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Jens Ihlenfeld
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Jens Ihlenfeld

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Du kennst dich in IT-Sicherheitsfragen aus und willst viele Leser über Lücken, Hacks und den Schutz davor informieren. Dann bist du hier genau richtig. Golem.de sucht in Berlin eine
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Jens Ihlenfeld

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"Ich schau es mir mal an", habe ich gesagt. "Wie schlimm kann es schon sein?" habe ich mich gefragt.

Und dann habe ich das Windows 10 Preview Image runter geladen.

Ok, gar so einfach geht das nicht. Man muß sich einen Windows Live Account anlegen. Kein Problem, Email Adresse generiert: 'kris-windowslive@koehntopp.de', Passwort generiert, 'WeEYyu9GW8hFCx' oder so was aus dem 1Password gezogen und los. 

1Passwort merkt sich User und Paßwort.

Email bestätigen, na klar.

Telefonnummer angeben ist verpflichtend. Was? Nun gut.

Der Download. Wunderbar.

VMware Fusion hoch ziehen, 2 Cores, 8G RAM, los. Die Installation ist angenehm Apple, keine blöden Fragen, keine doofe Werbung, einfach schnell und bumm.

Nicht mal nach einem User wird gefragt. Äh, wie?

Loginfenster. 2048x1536. Augenpulver, selbst auf einem Thunderbolt Display.

Email und Paßwort eingeben. Äh, was? Die wollen im Ernst, daß ich mit kris-windowslive@koehntopp.de und WeEYyu9GW8hFCx anmelde? Oh-kay.

"Bitte geben sie die letzten 4 Ziffern ihrer Telefonnummer ein." Wieso das denn? Mein Handy klingelt. "Californien", sagt mein Telefon. Eine Frauenstimme erzählt mir schnell mal 6 Ziffern, wiederholt das noch mal und legt auf. 

Upps.

Oh-kay. Offenbar war ich reaktionsschnell genug und habe die Ziffern korrekt abgetippt.

Es gibt ein Startmenü. Mein Gott, es ist voller MSN und ohne Programme. 

"Wetter". Klick. "London." "Nein, Berlin." "Meinen Sie Berlin, BE, Germany, oder Berlin, SH, Germany oder 4 andere total unsinnige Varianten?" "Ich meine Berlin, BE, Germany." "Dafür hab ich kein Wetter." Kann passieren, ist ja nicht so groß.

Ich mach was anderes, wechsel zurück auf den Windows Screen.

Locked. "Bitte geben Sie Ihr Kennwort ein." "WeEYyu9GW8hFCx". "Der Computer ist Offline." Stimmt, in der Küche dropped das Wifi manchmal. "Bitte geben sie stattdessen noch einmal ihr letztes verwendetes Kennwort ein." "Was zum Teufel hab ich denn wohl gerade gemacht? Wie dem auch sei, WeEYyu9GW8hFCx Du Arschloch." Ich rage.

So, schauen wir mal nach dem Bildschirm. Ah, zwar sind die VMware Fusion Guest Tools installiert, aber das heißt nicht, daß die Übermittlung der Fenstergröße an den Guest noch gehen würde. Der macht einfach so 2048x1536, egal ob das sinnvoll ist oder nicht.

Aber ich darf die Schriftgröße auf 200% stellen und kriege dann einen Font, der auch bei Retina noch lesbar ist - das ging in Windows 7 auch mal automatisch. "Bitte loggen sie sich aus, damit alle Programme die neue Schriftgröße mitkriegen."

Das kenne ich sonst nur als Witz über Windows. "Sie haben die Mausposition verändert. Bitte starten Sie Windows neu, damit die Änderungen wirksam werden."

Anyway, wie gewünscht logge ich mich... Halt! Zu spät. "WeEYyu9GW8hFCx" Seufz

Windows möchte, daß ich einen Betatester Task erledige. "Suchen Sie in der Cortana Leiste nach 'Outlook Express'. Ein Internet Exploder geht auf, da steht dann auch was von Cortana Hilfe bla, und was von Support, das anklicken." In deutscher Sprache sogar, auch wenn das System sonst ein wilder Mix aus Deutsch und Englisch ist, weil Beta.

Nö.

Einstellungen, System, Ah, Cortana, da. Mal launchen.

Nö.

Hm, mal die Suchbox rechtsklicken. "Manage your Cortana bla". Klick.

"No Cortana in your market, come back one year!"

Ah. Und wieso the fucking fuck bietet Ihr mir dann Cortana-Dreck an, mit Aufgaben dazu, sogar in Deutsch?

Ich eimere weiter durch das System. In der Tat, man kann lokale Accounts machen. Ich mache mir kris mit einem merkbaren Paßwort.

Hier ist Dein neuer Account, wir loggen Dich aus. Das kenne ich ja schon.

Neuer User kris, Paßwort ist schnell getippt. Microsoft NSA Storage nee Microsoft OneDrive nee Microsoft SkyDrive nee Windows Live SkyDrive nee Windows Live Folders meldet sich ab - "Disconnected Account, ich beende mich." Super, ein Problem weniger.

Ich spiele noch ein wenig rum, aber alles in allem ist das hakelig und langsam, läßt mich ragen und ist ein dreckiger Mix zwischen Windows 10, Windows 8 Haßgeneratoren, veraltete anmutendem Windows 3.11 Look und vor allen Dingen fühlt es sich an wie zusammengekleistert von einem Haufen Leuten, die keinen Bock, keine gemeinsame Produktvision und einen Haufen Legacy Scheiße am Hacken haben, die sich nicht abwerfen dürfen.

Schau ich mir das noch mal an, wenn es fertig ist? Keine Ahnung, wahrscheinlich nicht.

"Wie schlimm kann es schon sein?" habe ich mich gefragt. "Wie ein Autounfall. Es ist schrecklich, aber man kann nicht wegsehen. Und hinterher fühlt man sich schlecht."
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Jens Ihlenfeld

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Neu bei +SysEleven​: Willkommen, +Michael Renner​
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Jens Ihlenfeld

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Dinge, die die Welt tatsächlich braucht 
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Berlin (dpo) - Schluss mit lästigen Statusmeldungen über trauernde Haustiere und aufgewärmte Betroffenheitsstorys aus aller Welt! Eine neue Facebook-Applikation mit dem Namen "Mir gingen Heftig-Storys gewaltig auf den Zeiger...
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Jens Ihlenfeld

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Vielen lieben Dank euch allen für die guten Wünsche!
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Jens Ihlenfeld

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Ich fei mich! :-)
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In eigener Sache: So long, and thanks for all the fish

Als ich im Sommer 2006 als Consultant für MySQL zum ersten Mal zu diesem kleinen Reisebüro nach Amsterdam fuhr, konnte ich noch ahnen, was für ein wilder Ritt auf mich zu kommen würde.

Oder vielleicht doch, denn auf meinem Auftragszettel stand "Performance Tuning MySQL", aber was ich vorfand war eine Kiste, die bereits munter mit 700 QPS vor sich hin brummte und sich langsam aber sicher die MyISAM Table Locks zu zog. Mit PT war da nicht mehr viel zu machen.

Wir haben uns dann relativ schnell darauf geeinigt, den Auftrag in "Architecture und Design" umzumünzen, und das haben wir dann auch getan: Upgrade von 32 Bit auf 64 Bit Linux, eine aktuelle Version von CentOS, Upgrade von MySQL 4.0 auf 5.0, Änderung des Storage- und HA-Konzeptes, und eine grundlegende Aufspaltung des Schemas von "ein Schema für alles" in eine Aufspaltung in volatile Daten, Katalogdaten und BI/Archivdaten.

Das zog sich dann einige Jahre hin, und so kam es, daß ich alle paar Wochen für einige Tage nach Amsterdam kam, um das Projekt zu begleiten, Hand anzulegen, neue Hardware zu benchmarken und generell Dinge umzubauen.

Als MySQL AB dann in 2008 an Sun Microsystems verkauft wurde, wurde mir sehr schnell klar, daß eine Firma mit 33.000 Kollegen nicht meine Größenordnung ist. Auch Booking war damals schon ein wenig größer als die 40-Leute-IT, die ich ursprünglich kennengelernt habe, aber dennoch ein wesentlich kleinerer und flauschiger Laden als der Sun Konzern, oder gar den 100k Leute Oracle-Koloß, der bald danach folgen sollte.

Ich nahm also ein stehendes Angebot von Booking an und begann 2008 nicht nur bei Booking.com, sondern für Booking.com zu arbeiten. Aus meinen laufenden Besuchen in Amsterdam wurde nun ein 3-von-10-Werktagen-in-Amsterdam Rhythmus, schön planbar und sehr viel weniger Reiserei als die 3 Jahre "180 Tage von 220 Arbeitstagen im Jahr im Hotel" bei MySQL.

Heute ist Booking trotz seiner 7000+ Mitarbeiter und der "400 Personen aus 50 Ländern" immer noch ein erstaunlich agiles Unternehmen, aber ich mache diesen Job jetzt seit 6 beziehungsweise 8 Jahren und es wird Zeit für etwas neues und kleines, und für noch einmal deutlich weniger Reiserei -  7 km statt 700 km Anreise sind für meine kleine Familie deutlich besser und flexibler.

Und so kommt es, daß ich am dem 1.4. bei dem Berliner Webhoster http://syseleven.de einsteigen werde, um dort das zu machen, was ich irgendwie immer mache - Dinge umzubauen, um sie aufzubauen.

Wie dem auch sei:

Danke, Booking! Auf der Keynote auf dem letzten IT-Day bei Booking hatte ich einen Schlußtalk mit dem Titel "Travelling without moving" (http://www.amazon.de/Travelling-Without-Moving-Jamiroquai/dp/B000025RR1).

Das beschreibt die Arbeit bei Booking recht gut: In den Jahren dort ist das Geschäft und die IT-Landschaft alle 3 bis 4 Jahre um den Faktor 10 gewachsen. Das erzeugt eine seltsame Umgebung, denn während man an Ort und Stelle bleibt und seine Arbeit tut, verändert sich die Gegend um einen herum mit rasender Geschwindigkeit, und der alte Job überrascht einen jeden Sommer zwischen Ostern und Oktober mit den wildesten Entwicklungen.

Keine Lösung hat Bestand, alles fällt unter dem rasenden Wachstum und den neuen Erkenntnissen und Bedingungen innerhalb von 2 oder 3 Jahren auseinander und große Teile der Arbeit bestehen darin, rechtzeitig herauszufinden, welches Subsystem aus welchem Grund als nächstes Platzen wird und was man stattdessen just-in-time installieren oder ändern kann - denn das Kaufen von größeren Kisten ist in einer Umgebung die deutlich schneller wächst als Moores Law keine nachhaltige Option.

Das ist eine sehr aufregende Arbeitsumgebung, in der ich mit vielen wirklich guten Leuten zusammenarbeiten durfte und von ihnen lernen durfte, und in der ich viele Freundschaften geschlossen habe. Aber alle guten Dinge müssen einmal zu Ende gehen, und so:

Hallo, Syseleven! Ich freue mich auf den neuen Job, neue Themen und wieder auf mehr Operations und Hands-on. Und mein kleiner Sohn freut sich auf "Papa abends zu Hause".
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Heute ist nach 17 Jahren mein letzter Arbeitstag als Geschäftsführer von Golem.de. Ein Blick zurück auf die Anfänge sowie ein großes "Danke!" an meine Kollegen und viele treue Leser.
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Sören D.'s profile photo
 
Habe Ihren Artikel gelesen.
Schade kann ich nicht sagen, den ich kenne viele die es nach neuem sehnen. So kann auch ich Sie verstehen das Sie nicht nach besserem, sondern nach neuem Streben.

Und im kurzem gesagt.
Man ist nicht von der Erde auf einem anderen Planeten gezogen, sondern nur von einem Haus zum anderen und die Freunde können einen immer noch besuchen oder anders herum.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Glück in den nächsten Schritten in Ihrem Leben.



"Das Leben gehört dem Lebendigen an, und wer lebt, muß auf Wechsel gefasst sein."
 - Johann Wolfgang von Goethe -
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Jens Ihlenfeld

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Das hält 
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Jens Ihlenfeld

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Mehr als ich erwartet habe, aber da geht noch einiges.
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Seit August bietet Golem.de seinen Lesern ein Abomodell an. Statt Texte hinter Paywalls zu räumen und künstliche Schranken aufzubauen, lautet das Angebot von Golem pur simpel: Ab 2,
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Jens Ihlenfeld

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Zum Zeitungssterben

Ich klassifiziere das als Selbstmord. Nur mal als Beispiel für heute:

130g Zeitung
290g Werbebeilagen

Und das ist kein kostenfreies Werbeblättchen, sondern eine Tageszeitung, für die ich monatlich zahle.

Und die Werbebeilagen sind noch nicht einmal alles. In der Zeitung ist ein signifikanter Anteil auch wiederum Anzeigen.

Wir nähern uns der Marke, wo ich Geld zahle um 80% Werbung geliefert zu bekommen...

Das Signal-Rausch-Verhältnis kann ich mir nicht leisten. Das kostet mich einfach zu viel Zeit.
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Jens Ihlenfeld

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Mein letztes großes Projekt bei Golem.de ist jetzt live!: "Golem.de startet werbefreies Abomodell" Und ich hab schon ein Jahresabo geordert! :-)
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Werbefrei oder kostenfrei: Golem.de-Leser haben ab jetzt die Wahl. Ab 2,50 Euro im Monat können sie "Golem pur" abonnieren - ohne Werbung, ohne Tracking oder Profilbildung, aber mit neuen Funktionen.
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Ich finde es auch eine gute Sache. Bin gespannt, wie es läuft... Vielleicht lassen sich dann andere auch noch überzeugen... 
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Jens Ihlenfeld

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Ich habe dem NDR-Magazin Zapp etwas zu Adblockern erzählt: http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/adblocker101.html
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Jens Ihlenfeld

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Wir haben genug über die Machenschaften der Geheimdienste gehört, sogar zu viel. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass aus Überdruss am Thema unser Protest gering bleibt - und aus dem "Day we fight back" kein langfristiger Gegenangriff wird.
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Wir haben genug über die Machenschaften der Geheimdienste gehört, sogar zu viel. Die Verantwortlichen hoffen darauf, dass aus Überdruss am Thema unser Protest gering bleibt - und aus dem "Day we
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Gründer und Geschäftsführer von Golem.de.
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