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Torsten Kleinz's profile photoChristian Sander's profile photoThames Sinclair's profile photoMarco Hauke's profile photo
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Warum müssen Leute (wieder einmal) zahlen, die gar nichts runterladen wollen?
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+Tanja Rathjen Die 15 Euro sind auch schon heute weg. Denn Du beschreibst eine Privatkopie. Du meinst vielleicht:

""Hey, hast du das letzte Album von Pink Floyd?"
"Ja klar...ich lade es Dir kostenlos von irgendjemandem runter"
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+Tanja Rathjen Die 52 Hände sind kein prinzipielles Problem. Zwei Hände reichen hingegen für einen illegalen Down/Upload.
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Ich habe in den letzten Wochen viel gelesen, aber neben der Forderung, das Urheberrecht komplett abzuschaffen, ist dies der dümmste Artikel.

Im letzten Satz das Fazit, dass dann das Urheberrecht wieder das ist, was es mal vor dem Internet war, nämlich angeblich unwichtig. Damit disqualifiziert sich der Autor selbst. Es ist das Urheberrecht, das die Grundlage für Datenschutz und Privacy schafft. Was passiert denn dann mit Creative Commons und Open-Source-Lizenzen wie der GPL oder BSD?

Langsam wird es echt absurd.
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Direkter Tausch untereinander spielt seit dem Internet bei der Urheberrechtsverletzung rein Quantitativ nur eine untergeordnete Rolle. Bedeutender ist das Filesharing, Youtube oder (illegale) Downloadplattformen nach dem Kino.to-Prinzip. Youtube ist eigentlich kein Problem - außer halt in Deutschland wo die GEMA es nicht gebacken bekommt - bleiben also Filesharing und Downloadplattformen. Mit dem Urheberrechtsabgabe würde Geld rein kommen, das Verteilen würde mit "unkontrolliertem" Filesharing u.ä. aber nicht klappen.

Die Lösung bietet aber ausgerechnet das Kino.to-Prinzip. Eine zentrale, sichere und schnelle Plattform in der Hand einer Urhebervereinigung analog der GEMA. Urheber die das wollen stellen ihre Werke (ich rede jetzt primär von Musik und ggf. Filmen) dort ein und bieten sie (kostenlos) zum download an. Anhand der dort pro Monat ermittelten Downloads (ggf. mit Benutzerkonto um Downloadgenerierung zu vermeiden) wird dann die Verteilung ermittelt. Wie genau das geschieht (z.B. 1 Cent für die Downloads 1-1000, danach gestaffelt immer weniger) müssen die Urheber mit der Plattform regeln.

Illegale Angebote hätten gegen so ein kostenloses Angebot das Qualitativ besser sein kann KEINE Chance - wenn man es nur will. Warum sollte ich mir einen Song aus unsicherer Quelle in mäßiger Qualität runter laden wenn ich es auch so bekomme? Filesharing wäre nur noch dort interessant wo diese Plattform kein Angebot macht, z.B. weil der Urheber es eben nicht will. Ich vermute aber sehr stark, dass die Urheber da sehr schnell aufspringen werden wenn Monatlich zig Millionen zu verteilen sind.
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Ich habe auf meinem Computer hauptsächlich Programme und Software, teils Open Source, teils gekauft, ein paar Spiele sind auch dabei.

Wenn ich eine Zwangsabgabe zahlen müsste wäre mir klar dass damit meiner Meinung nach auch die Produktion von Open Source Software mitfinanziert werden sollte. Die hat nämlich einen Mehrwert für die Gesellschaft und das langfristig.
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Eine Einigung mit Youtube haben haufenweise Gesellschaften wie die GEMA weltweit geschafft, nur die GEMA möchte gern ein eigenes Süppchen kochen und deutlich mehr Kohle als alle anderen fürs Streaming kassieren. Ich kann das nicht als "die GEMA versucht sich ja schon länger mit Google zu einigen" verstehen, sondern eher als "die GEMA will noch eine Sonderregelung zu den zahllosen, die sie in diesem Land bereits hat".
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+Tanja Rathjen +Marco Hauke meint m. E. die Einnahmen aus der Abgabe auf die Breitbandanschlüsse nach den gemessenen kostenlosen Abrufen gestaffelt zu verteilen - nicht x ct für den Abruf zu kassieren, wie es die GEMA bei Youtube versucht.
Ich glaube irgendwie auch nicht, dass es funktioniert. Für die 'Kulturflatrate' müsste man ja ebenso eine Institution wie die GEMA installieren.
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+Christian Sander Na und? Kann man doch machen. Internetspezifisch ginge das doch sogar geschmeidiger als überall sonst, dort wird eh alles von Computern gesteuert, und wenn die etwas gut können, dann zählen - heißt ja auch "digital". Und die Grundidee der GEMA ist ja auch nicht schlecht, nur die praktische Umsetzung ist unbefriedigend.
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Gähn. Arbeitslosigkeit für alle, bei vollem Lohnausgleich!
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Regelt sich doch von alleine. Siehe Rdio, Simfy, Spotify etc. Soetwas gibt es auch schon für Filme und wir sich noch weiterentwickeln.Das ist die Zukunft. Verwerter werden zu das was sie verdienen. Sie sind Rotz und werden ausgespuckt. "GEMA nicht schlecht" muhahaha, klasse Joke. Wer Musik bzw Künstler, oder Filme gut findet, kauft sich eh noch ne Scheibe um sie zu besitzen und wird nicht gezwungen schnell hingeschusterten Müll zu kaufen, wie anno Tucka.
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+Michael Christoph "Verwerter" achten darauf, dass vom Kaufpreis der DVD/CD ein Teil an die Urheber und Künstler geht. Sie achten auch darauf, dass ein Kino-Besitzer nicht einfach in den nächsten Laden geht, eine Blue-Ray ausleiht und diese eine Woche lang einem grossen Publikum gegen einen Eintrittspreis von 10 Euro pro Nase vorspielt, ohne dass da irgendetwas an die Macher zurück fliesst.

Schwer zu kapieren. Ich weiss...
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Wenn die Künstler bzw. deren Management, selber verhandeln mit Streamingdiensten und Downloadanbieter, bringt es viel mehr für den KÜNSTLER. Aber die Wahl haben die in BRD gar nicht, da sich die GEMA-Mafia hinstellt und mitverdient. Schwer zu verstehen, ich weiß...
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+Michael Christoph Genau. Künstler sollen wieder all das selbst machen, was z. B. die GEMA so tut. Musiker gehen dann wieder mit dem Hut von Club zu Club und sammeln Spenden. Drehbuchautoren haben einen Paypal-Button auf ihrer Website. Jede Band muss ihren eigenen Online-MP3-Shop betreiben, mit all den möglichen Datenschutz- und Sicherheitsproblemen.

Du darfst dir jetzt erstmal den Wikipedia-Artikel zu GEMA anschauen und überlegen, ob man sie wirklich als Mafia bezeichnen kann. Vielleicht fällt dir auf, dass das ein Verein ist, in dem Musiker freiwillig Mitglieder sind.
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Ist doch ganz einfach! Geben wir jedem Künstler die Wahl und schauen was aus der GEMA wird!
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Ich bin dafür, dass eine Ahnungslosigkeitssteuer eingeführt wird, deren Erlös den Künstlern zugute kommt. Das sollte alle Probleme lösen.
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+Michael Christoph Ist doch ganz einfach! Geben wir jedem Künstler die Wahl und schauen was aus der GEMA wird!

Disqualifiziert. Die GEMA (und VG Wort und all die anderen) würde nicht existieren, wenn Künstler sie nicht wollten. Du kannst doch noch lange nicht mit der Lektüre des Wikipedia-Artikels durch sein...
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Und das ist der Grund, warum momentan über das Urheberrecht gelabert wird. Erschreckende Ahnungslosigkeit.
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+Mircea Gutu

Ich glaube, dass man vor allem an den Endbenutzer denken sollte und diesem eine anständige, attraktive, seriöse und bezahlbare Plattform zur Verfügung stellen müsste.

Zurzeit ist es einfach so, dass der illegale User im Vergleich zum legalen User zahlreiche Vorteile hat

Downloaden und Doppelklick - fertig. Jetzt und ohne wenn und aber! Kostenlos.

Es gibt so wahnsinnig viele Möglichkeiten, legal an seine so wichtige Unterhaltung zu kommen. Unaufzählbar viele Streaming-Sites, Shops, Stores, Rundfunk (ja, GEZ/GEMA) und so weiter. Problem.

Man kann gegen "kostenlos" nicht konkurrieren. Das geht nicht. Der Zug ist abgefahren.

Die GEMA hat auch nicht die Aufgabe, ein "GemaTube" zu betreiben, denn das gibt es doch bereits alles. Und die Konkurrenz untereinander pegelt halt den Preis ein. Meine Güte, dass ich das jemals schreiben würde, hätte ich auch nie gedacht, wo man mich doch eher als Kapitalismuskritiker und Sozialist bezeichnen würde.

Das System ist da und funktioniert ganz gut so. Nur gibt es ein Problem: der "Endbenutzer", an dem du denken willst, bist du und du bist einfach nicht ehrlich. Gierig und egoistisch. Wie wir Menschen halt so sind. Und deshalb gehen die Leute gegen das eigentlich ganz gerechte Verteilungssystem an. Besser, es wäre eigentlich alles kostenlos...
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Wo gibt es denn legale Streamingdienste, bei denen ich legal brandaktuelle Serien und Filme und den USA anschauen kann ? Die Musikindustrie hat das mit Spotify, Simfy etc. hinbekommen und es funktioniert. Wenn man sowas jetzt für Deutschland auch noch für Serien, Filme und Ebooks aufbaut, wird das funktionieren. Gerne auch ohne staatliche Flatrate, nur für die Plattform. 10 oder 20 Euro im Monat, dafür brandaktuelle Serien und Filme. Oder Folgenweise oder Filmweise. Für Bücher sicher Buchweise. Für Ebooks Preise, die die Kunden zahlen wollen, also deutlich weniger als für ein Printbuch. Preise werden normalerweise zwischen Kunden und Anbieter ausgemacht, und wenn der Kunde nicht so viel zahlen will, muss der Preis halt gesenkt werden. Ausserdem weg mit Kopierschutz wie es die Musikindustrie gemacht hat.
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Und zur GEMA: Auch wenn sie vielleicht ihre Berechtigung hat, darf sie nicht zu Weit gehen. Wenn sie ihre Gebühren so hoch schreibt, das die Disktotheken drohen pleite zu gehen, wenn die Kindergärten mit Gebühren für Kindergärten drohen, und wenn sie Künstlern dann verbieten, mit ihren Werken das zu machen was sie wollen, dann geht das zu weit.
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Und schon wieder die "Kulturflatrate". Nein, Nein und nochmal Nein. Ich will keine gesetzlich garantierten Mindestlöhne für Bohlen und Co. Zumindest so lange nicht, wie es nicht den Mindestlohn auch für den Paketverteiler, die Putzfrau, den Bauarbeiter oder den Busfahrer gibt.

95% der Breitband-Anschluss-Kultur-Abgabe würde doch sowieso nur Gewinn von BMG, Sony oder Warner werden. Danke, aber Nein Danke.

Und übrigens: Breitband ist ISDN (zumindest laut Breitbandatlas - oder wurde das mal aktualisiert?)
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+Andreas Eschbach 98% der Künstler in der BRD sind in der GEMA, und warum bitte? Weil die meißten Presswerke in der BRD nichts auf CD oder Vinyl pressen, solange das Label nicht nachweist, das ihr Künstler "GEMA-Freiwilliger" ist! MITGLIEDSSCHAFTSZWANG
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+Christoph Lühr na dann ist es auch konsequent und logisch, den auch für Künstler zu verlangen. Aber wieso sollte man dann dafür eine extra Gebühr schaffen, um den zu erwirtschaften? Das kostet doch nur haufenweise Bürokratie. Der Mindestlohn ist doch primär eine Frage von Arbeitgeber und Arbeitnehmer und nicht Kunde und Arbeitnehmer.

Und sollen diesen Mindestlohn nur natürliche oder auch juristische Personen erhalten (wie es bei der "Kulturflatrate" wohl der Fall wäre)?

Oder vertauschst du Mindestlohn mit staatlichem Grundeinkommen?
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+Michael Christoph >>98% der Künstler in der BRD sind in der GEMA, und warum bitte?<<
Weil ihnen die GEMA Geld einbringt?

>>Weil die meißten Presswerke in der BRD nichts auf CD oder Vinyl pressen, solange das Label nicht nachweist, das ihr Künstler "GEMA-Freiwilliger" ist!<<
Das ist totaler Unsinn.
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+Mircea Gutu weil "Internet" und "eine zentrale Stelle" einfach nicht zusammen passen. Schon vom Design her nicht.

Steam macht das aber in der Tat besonders gut vor. Letztlich war doch auch mal wieder Ausfall. Nutzer - Pech gehabt. Selbst für Spiele, die eigentlich gar kein Multiplayer sind.

Und was wird wohl passieren, wenn Steam meint, Spiel xy ab sofort nicht mehr zu mögen? Oder dich?
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Schon gut Herr Eshbach :) es ist natürlich völliger Unsinn und es gibt soviel Unwissende. Werden sie Glücklich mit ihrem Schutzgeld und gut ist!.
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Sie lasen einige Beiträge aus der Rubrik Luxusprobleme ansonsten glücklicher Menschen.
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Das sind keine Luxusprobleme. Das ist die Zukunft. Aber sie könne ja gerne weiter in Nostalgie schwelgen statt über die Zukunft nachzudenken.
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Computerspiele nicht schnell genug runterladbar, kein Zugang zu amerikanischen TV-Serien und so weiter: Wer das für richtige Probleme hält, kennt keine richtigen Probleme.
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@Christoph Lühr machen sie ihm keine Angst. Eigen produziertes und Erfundenes selber vermarkten? Was sollen die denn noch alles machen? So weit kommt das noch, das Künstler das machen müssen, was jeder Selbstständige und Angestellte jeden Tag machen muss. ;)
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+Ralf Koch "Warum müssen Leute (wieder einmal) zahlen, die gar nichts runterladen wollen?" Man zahlt über Steuern auch dann Fahrradwege, wenn man gar kein Fahrrad hat. Zum Beispiel. Und an Verwertungsgesellschaften oder die GEZ zahlt man auch an den verschiedensten Stellen Pauschalen. Ich würde die Einzahlungen auch nicht wie im Artikel vorgeschlagen über Aufschläge für den Internetzugang einführen, sondern das Ganze gleich steuerfinanziert lösen. Da braucht man sich nur an einr Stelle überlegen, wie Geld gerecht nach Einkommen und sozialer Lage eingezogen wird, und nicht andauernd aufs Neue. Sollte man sich auch für andere Haushalte wie Krankenkassen usw. überlegen.
+Chris Huebsch Wenn man die Kulturflatrate wie im Kulturwertmark-Konzept des CCC aufzieht, wird niemandem ein Mindesteinkommen garantiert. Da wird von allen Konsumenten Geld eingezogen (über Abgabe oder Steuer) und in einen großen Topf gepackt, und jeder einzelne kann entscheiden, an wen sein Beitrag verteilt werden soll. Das läuft im Prinzip wie bei Flattr. +Mircea Gutu Die kopierbaren Kulturgüter brauchen dann von keiner zentralen Stelle kontrolliert werden wie bei Steam, sondern es ist dann einfach alles frei kopierbar. Jeder darf sich dann etwa aus beliebigen Quellen, also auch Tauschbörsen, mit allem eindecken, was er sich mal anschauen will (solange die Quellen nonkommerziell sind, damit keine unlegitimierten Profite an den Urhebern vorbei abgeschöpft werden). Gefällt es einem, sorgt man über ein simples Interface ähnlich wie einem Like-Button an der richtigen Stelle dafür, daß für das gemochte Kulturgut aus dem Topf eine Zahlung entrichtet wird. Da jeder das Geld ohnehin schon gezahlt hat, gibt es diesbezüglich keine Hemmschwelle. Wer als Urheber gute Produkte herstellt, wird auf diese Weise belohnt - ganz wie auf dem üblichen Markt, bloß daß ein Mindestbudget für Kulturgüter eben für jeden fest eingeplant ist. Für diejenigen, die damit z. B. lieber ein Opernhaus fördern wollen, könnte auch diese Möglichkeit geboten werden. Voten kann man für jeden, der sich bei einem für die Verteilungsaufgabe zuständigen Verein registriert hat. Also ähnlich wie die GEMA, aber ohne deren Perversionen, also bitte nicht reflexhaft ablehnen, nur weil irgendeine Ähnlichkeit zur GEMA erkennbar ist. Nebenbei darf natürlich auch jeder Produzent es mit anderen Vertriebskanälen versuchen; es gibt ja immer noch genügend Leute, die zum Beispiel gern ein physisches Objekt haben, das mit dem gemochten Kulturgut in Verbindung steht.
Mit so einem System spart man sich den ganzen immensen Verfolgungsaufwand, der nötig ist, um den "Raubkopierern" hinterherzujagen. Irgendwelche Netzüberwachungspläne sind dann in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht mehr nötig, man läßt die Dateien sich einfach ungehindert verbreiten. Je größer die Streuung, desto größer der Werbeeffekt, für das jeweilige Gut einen Beitragsanteil zu entrichten.

Anstatt die gewaltige Kraft der Ausbreitung von Dateien mit Riesenanstrengungen zu unterbinden, warum sie sich nicht zunutze machen?

Wo soll bei so einem System das Problem sein? Wer sollte dagegen etwas haben? Alle Beteiligten kommen dabei besser weg als bisher. Für Promotion, Management etc. werden Künstler nach wie vor mit Dienstleistern zusammenarbeiten, Verlage sind also nicht plötzlich überflüssig, sondern nehmen nur eine veränderte Rolle ein. Bei kopierbaren Gütern müßten sie sich nur nicht mehr selber um den Vertrieb kümmern, denn die Daten vertreiben sich von selbst.
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+Thames Sinclair also doch eine Steuer? Dann soll es bitte auch als Steuer ausgeführt werden und nicht als zusätzliche Abgabe mit einem weiteren Bürokratiekropf, der einen nicht unerheblichen Anteil der Einnahmen gleich wieder in sich selbst verbrennt.

Seit wann ist es aber denn in der Marktwirtschaft erstrebenswert einen Wirtschaftszweig per Steuern künstlich zu alimentieren?

Macht man das nicht nur, wenn es (vermeintlich) übergeordnete Ziele gibt? Also z.B. die Autoindustrie durch billige Straßenbenutzung ("Arbeitsplätze") oder die Atomindustrie durch komplette Risikoübernahme ("billig Energie").

Wo besteht dann der übergeordnete Wunsch an der Medienindustrie??
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+Andreas Eschbach Es sind vielleicht keine wirklichen Probleme, es sind aber die Probleme, über die wir hier reden. Wir reden nicht über Arbeitslosigkeit, Nah-Ost oder Hartz IV, sondern über das Urheberrecht, moderne Medien und die Zukunft der selben. Und da gehören diese Dinge durchaus zu. Natürlich können sie das Thema mit solchen Bemerkungen versuchen klein zu reden. Nur ändern werden sie nichts können damit. Die Zeit läuft weiter und läßt sich nicht mehr zurück drehen. Man kann entweder drauf reagieren und das beste draus machen (siehe die Vorschläge), oder dagegen ankämpfen und untergehen.
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+Chris Huebsch Mit so nem Kulturwertmarktopf wird nicht direkt die Medienindustrie subventioniert, sondern die Urheber, denn die erhalten die Zahlungen. Die Medienindustrie partizipiert indirekt, wenn sie Urhebern und Konsumenten wertvolle Dienstleistungen in diesem Kontext bietet. Wenn also Urheber z. B. in Promotiondienste investieren oder Konsumenten Merchandisingartikel kaufen (alles, was sich nicht digital kopieren läßt, wird weiter behandelt wie bisher). Das Ganze ist Kulturförderung, und zwar demokratisch sehr viel besser legitimiert als jemals zuvor.
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+Thames Sinclair und worin besteht da der übergeordnete Aspekt, dass gerade dieser Wirtschaftszweig eine permantente Subvention zugebilligt bekommt, während z.B. Bäcker oder Fleischer ohne solche auskommen müssen? Oder - um eine alte Kamelle auszukramen - 19% Umsatzsteuer auf Windeln...

Wieso muss einer Branche, die es in 15 Jahren nicht geschafft hat, attraktive Angebote zu produzieren, nun jetzt auch noch gegen meinen Willen mein Geld zugeschoben werden?

Auch Postkutscher mussten sich einen neuen Job suchen und wurden nicht mit einer Abgabe von 25 € pro Briefmarke subventioniert, obwohl das Post-Geschäft dereinst ein großes Ding war (siehe Thurn und Taxis).
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+Christoph Lühr Mindestens die Hälfte der genannten "Probleme" sind welche, die mit Urheberrecht und der Zukunft der Medien nichts zu tun haben, sondern schlicht Rants gegen gewisse Marketingentscheidungen von Verlagen, Musikfirmen, Computerspielanbietern u.dgl., die einem persönlich nicht passen.
Daraus dann zu folgern, das rechtfertige die Freigabe von Filesharing nach Belieben, ist hanebüchen.
Wie wär's damit, sich stattdessen Gleichgesinnte zu suchen und mit denen zu verabreden, die betreffenden Firmen mit Verbesserungsvorschlägen zu bombardieren? Die wollen ja Geld verdienen. Ihnen zu zeigen, dass es einen Markt gibt, wäre der sinnvolle erste Schritt.
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Hanebüchen ist immer dieses polemische Rumgeseier, es werde freies Filesharing gefordert! Wer fordert das denn?
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+Chris Huebsch Mal abgesehen davon, dass es utopisch ist, einen globalen Medienmarkt mit einem nationalen Bezahlsystem regeln zu wollen.
Ist das nicht seltsam? Auf der einen Seite haben alle Angst vor dem Staat und dass er alles überwachen könnte, aber dann soll er doch wieder alles regeln und alles überwachen, denn wie soll er sonst ermitteln, wem welches Geld zusteht?
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Ich rechtfertige sie nicht damit, ich zeige aber, wie dan das senken könnte. Endgültig bekämpfen halteich für unmöglich.
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+Chris Huebsch Zugeschoben bekommt das Geld nicht irgendeine lahme Branche, sondern es bekommen die Urheber. Die sind ja nicht schuld an vermasselten Vertriebsstrukturen. Und wer denen auch unter solcherart veränderten Bedingungen noch nützlich ist, wird weiterhin sein Geschäft betreiben können. Diejenigen Strukturen, die nun einmal heutzutage nichts mehr nützen, werden dann halt sterben, wie bereits etliche Berufsbilder zuvor in der langen Zivilisationsgeschichte. Darunter auch, oh frohlocket!, die Abmahnkanzleien. Das System wäre wesentlich effizienter, und die wahren Leistungserbringer in der Wertschöpfungskette wären bessergestellt. Da müßten sich die Urheber doch freuen.
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+Andreas Eschbach Wieso utopisch? Die GEMA existiert doch auch als nationale Institution.

Und der Staat müßte keineswegs alles überwachen. Weder der Staat noch irgendjemand sonst soll messen, wer sich wo irgendwo was herunterlädt oder tauscht. Das Ganze soll laufen wie bei Flattr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Flattr

Die Leute melden freiwillig, auf wen sich ihr Kulturbeitrag verteilen soll. Kann man auch anonymisiert kryptographisch irgendwie aufziehen mit sowas wie TANs beim Onlinebanking. Wer nix meldet, dessen Beitrag wird entsprechend dem sich aus allen anderen Meldungen ergebenden Verteilungsschlüssel verteilt.
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+Andreas Eschbach Ich habe noch nie gehört, daß bei der GEMA die Integration in internationale Abrechnungsverfahren das Problem sein soll. Kritisiert werden doch andere Dinge, die sich weitgehend bei Ersatz durch ein Kulturwertmarkverfahren erledigen würden.
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+Andreas Eschbach Ja, das ist ein entscheidender Unterschied. Aber das ist dann ja auch Absicht so. Wo wäre denn da das Problem? GEZ ist davon auch nicht weit entfernt, vor allem mit der neuen Haushaltsabgabe. Davon werden letztlich auch Tatort-Autoren bezahlt. Warum nur die und nicht auch andere Autoren? Mit einer Kulturwertmark könnte ich im Gegensatz zur Rundfunkgebühr genau steuern, was ich mit meinem Beitrag fördern und belohnen will. Die Rundfunkgebühr würde ich daher auch in das neue, vereinheitlichte System integrieren.
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+Thames Sinclair mein monaltliches Budget für CD/DVD/Downloads beträgt genau null Euro. Und nein, ich "raubkopiere" auch nichts, weil ich "dank" ISDN da gar nicht mal die technische Basis für habe. Außerdem interessiert mich einfach nicht, was da die Künstler herstellen. Meine Dosis Kultur krieg ich aus dem Radio, wofür ich schon GEZ bezahl, meinen Werbeanteil im Produktpreis im Supermarkt bezahle und die Radios zudem GEMA abführen.

Und nun nochmal - wieso meint jemand, mein Geld mir wegzunehmen zu müssen, um es in sozialistischer Güte es Leuten wie Bohlen oder Bushido zuzuschieben?

Und nein - die GEZ ist da auch kein tolles Beispiel. Die hat mir nämlich letztlich geschrieben, dass jetzt alles viel einfacher und billiger wird. Nur noch 16 Euro statt 5 im Monat.
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+Thames Sinclair Und wie funktioniert das dann, wenn jemand, sagen wir, den Song eines malaysischen Musikers herunterlädt, toll findet und den "bezahl den!"-Button anklickt?
Und was, wenn er den Song dann an jemanden weiterschickt, der im Ausland lebt?
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+Chris Huebsch Ich würde GEZ in das System integrieren, wie ich eben gerade schon schrieb. Und das Geld, das Dir weggenommen wird, wird nur denen zugeschoben, denen du es zuweist. Wenn Du Bohlen und Bushido für entbehrlich hältst, werden die also von Dir auch nichts bekommen.
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+Andreas Eschbach Dann geht man vor wie wenn jetzt z. B. ein Song des malaysischen Musikers im Radio gespielt wird. Da werden die Abgaben ja auch irgendwie hoffentlich beim Richtigen landen. Dafür ist dann aber die malaysische Verwertungsgesellschaft zuständig. Wenn sich den Song jemand aus dem Ausland kopiert, wird dort nach dem entsprechenden Gesetzen verfahren. Wie bisher auch.
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+Thames Sinclair >>Wenn sich den Song dann jemand aus dem Ausland kopiert<<
Und wie erfährt das in dem betreffenden Land geltende System davon? Durch Überwachung.
Sprich: Wenn A in Deutschland B in Frankreich den Song mailt.
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+Andreas Eschbach Klar. In anderen Ländern gelten halt andere Gesetze. Wie die dort das Internet überwachen, ist deren Sache. Es geht hier ja erstmal darum, wie wir es bei uns haben wollen.
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+Thames Sinclair ich glaube nicht, dass sich dein neues Künstlersozialsystem sich mit den bishereigen 5 euro etwas der aktuellen Radio-GEZ zufrieden geben wird. In sofern wird mir da Geld weggenommen. Du hast ja selbst vorgeschlagen, dass nur dann individuell zugewiesen wird, wenn das verlangt wird, ansonsten pauschalisiert verteilt. Oder willst du jetzt auch noch negativlisten einführen? Wieso wird hier über die Ausgestaltung einer systematischen Enteignung nachgedacht? Ich will nicht zwischen Erschießen und Erhängen wählen müssen. Ich will leben - und zwar wie mir es passt. Und dazu gehört, dass ich mit dem Geld, was ich erarbeite auch machen kann, was ich will.

Wenn es um ein gesichertes Grundeinkommen für alle Menschen in diesem Land geht, dann bin ich wieder dabei. Aber das hat dann bitteschön unabhängig davon zu sein, was der Mensch beruflich tut.
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+Chris Huebsch Die "systematische Enteignung" nennt sich Steuersystem und gibt es bereits seit Jahrtausenden.

Und davon werden z. B. auch Bauarbeiter im Straßenbau finanziert, von Beamten mal ganz abgesehen (Thema für sich). Wer da wieviel bekommt, darauf hast Du so gut wie keinen Einfluß.
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+Thames Sinclair Also doch wieder Steuern? Wie denn nun. Steuern, Abgabe oder doch sogar Gebühr?

Dann kriegen also ab sofort Künstler ihr Einkommen vom Herrn Schäuble und alle sind Angestellt nach TVL oder BAT?

Wer ist denn dann ein Künstler? Nur der Sänger und der Komponist? Oder auch ein Buch-Autor und Journalist? Und was ist mit Spiele-Programmierern? Oder Werbe-Designern?

Ich nehm mal an, dass deine Aussage bezüglich der individuellen Zuweisbarkeit gilt noch immer. Gilt das dann auch für andere Steuern? Ich hätte da nämlich gern ein paar Radwege, die ich lieber nicht gebaut sehen würde, während ich das eine oder andere Schwimmbad gern saniert hätte.
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+Chris Huebsch Ich persönlich wäre für Steuerfinanzierung, aus bereits genannten Gründen. Und wer aus Steuermitteln Zahlungen erhält, muß doch nicht gleich beim Staat angestellt sein. Dafür gibt es gegenwärtig bereits genügend Beispiele.

Künstler, d. h. Urheber ist jeder, der sein Werk bei der Registrierungsstelle einreicht. Muß man natürlich nicht machen, genau wie Musiker nicht zwangsläufig Mitglied der GEMA sein müssen, aber es sollte nicht viel dagegen sprechen, bei dem System mitzumachen. Zumal man damit auch schon Geld einnehmen kann, wenn man noch überhaupt keinen Verlag gefunden hat.

Einfach mal lesen (am besten zuerst unten den Abschnitt "Konzept"):
http://www.ccc.de/de/updates/2011/kulturwertmark
(Anmerkung: Punkt 5 ist nicht essentiell für das System, könnte bzw. sollte man also politisch auch extra verhandeln.)

Die individuelle Zuweisbarkeit wäre in der Tat auch für andere Bereiche denkbar. Warum nicht? Fände ich auch prima. Mal abwarten, wie sich die liquide Demokratie entwickelt.
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+Thames Sinclair ok. Dann erzählst du mir, wer nun letztendlich von dieser Steuer profitieren soll und ich sag dir, ob ich das mag oder nicht.
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+Chris Huebsch Schon die Vorstellung des Konzepts beim CCC nachgelesen? Daraus geht doch hervor, wer davon profitieren soll. Falls das aus meinen Ausführungen in diesem Thread noch nicht deutlich geworden ist. (Drücke ich mich so schwerverständlich aus?)
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+Thames Sinclair der Name CCC ist jetzt zum ersten mal hier gefallen. In sofern ist das eine komplett neue Referenz. In sofern ist dein "daraus" auch ziemlich hinfällig. Aus deinen Ausführungen geht jedenfalls nicht hervor, wer nun Mindestlohnwürdig ist.
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+Chris Huebsch Der von mir zuvor gepostete Link führt auf die Seite des CCC, was schon an der Domain zu erkennen ist, und der Begriff "Kulturwertmark" ist nun bereits mehrmals genannt worden, das hätte sich auch leicht googeln lassen. (Protip: Wikipedia enthält auch Infos darüber.)

Irgendwie scheint der Groschen noch nicht gefallen zu sein: "Mindestlohnwürdig" ist der falsche Terminus, denn es geht bei alledem um keinen Mindestlohn, sondern ein modernisiertes Vergütungssystem. Jeder, der an dem System teilnimmt, kann Vergütungen erhalten, wenn jemand sie ihm zuteilt.

Wer seine Leser / Hörer / Zuschauer usw. begeistert, wird durch solche Zuteilungen belohnt werden. Es bleibt bei dem uralten Grundsatz des Kulturgewerbes: Einnahmen erwirtschaftet man damit, daß man sein Publikum begeistert.

Profiteure: Für die Künstler ist das Publikum direkter zu erreichen, es entfallen Vertriebskosten. Nicht mal Server für den Download braucht man zu bezahlen, wenn man die User einfach ungehindert ihre Tauschbörsen betreiben läßt; man kann die Dateien gleich selber für den P2P-Pool vorbereiten und einspeisen und statt irgendwelcher Selbstbeweihräucherungen von Releasegroups Werbematerial fürs eigene Portfolio mit reinpacken. Auf diese Weise lassen sich auch Werbekosten einsparen, die Leute können dann ja z. B. einfach Magnet-Links von Sachen, die ihnen gefallen und die sie weiterempfehlen wollen, ganz offen in sozialen Netzwerken teilen. So finden Produkte und Konsumenten mit den passenden Vorlieben ganz beiläufig zueinander, ohne daß es den Urheber nur einen Cent kostet. Die Konsumenten profitieren von dieser neuen Offenheit natürlich auch. Außerdem entfällt sämtlicher Aufwand zur Verfolgung illegaler Verbreitung von Kopien. All diese Einsparungen werden nicht von Verwertern abgegriffen, sondern kommen in vollem Umfang erst einmal den Urhebern zugute, die dann immer noch frei entscheiden können, wie sie die Einnahmen investieren wollen, um die Verbreitung ihrer Werke zusätzlich zu begünstigen. Weiterhin profitieren bei einer Steuerfinanzierung einkommensschwache Gruppen, die dann an dem Angebot kopierbarer Kulturgüter immer noch voll partizipieren und die Urheber genauso dafür belohnen können wie alle anderen auch. In dieser Personengruppe befinden sich die Leute, die sich die Werke, weil sie sich den Kauf nicht leisten können, sonst einfach nur illegal aus Tauschbörsen saugen würden, ohne daß die Urheber etwas davon hätten. Nicht so bei der Kulturwertmark.

Friede, Freude, Eierkuchen! Alles, was man gegen dieses System einwenden könnte, gibt es bereits jetzt schon in schlimmer (GEZ, GEMA usw.). Eine solche Reform brächte Verbesserungen für alle Beteiligten, sofern es sich um keine Ausbeuter handelt, die irgendwelche auf künstlicher Verknappung beruhenden Monopole ausnutzen. Und für Ausbeutungsprivilegien gibt es keine garantierten Rechte.
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