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Facebook oder Google+ -- was eignet sich besser für die Kommunikation mit und unter Freiwilligen?

Laut einer aktuellen W3B-Umfrage (s.u.) können sich die deutschen Social Networkerinnen und Networker wohl nicht entscheiden: Knapp ein Drittel findet Facebook besser als Google+, ein knapes weiteres Drittel meint, Google+ wäre besser als Facebook und das dritte Drittel schließlich ist (nachvollziehbarer Weise) unentschieden. Befragt wurden all jene regelmäßigen Nutzerinnen und Nutzer, die sowohl Erfahrungen mit Facebook als auch mit Google+ machen und in diesem Sinne akute Doppelnutzer sind.

Interessant nun, was jeweils an Google+ und was an Facebook geschätzt wird.

Wenngleich Google+ einen furiosen Start hingelegt hat und es in Sachen Nutzer!nnenzahlen aus dem Stand auf Platz zwei (hinter Facebook) geschafft hat, ist doch nicht zu leugnen, dass Facebook so etwas wie einen Gewohnheitsbonus hat. Auch wenn Facebook "die wohl schlechteste erfolgreichste Website der Welt." (Günter Exel) ist, bleibt der private homo connectus doch eher dort, wo er sich auskennt und wohlfühlt.

Die Ergebnisse der W3B-Befragung stützen diese These -- zumindest vorerst. Auf der techinschen Seite scheint ausschließlich der Chat bei Facebook besser als bei Google+ zu funktionieren, was sich in der nächsten Zeit allerdings ändern könnte. Zudem ist Facebook trendiger (da sind einfach mehr Bekannte und Freunde) und macht außerdem -- wohl gerade wegen der vielen lockeren Leute -- mehr Spaß.

Abgesehen von der Chatfunktion, für die sich Google in der nächsten Zeit sicherlich etwas gaaanz Neues und Inovatives einfallen lassen wird, liegt Google+ bei den harten Faktoren klar vorn: Die Kontakte lassen sich besser verwalten, die Benutzerfühung ist übersichtlicher und die Privatssphäreeinstellungen sind besser zu handhaben als bei Facebook (das ist ja da Dauerthema). Leider aber scheint das vor allem für "geschäftliche Kontate" nützlich, was Google+ m.E. erste Grenzen setzt.

Für die Kommunikation resp. die Zusammenarbeit mit und unter Freiwilligen führt an Facebook momentan noch kein Weg vorbei. Bei Google+ wurden mit der besseren Technik zwar gute Startbedingungen geschaffen, doch ist Facebook eben noch der Standardkanal für die soziale Kommunikation (es sei hier an +Sascha Lobo erinnert, der in seiner SPON-Kolumne "die Mensch-Maschine" feststellte, dass Google+ eher Twitter denn Facebook Konkurrenz machen würde). Diese Feststellung sollte allerdings nicht in Stein gemeißelt und als für die Ewigkeit wahr betrachtet werden. Einzig die Reputation als Standardkanal der sozialen Netzkommunikation hällt Facebook noch auf dem Thron. Wenn die Facebook-Präsenz demnächst als unseriös, infantil und überladen mit Banalitäten gilt -- und so scheint es m.E. auch zu kommen -- könnten Google+ und Diaspora* durchaus ein hilfreicher Kanal für die Online-Freiwilligenarbeit werden, womit dann wieder zu entscheiden gilt: Google+ oder Diaspora* -- was eignet sich besser für die Kommunikation mit und unter Freiwilligen?

Da hilft wohl nur dranbleiben.
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