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nachrichten von außerhalb unserer #filterbubble:

da drüben bei den neo-rechten haben sie mit dem doppelzüngigen euro-desaster-management der postdemokraten viel spielraum gewonnen, um mit vernünftiger kritik wie hier politischen raum zu besetzen.

die frage ist, ob man dann national regredieren oder zu einem offenen europa voranschreiten will. +Jens Eckleben und seine freunde, die "islamkritiker", benutzen das, um zwischen Sarrazin und einem legalen arm des Breivikianismus zu oszillieren.

mir fehlt dagegen eine linke europäische bewegung, die sehr kühl argumentiert, mehr will als regionalgeld-romantik und nicht mehr nur die altlinken industriezeitalter-formeln wiederholt. ein #occupy mit marginalisiertem sponti-aktivismus.
 
Die Euro-Befürworter haben gegen den Euro-Flächenbrand ihr Zaubermittel entdeckt: mehr Feuer! Das erstaunte Publikum ist im Sinne des Wortes verzaubert. Wer hätte gedacht, dass man viel zu viele Schulden am besten damit wegbekommt, dass man noch mehr Schulden macht?
+Frank Schäffler in einem sehr guten Interview mit mehr Informationen: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/wahrheit-wird-vertuscht.html
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Aleks Scholz's profile photoChristoph Kappes's profile photoMartin Lindner's profile photoFritz Iversen's profile photo
5 comments
 
Vielen Dank fuer das Verfolgen dieser Ecke.
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Meines Erachtens gibt es diese Linke nicht, die Dir fehlt. Daher müsstest Du genauer sagen, was Du mit "lInks" meinst. Und mit "sehr kühl".
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"Marginalisierter Sponti-Aktivismus" fehlt mir zu allerletzt ... ich wüsste nicht, welches Problem dadurch gelöst würde.
Es ist - derzeit - nicht einmal klar, ob es irgendetwas gibt, was Europa vor dem wirtschaftlichen Abstieg (Deflation/Depression) schützen könnte. Hollande plädiert für Autobahnbau ("Infrastrukturprojekte"). Grüne gehen mit Transaktionssteuer auf Wählerfang ...
Mmmmh ... ich würde für Bildung und billige Energie plädieren.
Wachstum ist abhängig von 3 Variablen: Kapital, Innovation und Energie (Ressourcen). Kapital bereitzustellen ist die Maxime der Wachstumsförderer - hilft aber nichts, wenn es an Innovation fehlt und Energie immer teurer wird. Würde umgekehrt Energie unendlich preiswert, würde Europa blühen wie ein Obstgarten im Frühling ... das würde eine gigantische ökologische Umwälzung ermöglich. Ich vermute, die Rettung aus der Malaise liegt im innovativen Durchbruch bei regenrativen Energien (Solarmodule mit Wirkungsgrad > 30% + billige Speichertechnologien). Entweder da kommt was in den nächsten Jahren oder es spiralisiert sich langsam abwärts, eventuell mit Deutschland als Rettungsanker als Zulieferer zur Industrialisierung Asiens.
Ein separatistisches Europa brauchen wir allerdings überhaupt nicht. Das ist pure Nostalgie. Gab es das schon mal in der Geschichte, dass das Rad zurückgedreht wurde und es ging glücklich aus?
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ja, ich weiß schon, dass ich mich hier etwas naiv und ziemlich unscharf ausdrücke, +Christoph Kappes . es ist halt mein undeutlich rumorendes gefühl, dem ich ausdruck geben wollte, auf die gefahr hin, dass das etwas doof wirkt.

dass diese linke gar nicht wirklich existiert, stimmt ja. obwohl, wenn man die Graeber-gefolgsleute, die neue Sahra Wagenknecht und sicher auch viele versprengte bei Grünen, SPD und im Parteien-Nirwana zusammenfassen würde ... auch Schirrmacher wäre ja in meiner großzügigen rechnung noch dabei ... und es müsste eben von beginn an international sein. eine europäische sache.

+Fritz Iversen d'accord vermutlich, die betonung lag ja auf "marginalisiert" (statt dominant, wie dem gefühl nach jetzt noch bei occupy/blockupy). den sponti-aktivismus gibts ja, und solange die als einzige sichtbar und auf der straße sind, sind sie eben das gesicht der bewegung-in-spe. als marginales phänomen kann er ja auch eine nützlicihe rolle spielen.

ja, ökologie/energie und (würde ich sagen) dazu breitband-netzausbau in die regionen, um neue formen von arbeit und organisation auch für den mainstream zu öffnen. dann hat man auch den europäischen vernetzungscharakter quasi "eingebaut". "bildung" würde ich auch an diese infrastruktur knüpfen. das jetzige system noch stärker zu finanzieren, ist sinnlos.
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Wenn man es weltgeschichtlich betrachtet, könnte Europa der Vorreiter werden für eine postindustrielle, nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft. Dazu müsste Europa an seiner Historie anknüpfen - Vorsprung durch Wissenschaft, Bildung, sozialen Ausgleich, sicheren demokratsichen Rechtsrahmen und Frieden. Wenn man sich 5 Begriffe nebeneinander an die Wand nagelt, ist Bildung der Kern von allem, weil Bildung auch immer Bildung von Rationalität und Verständnis für die Interessen anderer beinhaltet. Leider ist Bildung nicht allein eine Frage des Geldes, dann wäre sie leicht herzustellen, sondern auch von Bildungsbedingungen in den Familien und Medien. Weiterer Nachteil ist, dass Bildung immer viel, viel Zeit braucht. Krise ist immer der Moment in der Geschichte, in dem die Zeit für Veränderungen weitgehend verloren gegangen ist - "mit den jetzigen Maßnahmen versuchen wir Zeit zu gewinnen" hat man in den letzten 3 Jahren oft gehört. Kredite verschaffen Zeit (d.i. in meinen Augen der Grund, warum eine Gesellschaft ohne Kreditwirtschaft das Schlimmste wäre, was uns zustoßen könnte) ...
Und dann wäre noch die Kleinigkeit zu klären, was diese postindustrielle Gesellschaft wäre und wie sie funktioniert. Ich wüsste keine "Bewegung", die uns dabei wirklich helfen kann. Eine Bewegung braucht einen Gegner - wir müssen aber bei der Annäherung an die nächste Phase der Geschichte auch Gegner unserer selbst sein, was mit Massenbewegungen nie klappt. Man kann sich eigentlich nur an den Händen fassen und tapfer auf den Nebel zuzulaufen, in der Hoffnung, dabei nicht gegen eine Wand zu laufen. Keep calm and carry on.
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