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Von wegen, man müsste von Anfang an schon als Anfänger von seiner Schreiberei leben. Sogar Conan Doyle hat mal ganz klein als Hobbyschreiber angefangen!
Erst Erfolg (und Qualität) seiner Romane bescherten ihm die Möglichkeit, nur noch zu schreiben.
 
Guten Morgen, am 22. Mai 1859 wurde Sherlock-Holmes-Erfinder Sir Arthur Conan Doyle geboren. Eigentlich war der Brite Arzt und schrieb zunächst nur in seiner Freizeit. Erst ab 1891 konnte er von der Schriftstellerei leben. Von ihm stammt das Zitat, das auch von seiner berühmten Detektivfigur stammen könnte:
"Es ist schon lange einer meiner Grundsätze, dass die kleinsten Dinge bei weitem die wichtigsten sind."
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Florian Waldner's profile photoKatherina Ushachov's profile photo
6 comments
 
Finde ich auch :). Und passt so wunderbar zu dem, was ich gestern geschrieben habe zu diesem Thema.
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Ich vermute ganz stark, dass bei einigen Buchautoren die Verlage aufs Unterschreiben gedrängt haben.
Vielleicht fühlen sich Autoren von e-books und der Möglichkeit, die frei zu sharen, bedroht?
Dann müssten sich Buchautoren aber auch von Bibliotheken, Bücherflohmärkten etc. bereits bedroht fühlen. So teuer wie manche Neuerscheinungen sind, überlegt man es sich 50 mal, ob man ein Buch kauft oder wartet, bis man es in der Bibliothek ausleihen kann. Denn immer mehr Bücher die erscheinen, wirken auf mich schlecht geschrieben, flüchtig recherchiert etc. Warum soll ich mein weniges Geld aber für ein teures Buch ausgeben, das sich dann als Flop erweist?
Wenn gute Bücher sich verkaufen, dann nicht Online-Leseproben, Bibliotheken, und dergleichen Faktoren zum Trotz, sondern im Gegenteil gerade deswegen.
Denn wer kauft heutzutage gerne die Katze im Sack? So gut wie niemand.
Früher war es in Bücherläden verpönt, Werke aus dem Regal zu nehmen und lange darin zu lesen. Heute gehört das fest zum Geschäftsmodell vieler Bücherläden. Die haben es also kapiert - Verleger (und vielleicht einige Autoren?) dagegen noch nicht.
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Ich glaube, dass bei vielen Buchautoren grad in der Urheberrechtsdebatte das Problem ist, dass sie keine Ahnung haben, was eigentlich in Punkto Urheberrechtsreform aktuell gefordert wird. Ist noch nicht so lange her, da las ich in einem Schreibforum eine Hetztirade gegen die Piratenpartei, dass das alles Hippies wären, die die Autoren brotlos machen wollten.
Vielleicht ist ein Problem auch, dass der Durschnittsautor viel weniger verdient als der Durchschnittsrockstar - während ein erfolgreicher Musiker die Raubkopien leicht verschmerzen kann, weil er eh genug verdient, haben Autoren vielleicht Angst, mit dem Einkommen dann kein Auskommen mehr zu haben, sobald das Fileshaaring auch ihre Bücher betrifft.
Ein Punkt, den man aber erst recht nicht vernachlässigen darf sind - wie +Katherina Ushachov es schon andeutet - die Verlage. Es gibt kein vergleichbares Vertriebssystem, das so starr auf das digitale Zeitalter reagiert hat. Während Musik- und Filmindustrie längst mit dabei sind und legale Möglichkeiten im Internet bieten, um ihre Inhalte zu verbreiten (Stichworte: Videoplattformen, Streaming-Dienste von TV- und Radiosendern, last.fm, Hörproben bei iTunes etc.) und entsprechend Profit zu machen, tun Verlage dies nicht.
Im Gegenteil: Wenn ein Autor auch nur einen Schnipsel seines Buches irgendwo im Internet veröffentlicht hat, wird bereits kein Verlag dieses Buch mehr abdrucken wollen. Kann man ja nix mehr dran verdienen, kann ja schon jeder lesen!
Die Musikindustrie ist da weiter und gibt inzwischen sogar erfolgreichen Youtube-Künstlern Plattenverträge (z.B. Justin Bieber).

Am Ende ist es zumindest für mich nur große Panikmache der Verlage, die Angst haben, ihre inzwischen leicht überholten Vertriebswege an neue Zeiten anzupassen. Bin mir sicher, dass diese Modeerscheinung sich legen wird - es wird doch gegen alles neue ersteinmal ordentlich rebelliert, ehe man es annimmt ;-)
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Recht hast du in jeder Hinsicht, +Florian Waldner ! Man hat Angst, ist unsicher und lässt sich als Autor dann verunsichern.
Dass auch das Gegenteil auch bei Büchern möglich ist, zeigt das "Buch ohne Namen" (und Folgebände).
Ursprünglich war die englische Fassung des Buches frei auf einer Webseite lesbar - wurde jedoch von den Lesern so geliebt, dass ein Verlag die Bücherreihe herausgebracht hat.
Die Bücher sind regelmäßig vergriffen!
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So ist es, +Yann Franck - bekäme ich meinen Vampirroman morgen fertig, würde ihn kein Verlag nehmen, da aktuell alle die Nase voll von ihnen haben. Auch wenn meine anders sind.
Verlage sind nun mal marktorientiert, Schreiber hingegen sollten es nicht sein, sondern die Werke verfassen, die ihnen vom Herz zur Tastatur streben :)
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