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Gregor Nathanael Meyer
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Seit 20 Jahren lese ich c't und seit 19 Jahren achte ich aktiv, fast panisch, auf den Aprilscherz. Im Ergebnis sehe ich schon an der Überschrift, welcher Artikel der Scherz ist. Aber das hat den Nachteil, dass ich beim Lesen schon im Februar immer das Datum im Kopf mitführe.

Jedenfalls gab es dieses Jahr endlich wieder einen richtig gelungenen Aprilscherz, vielen Dank! In den letzten Jahren fand ich die Scherze etwas bemüht, aber dieses Jahr war fein abgestimmt und einen kalten Schauer über den Rücken schickend.

Fast so gut, wie der Scherz meines Vaters, als ich 14 oder so war und viel Mortal Kombat spielte: Er hätte gelesen, dass Mortal Kombat (ab 18, hust) von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften beschlagnahmt würde und Eltern aufgerufen seien, das Spiel ihren Kindern wegzunehmen und zu vernichten. Hui, damit hat er mich wirklich drangekriegt. Das war aber auch ein perfide-perfekt konstruierter Scherz, Respekt. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass er aus einer ernsthaft besorgten Recherche entstanden ist, denn die (gegenüber dem Nachfolger noch zaghaften) Gewaltdarstellungen waren sehr explizit, verherrlichend und ihm ein Dorn im Auge. Ein Glück, dass ich es behalten durfte, denn ein häusliches Verbot hätte diesen Schwachsinn noch viel interessanter gemacht, als das rote Ab-18-Symbol auf der Packung.

Im Blog alte Artikel gelesen, den Long Island Cuba Mule gefunden. Muss ich noch mal machen, der war ein toller aus der Not geborener Glücksgriff damals.

- Eine gute Portion Crushed Ice
- 20cl Ginger Ale
- 2cl Wodka
- 1cl brauner Rum
- 1cl Gin
- 1cl Cointreu
- ein paar Zweige Minze

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Ich habe nach vielen Jahren mal ein neues Theme für mein Blog eingebunden. Das liest sich jetzt viel besser, geradezu angenehm. Bei der Gelegenheit habe ich mal ein paar alte Texte von mir gelesen. Hat Spaß gemacht. Ich denke 2018 habe ich wieder mehr Kopf und kann auch wieder mehr schreiben. Hier bei Google+ kommt ja viel in letzter Zeit, aber die Texte, die mir richtig Spaß machen, brauchen mehr Muße.

Handwerkliche Probleme in Umfragen. Gerade wieder bei Forsa gesehen: "Haben Sie zu Hause einen DSL-Anschluss?" Nein, habe ich nicht. Aber ich habe Koaxkabel (und FTTH, wenn das mal freigeschaltet wird). Was soll ich also ankreuzen? Nein, weil ich ja kein DSL habe? Ja, weil die vermutlich eigentlich nach Breitbandinternet fragen wollten? Ich weiß es nicht. Die mit dieser Frage gewonnenen Werte sind für die Tonne, absolut nicht verwertbar. Es ist schon erstaunlich, dass solche Schluderigkeiten bei einem so großen Umfrageinstitut in einer breiten Wahlumfrage durchrutscht.

Meine Studis bitte ich inzwischen, ihre Umfragen, sofern sie für das Projekt nötig sind, vorher mit mir zu besprechen. Vor allem, wenn da unser Hochschul-Logo verwendet wird. Ich bin auch ultra kritisch, was solche Umfragen angeht. Das hat sich scheinbar rumgesprochen, denn seit mehreren Jahren habe ich kaum noch Umfragen in den Projekten gesehen.

Auf der Website steht, wenn man ein Online-Ticket kauft, ist da die Aneise im VRS inklusive. Dann kauft man, etwas unter Zeitdruck, so ein Ticket (alle Daten da lassen, Giropay oder Kreditkarte) und druckt das aus. Auf dem Ticketabschnitt steht:

- "VRS-Fahrausweis am Tag des Zoobesuchs"
- "Gültige Nutzung im erweiterten VRS-Netz zur Hin- und Rückfahrt nur bei Eintrag d. Namens + d. Tagesdatums vor Fahrtantritt!"
- Ein "VRS kombiticket" Logo

In der Bahn fällt einem dann ganz unten im Kleingedruckten dieser Passus auf: "WICHTIG: Dieses Ticket ist kein ÖPNV-Fahrausweis! Ein Zusatzticket für den Nahverkehr erhalten Sie ggf. unter www.printathomeplus.de. Nähere Informationen finden Sie in unserem Ticketshop unter dem print@homePLUS-Symbol in der jeweiligen Veranstaltung, sowie im Kundenbereich unserer Website."

Diese lustige Verwirrung wurde gestiftet von Ihrem Kölner Zoo.

Stellt sich raus, dass man auf den angegebenen Website die Auftragsnummer und den TICKETDIRECT-Code eingeben muss, um dort dann personalisierte Fahrkarten gesondert zu drucken. Ganz schön fummelig. Wir investieren also schnell das Geld in ein Handyticket der Preisstufe 3, um keine österlichen Diskussionen mit humorlosen Kontrolleuren zu riskieren. An der Zookasse sagt man uns, dass es normalerweise akzeptiert wird, wenn man das Datum auf dem Ticketausdruck einträgt. Naja, normalerweise. Wir lassen es für die Rückfahrt drauf ankommen, werden tatsächlich in der S-Bahn kontrolliert und der Ausdruck mit dem händisch eingetragenen Tagesdatum wird nicht beanstandet.

Diese lustige und zudem unnötige Verwirrung wurde gestiftet von Ihrem Kölner Zoo.

Verwirrung stiften in Sachen Verkehr hat in Köln ja Tradition, vielleicht ist es kein Zufall, dass die Straßenführung ausgerechnet rund um den Zoo das maximale Überraschungs- und Verwirrungsniveau erreicht, so dass man sich selbst mit Navi noch verfährt oder auf wenigen Metern mehrspurige Spurwechselmanöver vollführen darf. Wobei das auch an anderen Stellen gut klappt, hin und zurück über de Severinsbrück wurde ja im folklorischen Liedgut verewigt (und ist mir dank mustergültig irreführender Beschilderung auch schon mehrmals passiert). Da ist es aber auch besonders gemein gelöst, weil man das Unheil schon früh erkennt, es aber nicht mehr abwenden kann. Die kleine Qual der Ortsfremden und derer, die nicht regelmäßig dort verkehren, ist scheinbar des Verkehrsamtes kleine gemeine Freude. Lieber wäre mir, man gewönne seine tägliche kleine Freude aus einer morgendlichen Fahrt mit dem Paternoster über den Scheitelpunkt. Naja. Sicher könnte man Schilder so aufstellen, dass sie konsistent, konsequent und hilfreich sind, so wie ungefähr alle Gemeinden das tun. Das wär aber nur halb so lustig. Dass man die Straßennamen kennen muss, weil deren Beschilderung, vielleicht, vielleicht auch nicht an den Häusern angebracht ist, jedenfalls nicht gut sichtbar an einem Pfosten an der Straßenecke, ist ja auch ein alter Hut und scheint mir Absicht zu sein. Der geneigte Köln-Experte mag jetzt einwenden, dass die Straßen, zumindest die Großen, ja immerhin leicht zu merken sind. Das stimmt zwar, hilft aber auch nur begrenzt, wenn man da nicht wohnt. Da ist es immerhin konsequent, dass an vielen Ecken im Vorbeifahren gar kein Straßenname zu entdecken ist. Nicht hilfreich und auch nicht konsistent, aber konsequent, ist ja auch schon mal was. Dass auch Köln nicht ausschließlich aus großen Straßen besteht, kehren wir mal unter den Teppich. Da man ja auch sowieso quasi nirgends links abbiegen darf, ist das alles ohnehin müßig. Besser Bahn fahren. Die gute Nachricht: Ein Special-Feature unseres neuen Wohnortes ist die Mitgliedschaft in zwei Verkehrsverbünden. Wenn man das mit dem Kombiticket rechtzeitig kapiert hat, kommt man so mit der Bahn so schneller, billiger und bequemer zum Kölner Zoo, als mit dem Auto.

P.S. Die Beschilderung am halb gesperrten Kreuz Monheim an der A59, bei dem nicht so recht klar ist, ob Düsseldorf oder Köln für die Überwachung der Geschwindigkeitsbegrenzung bei Nässe verantwortlich ist (und die deswegen einfach mal nicht kontrolliert wird), scheint von Köln übernommen zu werden: Von Hitdorf kommend leitet einen der normale Autobahnwegweiser nach rechts Richtung Düsseldorf, zehn Meter weiter ist dieser Weg aber versperrt und man muss Richtung Köln fahren. Ich hätte mehr gelacht, wenn ich nicht dort abgebogen wäre, um Zeit zu sparen.

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Muss hier jemand geheime (VOIP-)Zugangsdaten aus einer fernkonfigurierten Provider-Fritz!Box auslesen? Bitte hier entlang. Und danke an den Entwickler.

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Wer will mal sehen, wie Google Daydream in der Praxis aussieht? Das liegt nur mittelbar am Axon 7. Problem ist, dass die für Daydream geeigneten leistungsfähigen Geräte ihre Wärme nicht mehr loswerden, sobald sie in das Sandwich geklemmt werden. Axon-7-Spezialfrustbonus: Das Verschlussgummi der Klappe bedient den Ausschalter. Himmel!

Aber: Daydream ist, vor allem dank des guten Controllers, echt gelungen.

Warum sind Versicherungen in ihrer Kundenansprache eigentlich so uncool? Ganz besonders, wenn sie versuchen, fresh rüberzukommen. Klar, Versicherungen sind als Produkt nicht sonderlich sexy und ich habe auch das Gefühl, wer sich für eine Karriere im Versicherungswesen entscheidet, ist in der Regel vom Wesen her nicht auf Freshness bedacht. Aber die Kundengruppe, die man kommunikativ so besser erreichen kann, ist vorhanden und nicht marginal. Teens heute hören Schlager und gehen in die Junge Union, nur um sich von ihren kiffenden Skateboard-fahrenden Eltern abzugrenzen. Und diese Peter-Pan-Komplex-Eltern und -Nichteltern brauchen Versicherungen, die zu ihnen passen, die Leute Mitte 20 auch.

Der Nachweis, dass eine Versicherung authentisch und fresh kommunizieren und dabei hinreichend seriös bleiben kann, steht noch aus. Ich glaube, dass das grundsätzlich geht, allerdings nicht mit den Leuten, die in den bisherigen Versicherungen arbeiten, weil sich Schlipsträger in Baggypants eher selten wohl fühlen.

Auftritt Fintech. Dass die Investoren gerade alle glauben, Fintech sei das nächste große Ding, ist ja nicht völlig aus der Luft gegriffen (wenn auch IMHO stark überbewertet). Die Banken- und Versicherungsbranche hat eine Modernisierung bitter nötig und den dazu nötigen Punch bekommt man gerade nicht von innen heraus aufgebaut, wenn das Innen zentraler Teil des Problems ist. Wir werden also bald mehr alles anders machende Versicherungsangebote sehen. Und wie im Bankensektor werden lieb gewonnene Funktionalitäten einfach fehlen, was die Tür für mutige etablierte Player weit aufreißt.

Die Nürnberger Versicherung versucht es mit einem Fußballer als Testimonial, einer Botschaft, die ich sofort wieder vergaß und dem Hinweis, dass man das Plakat shazamen soll für weitere Infos. Ob das reicht? Ob das jemand macht? Schon QR-Codes nutzt angeblich niemand. Und Snapcodes? Ist das Konzept an sich doof oder muss man einfach den Content dahinter intetessanter machen? Ich nutze QR-Codes gelegentlich.

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Zahlen Versicherungen für sowas? Ich möchte ja nicht gehässig sein, aber so Typen sind ja meine ganz speziellen Freunde. Von daher frage ich mich, welche Auswirkungen so ein Verhalten auf Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz hat? Dass man auf Bahnübergängen grundsätzlich nicht stehen bleibt, jedenfalls aber niemals parkt, müsste jedem Führerscheinbesitzer klar sein. Dass das jemand trotzdem macht, passt zur Location und dem Fahrzeug (SLK oder ähnliches) gleichermaßen.

Oha, das ging flott. ZTE ein einen Hotfix für das völlig verkackte 7.1.1-Upgrade parat, der schon OTA verteilt wird. Alle richtig großen Probleme sind behoben: Play Store geht wieder und ist auch zertifiziert, Konten sind wieder sichtbar. Ach ja, die Autokorrektur darf ich auch wieder abschalten!

Schlimm, dass die so ein übles Upgrade auf die Kunden losgelassen haben. Qualitätskontrolle wär schon wichtig. Aber das immerhin ist mal flott reagiert. Ohnehin ist es ein gutes Zeichen, dass regelmäßige Updates kommen. Die lösen zwar fast nie die zahlreichen bekannten Probleme, aber immerhin die aktuellen Google-Patches sind drin und es gibt neue Funktionen.
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