der Apple Watch und der Apple Watch Edition auf Einkommensgruppen, die für viele von uns womöglich nicht erreicht werden können. Für’s “gemeine Volk” hat man die Apple Watch Sport. Genau so viel PS, gleiches Chassis, nur ne andere Karosserie. Statt Armband aus Froschpenis-Leder eben nur Silikon oder Stoff. Dafür um Größenordnungen preiswerter.
Ja, Apple bedient auch das Luxus-Segment. Das haben sie von Anfang an transparent kommuniziert und nun auch ganz klar mit Preisen untermauert.

Natürlich ist ein Stahlarmband keine 500 Euro wert und kein Armband der Welt rechtfertigt einen 8000 Euro hohen Aufpreis bei der Apple Watch Edition. Das ist alles total irrsinnig und surreal. Doch es gibt, neben der unseren, auch diese bekloppte Welt da draussen und Apple ist mit zwei Uhren nun ebenfalls ein Teil davon.
NEIN! Der normale Durchschnittskäufer soll sich die Apple Watch Edition auch gar nicht kaufen können. Es ist genau diese Exklusivität, die in den Augen einiger Leute auf diesem Planeten, einen solchen Preis rechtfertigt. Um nichts anderes geht es. Man hat etwas, was andere nicht haben und sich auch nie leisten können werden. Teuer nur um des Preises willen - so schizophren es auch klingt.

Betrachtet man es von einer sozialkritischen Seite, ist das natürlich komplett daneben.  Da besteht gar keine Frage. 
Wenn man mich als überzeugten Sozialisten fragt, sollte sich niemand auf der Welt so etwas leisten können dürfen. Denn diese Dekadenz ist ein, wenn nicht DAS Manifest der ungleichen Güterverteilung auf dieser Welt.
Fragt man mich als Realist, kann ich nicht leugnen, dass es diese Bevölkerungsschicht leider doch gibt und dass man mit dem Klientel die eine oder andere Million verdienen kann. Apple wäre blöd, sich den Kuchen entgehen zu lassen.



Was jetzt gerade passiert, hoffentlich nicht nur für eine Woche, sondern nachhaltig, ist ein ungefähres Gefühl dafür, wo wir auf dieser Welt stehen.
Wo sich unsereins freut, im großen Ganzen einigermaßen Sorgenfrei durchs Leben zu kommen. Nicht reich, aber zum Glück auch nicht existenzbedrohlich arm. Eben ganz entspannt und zufrieden. Man kann sich nicht alles leisten, sondern muss schon Prioritäten im Leben setzen und Gedanken machen. Etwas das ich für normal, gesund und bodenständig halte.
Und auf der anderen Seite, völlig abgehoben eine Welt, in der ein Jahresgehalt eines normal arbeitenden Menschen bei einem einzigen Shopping-Ausflug durchgebracht wird. 
Man muss bedenken, wir alle haben dieses Geld mit unserer eigenen Hände Arbeit erwirtschaftet.
Wenn irgend jemand auf seine XX Milliarden Barvermögen faul auf der Terrasse sitzend Zinsen einstreicht, dann sind diese Zinsen am Ende der Kette von irgend jemandem erarbeitet worden, der an die ehrbare Idee einer steuerlichen Umverteilung von Vermögen nicht mal im Traum zu glauben wagt.

*Was wir tun sollten, und das meine ich durchaus mit allem gebührenden Ernst, ist nicht, Apple dafür anzuklagen, ein Produkt zu solchen Preisen zu verkaufen. Sondern wir sollten uns die Frage stellen, warum es auf dieser Welt Menschen gibt, die sich so etwas, ohne dabei mit der Augenbraue zu zucken, leisten können.*
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Michael Slomma

Diskussion  - 
 
Die Schwachköpfe haben es in die internationale Presse geschafft
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A stressless cat with sugar pills?

they must have different cats there
 
Feline Aromatherapy. WTF. 
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UND HÖRT NIEMALS AUF. HALTET DIE AUGEN OFFEN: an Kreuzungen, Spielplätzen & Baustellen, in Hausfluren, Clubs & Cafes, den schwarzen Brettern in Copyshops & Universitäten, an Tram-Haltestellen oder in den U- und S-Bahnhöfen – überall da, WO BERLIN MIT UNS KOMMUNIZIERT ...
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Michael Slomma

My brain hurts  - 
 
Das sollte hier nicht fehlen
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My God~~~~~~~~!!!!
Very Precious Chrismas~~~~~!!
I love my God~~~~~~~~!!!
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Robert Jämmrich's profile photoBastian Blank's profile photoJürgen Erhard's profile photoStef Ka's profile photo
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Stef Ka
 
OMG! XD 
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Michael Slomma

Bilder erhaltener Geschenke  - 
 
Heute endlich geschafft

mein Wichtelpaket von der Post zu holen.
Schon mal ganz lieben Dank an meinen Wichtel.

Wird natürlich erst am 24. geöffnet. :o)
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Annett Erl's profile photoBernd Heins's profile photoMichael Slomma's profile photo
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+Bernd Heins 
Gibt hier leider nicht so viele Kindergärten und Grundschulen, vor denen man das gescheit üben könnte. ;-)
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Mac-User: Finger weg von unbekannten Geräten!

Wir schreiben das Jahr 30 unter dem Zeichen des angebissenen Fallobstes und verkünden apokalyptische Botschaft.

Das Apple-Universum steht dem zweiten Virus in seiner Geschichte gegenüber und - so muss man es wohl leider sagen - ist dem Ganzen ziemlich hilflos ausgeliefert.

Aus China kommt eine neue Malware namens "WireLurker", die es explizit auf Apple-Geräte abgesehen hat. Ihren Ursprung hat sie offenbar auf einem chinesischen 3rd-Party-Appstore, wo sie zahlreiche Apps infiziert und sogar selbst generierte Apps eingestellt haben soll.
Einmal auf dem Mac soll #WireLurker  es schaffen, andere installierte Anwendungen zu infizieren. Über diverse Mechanismen verschafft sich WireLurker sogar Zugriff auf angeschlossene iPad und iPhones, USB-Sticks, etc. pp. Dabei ist es auch völlig egal, ob das Gerät über einen Jailbreak verfügt oder nicht.

Über einen C&C-Server kann WireLurker dann diverse Aufgaben auf dem infizierten Gerät ausführen und ggf. weiteren Schadcode nachladen.

Momentan scheint sich das Problem hauptsächlich noch auf den chinesischen Raum zu beschränken. Die Gefahr ist aber groß, dass es sich schnell zu einem weltweiten Problem auswächst.

Derzeit gibt es aufgrund der breitgefächerten Angriffsvektoren noch keinen Patch gegen WireLurker. Außerdem soll WireLurker wohl in der Lage sein, sich so gut im System zu verstecken, dass die Erkennung durch Antivirus-Lösungen stark erschwert wird.

Zur Gefahrenabwehr wird noch mal ausdrücklich auf folgende Sicherungsmaßnahmen hingewiesen:

- Firmen sollten ihre iOS- und OSX-Geräte nur über Firewalls kommunizieren lassen
- OSX-Systeme sollten durch eine Anti-Virus-Software geschützt werden
- In den OSX-Einstellungen sollte die Installation von Anwendungen aus unbekannten Quellen deaktiviert werden
- keine 3rd-Party-Appstores oder potentiell unzuverlässige Quellen nutzen
- iOS und OSX stets aktuell halten
- keine Signaturschlüssel unbekannter Herkunft akzeptieren
- keine iOS-Geräte mit unbekannten Computern verbinden
- keine Computer mit unbekannten iOS-Geräten verbinden
- Finger weg von öffentlichen Ladestationen
- iOS-Geräte möglichst nicht per JailBreak entsperren. Und wenn man es doch tut, nur die vergleichsweise vertrauenswürdige Cydia-Community nutzen.

http://researchcenter.paloaltonetworks.com/2014/11/wirelurker-new-era-os-x-ios-malware/


Die Hinweise sollten eigentlich selbstverständlich sein und bieten in ihrer Summe einen ausreichenden Schutz vor WireLurker.
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New Apple malware can infect your iPhone or Macbook via USB
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Peter Wendel's profile photoMichael Slomma's profile photo
2 comments
 
Für einen Anfangsverdacht sicherlich.
Ich empfehle überdies aber eine 6 monatige Quarantäne mit gratis iPhone 6, Retina-iMac und einem Stapel 100€-iTunes-Karten zur freien Verfügung, sowie freier Kost und Logis im Adlon.
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Hallo zusammen.

Ich hab auf meinem P7 aktuell die Firmware B602 (Beta) drauf, also schon EMUI 3.0. Ich bin von EMUI 3.0 so begeistert, dass ich nur höchst ungern und nur unter lautem Protest auf 2.3 zurück möchte. Doch mich nervt der Smartcover-Bug. :(

Gibt es schon eine neuere Firmware, in der der Bug behoben ist, bzw. weiß jemand, wann in etwa mit der finalen Version zu rechnen ist?
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Fix ist nix. Aber ich vermute, dass Anfang 2015 das definitive Update kommen wird. Tippe auf Januar/Februar. 
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Michael Slomma

Schneeschmarotzer  - 
 
Die Proteste zeigen erste Wirkung. Ein Sieg für die Basisdemokratie!
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Michael Slomma

Bilder erhaltener Geschenke  - 
 
Ganz, ganz lieben Dank an meine Wichteline. Lass dich ganz doll drücken. :o)


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Annett Erl's profile photo
 
Da drück ich ganz ganz fest zurück 😀
Fröhliche Weihnachten!!!

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Michael Slomma

Bilder versendeter Geschenke  - 
 
Mein Wichtelpaket ist dann unterwegs. Bild gibts keins, denn ich bin ne extrem faule Sau und lasse verpacken. :D
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5 comments
 
Mit Worten kann man auch Bilder zaubern. Es geht nichts über Kopfkino
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Michael Slomma

Allgemeine Themen  - 
 
Danke für die Einladung.
Für solchen Schabernack bin ich immer zu haben :o)
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2 comments
 
Schabernack? Schabernack ? Ich bin empört, dass du das nicht ernst nimmst, Michael! Profil des Gezogenen besuchen, stundenlang da durchscrollen um irgendwelche Interessen herauszufinden, schauen ob man es in einem Geschäft bekommt oder online bestellen muss, ob es dann pünktlich ankommt und das richtige ist...
Stress pur!
Schabernack. Pah...
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Hi everyone.

Does anyone knows a design for my P7 that uses the original app icons?

I'm using "Google Play Launcher" instead of EMUI Launcher and only the icons are disturbing my pure Android feeling yet. ;-)
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Typische unpersönliche Massenabfertigung wie man sie von Tagungshotels kennt. Zimmer sehr sauber und mit ausreichendem Komfort. Die Videothek (über den Ferseher aufrubar) bietet ein reichhaltiges Angebot aktueller Filme - kostenlos. Das Frühstück ist kein Highlight, geht aber in Ordnung. In die Innenstadt sind es 15min zu Fuß oder wenige Busstationen.
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