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Henning Lobin
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Eröffnungsvortrag auf der Jahrestagung der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft (IBG) zum Thema "Die Zukunft des Lesens" in München

Gesellschaft: http://www.buchwiss.de/

Programm: http://www.buchwiss.de/files/ibg_zukunft_des_lesens_flyer_download.pdf

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In den letzten Junitagen wurden von staatlichen Gremien Entscheidungen getroffen, die die Sprachpolitik in eine ganz neue Richtung wenden. Der Deutsche Bundestag und der Rat für deutsche Rechtschreibung haben zum ersten Mal Regelungen verabschiedet, die in Rechnung stellen, dass die Nutzung der Sprache in unserer Zeit auch durch Computer beeinflusst wird. Dies ist erst der Anfang einer digitalen Sprachpolitik.

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Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Acatech - deutsche Akademie der Technikwissenschaften und die Union der deutschen Akademien der Wissenschaft haben Empfehlungen zu "Social Media und digitaler Wissenschaftskommunikation" herausgegeben. Mit einer Expertise habe ich daran mitgewirkt.

Übersichtsseite: http://www.leopoldina.org/de/publikationen/detailansicht/publication/social-media-und-digitale-wissenschaftskommunikation-2017/

Direkter Link zu den Empfehlungen: http://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/2017_Stellungnahme_WOeM_web.pdf

Seite der Arbeitsgruppe: http://www.leopoldina.org/de/politikberatung/arbeitsgruppen/wissenschaft-oeffentlichkeit-medien/
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Vortrag: "Von Gutenberg zu Engelbart - das wiederentdeckte Bild"
22.6.2017, 18:00 Uhr, Haus des Buches, Frankfurt a.M.

Tagung: "NichtWort - Gestaltung für Sprachbildung"
Was sind Apps ohne Benutzeroberfläche? Was sind Bücher ohne Typografie, Layout und Illustrationen? Sprachbildung ist ohne Design nicht denkbar. Beides wird jedoch kaum zusammen gedacht.
Diesen Themen widmet sich die Konferenz »NICHTWORT - Gestaltung für Sprachbildung«, die am 22. und 23. Juni 2017 im Haus des Buches in Frankfurt am Main stattfindet. Erstmals kommen Design und Sprachbildung umfassend und interdisziplinär zusammen. Redner_innen aus so unterschiedlichen Feldern wie User Experience-Design, Gaming, Linguistik, öffentlichen und privaten Sprachschulen, öffentlicher Sicherheit oder humanitären Sprachprojekten tauschen sich aus – in Vorträgen, Podien und Workshops. Am 22. Juni 2017 gibt es eine Abendveranstaltung mit Auftaktvorträgen.

Zum Vortrag:
Die Schrift ist ein visuelles Zeichensystem. Diese scheinbar selbstverständliche Erkenntnis wurde lange übersehen, weil Schrift nur als ein Mittel der Fixierung gesprochener Sprache verstanden wurde. Dabei zeigt die historische Schriftentwicklung, wie lange es gedauert hat, das heutige Bild eines Textes hervorzubringen – und die Alphabetschrift ist dabei sogar erst eine sehr späte Erschei-nungsform in den Schriftsystemen überhaupt. Auch die Entfaltung der Manuskriptkultur im Mittelalter hätte mit ihren großartigen Hervorbringungen den Blick darauf lenken können, dass die Bedeutung ei-nes Textes nicht nur durch die sprachlichen Einheiten, sondern auch durch Mikro- und Makrotypogra-fie gebildet wird. Diese Entwicklung kam mit der Erfindung des Buchdrucks allerdings zu einem vor-läufigen Ende, weil die technischen Bedingungen der mechanisierten Textproduktion für Jahrhunderte erneut das Zeichensystem der Sprache in den Mittelpunkt stellten. Erst mit den Möglichkeiten des Desktop Publishing wurde die Visualität des Textes wieder für jedermann „verwaltbar“. In der Engelbart-Galaxis – Douglas Engelbart war in den 1960er Jahren der Erfinder der interaktiven grafischen Benutzerschnittstelle – wird nun die Textkultur des mittelalterlichen Skriptoriums fortgeführt, ist die Gu-tenberg-Parenthese beendet. Der Text ist wieder als ein Bild der Sprache erkennbar.

http://www.hfg-offenbach.de/de/calendar/nichtwort-gestaltung-fuer-sprachbildung#veranstaltung


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„Es gibt meiner Meinung nach keinen wesentlichen theoretischen Unterschied zwischen natürlichen Sprachen und den formalen Sprachen der Logiker.“ Mit diesem Paukenschlag setzt 1970 ein Artikel des Logikers Richard Montague ein, der den unbescheidenen Titel „Universal Grammar“ trägt. Zusammen mit zwei weiteren hochformalisierten Artikeln gelingt Montague ein „erstmaliger grandioser Brückenschlag“ zwischen Linguistik und Logik, „ein ganz entscheidender Durchbruch“ in der „mehr als 2500-jährigen Geschichte“ der abendländischen Sprachforschung, wie Wolfgang Stegmüller schreibt. In diesem Beitrag wird gezeigt, was das für die Linguistik bedeutet hat.

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Der Informatiker Wolfgang Coy hat den Computer einmal als ein Gerät beschrieben, das drei verschiedene Erscheinungsformen aufweist: als Automat, als Werkzeug und als Medium. Auch bei der maschinellen Sprachverarbeitung lassen sich diese drei Entfaltungsstufen erkennen. In der ersten, frühesten Entwicklungsstufe als Automat ging es darum, menschliche Tätigkeiten durch den Computer zu ersetzen. Einen Text zu übersetzen war die erste automatisierte Sprachanwendung. Seit den 1960er Jahren ging daraus die akademische Disziplin der Computerlinguistik hervor, die sich bis heute mit den Grundlagen der Sprachtechnologie befasst. 

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Enteignung, Zwangsdigitalisierung, Staatsverlag – das sind die Schlagwörter der Feinde einer offenen Wissenschaft. Der Streit um die Reform des Urheberrechts hat die Frontlinien erneut zum Vorschein gebracht. Die Entscheidungsschlacht ist nun schon fast geschlagenen, aber gerade deshalb trägt die unterlegene Partei die letzten Kämpfe mit um so größerer Verbissenheit aus. Die Diskreditierung wissenschaftlicher Organisationen wird dabei als Kollateralschaden in Kauf genommen.

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Vortrag beim Deutschen Bibliothekstag 2017 in Frankfurt am Main
Invited Session "Bibliotheken in die Zukunft führen"
Programm unter: http://www.professionalabstracts.com/dbt2017/iplanner/#/grid


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Gestern hat die Bundesregierung die Reform des Urheberrechts auf den parlamentarischen Weg gebracht. Interview dazu mit mir zu den Auswirkungen auf Universität und Wissenschaft im Deutschlandfunk, Sendung "Campus & Karriere" (13.4.2017, 14:35).

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Das Bild, das die Linguistik von der Sprache zeichnet, befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. In einem Beitrag in der Februar-Ausgabe von „Spektrum der Wissenschaft“ haben Paul Ibbotson und Michael Tomasello gezeigt, wie die vorrangig auf festen Regelsystemen beruhende frühere Deutung sprachlicher Strukturen durch eine gebrauchsbasierte ersetzt werden kann. Ein solches neues Bild der Sprache hat nicht nur vielfältige Konsequenzen für alle Bereiche der Linguistik, sondern wirkt sich auch auf die gesellschaftliche Sicht auf Sprache aus, die sich in sprachpolitischen Programmen niederschlägt. Dieser Beitrag erklärt, warum das Bild der Sprache jetzt so wichtig ist, um die Vereinnahmung des Deutschen für nationalistische Politikentwürfe zu durchkreuzen.
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