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Jörg Beger
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Sie haben sich heute kritisch über die Rolle der Neuen Medien geäußert und ihren Einfluss auf unsere Kultur. Warum?

Die Erfolgsgeschichte der modernen Medien beruht darauf, dass Menschen gerne kommunizieren. Unsere Belohnungssysteme springen an, wenn wir von anderen wahrgenommen werden. Das ist mit modernen Medien sehr einfach möglich. Die Kehrseite ist, dass diese Kontakte nur virtuell sind. Dass wir dem Anderen nicht in die Augen sehen und ihn nicht physisch vor uns haben. Kontakte, die nur über SMS oder E-Mail stattfinden, sind oft oberflächlich, ohne echte Bindung. Wir wissen aus der Forschung, dass der Mensch höchstens 120 Personen überblicken kann. Junge Menschen kommunizieren auf Facebook oft mit 200 bis 300 FreundInnen. Diese Art der Kommunikation kann nicht nur zur Sucht werden, sie fördert auch eine Verbundenheit, die trügerisch ist. Diese Facebook-Freunde und Freundinnen sind nämlich nicht verfügbar, wenn man Hilfe braucht. Wir haben es mit Beziehungen zu tun, die oberflächlicher sind, als der gute alte „analoge“ Kontakt, von Person zu Person oder in echten Gruppen.

Die neuen Medien verändern auch die Arbeitswelt. Bisher war die Arbeitswelt mit der Erfahrung von Sinn verbunden und ermöglichte und erzeugte soziale Verbundenheit. Wir sollten der Frage nachgehen, ob die neuen Medien in der Arbeitswelt nicht zu Vereinzelung führen. Ob Menschen weniger in Kontakt sind und stattdessen nur noch alleine vor ihren Bildschirmen vor sich hin arbeiten und welche Folgen das hat.

Kommt also mehr WIR oder mehr ICH dabei heraus?

Es kommt mehr WIR heraus, aber dieses WIR ist nicht tragfähig, ist nicht belastbar. Es fördert eine Entwicklung, wie wir sie in Nordafrika beobachtet haben. Der Arabische Frühling wurde durch soziale Medien möglich. Aber als der Aufstand vorüber und die alte Ordnung beseitigt war, waren die Menschen, die nur durch soziale Medien vernetzt waren, nicht in der Lage neue Strukturen zu errichten. Die handelnden Personen kannten sich nicht. Sie waren sich darin einig, dass das Alte weg sollte, aber es gab keine gemeinsame Vision vom Neuen. Arbeitsgruppen, die sich über Monate hinweg getroffen und ausdiskutiert hätten, wie die neue Ordnung aussehen sollte, wären besser gewesen. Meine Hypothese ließe sich an diesem Beispiel bestätigen. Es kommt schnell etwas zu Stande, aber es trägt nicht, es ist nicht nachhaltig. Und das verändert unsere Kultur, hier: http://n21.press/im-kern-des-burn-out-syndroms-steckt-ein-empathie-verlust/

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NANK kämpft für mehr Freiraum in Sachen Lebenserwerb und konstatiert daher: „Wir brauchen wieder mehr Schürfrechte am Leben! NANK demonstriert das Thema Fabrik und baut während der Vienna Biennale im „Kunstkanal“ im Czerninviertel eine Minifabrik. Als Strategie dient die Verbindung von traditionellem Handwerk mit technologischen Produktionsmethoden wie Laserschnitt und 3D-Druck. Die Schuhfabrik als Artefakt für diese Haltung besucht ausgewählte Orte an der Stadtperipherie. Dort wird in fein dosiertem Schrecken zusammen mit der lokalen Bevölkerung das Potential von Eigenproduktion ausgelotet. Erwartungen, Hoffnungen und Befindlichkeiten rund um den Alltagsfetisch Schuh als künstlerischer Forschungsprozesses zwischen Social Design, Technologie und Gesellschaft, hier:

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"Ich habe mein persönliches Schlüsselerlebnis mit der deutschen Öffentlichkeit in Sachen Entwicklungspolitik schon Anfang der 2000er Jahre gehabt. Damals war ich noch enthusiastisch mit dem Trade and Development Report von UNCTAD nach Berlin gefahren, um den Report auch in Deutschland der Öffentlichkeit vorzustellen, wie das in vielen anderen Ländern üblich ist. Es war allerdings ein Debakel. Während wir in London und Paris für dieses „launching“ immer eine große Menge Pressevertreter und andere Interessierte gewinnen konnten, war in der Bundespressekonferenz ein einziger Journalist! Ich bin folglich nie mehr nach Berlin gegangen, weil mir klar geworden war, dass man mit solchen Themen in Deutschland niemanden hinter dem Ofen hervorlocken kann. Mit dieser Erfahrung im Gepäck ärgere ich mich über die derzeit von deutschen Politikern vergossenen Krokodilstränen ganz besonders" (Heiner Flassbeck), hier: http://www.flassbeck-economics.de/wir-muessen-etwas-in-den-herkunftslaendern-der-fluechtlinge-tun-welch-ein-hohn/

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"Ségolène Royal hat bei einem Straßburgbesuch am Dienstag den Spekulationen über eine Stilllegung des Akw Fessenheim ein Ende gemacht: Fessenheim wird erst Ende 2018 vom Netz gehen. [...]
Für die regierenden Sozialisten und Umweltministerin Royal bedeutet das: Eines der zentralen Wahlversprechen ist nicht zu halten. Fessenheim wird nicht bis zur Wahl 2017 vom Netz gehen. Auch wenn EdF rechtlich relativ unkompliziert eine Stilllegung durchführen könnte – dazu dürfte es erst kommen, wenn der Konzern dazu gezwungen ist. Laut neuem französischem Energiegesetz ist das dann der Fall, wenn der EPR, der im nordfranzösischen Flamanville gebaut wird, zur Produktion bereit ist. Im Gegenzug muss EdF nämlich einen anderen Standort schließen. [...]
Aber auch dann hat EdF im Übrigen die Wahl. Zwar hat Präsident Hollande das Aus von Fessenheim versprochen. Das Energiegesetz legt den Stromriesen jedoch nicht auf Fessenheim fest. Schlussendlich dürfte EdF auf eine Abwahl der Sozialisten 2017 spekulieren.
Kritik an den Ankündigungen Royals übte auch die Grünen-Atomexpertin im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl. "Es kann doch nicht sein, dass wir unsere gefährlichen Altmeiler abschalten, direkt an der Grenze aber ein noch gefährlicherer Schrottmeiler bis zum Sankt Nimmerleinstag laufen darf", erklärte sie in Berlin", hier in Badische Zeitung am Di, 08. September 2015

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Alternatiba Freiburg: Warum Protest so notwendig ist wie nie .
Vom 20. bis zum 22. Juli kommt die französische Klimaschutzbewegung „Alternatiba“ nach Freiburg.
Mit ihren Stationen in Tunsel, Freiburg und Wyhl ist Südbaden die einzige Gegend in Deutschland, in der sie auf ihrer 5.000 Kilometer langen Radtour durch ganz Frankreich, Luxemburg und Belgien Halt machen.
Die AktivistInnen wollen Bevölkerung und Politik vor der Klimakonferenz von Paris im Dezember (COP 21) aufrütteln, denn der Klimawandel ist in vollem Gange. Noch ein lauwarmes Ergebnis ohne spürbare CO2-Reduktionen kann sich die Welt nicht leisten. Doch nicht nur die Politik muss handeln! Jeder Einzelne kann etwas bewegen. Nur ein gesamtgesellschaftliches Umdenken kann die Klimakrise lösen.
Es ist bereits fünf nach zwölf ! , hier:

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