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Martin Lindner
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Wie Furchen in Steintreppen, verursacht durch das tägliche Schlurfen von Hausschuhen.
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Es hilft ja jetzt auch nichts mehr, aber hier meine 2 Cent zum Konflikt um den #Edchatde, aus der Sicht einer sympathisierenden Randfigur.

Aus meiner Sicht ist das leidige Edchat-Buch selbst gar nicht das Problem. Oder: Es hätte das nicht sein müssen und nicht sein dürfen.

Es war natürlich völlig klar, dass ein solches Projekt Kritik auf sich ziehen würde. Ich hätte da keinen unüberwindbaren Konflikt gesehen. Der Blogpost von +Elke Höfler
(http://fremdsprachenundwebzweinull.blogspot.de/2017/02/edchatde-gibt-es-als-buch-ein-offener.html)
wäre aus meiner Außenseiter-Sicht eine gute Basis für die notwendige Diskussion gewesen.

Dann hätte man fair und offen Argumente nebeneinander gestellt, und irgendwann hätte man sich darauf geeinigt, nicht vollkommen einig zu sein. Und dann hätte die offene Community weitermachen können.

Das eigentliche Problem war der Umgang mit der Community. Der Edchatde ist, oder war, nicht einfach ein gut organisierter Gruppenchat, sondern Zentrum in einem Ökosystem, in einer eigenen gewachsenen Netz-Kultur, an der ein paar Dutzend recht unterschiedliche und eigenwillige Personen beteiligt sind. Um diesen Kern herum lagern sich dann die neu Hinzugekommenen an.

Ich kenne diese allmählich wachsende Twitter-Lehrer-Community ja seit sicher 5 Jahren, und es war eine große Freude, das von außen wachsen zu sehen. Da herrschte eine richtig gute Atmosphäre.

Wie ich das wahrnahm, bei vielleicht 10 oder 12 Leuten in meiner Timeline, gab es wegen dem Buch gar keine besonders aggressive Stimmung. Ich würde das eher Klärungsbedarf nennen. Das Problem waren die Reaktionen danach.

Zuerst kam lange gar keine Reaktion, so als gebe es gar kein Problem. So als gebe es gar keine Community, die natürlich sich darüber verständigen will. Das war schon nicht gut.

Dann kamen zwei merkwürdige Tweets, die das alles als Neiddebatte abstempelten. Das war schädlich.

Und jetzt eben diese längst überfällige Stellungnahme (Link unten), und zu der fällt mir wirklich gar nichts mehr ein. Da spricht ein indignierter Starautor, der den Gesprächsbedarf des Fußvolks nur als Majestix-Beleidigung interpretieren kann. Da wird so getan, als handele es sich bei der Kritik, die Philippe Wampfler geäußert hat,
(https://schulesocialmedia.com/2017/02/25/edchatde-eine-replik/)
nur um einen "Rezensenten", der unverschämter Weise eine Antwort auf seine Rezension verlangt.

Das Buch war, wie gesagt, nicht das eigentliche Problem. Von der offenen Kultur des Web, die der Edchat und die darum herum entstandene Community jetzt jahrelang vorbildlich vorgelebt hat, hat da jemand gar nichts, aber wirklich überhaupt nichts verstanden.

Von außen sieht das so aus, als sei man mit der Planierraupe mitten durch ein blühendes Ökosystem gefahren. Das ist extrem schade. Ich verstehe es einfach nicht. Wie der Bayer sagt: Das war so überflüssig wie ein Kropf.

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+Konrad Lischka hatte unlängst KNOWN lobgepreist und Recht hat er. Was und wie das macht: verstanden. Warum: auch verstanden. Installiert kriege ich das auch, alles neat'n'pretty. Doch: ich habe keinen use case mehr, bin ermüdet von den silos, blogge herum seit es Blogs hat, auf http://sofa.digitalien.org/ (deprecated) lange bevor es Blogsoftware gab. Resignierter alter Mann.
(Jucken tät's mich wohl aber prokrastiniert ist anderswo auch.) <sigh>

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#flaschenpost

Hier ist der Download (Scan) meines längst vergriffenen Buchs "Leben in der Krise" über "intellektuelle Mentalität" um 1930:

Jetzt in einer sehr viel schlankeren und schöneren PDF-Version:
http://bit.ly/LebenInDerKrisePDF

Das Inhaltsverzeichnis ist hier (als pdf)

d-nb.info/940160277/04

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es scheint, als ob das biosphere-album "sound installations" (eine compilation von tracks, die nicht auf den alben sind) gerade erst herausgekommen ist. ich bin ja dieses jahr biosphere-fan geworden, als vollständiger ambient-ignorant, mit einer vorliebe für die tracks, die am wenigsten "musik" sind. man kann das auf der homepage für 10€ als download und stream kaufen:
https://biosphere.bandcamp.com/album/sound-installations-2000-2009

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(if you are missing the circles (remember?) in the new G+ - you can reactivate them in the advanced settings)
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aging of #pop, cont.: meine tochter wurde gerade 19, und ausgehend davon habe ich versucht mich zu erinnern, wie sich das jahr anfühlte, in dem ich 18 war. ich hatte im mai abitur gemacht und machte ein fsj, weil ich mich noch nicht reif für die stadt fühlte. tatsächlich ist die gehörte musik der beste weg, um das wieder aufzurufen. resultat ist also noch eine playlist, die vage der entwicklung des jahres folgt:

- dire straits, down to the waterline
- bob dylan, i believe in you [aber dylan hörte ich sowieso hauptsächlich und immer]
- wolfgang ambros, achilles [seine dylan-covers kommen natürlich nicht ans original heran, aber sind überraschend brauchbar, und ich hörte immer ö3-radio]
- tonio k., life in the foodchain [den kannte ich aus sounds, das ich zu abonnieren begann]
- velvet underground, run run run [uralt, von einer geliehenen platte, aber das kannte ich vorher nicht]
- clash, white riot [das habe in dem jahr nur einmal gehört, zufällig, aber nie vergessen]
- boomtown rats, i don't like mondays [permanent im radio]
- police, walking on the moon [vermutlich die erste "new wave", die mir gefiel?]
- john cale, dr. mudd [beginn meiner cale-verehrung]
- lou reed, vicious circle [von irgendeiner älteren lou reed-soloplatte, die ich mir auslieh und aufnahm - die meiste musik hatte man ja auf cassette]

geprägt ist das von meiner sounds-lektüre (das beeinflusste mich zutiefst) und dem einstieg als dilettantischer schlagzeuger in einer schulfreundband, die damals irgendwas wie selbst geschriebenen folk/country rock spielte. am ende begann dann schon die wende zu "new wave", angeleitet von sounds. white riot von den clash hörte ich im youth hostel in dublin im sommer. das ist also dieser "punk rock", dachte ich, den ich noch nie gehört hatte. es beeindruckte mich halb widerwillig, weil es ja irgendwie keine "richtige musik" war. wirklich gehört habe ich das dann - und vor allem post punk in allen varianten - erst ein jahr später. aber von unserem flippigen band-bassisten bekam ich die ersten beiden velvet-lps geliehen (als 2 "originals of"-reissue), die ich nie zurückgab - er war dann für ein jahr weg - und die mich schwer beeindruckten, bis heute.





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