Profile cover photo
Profile photo
Jörg Schimke
191 followers
191 followers
About
Posts

Post has attachment
RT @stefansell: Von „Irgendwohin-Integrationen egal wie lange“ zu einem differenzierteren Blick darauf, wie viele #Arbeitslose wie lange in Beschäftigung integriert werden:
Add a comment...

Post has shared content
Wer sich in Facebook begibt, kommt darin um.

Und für Google eigentlich ein Armutszeugnis: Facebook ist immer mehr auf dem absteigenden Ast - insbesonders beim Thema Vertrauen - und Google kann diese offene Flanke nicht (mehr) nutzen: Statt G+ konsequent und engagiert weiter zu entwickeln, wird G+ jetzt sogar eingestellt.
Facebook-Videos boomen? Falsch gedacht! Die Abrufzahlen waren überhöht - und das in einem Ausmaß, mit welchem keiner gerechnet hatte ... (tkr)
Add a comment...

Post has shared content
Der 360-Grad-Blick gegen blinde Flecken:
Die Megatrend-Map ist eine Verbildlichung von Veränderungsprozessen.
Sie macht Wandel greifbar – und dient so als mächtiges Tool für Zukunftsplanung.
https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/die-megatrend-map/
Die Megatrend-Map
Die Megatrend-Map
zukunftsinstitut.de
Add a comment...

Post has shared content
Nur Horst Seehofer ließ es am bayerischen Wahlabend in einem Nebensatz kurz anklingen: Die Altparteien verlieren immer mehr, weil sie "die ökologische Frage nicht ernst genug nehmen".

Das hätte er und alle anderen Verlierer freilich schon vor dem Wahldesaster in Bayern wissen können. Umfragen lange vor der Wahl zeigten dieses Bild:

Die Deutschen wollen zu 93% den raschen Umstieg auf 100% erneuerbare Energie.
70% der Deutschen wollen den Erhalt des Hambacher Forst und keine weitere Braunkohleförderung mehr.
Die Mehrheit der Deutschen will mehr Naturschutz sowie eine ökologische Verkehrs- und Agrarwende.

Die politische Wirklichkeit sieht aber im Herbst 2018 so aus

Die Große Koalition in Berlin verfehlt ihre eigenen Klimaschutzziele krachend, verharmlost den Diesel-Skandal, bremst in Brüssel beim Bemühen um umweltfreundlichere Autos und die nordrhein-westfälische Landesregierung aus CDU und FDP sowie mehrere ostdeutsche Regierungen unterstützen noch immer die Braunkohleförderung in ihren Ländern - wissend, dass diese Ressource der größte Klimakiller ist.
https://www.heise.de/tp/features/Der-moralische-Bankrott-von-RWE-und-Politik-4191004.html
Add a comment...

Post has shared content

Post has shared content
"Disruption ist meistens eigentlich nur eine verschlafene Evolution" – Harry Gatter, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts, erklärt im Podcast die Megatrends: https://www.zukunftsinstitut.de/podcast/treffpunkt-zukunft/megatrends-2018/
Add a comment...

Post has shared content
Am Wahlabend erläuterte die SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen, dass man wirklich lange und intensiv zusammengesessen sei und ein Programm entwickelt habe, dass man sich einig gewesen sei und gearbeitet habe wie nie zuvor - und wunderte sich, dass diese Arbeit fruchtlos war. Sie ist es wie die vielen anderen SPD-Arbeits- und Programmpapiere schon in den Monaten zuvor, weil sie nicht ankommen. Sie vermitteln nichts, nichts Relevantes.

Kohnen wunderte sich: "Man habe geschlossen wie nie gekämpft, sei aber auf eine unglaublich große Skepsis bei vielen Bürgern gestoßen", zitiert sie RTL.

"Wohin soll es mit der SPD gehen?", "Sollen wir warten, bis wir unter die 5-Prozent-Hürde fallen?", fragte heute Morgen Hilde Mattheis, Bundestagsabgeordnete der SPD und im Partei-Vorstand in Baden-Württemberg.


Sie stellt klar fest: "Das Wahlergebnis ist nicht vom Himmel gefallen" und sie deutet auch auf das Problem: Die Partei müsse sich Schritte überlegen, wie sie die öffentliche Wahrnehmung wieder so verändern könne, dass Inhalte und Programme wieder als glaubwürdig abgenommen werden.

Dafür brauche es Vorschläge von der Führung.


Mattheis sprach darüber hinaus davon, dass es auch ein "Ausstiegszenario" brauche. Auch das gehört für sie zur Richtungsdiskussion "Wohin mit der SPD?". Mattheis war gegen die früher so genannte Große Koalition. Die Entwicklung gebe ihr recht, lässt sie verstehen.
https://www.heise.de/tp/features/SPD-Weiter-fassungslos-4191853.html
Add a comment...

Post has shared content
Interessante Einordnung. Was aber nicht von der Ungeheuerlichkeit dieses Vorganges ablenken sollte.
Saudischen Fachkräften soll bei ihrer investigativen Arbeit am Körper von Jamal Khashoggi ein Fehler unterlaufen sein, der dazu führte, dass dieser verstarb. Darauf läuft, wie gleich drei große US-Medien - CNN, Wall Street Journal und die New York Times - berichten, ein Erklärungsmodell hinaus, das angeblich in Riad erwogen wird.

Wie es aussieht, wird Jamal Khashoggi nicht wieder lebendig auftauchen. Die gruslige türkische Version, wonach der Mann die saudi-arabische Vertretung in Istanbul in Form von Leichenteilen verlassen hat, scheint mehr mit der Wahrheit zu tun zu haben, als es vielen Staats- und Konzernführern in der Welt behagen kann. Jetzt wird eine Lösung gesucht.

Selbstverständlich nennt keine der drei US-Medien die Quelle ihrer Nachricht, wonach man in Saudi-Arabien eine offizielle Erklärung erwäge, die erzählt, dass schurkische ("rogue") Agenten Jamal Khashoggi versehentlich umbrachten - dabei sollten sie den Mann nur befragen und zurück nach Saudi-Arabien bringen - und dies kein Auftragsmord war, den Riad angeordnet hat.

Es ist nicht sicher, ob diese Erklärung, die den Medien von "Personen berichtet wurde, die mit der Sache befasst sind" überhaupt offiziell abgegeben wird. Nichts ist sicher, weil der Einsatz sehr hoch ist. Man stelle sich vor, wie sie alle reagieren werden, wenn es heißt, dass Saudi-Arabien für den Tod Khashoggis in der saudischen Vertretung in Istanbul verantwortlich ist: Trump, Merkel, Netanjahu, zum Beispiel, oder Iran und Katar.

Was wird Carsten Kühntopp vom ARD-Studio Kairo sagen, der Anfang Mai noch davon ausging, dass Saudi-Arabien dank des Kronprinzen Mohammad Bin Salman "viel besser ist als sein Ruf"? Kühntopp war einer unter sehr vielen, die so denken wollten.

Die Geschäfte, die Saudi-Arabien verspricht, sind immer großartig (amerikanisch: "Bigger than life"). Der Druck in der westlichen Öffentlichkeit, dass der Nahe Osten so sein soll, wie er zu den Geschäften und zu den politischen Interessen passt, ist hoch. Als die unpassende Einschätzung vom BND ("Der Kronprinz ist zu impulsiv") kam, ruderte die Regierung zurück. Nicht zuvergessen ist auch die Ölpreisschraube, an der Saudi-Arabien drehen kann.

Nun kann man den US-Medien und insbesondere der Washington Post dabei zusehen, wie sie an der nächsten Legende stricken: der Dissident Jamal Khashoggi, der unbeugsame, kritische Journalist, der es mit dem mächtigen Kronprinzen aufnahm.

Sein ehemaliger Arbeitskollege bei den saudischen Arab News, der Buchautor und Journalist John R. Bradley, gibt am Ende seines Buches "Saudi Arabia Exposed" Einblick in die Wandlungsfähigkeit des unabhängigen Journalisten Jamal Khashoggi und in dessen Treue zur königlichen Familie.

Khashoggi war 2003 als Chefredakteur von al-Watan entlassen worden, weil er dort einen Meinungsartikel erscheinen ließ, der die Lehren von Ibn Taymiyya aus dem 13. Jahrhundert als nicht so wichtig und verbindlich für Individuen im 21. Jahrhundert werten wollte wie die Wahhabisten, die das saudische Königshaus auf keinen Fall beunruhigen wollte.

Der "Dissident" wurde als PR-Mann für den saudischen Prinzen Turki al-Faisal nach London geschickt (dem er später nach New York folgte). Dort erklärte er, wie Bradley schildert, der BBC, dass in Saudi-Arabien keine Schiiten verfolgt und dort niemand gefoltert würde.

Bemerkenswert ist das nicht nur wegen der makabren Pointe, sondern auch weil Bradley auch in seinem aktuellen Artikel das Bild des Journalisten Jamal Khashoggi, der sich mit dem falschen Reformer-Prinzen Mohammad bin Salman angelegt habe, weil er für mehr liberale Reformen eintritt, wie es exemplarisch von der Washington Post und natürlich vom immer biedereren Guardian gezeichnet wird, korrigiert. Aber nicht nur das - er korrigiert auch das geschönte Bild von Saudi Arabien.

Um es kurz und grob zusammenzufassen: Das Königshaus agiert nach den langjährigen Erfahrungen, die Bradley im Land gesammelt hat, wie die Mafia. Wer dort ist, darf nicht austreten oder er ist des Todes. Das ist ein Motiv, mit dem Bradley die Ermordung Khashoggis erklärt. Das andere liegt im Engagement Khashoggis für die Muslimbrüder.

In den 1970er Jahren habe sich Khashoggi, der sich niemals wirklich um die westliche pluralistische Demokratie gekümmert habe, den Muslimbrüdern angeschlossen, was unter anderem dazu geführt habe, dass er die "moderate Opposition" in Syrien unterstützte. Da Khashoggi zum "de facto-leader" der Muslimbrüder in Saudi-Arabien wurde, sei er zum "größten politischen Widersacher zur Herrschaft der Bin Salmans außerhalb der königlichen Familie" geworden.

Mohammad Bin Salman würde zwar den Wahhabismus in Schranken weisen, was dem Westen gefalle, aber anderseits die Muslimbrüder weiterhin als "hauptsächliche Bedrohung" begreifen, die seine Vision von einem künftigen Saudi-Arabien gefährden könnte. Zumal Khashoggi sich zuletzt für eine neue politische Partei engagierte, genannt "Demokratie für die arabische Welt jetzt", die sich für den politischen Islamismus in demokratischen Wahlen in der Region einsetzen sollte.

Als drittes Mord-Motiv - neben der Abtrünnigkeit vom Mafia-Clan der Sauds und dem Engagement für die Muslimbrüder - deutet Bradley noch das Insiderwissen an, das Khashoggi im Lauf der Zeit mit Geheimdienstkontakten gesammelt hat: "Khashoggi traf sich mit britischen, US-amerikanischen und saudischen Geheimdienstvertretern, er war mehr als jeder andere auf eine einzigartige Weise dazu fähig, wertvolle Insiderinformation zu sammeln."

https://www.heise.de/tp/features/Fall-Khashoggi-Saudi-Arabien-ist-viel-besser-als-sein-Ruf-4192602.html
Add a comment...

Post has shared content
Dieses Erbe der letzten Regierung unter einem SPD-Kanzler bleibt präsent: Der Niedriglohnbereich, ausgebaut unter Gerhard Schröder, nimmt einen zentralen Platz im sogenannten Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz ein.

Dort wird aufgezeigt, dass sich nicht nur Arbeitslose, sondern auch eine stetig wachsende Zahl von Menschen, die einem Erwerb nachgehen, selbst in Deutschland mit bitteren Phänomenen der Armut herumschlagen müssen. Dass dies aus unterschiedlichen Gründen versteckt wird, passt zum Namen des Berichts.

Offiziell wird der Begriff "Schattenbericht" von Barbara Eschen, der Sprecherin der Nationalen Armutskonferenz (Mitglieder hier), damit begründet, dass er als eine Art Parallelbericht zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung (siehe dazu: "Westliche Demokratie" ist hohl: Reichtum regiert fungieren soll. Es geht um eine Parallelwelt, die kaum, wenn überhaupt, von denen wahrgenommen wird, die damit nicht in Berührung kommen oder nicht in Berührung kommen wollen.
Menschen mit Erfahrung

Große Teile des Schattenberichts schildern aus Sicht von Menschen mit Erfahrung, was es tatsächlich heißt, mit so wenig Mitteln auszukommen, von denen die Besserwisser behaupten, dass es reicht.

Das "Normale" fehlt: Internet, Zeitung, Treffpunkte, Freizeitangebote, gute Wohnung und Arbeit, gesundes Essen und politische Beteiligung. Abgeordnete nehmen Arme kaum wahr. Die Folge: Je ärmer, desto niedriger die Wahlbeteiligung.
Schattenbericht der Nationalen Armutskonferenz

https://www.heise.de/tp/features/Bittere-Armut-und-unmenschliche-Minijobs-4194330.html
Add a comment...

Post has shared content
Das rückt die mediale Aufmerksamkeit wieder ins richtige Maß.
100.000 Tote im Jemen, die auf das Konto eines Angriffskrieges von Saudi-Arabien mit der Hilfe der USA und Großbritanniens gehen, haben nur wenig Aufregung in westlichen Medien verursacht. Aber der Tod eines einzelnen Journalisten, vermutlich in einem Konsulat Saudi-Arabiens in der Türkei, schlägt hohe Wellen. Und dabei sind große Teile der Berichte über den angeblichen "Dissidenten" ganz einfach falsch. Aber so ist das schon mal in der Politik. Nicht über Massenmorde, Kriege oder Völkermode stolpern "Helden", sondern über medial hervorgehobene, im Verhältnis kleine Taten.

Aber zunächst noch einmal zurück zum Krieg gegen den Jemen, über den im Westen immer noch als "Bürgerkrieg" oder "zur Widereinrichtung der legitimen Regierung" berichtet wird. Die Geschichte und Entwicklung des Krieges wurde bereits ausführlich erklärt. Nun sind in letzter Zeit Differenzen zwischen dem starken Mann in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Mohammed bin Zayed (MbZ), und dem saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman (MbS) aufgetreten, weil sie sich um die Aufteilung der Beute, den der Jemen für sie darstellt, streiten. Und obwohl Verbündete, wendet sich jetzt MbZ anscheinend gegen seinen Konkurrenten.

Saudi-Arabien will eine Pipeline von Saudi-Arabien zu einer jemenitischen Hafenstadt im Westen bauen, um den Persischen Golf zu vermeiden und unabhängig von einem möglichen Krieg mit dem Iran zu werden. Dadurch könnte die Straße von Hormus, die im Fall eines Krieges durch den Iran vermint und gesperrt werden könnte, umgangen werden.

Die Pläne sind allgemein bekannt. Aber die VAE sehen die Häfen als ihre Kriegsbeute an. Sie wollen Weltführer in Hafen-Infrastruktur werden. Die Häfen sollen eine wichtige Rolle in ihrem Projekt und deren Firma "Dubai Port World" (DPW) spielen. Ein sehr ausführlicher und detaillierter Bericht von Braden Fuller ist sehr empfehlenswert. MbZ will die Kontrolle über die gesamte Küste des Jemens und alle Inseln. Die VAE nutzten sogar bezahlte Killer, politisch korrekt wohl "Söldner", um lokale Zivilisten, die eine Rolle in der Islah Partei spielten, welche mit Saudi-Arabien kollaboriert, zu ermorden.


Wäre es nicht die Türkei gewesen, könnte man ziemlich sicher sein, dass der Vorgang unter den Teppich gekehrt worden wäre. Aber Erdogan nutzt die Geschichte genüsslich, um seine politische Agenda zu verfolgen, und er versucht, das Thema so lange wie möglich in den Schlagzeilen zu halten.

Natürlich haben die Türken Konsulate, so auch das Saudi-Arabiens, verwanzt. Das wissen eigentlich auch die Diplomaten und versuchen daher mindestens einen abhörsicheren Raum auszubauen. Warum das angebliche Verbrechen nicht in diesem begangen wurde, wird noch zu hinterfragen sein. Die Behauptung, Khashoggi hätte eine Apple-Uhr, die seine Ermordung aufzeichnete und an sein Mobiltelefon sendete, das er seiner Verlobten vor dem Betreten des Gebäudes gegeben habe, scheint eher Verneblungstaktik zu sein, da kein Staat gerne zugibt, die diplomatischen Vertretungen abzuhören.

Erdogan versteht es nun hervorragend, mit der tröpfenweise Freigabe von Informationen die USA und Saudi-Arabien in Widersprüche zu verwickeln und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit einem noch nicht am Höhepunkt angekommenen Spannungsbogen bei Laune zu halten.

https://www.heise.de/tp/features/Der-Prinz-und-der-Journalist-4194357.html
Add a comment...
Wait while more posts are being loaded