#weblern -erfahrung: unfassbar, wieviel man im Sozialen Web in kürzester zeit lernen kann, wenn es aktuelle themen sind und man ein bisschen nach dichteren diskurs-stellen sucht. (hier in meinem fall: thema wirtschaft & finanzen, von denen ich im juli ungefähr nichts wusste.)

welche chance hätte ich mit herkömmlichen mitteln des lernens und der bildung gehabt, wenn das thema nicht brennend gewesen wäre und in echtzeit verhandelt würde?

also, sagen wir: vor 2000? und sogar noch 2005? ich hätte jahre versucht, das zu "lernen", und das resultat wäre um viele größenordnungen schlechter gewesen. vielleicht wäre ich ganz gescheitert, weil das ständige (auch indirekte) abgleichen mit vielen anderen echtzeit-stimmen gefehlt hätte.

natürlich ist das internet selbst bereits ein quantensprung: der zugriff auf pdfs, webseiten von experten, auch blogs undsoweiter. aber die mischung aus #echtzeit und sozialem #diskurs ist das entscheidende. diese extreme beschleunigung und intensivierung des wissens- und erkenntnisprozesses ist ein phänomen, das man schlecht simulieren kann (etwa in universitäten, die ja auch am besten da funktionieren, wo man teil von aktuellen diskussionen wird).

anders gesagt: wenn es nicht brennend ist, und wenn ich herkömmlich ein "wissensgebäude" lernen muss, lerne ich sehr, sehr langsam.
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