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"Komplexe Systeme wie Gehirn, Film oder eben das Web spannen neue Möglichkeitsräume auf, fungieren als Katalysatoren, sind Zentren und Knoten, durch die andere Kräfte und Vektoren verstärkt, beschleunigt, verdichtet oder auch erst ermöglicht werden können oder auch nicht, etctrara. Die auf ihnen stattfindenden partikularen Ereignisse und emergenten Phänomene basieren dann zwar auf ihnen, lassen sich aber nicht mehr damit begründen oder zurückführen.

Und das gilt nicht nur für das Web als ganzes, sondern auch für alle webbasierten Plattformen wie Facebook oder Twitter, die technologisch und konzeptionell vl. trivial sind, aber eine komplexe soziale Eigenlogik triggern können." (sagt +Saurier Duval )

(weil: "Damit es Filme geben kann braucht es die (Erfindung der) Technologie Film (die selbst wiederum natürlich in einen historisch gewachsenen technokulturellen komplex eingebettet ist, wie auch das Web in einen historisch gewachsenen technokulturellen komplex eingebettet ist). Aber jeder Film ist ein eigenes Ding, das zwar das Medium benötigt, aber in seiner Wesensheit mehr mit der Ausdruckskraft der Beteiligten zu tun hat, dem Bündel aus Regie, Script, Schauspielern, Montage, Sound, usw.")
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Ich glaube der letzte Teil der Leftovers-Serie.
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Martin Lindner's profile photoSandor Ragaly's profile photoSaurier Duval's profile photoKlaus Kusanowsky's profile photo
12 comments
 
und am 04.03.2012 um 17:59 erwachte skynet zum leben :-)
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Wo ist die Information bei "Aber jeder Film ist ein eigenes Ding, das zwar das Medium benötigt, aber in seiner Wesensheit mehr mit der Ausdruckskraft der Beteiligten zu tun hat, dem Bündel aus Regie, Script, Schauspielern, Montage, Sound, usw.")" ? Ebenso bei der Eigendynamik Sozialer Netze, das sind Kommunikations-"Interfaces", deren Kombinationsmöglichkeiten (vgl. Schach) in die Dimension von xy-illiarden geht, aber das ist doch nicht überraschend - oder doch?
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es ist nicht so klar ausgedrückt, das stimmt, aber gemeint ist wohl: plattformen werden mit der zeit hintergrund- und basistechnologien, selbstverständliche umweltbestandteile, auf deren grundlage dann komplexe neue strukturen entstehen, die sich aber nicht mehr als direkte wirkung dieser basis zurechnen lassen. der umschlag von "plattform" in "ökosystem". das interessiert mich jetzt gerade v.a. deshalb, weil das generell für technologien gilt: etwa auch für automobilität, z.b.
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das mein ich gar nicht, auch wenn ich da nicht nein dazu sagen würde. es geht eher in die richtung, was man 'sieht'.
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naja, um bei der film-metapher weiterzumachen: was 'sehe' ich, wenn ich mir einen film angeschaut habe? sehe ich ein komplexes bündel an wirkungen oder reduziere ich das auf den gedanken das war ein film. (sehen war auch wieder kein so idealer begriff, lol)
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also der übergang von der pionier-phase, wo man sich sagte: toll, das ist eine sms, oder: toll, schau mal was ich mit dem iphone machen kann, oder: wir bloggen alle darüber, was bloggen ist und wie es sich anfühlt, hin zum selbstverständlichen umgang mit einem umwelt-bestandteil? so wie die silicon valley entrepreneurs vor zwei jahren die parole ausgaben, jetzt mal was zu bauen, das einen unterschied in der welt macht?
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ja, nur nicht evolutionär (pionier -> masse) sondern schlagartig. (und auch nix gegen das metabloggen, das entspricht ja eher der filmtheorie.)
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ja, aber es ist ja signifikant, dass man seit langem kaum mehr metabloggt ...

der umschlag also: ja, das ist interessant. müsste man genau anschauen.
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"aber es ist ja signifikant, dass man seit langem kaum mehr metabloggt ... " - stimmt, aber für was? ;)
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+Martin Lindner +Saurier Duval Das finde ich teilweise richtig: "selbstverständliche umweltbestandteile, auf deren grundlage dann komplexe neue strukturen entstehen, die sich aber nicht mehr als direkte wirkung dieser basis zurechnen lassen. der umschlag von "plattform" in "ökosystem"" - die direkte Zurechenbarkeit etwa wird bei Entwicklung oft von einer komplexeren Kausalität abgelöst, die zudem in der analytischen Praxis an der Komplexität scheitern mag - doch was ist der qualitative Umschlag von "Plattform" und ihrer Nutzung zu einem "Ökosystem"? Nach meinem Alltagsverständnis stellt eine Plattform Grundfunktionen, etwa der Komm., zur Verfügung, DOS, Facebook, Handynetz, Autobahn+Verkehrsregeln, auf der sich dann eine unterschiedliche komplexe und erfolgreiche vs. dysfunktionale Nutzung entwickelt, auch mit unerwarteten Folgen und Hinzukommen unerwarteter Faktoren/Variablen - aber im Prinzip durchaus erklärbar mit diesen ganzen Faktoren, wenn es die Komplexität und das Interesse erlauben - und u.U., eine sehr wichtige Frage, auch steuerbar oder zumindest demokratisch beeinflussbar.
Zum Filmbeispiel: Was nehme ich wahr, wenn ich einen Film anschaue: Offensichtlich doch nicht das komplexe Bündel oder System, das ihn hervorgebracht hat oder seine Wirkung ausmacht - das nur in einzelnen Aspekten, wow, was für ein Schauspieler (soweit ich diese beurteilen kann) - sondern was "rüberkommt" und mir persönlich emotional, weltsichtmäßig etc. vermittelt wird, die Wirkung im weiten Sinne. Wie sollte auch ein Nicht-Rezensent einen Film so analytisch anschauen wollen oder können, um die zahlreichen Bestandteile und ihre Wechselwirkungen zu erfassen - und wozu sollte er es im Normalfall tun?
In der alltäglichen Nutzung gehen in den meisten Fällen, gerade in unserer Zeit der extremen Spezialisierung, natürlich die speziellen Einzelteile und auch das System, das insgesamt im Hintergrund wirkt, unter, sonst wäre die Komplexität schon im einfachsten Alltag gar nicht mehr zu bewältigen - und sie interessiert ja auch nicht (in welche Programmierspr. ist diese oder jene Anwendung geschrieben etc. - übrigens genau der Loslösungsprozess, der mit dem Vordringen der Computer u.ä. in den Alltag stattfand/-findet, und nutzermäßig von den/uns "Computerfreaks" früher hin zu Trends wie iPhone etc., welches häufig mehr als Mode- denn als Technikaccessoire aufgefasst wird.
Das heißt aber nicht, dass die dahinterliegenden Strukturen und "Einzelbausteine" in ihrem Wirken nicht mehr verfolgbar wären, prinzipiell; sondern dass man es nicht macht, etwa, wenn kein (ökonomischer) Sinn dahinter steht. Wobei ich hinzufügen muss, dass ich Ähnliches selbst vom menschl. Gehirn denke: prinzipielle nat.wiss. Analysierbarkeit (etwa kausal), die aber an der ungeheuren Komplexität scheitert.
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+Sandor Ragaly genau. (nur um beim film zu bleiben: es geht ja nicht darum, dass er vom betrachter in der vollständigkeit der möglichen anschlusskommuniklation wahrgenommen wird, sondern dass die anschlusskommunikation spezifisch ist)
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