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Tobias Jäger
Autor, Schreiberling, Mensch.
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Es ist soweit! Die San Antonio Tales gehen mit einer neuen Geschichte in die dritte Runde. „Adoptive Family“ ist ab sofort erhältlich.

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Es ist mal wieder soweit! Mit "Im Schatten der Vergangenheit" ist mein neues Buch soeben erschienen.

Worum geht es?

Schon seit seiner Kindheit hat Dorian große Probleme damit, seine Emotionen zu kontrollieren. Seine ungefilterten Wutausbrüche stellen sowohl für ihn als auch für andere eine Gefahr dar, weswegen er in einem Heim für schwer erziehbare Kinder untergebracht ist.

Als ein neuer Bewohner in das Heim eingewiesen wird, bittet die Heimleitung Dorian darum, sich um den Jungen zu kümmern. Dorian ist sofort Feuer und Flamme, denn er fühlt sich auf unerklärliche Weise zu diesem Jungen hingezogen. Doch Shade hat seine eigenen Probleme und eine düstere Vergangenheit...

Leseprobe aus dem ersten Kapitel:

»Das kann nicht Ihr Ernst sein. Nein, das kommt überhaupt nicht in Frage.«
»Penny, Sie sind unsere letzte Option. Im Krankenhaus kann er nicht länger bleiben. Sie wollen ihn nicht länger dort behalten und seine Familie will ihn nicht haben. Seine Chancen auf eine Pflegefamilie sind praktisch nicht existent und er kann auch in kein gewöhnliches Kinderheim gehen, weil er so gefährdet ist. Um es klar und deutlich zu sagen: ich habe keine andere Idee, was ich mit ihm machen soll.«
»Aber das hier ist eine geschlossene Einrichtung und der Junge hat niemandem etwas getan. Haben Sie eigentlich eine Vorstellung, was für Kinder wir hier haben? Wir können nicht die ganze Zeit auf ihn aufpassen und die Hälfte der kleinen Rotzlöffel würde sich in einer Reihe anstellen, um ihm die Rasierklinge zu reichen.«
»Was können wir sonst noch tun? Er ist stabil genug, dass die Psychiatrie ihn entlässt und er kann nicht alleine leben. Wir haben keine anderen Optionen. Niemand will ihn haben.«
»Verstehen Sie mich nicht falsch, der Junge tut mir wirklich leid. Er ist in einer unmöglichen Situation, aber wir sind nicht dafür ausgestattet, um uns um jemanden wie ihn zu kümmern. Meinen Sie nicht, dass er in einem Pflegeheim oder in der Psychiatrie besser aufgehoben wäre?«
»Ganz ehrlich? Ich glaube, dass es früher oder später darauf hinauslaufen wird, aber der Junge ist sechzehn und wie Sie zurecht sagen, hat er niemandem etwas getan. Er hat lediglich schreckliche Erfahrungen gemacht. Er hat eine Chance verdient.«
»Und Sie glauben, dass er die ausgerechnet hier bekommen würde?«
Penelope Creedy – oder Penny, wie sie von ihren Freunden, Arbeitskollegen, aber auch ihren Schützlingen genannt wurde – bemühte sich, die Skepsis in ihrer Stimme zu verbergen, was ihr allerdings nicht gelingen wollte. Es war für sie offensichtlich, dass die Sozialarbeiterin am anderen Ende der Leitung noch jung und voller Idealismus war. Sie selbst war jedoch schon zu lange in ihrem Job, um noch daran zu glauben, jedem Kind helfen zu können, das im System gelandet war.
»Nein, das glaube ich nicht. Jedenfalls nicht wirklich. Aber der arme Junge muss irgendwohin.«
»Ich verstehe aber nicht, warum er nicht ins Hillcrest gehen kann.«
»Sie nehmen ihn nicht. Die Verantwortung ist ihnen zu groß und sie können ihm nicht die Fürsorge zukommen lassen, die er braucht.«
»Fürsorge? So etwas gibt es für unsere Kinder hier nicht, Donna. Wir bieten etwas zu essen, ein Dach über dem Kopf und abgeschlossene Zimmer. Wenn wir Glück haben, bringen wir sie hin und wieder dazu, ein wenig zu lernen und ein paar von ihnen gehen sogar zur Schule. Die meisten von ihnen sind bei Psychiatern und auf dem besten Weg ins Gefängnis. Gelegentlich sehen wir auch, dass sich einer ändert, aber meistens geht es hier nur darum, Zeit zu gewinnen, bis wir sie auf die Gesellschaft loslassen müssen und sehen dabei zu, wie sie zu Verbrechern werden.«
»Das ist eine ziemlich düstere Sichtweise.«
Ein Hauch von Kritik lag in der Stimme der Sozialarbeiterin und Penny hatte das Gefühl, sich verteidigen zu müssen. Sie hasste diese idealistischen Idioten, die alles nur durch die rosarote Brille sehen wollten.
»Das hier ist auch ein düsterer Ort«, brummte sie zurück.
»Nicht düsterer als der, an dem er zuletzt war«, konterte Donna, wobei ihre Stimme jedoch weich und aufrichtig klang.
Penny schloss die Akte, die vor ihr auf dem Tisch lag und fuhr mit den Fingerspitzen über den Namen, der auf den Umschlag geschrieben stand. Sie hatte ein schlechtes Gewissen und seufzte.
»Sie wollen ein Gefängnis gegen ein anderes eintauschen«, bemerkte sie. »Sind Sie sich sicher, dass es das ist, was er braucht?«
»Mit einem Gefängnis kommt er zurecht, Penny. Es ist die Freiheit, die zu viel für ihn ist.«
In Pennys Magen breitete sich ein ungutes Gefühl aus.
»In Ordnung, wir werden es versuchen«, gab sie schließlich nach. »Ich werde ihn vorübergehend nehmen, während Sie eine Familie für ihn suchen. Ich will aber nicht, dass Sie aufhören und denken, dass er sich hier schon einleben wird. Ich will ihn nicht länger als drei Monate hierbehalten; höchstens. Sie müssen sich Mühe geben.«
»Ich sehe, was ich tun kann«, antwortete Donna.
Bei der Erleichterung, die in ihrer Stimme lag, verstärkte sich das Gefühl in Pennys Bauch noch zusätzlich. Es war ja gut und schön, als Sozialarbeiterin noch ein wenig idealistisch zu sein, aber den Kindern half das auch nicht, wenn sich erst einmal die Tore hinter ihnen schlossen. Ihr war unwohl bei dem Gedanken, einen Unschuldigen zwischen all diese kleinen Monster zu stecken.
»Ich bringe ihn gleich vorbei«, riss Donna sie aus ihren Gedanken.
»Jetzt?«
»Warum warten?«
»Aber ich habe nichts vorbereitet.«
»Er braucht nicht viel. Wir haben so ziemlich alles, was er auf dieser Welt noch besitzt, in zwei Taschen, die seine Familie bei uns abgegeben hat.«
»Warum würden sie so etwas tun?«, fragte Penny entsetzt. »Warum würde eine Familie ihr Kind einfach so verstoßen? Vor allem eines, das sie so sehr braucht?«
»Neun Jahre sind eine lange Zeit«, seufzte Donna. »Ein Kind verschwand und ein junger Mann kommt wieder zurück. Sie haben ihr Bestes gegeben, doch er wurde gewalttätig. Und dann noch der Selbstmordversuch. Sie haben andere Kinder, junge Kinder. Er hat sich ... unangemessen verhalten.«
»Und das reicht als Grund? Dein Kind schreit nach Hilfe und du schickst es weg?«
»Ich möchte nicht so tun, als würde ich es verstehen. Aber ich muss mich mit den Konsequenzen herumschlagen.«
»Nein, Donna, das muss ich.«
»Ich kann Ihnen gar nicht genug danken. Und ich bin mir sicher, dass Shade auch dankbar sein wird.«
»Das kann ich mir kaum vorstellen«, seufzte Penny. »Shade? Sollen wir ihn so nennen?«
Penny stöhnte innerlich. Mit so einem Namen machte er sich selbst zur Zielscheibe bei ihrer Brut. Als hätte er nicht so schon genug Probleme.
»In Anbetracht der Alternative halte ich es für das Beste«, antwortete Donna unsicher.
»Das befürchte ich auch«, stimmte Penny zu. »Für eine lange Zeit war er nicht Shade.«
»Ich bin froh, dass Sie es verstehen.«
»Nicht einmal ansatzweise«, seufzte Penny und beendete das Telefonat.

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"Adoptive Family" hat es nun auf die Buchseite geschafft. Die Shop-Links funktionieren zwar noch nicht, aber die Leseprobe (wie immer die ersten drei Kapitel) ist bereits online.

http://www.jaeger-ebook.de/san-antonio-tales/#adoptive_family

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Hier gibt es nun einen ersten, kleinen Teaser aus dem dritten Band der San Antonio Tales.

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Kapitel 1

Es war kurz nach zweiundzwanzig Uhr, als mich etwas, das ich für das Klingeln an der Haustür hielt, aus meinem Nickerchen riss. Nach einem harten Arbeitstag und all den Dingen, die ein alleinerziehender Vater zwei Wochen vor Weihnachten zu erledigen hatte, war ich ziemlich erledigt. Nachdem ich meine vierzehnjährigen Zwillinge ins Bett geschickt und ihnen eine gute Nacht gewünscht hatte, war ich gleich in meinen Fernsehsessel gefallen. Ich wollte mir noch die Nachrichten ansehen, aber ich schaffte es nicht, über die ersten paar Schlagzeilen hinaus wach zu bleiben.
Ich schüttelte ein paar Mal den Kopf und überlegte, ob das, was ich gehört hatte, wirklich die Türklingel oder die selten benutzte, verantwortungsvolle Hälfte meines Gehirns war, die mir mitteilen wollte, dass es besser wäre, ins Bett zu gehen.
Bandit, unser King Charles Spaniel, verriet mir durch sein lautes Bellen, dass ich nicht geträumt hatte. Mit seinen sieben Kilo Kampfgewicht stürmte er den Flur entlang auf die Haustür zu, um den Eindringling zu vertreiben. Binki, unser mehr als fünf Pfund schweres Zwergkaninchen, war direkt hinter ihm, um seine Flanke zu decken.
Ein zweites, scheinbar längeres Klingeln bestätigte mir, dass tatsächlich irgendein Narr vor unserer Tür stand. Während ich mich daran erinnerte, nicht zu schroff zu sein, schleppte ich meinen fünfzig Jahre alten, leicht übergewichtigen Hintern aus meinem ausgesprochen bequemen Sessel und zur Tür, bevor ich einen Blick durch den Türspion warf. Auf das, was ich sah, war ich definitiv nicht vorbereitet.
Ein Junge namens Liam, ein Freund meiner Zwillinge, zwei Jahre jünger als sie und häufiger Besucher unseres Hauses, stand vor der Tür. Durch den Spion konnte ich sehen, dass er nur Jeans, ein T-Shirt und eine leichte Jacke trug. Er hüpfte von einem Bein auf das andere, während er wegen der Kälte wie ein Blatt im Wind zitterte. Ohne das Licht auf der Veranda einzuschalten, tastete ich auf dem Türrahmen umher, um nach dem Notfallschlüssel zu suchen, der dort deponiert war. Gerade als ich ihn gefunden hatte und ins Schloss stecken wollte, startete Liam seine dritte Attacke auf unsere Türklingel.
Als ich die Tür aufsperrte, verstummte die Klingel. Der dürre, blonde Junge rieb sich mit den Händen die Oberarme, während ich ihm öffnete. Er sah mich mit seinen tiefblauen Augen an, die mich schon immer irgendwie fasziniert hatten.
»Ähm ... Sind Jerry oder Jeff zuhause ... Sir?«, fragte er mich.
Nein, Dummerchen, meine vierzehnjährigen Söhne sind draußen und machen die ganze Nacht Party wie an jedem Abend vor einem Schultag, dachte ich, während ich die Fliegengittertür öffnete.
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Es gibt mal wieder eine kleine Neuigkeit. In den kommenden Tagen werden die ersten beiden Bücher der "San Antonio Tales" in einem Band exklusiv bei Amazon erscheinen.

Für alle, die beide Bücher bereits gekauft haben, es gibt keinen Grund zum ärgern, denn ich werde sie nicht zu einem Sonderpreis anbieten. Diese Ausgabe ist in erster Linie für Abonnenten von Amazon Prime und Kindle Unlimited gedacht, die sich keine Bücher kaufen, sondern sie lieber ausleihen möchten.
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Es dauert zwar noch eine Weile, bis mein nächstes Buch erscheinen wird, aber sowohl der Titel als auch das Cover sind bereits fertig. Wie gefällt es euch? ;)
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