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#weblern -erfahrung: unfassbar, wieviel man im Sozialen Web in kürzester zeit lernen kann, wenn es aktuelle themen sind und man ein bisschen nach dichteren diskurs-stellen sucht. (hier in meinem fall: thema wirtschaft & finanzen, von denen ich im juli ungefähr nichts wusste.)

welche chance hätte ich mit herkömmlichen mitteln des lernens und der bildung gehabt, wenn das thema nicht brennend gewesen wäre und in echtzeit verhandelt würde?

also, sagen wir: vor 2000? und sogar noch 2005? ich hätte jahre versucht, das zu "lernen", und das resultat wäre um viele größenordnungen schlechter gewesen. vielleicht wäre ich ganz gescheitert, weil das ständige (auch indirekte) abgleichen mit vielen anderen echtzeit-stimmen gefehlt hätte.

natürlich ist das internet selbst bereits ein quantensprung: der zugriff auf pdfs, webseiten von experten, auch blogs undsoweiter. aber die mischung aus #echtzeit und sozialem #diskurs ist das entscheidende. diese extreme beschleunigung und intensivierung des wissens- und erkenntnisprozesses ist ein phänomen, das man schlecht simulieren kann (etwa in universitäten, die ja auch am besten da funktionieren, wo man teil von aktuellen diskussionen wird).

anders gesagt: wenn es nicht brennend ist, und wenn ich herkömmlich ein "wissensgebäude" lernen muss, lerne ich sehr, sehr langsam.
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Marcel Belledin's profile photomausz fabrick's profile photoMartin Lindner's profile photoUwe Spangler's profile photo
9 comments
 
Diese erfahrung habe ich auch gemacht. Verblüffend wie schnell man einen völlig neuen themenkomplex verinnerlichen kann!
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ja, und verblüffend, wie schlecht konventionelles lernen funktioniert. es war ja für mich fast schon unbrauchbar (und ich war ein erfolgreicher schüler.)

das problem: man braucht solche "hot spots", damit es funktioniert, und die entstehen eigendynamisch, an recht verschiedenen stellen.
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Ja, ich finde es könnte ruhig noch mehr solche "hot spots" geben, deren Funktionen auch besser darauf ausgelegt sind den Wissens- und Erkenntnisprozess zu unterstützen.
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die frage ist ja: wie weit kann sowas designen? oder muss man einfach die hot spots aufsuchen, die es gerade gibt? (imho bis zu einem gewissen punkt: ja. man muss immer an dem teilnehmen, was gerade jetzt passiert, und zugleich/daneben versuchen, die welt zu verstehen.)
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Unfassbar auch, wie viel man "mitlernt", wenn man das Glück hat, zur rechten Zeit bei den richtigen Leuten mitzulesen. Wie in meinem Fall, als ich +Martin Lindner in meine Kreise genommen habe.
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+Lucas Appelmann das mache ich ja selbst genauso. eine kettenreaktion. (danke.)

ach so, auch sehr wichtig: ideale multiplikatoren sind ja genau diejenigen, die es gerade selbst lernen, und nicht die, die es "schon wissen".

eine alte #weblernen -erfahrung: ein javascipt-tutorial von jemand, bei dem man spürt, dass sie/er es gerade #jetzt begriffen hat, ist viel wirkungsvoller als eine (auch didaktisch gute) erklärung von wissenden. das war übrigens auch in guten uni-seminaren so.
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Die hots pots ergeben sich imho aus den gebündelten Bedürfnissen und werden – desto besser sie darauf abgestimmt sind – erfolgreich und dies auch bleiben. Ich arbeite im Grunde am Design einer solchen Seite und lerne gerade sehr viel bei google+
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meine persönliche erfahrung (schwaches bei-mir-ist-es-so-gewesen-argument) ist ja, dass aus unerklärlichen ursachen und schwer gewollt herstellbaren umständen sich solche hot spots auch an (oder trotz?) universitäten ergeben können (wenn nach dem seminar die richtigen zusammenstehen und dann über ein paar semester hinweg positionen ausfechten und so gemeinsam mal einen grundstock theorie/denken lernen, den es vielleicht sogar braucht für das oben beschriebene weblernen)
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ja, das ist die eigentliche rechtfertigung von unis. aber halt ein relativ schwacher effekt im verhältnis zum aufwand und zur offiziellen reform-linie.
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