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Ingo Dinger (Kreativstapler)
Das Erlebnis zählt.
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Denk mal darüber nach...
Schön auf dem Teppich bleiben.

Gestern war ja der Tag des offenen Denkmals, wie ich durch einige Eurer Beiträge erfahren durfte...

Zack, weg war sie, die einsetzende Abend-Müdigkeit. Tja, die Sache mit dem Denkmal kam wohl allzu wörtlich in meinem cerebralen Wohnzimmer an: "Denk mal darüber nach", meldete mein Kopf und startete die Synapsen-Party. -- Was soll's?! So gibt es halt einen Text mehr in meiner Sammlung.

// Fühl mal

Ein Denkmal erinnert uns. Ein Denkmal ermahnt uns. Ein Denkmal setzt ein Zeichen. Historisch. Kulturell. Politisch. Gesellschaftlich. Und so weiter.

Ein Denkmal idealisiert. Heroisiert. Hebt empor.

Ein Denkmal steht auf einem Sockel. Ein Denkmal stellt eine Idee auf einen Sockel.

Ein Denkmal würdigt. Ein Denkmal gedenkt. Ein Denkmal verklärt. Ein Denkmal entmenschlicht. Ein Denkmal vergöttert. Ein Denkmal verjährt.

Wie also kann das Denkmal im Alltag unseres menschlichen Daseins bestehen? Was hat ein Denkmal mit uns und unserer Wirklichkeit zu tun? Was mit unserem wahren Leben im Hier und Jetzt?

// Sehnsüchte und Projektionen

Wenn wir das Denkmal als Mahnmal einmal ausklammern, sind es wohl unsere Sehnsüchte und Projektionen, die sich in unserer Gegenwart monumental äußern können. Sie sind der Baustoff für unsere Denkmäler.

Beim Errichten des lebenden Denkmals entfällt uns zuweilen die Tatsache, dass unsere Sehnsüchte und Projektionen wenig mit der Realität zu tun haben.

Das ist menschlich. Schließlich wünschen wir uns ja, dass aus Träumen auch Wirklichkeit wird, dass unsere Hoffnung erfüllt wird.

Wer Böses im Sinn hat, instrumentalisiert diese Träume und Hoffnungen, setzt Symbole und/oder Denkmäler beispielsweise für Propaganda ein. Im politischen Umfeld etwa. Oder auch im religiösen.

// Ultimative Superlative

Tatsächlich gibt es zahlreiche Beispiele für lebende Denkmäler, Idole et cetera.

Da ist die Lieblingsband, der Lieblingsinterpret, der Lieblingsverein, das Lieblingsbier.

Moment. Verein? Bier? Lebende Denkmäler? Genau, denn wir hauchen ihnen Leben ein.

Da ist der schönste Ort, die geilste Stadt, die beste Sportart, der schmackhafteste Kuchon (!), das saftigste Steak, die unterhaltsamste Serie, der schnellste Rechner und, und, und...

Anbetungswürdig?

So ein lebendes Denkmal ist also eher ein Fühlmal, wie ich es auch schon in der Überschrift zuvor angedeutet habe. Ein Kult. Eine (Ersatz-) Religion.

Es hat weniger mit unseren Gedanken beziehungsweise unserem Denken oder Verstand zu tun, dafür umso mehr mit unseren Emotionen, unserer Leidenschaft.

--

Sie haben uns ein Denkmal gebaut.
Und jeder Vollidiot weiß, dass das die Liebe versaut.
Ich werd die schlechtesten Sprayer dieser Stadt engagieren.
Die sollen nachts noch die Trümmer
mit Parolen beschmieren.

(Wir sind Helden -- Denkmal)

--

So ein lebendes Denkmal ist großartig einerseits. Es gibt uns Kraft und setzt durch unsere Emotionen viel Energie frei.

Und es ist riskant andererseits. Der Kult kann kippen, in eine fanatische Richtung, bei der unser Verstand aussetzt. Und zwar sowohl auf unserer Seite als auch auf der Seite derer, die wir zum Denkmal machen. Blinde Gefolgschaft hier. Größenwahn da.

// Zwischenmenschlich

In puncto Liebe gibt es dieses Phänomen des Denkmal- oder Fühlmal-Errichtens ebenfalls. Darauf deutet bereits unsere Sprache hin:

Denken wir zum Beispiel an die Angebetete oder den Angebeteten. Die Traumfrau. Den Traummann. Die Göttergattin. Den Göttergatten.

Wir himmeln sie an. Wir tragen sie auf Händen, legen ihnen die Welt zu Füßen...

Wir stellen damit also einen uns nahestehenden Menschen auf einen Sockel. Oder einen Menschen, dem wir gern nahestehen würden, ohne ihn tatsächlich zu kennen, da wir vielleicht meinen, in ihm etwas zu erkennen. Oder auch nur aufgrund der äußerlichen beziehungsweise oberflächlichen Attraktivität.

Verrückt, oder?

Klar: So etwas kann eine sehr schöne Liebeserklärung sein. Zugleich birgt sie das Potential für Irritationen, womöglich auch Enttäuschungen.

Etwa dann, wenn wir erste Unterschiede feststellen; von dem Bild und der Hoffnung, das beziehungsweise die wir uns gemacht haben, zur sich mehr oder weniger schnell abzeichnenden Wirklichkeit.

Oder wenn über die Jahre der Putz des mühsam erschaffenen Denkmals zu bröckeln beginnt. Wobei das wohl auch eine Frage der Perspektive bleibt. Manch Denkmal (oder Fühlmal) wird ja gerade erst ab einem bestimmten Alter unter Denkmalschutz (oder Fühlmalschutz) gestellt -- und ist damit unantastbar. Vielleicht hat es über die Jahre sogar an Charakter und Charme gewonnen...

// Bodenhaftung

Für einen Moment abheben, schweben. Ein lebendes Denkmal sein. Ein lebendes Fühlmal sein. Für andere auf einem Sockel stehen, sichtbar, leuchtend, jenseits des Scheffels.

Das wollen wahrscheinlich viele Menschen einmal erfahren. In einer Phase intensiven Lebens.

Die Kunst dürfte es sein, schön auf dem Teppich zu bleiben. Schön? Ja, denn Höhenflüge können sich bekanntlich auf unser Wesen auswirken, unsere Eitelkeit schüren oder sogar narzisstische Züge zutage fördern. Und das kann uns hässlich machen. Also besser schön auf dem Teppich bleiben, auch wenn dieser fliegt...

Habt weiterhin einen guten Tag und einen gelungenen Start in die Woche, Ihr lieben Protonen. ^^

--

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie beziehungsweise Sammlung. Es geht um Musik und Wahrheit, Klarheit, Authentizität. Wer mitmachen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Frei von Konventionen.

Hashtag zum Wiederfinden (zugleich auch Name der Sammlung):

#MusikUndWahrheit

Hashtags für den Beitrag:

#Denkmal #Fühlmal
#TagDesOffenenDenkmals
#WirSindHelden

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Maaahlzeit. Und zum Wohl. ;)
Habt einen schööönen Samstag, Ihr lieben Protonen. ^^

--
#Plöpp
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Mit lieben Grüßen vom Ku'damm. :)
Danke Euch allen für die Glückwünsche und so. ^^

--
#ShowMeYourIce
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Ja, ja, #Caturday und so. Fast schon hysterisch. Also besser schööön ruhig bleiben. ;p Tätschel, tätschel...

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Quelle: https://giphy.com/gifs/cat-dog-BLCHvwl9C5j1u
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Na bitte, geht doch

Das ND naht. Also das unserer Spielpause.

Wundertypisches Wohnzimmer-Konzert, voraussichtlich am

13. Oktober 2017
im Domicil Baumschulenweg, Berlin-Treptow.
Weitere Infos folgen.

Stay tuned, Ihr lieben Protonen. ^^
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Mal eine positive Nachricht aus und erfreuliche Solidarität in Hamburg. Klasse Aktion. Und die Interpretation des Logos finde ich übrigens auch gelungen.

Habt noch einen schönen Sonntag, Ihr lieben Protonen. ^^

--
#HamburgRäumtAuf
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Schnell mal beteiligt. Und auch schon wieder weg.
Kommt gut durch die Nacht, Ihr lieben Protonen. ^^


--
#IngoMachtAuchJedenScheißMit #Gruppenzwang #Androidify #Kult #DankeGoogle
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Lieben Dank, #Richmond #London.
Den goldenen Topf hole ich mir dann beim nächsten Mal. ^^
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