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Gregor Nathanael Meyer
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Gregor Nathanael Meyer

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Warum sind wir eigentlich noch immer überrascht und beeindruckt, wenn wir etwas online bestellen und das wenige Minuten später bereits bearbeitet ist? Außer ein wenig Logistik-Warteschlangen-Optimierung für geringere Laufwege gibt es keinen vernünftigen Grund, wieso zu Geschäftszeiten eine Bestellung, ob online oder persönlich vorgebracht, nicht sofort bearbeitet werden sollte. Also im Regelfall bei professionellen Versendern einer gewissen Mindestgröße. Wenn ein Laden pro Tag zehn Bestellungen abwickelt, wird da ja keiner sitzen und darauf warten, dass endlich eine Bestellung kommt. Da macht es Sinn, da erst mal zu sammeln. Und wenn viel zu tun ist, kann es auch bei gut organisierten Läden mal etwas dauern. Aber sonst? Sollte es nicht der Normalfall sein, dass es ein Lager mit Waren gibt und eine ausreichend groß dimensionierte Schar an Kommissionierern? Und dass die losgeschickt werden, sobald eine Bestellung reinkommt? Das ist bei Pizzadiensten so und bei Läden mit persönlichem Kontakt auch. Warum wundern wir uns also, wenn Amazon oder DocMorris ein Paket schon wenige Minuten nach der Bestellung schon auf den Versandweg bringen? Oder wunderte nur ich mich darüber immer noch ein wenig?
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Alexander Jürgens's profile photoGregor Nathanael Meyer's profile photo
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Auf die Lieferung wollte ich gar nicht hinaus oder auf die Vorrätigkeit von Ware. Ich freue mich immer darüber, wenn eine Bestellung ad hoc bearbeitet wird. Und da frage ich mich, warum? Und ob das anderen auch so geht.
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Gregor Nathanael Meyer

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Irgendwie habe ich geahnt, dass das passiert: Ich scanne einen Stapel Papier im automatischen Einzug, DIA-A4-Quer. Das Epson-Scanprogramm bietet mir kein Querformat an, klar, das Papier wird ja hochkant durchgezogen. Aber in den PDF-Optionen kann man Querformat einstellen. Eigentlich wenig überraschendes, aber dennoch trauriges Ergebnis: Querformat-PDF mit abgeschnittenen Hochkant-Seiten drin.

Das Scanprogramm bietet mir keine Möglichkeit, eine querformatige und mehrseitige Vorlage korrekt einzuscannen. Ich muss also nachher ein anderes Programm bemühen, um das PDF zu drehen. Wirklich beschämend. Von der fehlenden OCR mal ganz abgesehen. Mein Canon-Scanner macht zum Beispiel eine ganz passable OCR beim PDF-Scan. Ohne, dass ich irgendwas tun muss.
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Gregor Nathanael Meyer

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OwnCloud-Updates sind eine Qual, wenn der automatische Updater nicht funktioniert. Und der Automatische Updater funktioniert bei mir in ca. 1/3 der Fälle nicht. Besonders unschön wird es, wenn man keinen SSH-Zugriff auf den Server hat, dann sollte man die Installation auf einen lokalen Dev-Server ziehen, die Updates Schritt für Schritt dort machen und dann wieder hochladen. Nicht vergessen, die Dateien neu zu indizieren und die Extensions upzugraden und wieder zu aktivieren. Was für ein Horror. Mich bat jemand, das für seine OwnCloud 6 Installation zu machen und das hat mich mal eben drei Stunden gekostet. Erst auf die aktuelle 6er, dann auf die aktuelle 7.0er, dann auf die aktuelle 8.0er, dann auf die aktuelle 8.1er, dann auf die aktuelle 8.2er, dann auf die aktuelle 9.0er, dann auf die aktuelle 9.1er. Das sind natürlich jedes Mal über 10.000 Dateien, die gelöscht und wieder entpackt werden und am Ende auch wieder per FTP über die Leitung müssen. Und dann muss man die Installierten Apps auch neu besorgen und hochladen und aktivieren. Weil Kontakte und Kalender nicht zum Core gehören.
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Und Bonus: Warum genau besteht Owncloud aus weit über 10000 Dateien? Ich will doch bloß CalDav und CardDav mit einer kleinen Oberfläche dazu. Das Ding ist ein Feature-Monster geworden, aber ich kenne keine annähernd so gut funktionierende Alternative, die quasi überall läuft.
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Gregor Nathanael Meyer

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Bei jedem Skype-Update ist die verdammte Werbung wieder da, das ist mir zu blöd geworden. Also habe ich mal die Skype Vorschau von Windows 10 an den Start gebracht, die scheint inzwischen hinreichend feature-complete zu sein und sieht sogar recht passabel aus.

Und der Anrufsound ist sehr groovy, alleine dafür mag ich die App schon. Also weg mit dem alten Client.
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Gregor Nathanael Meyer

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In Düsseldorf ist die Luft schlecht, die Deutsche Umwelthilfe hat ein Urteil erwirkt, das in ihren Augen den Weg frei macht für pauschale Diesel-Fahrverbote. Das halte ich für eine aus verschiedenen Gründen denkbar schlechte Lösung. In dem verlinkten Beitrag wird kontrovers diskutiert, darauf ist mein Kommentar so lang geworden, dass ich ihn lieber als Post poste.

Ich kaufe meine Autos mit 10-Jahre-plus-Verwendungshorizont, unter anderem übrigens aus Gründen eines möglichst geringen Öko-Footprints. (Wenn schon Autofahren.) Aus dem Grund habe ich mich auch 2013 für einen Diesel entschieden, der effizienter mit Ressourcen umgeht, weniger CO2 rauspustet als ein Benziner und mit Partikelfilter auch nicht irre viel Feinstaub. Bei Stickoxiden ist er schlechter, aber auch nicht so viel, dass das die Gesamtbetrachtung für mich gekippt hätte. Und ich fahre, wenn es sich vermeiden lässt, nicht in der Stadt (zufällig Düsseldorf bei mir) damit rum. Das führt dazu, das ich sehenden Auges etwas mehr bezahle, als für einen Benziner und zwar aus ökologischen Gründen. Mir jetzt mit einer alleinigen Stickoxidrechnung zu kommen und meinen Diesel mal eben so komplett unbrauchbar für mich zu machen, ist nicht gerade eine Charmeoffensive.

Wer vermeidbar Auto fährt in der Stadt, ist ein Arsch, einfache Regel. Es gibt genug Gründe, warum das jetzt mal gefühlt sein muss. Aber hier sehe ich echte Einsparpotenziale, mehr zumindest, als einfach mal eben alle Diesel-Fahrzeuge faktisch zu verbieten. Düsseldorf täte gut daran, mal den Autoverkehr an sich unattraktiver im Verhältnis zu anderen Transportformen zu machen. Mit dem Fahrrad in der Stadt ist nach wie vor kein Spaß, der ÖPNV ist ganz erstaunlich teuer, gerade für Pendler und könnte vor allem noch viel besser funktionieren.

Wie wäre es mal mit ernst gemeinten Anstrengungen, den ganzen Pendlern eine echte Alternative zu bieten? Momentan sind die Pendlerzüge zu Stoßzeiten voll und nicht besonders zuverlässig. Da kann man genau so gut im Stau stehen, da schwitzt man sich wenigstens nicht vor Publikum kaputt. Durch die Netzumstellung mit neuer U-Bahn ist die Situation zumindest in der Stadt besser geworden, aber das hilft wenig, wenn man schon gestresst vom Pendlerzug kommt. Ich pendle übrigens nur mit dem Auto ins Büro, wenn ich was zu transportieren habe, sonst fahre ich mit der Bahn.

Worauf ich hinaus will: Wenn schon Fahrverbote, dann muss der Mehrverkehr auf Schiene und Bus proaktiv abgefedert werden. Und wenn schon Fahrverbote, dann sollten die alle Autos gleichmäßig treffen, die lokal Schadstoffe produzieren. Ein Elektroauto ist gerade im Pendlereinsatz in seinem Element, aber noch zu teuer für die breite Masse. Da wollen wir eigentlich hin.¹ Man könnte zum Beispiel Parkraum für Elektroautos und Carsharing reservieren und/oder billiger machen, so als gut nachsteuerbarer Anreiz. Das viel bemühte Ladeproblem ist in meinen Augen im Pendlereinsatz nicht wirklich ein Problem. Und Pendler stellen die Hauptlast in Städten wie Düsseldorf.

Man könnte auch eine City-Maut gestaffelt nach Schadstoffausstoß einführen. Wer in der City rumgurken will, zahlt mehr, je größer sein Beitrag zum Luftproblem wird. Andere Städte bekommen sowas hin ohne in blindem Aktionismus der Hälfte der Bevölkerung pauschal die Zufahrt zu verwehren. Das entwertet dann den vorhandenen Diesel nicht sofort komplett, verschiebt aber die Kalkulation beim Neukauf in die gewünschte Richtung. Das muss der Weg sein. Und halt gleichzeitig den ÖPNV für Pendler attraktiver machen. Da kann man den Leuten als ersten Ansatz einfach mal zuhören und die Gründe erfragen, wieso mit dem Auto gependelt wird. Und dann muss man Geld in die Hand nehmen, zum Beispiel das aus der Citymaut generierte, und in den Ausbau des ÖPNV und des Radwegenetzes stecken. Dass sowas grundsätzlich geht zeigen genug Städte auf der Welt. Ein wirklich großer Schritt in diese Richtung wäre ein fahrscheinloser ÖPNV. Der ist finanzierbar, wenn man will. Und der würde auch die Kalkulation der einzelnen Pendelnden günstig beeinflussen.

Düsseldorf hat ein zusätzliches Problem am Bein, dass endlich mal gelöst werden sollte: Wer zwischen Köln und Düsseldorf verkehrt, schaut sich die Preise dafür an und steigt beschämt ins Auto. Das ist unnötig, denn inerhalb des VRR sieht das ganz anders aus. Es muss endlich mal einen vernünftigen und angemessenen Tarif für Fahrten zwischen Düsseldorf und Köln geben, dann wird da auch weniger mit dem Auto gemacht. Als Pendler bekommt man entweder ein prohibitiv teures Pendlerticket, darf damit aber nur seine Pendelstrecke fahren. Oder man kauft von zwei Verkehrsverbünden die schon nicht billigen Monatstickets und gibt so einen guten Teil seines Einkommens direkt wieder ab. Verkehr kostet, das ist klar. Aber wer innerhalb eines Verkehsverbundes pendelt, zahlt halt bedeutend viel weniger, was schlicht unfair ist und zu Lasten der Umwelt geht.

¹ Eigentlich wollen wir ganz weg vom Auto, aber bis dahin wäre es ganz hilfreich, die bestehende Flotte mehr oder weniger sanft weg vom Verbrennungsmotor zu führen. Die Pendler sind dafür in meinen Augen mit ihren täglichen Standardstrecken und ihrem immensen Gesamtaufkommen der zentrale Schlüssel.
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Gregor Nathanael Meyer

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Details. Bei Heise Autos wird oft erfrischend genau auf Details geachtet und da stellt sich immer wieder raus, wie gut Kia den Carens durchdacht hat. Beispiel Isofix-Haken im Fond. Unser Kiddy Phoenixfix Pro 2 flutscht immer auf Anhieb sauber durch die Klappen und rastet sofort ein. Nun hatte ich gedacht, dass das Standard ist, aber unsere Werkstattersatzwagen-Odyssee neulich und die lobende Erwähnung der gut funktionierenden Haken im Astra Kombi bei Heise Autos haben mich eines besseren belehrt: Schon im Kia Venga ist es schon kein Spaß mehr, einen Isofix Sitz einzubauen, im Picanto meine ich, habe ich sogar eine ganze Weile fummeln müssen, um die Haken zu finden und zu treffen. Lästig.

Anderes Beispiel sind die hinteren Gurte. Heise Autos ist es eine Erwähnung wert, dass VW beim Touran da Teppich hat, damit es nicht klappert. Ich weiß nicht, wie Kia das gelöst hat, weil es schlicht nicht klappert im Carens. Irgendwie klappt das da jedenfalls gut. Oder der Stauraum für die Unterbringung der Laderaumabdeckung beim Carens: Großartig gelöst und noch gut erreichbarer Platz für Werkzeug und eine Küchenrolle und Glasreiniger und Wischwasserkonzentrat. Oder das Sonnenbrillenfach, das ich heute für selbstverständlich hielt, was es aber scheinbar nicht ist. Oder dass nichts knarzt oder Resonanzgeräusche macht. Oder dass das Panoramadach riesig ist. Alles so Dinge, von denen ich dachte, dass das Klassenstandard ist.
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Gregor Nathanael Meyer

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Ich hatte ja schon ewig kein Problem mit Prokrastination mehr. Es gab immer so viel wichtiges zu tun, dass fast jede Tätigkeit zielführend war. Das ist immer noch so, aber heute habe ich erstmals seit langer Zeit dieses unruhige Bauchgefühl wieder und sortierte Sachen weg, die nicht dringend sind. Ich hatte das Gefühl schon fast vergessen. Diese Mischung aus gestresster Überforderung wegen zu vieler größerer Baustellen gleichzeitig und dem Drang, dann doch wenigstens den Kleinkram vom Schreibtisch zu bekommen, um wenigstens ein wenig die Kontrolle über mein Leben zurückzuerobern.

Dass hilft leider bei den größeren Baustellen nur mittelbar, die dummerweise gerade fast alle ein paar Stunden freien Kopf brauchen, damit es weitergehen kann. Und gerade daran mangelt es mir akut. Aber durch solche Phasen muss man gelegentlich durch. Wenn nur das meiste davon mich nicht vom Geld verdienen abhalten würde, wäre ich da entspannter.
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Gregor Nathanael Meyer

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Orr, diese Fliege muss gehen. Also Dachfenster auf und rausjagen. Leider die einzige wirklich träge Fliege weit und breit, die sich lieber blutig platt hauen lässt, als sich rauswedeln zu lassen. Stattdessen bekam ich aber neuen Besuch, diesmal von einer Hornisse oder Bienenkönigin oder riesigen Wespe oder was auch immer das war. Die war fast genau so träge, aber ging wenigstens auf meine freundliche Aufforderung hin freiwillig wieder.
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Gregor Nathanael Meyer

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Die Pendler lassen mich gerade nicht los. In Hellerhof hängt ein Plakat von der Bahn, der irgendwelche monatlichen Kosten eines Autopendlers (links) und eines Bahnpendlers (rechts) vergleicht. Die Monatskarte macht den Unterschied. Aha. Der Autopendler liegt bei 270€, der Bahnpendler bei gut 100. Toll, das relativiert ja den überteuerten ÖPNV total. Auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick ist das ein unrealistisches Szenario. Ich kenne sehr wenige Berufspendler, die kein Auto haben. Klar ist ein Auto teuer in der Haltung. Aber ganz darauf verzichten möchte fast niemand. Also hat man die berühmten Eh-Da-Kosten und zack, ist es nur noch eine Frage des Sprits, die in den Vergleich einzahlt und das Kostenkapitel ist alles andere als klar.

Ich mag einfach das Niveau nicht, auf dem bei solchen komplexen Zusammenhängen diskutiert wird. Bei einer agnostischen Mobilitätsberatung kommt vielleicht häufiger raus, dass man lieber mit den Bahn pendeln sollte. Aber vielleicht eben auch nicht, sonst wär sie vielleicht nicht hinreichend agnostisch. Und so lange Bahnpendeln so lästig bleibt, ist das Auto ein harter Wettbewerb.

Momentan stehe ich jeden Morgen etwa 20min rum, irgendwo vor dem HBF, weil da Gleise wegen Umbaus gesperrt sind. Meine Takthalbierer-S68 fährt aus dem Grund gar nicht erst. Im Ergebnis verliere ich jeden morgen eine halbe Stunde. Immerhin kann ich in Ruhe lesen. Mit dem Auto brauche ich (ohne Stau) überhaupt nur eine halbe Stunde, mit bis zu einer Stunde. Ich wäre also trotz Innenstadtstau schon in der Tiefgarage, bevor die S-Bahn in den HBF einfahren darf. Das ist scheiße, denn ich wohne absichtlich bereits durchaus ÖPNV-günstig. Die meisten anderen Speckgürtel-Bewohner haben es, schon wenn es bei der Bahn rund läuft, viel nerviger und länger, als mit dem Auto inkl. Stau.

Worauf ich hinaus will: Ihr werdet keinen Berufspendler zusätzlich auf die Schiene bekommen, wenn das da nicht rund läuft. Schadstoffe hin oder her. Geld hin oder her.
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Gregor Nathanael Meyer

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Noch mal zu dieser Diesel-Verbots-Sache. Ich habe mich noch mal kurz informiert. Euro 5 Diesel dürfen drei mal so viel NOx ausstoßen, wie Euro 5 Benziner. Nehmen wir mal an, also Bescheißereien à la VW beiseite gelassen, dass etwa ein Drittel der in Düsseldorf herumfahrenden PKW (inkl. Transporter und leichter LKW) Diesel sind und die Mehrheit davon auf Euro 5 Niveau (grüne Plakette). Weiter nehmen wir an, dass die Grenzwerte ausgereizt werden, auch bei Benzinern. Dann stammen rund 60% der NOx aus dem Verkehr von Diesel-Fahrzeugen. Von daher wäre der Gewinn beim Verbot von Diesel-Fahrzeugen ceteris paribus sehr hoch im Verhältnis zur reinen Zahl der Betroffenen.

Weiter kann ein Effekt unterstellt werden, dass ein Teil des Verkehrs dann kurzfristig wegfällt und ein weiterer und zunehmender Teil durch schadstoffärmere Benziner kompensiert wird. Das ist für sich gesehen auf NOx bezogen durchaus wünschenswert.

Leider ist die Welt nicht ceteris paribus und vor allem nicht frei von Seiteneffekten. Zählen wir ein paar auf:

1. Ist der Umwelt genutzt, wenn nur wenige Jahre alte Diesel-PKW plötzlich in großer Zahl ausgetauscht werden? Zudem durch Fahrzeuge, die bestenfalls (wenn sie neu sind) die gleiche Menge CO2 ausstoßen und schlimmstenfalls, weil nicht jeder ad hoc nach einem derart herben Wertverlust teilweise fast neuer Diesel-PKW mal eben einen adäquaten Ersatz in Form eines sparsamen Neuwagens beschaffen kann, sogar mehr NOx ausstößt, weil ein alter Benziner gekauft wird? Ein Benziner mit Euro 3 (Erstzulassung zwischen 2001 und 2005) darf 150mg/km NOx ausstoßen, ein Euro 5 Diesel 180. Noch lustiger wird es, wenn ein ganz neuer Euro 6 Diesel, der maximal 80mg/km NOx ausstoßen darf (Euro 5 und 6 Benziner liegen bei 60) gegen einen älteren Benziner ausgetauscht wird, wohlgemerkt nur aufgrund seines "Mehrausstoßes" bei NOx. Es ist völlig absurd, Diesel an sich zu verbieten, wenn ältere Benziner weiter fahren dürfen, die mehr NOx ausstoßen dürfen.

2. Diesel-Fahrverbote haben Symbolkraft, darauf legen es die Diesel-Gegner an. Schön und gut, dem mag man folgen. Muss man aber nicht, denn das Problem sind ja nicht primär die neuen Diesel, sondern generell die älteren Fahrzeuge. Die müssen von der Straße runter. Dein Golf III Benziner ist okay, Dein nagelneuer Diesel-1er aber nicht. Weil Diesel böse ist, denn der Golf III schneidet in allen Abgaskriterien viel schlechter ab.

Die Düsseldorfer Innenstadt ist übrigens schon grüne Umweltzone, es dürfen ohnehin nur noch halbwegs neue Diesel einfahren, Benziner brauchen hingegen einfach nur einen geregelten Katalysator für eine grüne Plakette. Die blaue Plakette ist ja momentan vom Tisch. Es geht, Benzin oder Diesel, um den Schadstoffausstoß und daran ist ganz maßgeblich der gesamte Motorisierte Individualverkehr Schuld. Der gehört reduziert, auch aus anderen Gründen, als der Schadstoffbelastung. Da hilft ein Diesel-Fahrverbot vielleicht ein paar Monate lang, bis alle Pendler sich irgendwie Benziner beschafft haben. Dann hat man den NOx-Ausstoß um bestenfalls vielleicht 40% reduziert, das ist schon mal was. Aber alle anderen Probleme bleiben bestehen. Zusätzlich zu einem Berg ausgemusterter Fast-Neuwagen und einer Menge mäßig fröhlicher Pendler.

Wenn es um Schadstoffreduktion der Pendler geht, bleiben nur zwei Lösungen: Elektroautoförderung und mehr ÖPNV-Nutzung erreichen. Elektroautoförderung wird schon gemacht mit mäßigem Zuspruch, aber das wird schon noch, siehe Niederlande und Norwegen. Bleibt die ÖPNV-Nutzung zu erhöhen. Wie? Habe ich ja neulich schon mal geschrieben: Momentan kann der ÖPNV hier in Düsseldorf den aktuellen Pendler-Bedarf so gerade decken, die Züge sind zu Stoßzeiten voll, die Straßenbahnen auch. Das liegt maßgeblich daran, dass die Takte darauf abgestimmt werden, wieviele Leute zu welchen Zeiten fahren. Übrigens jeweils als Momentaufnahme, nicht dauerhaft kontrolliert. Das ist doppelt falsch: Die Momentaufnahme einmal jährlich ist zu ungenau und vor allem führt ein solches Vorgehen der reinen Bedarfsdeckung nicht dazu, dass neu hinzukommende Pendler, die man ja gerade gewinnen möchte, einen Platz finden. Dass in der Realität wegen ständigen Bauarbeiten irgendwo fast nie alle geplanten Verbindungen verkehren, ist ein zusätzlicher negativer Theorie-Praxis-Effekt. Und dann ist da noch der Preis.

Mein Lösungsvorschlag: Weg vom Kostendeckungs-orientierten ÖPNV, hin zum fahrscheinlosen ÖPNV mit klarem gesellschaftlich orientierten Auftrag. Alle zahlen, dafür weniger. Gleichzeitig wird auf stark frequentierten Strecken eine kontinuierliche Messung der Auslastung installiert und jeweils kurzfristig gegengesteuert. Also wie in Berlin zu Stoßzeiten "Züge in dichter Folge". Dazu gehört auch, dass Verkehrsspitzen vorhergesehen werden und Strecken ausgebaut. Wer mal nach dem Japantag-Feuerwerk an der Straßenbahn stand und dann kommt nach Nachttakt ein kurzer Zug, der weiß, was ich meine. Die Rheinbahn sagte mir dazu, dass Bedarf für Sonderfahrten vom jeweiligen Veranstalter angemeldet und bezahlt werden muss. Das kann es nicht sein, beim besten Willen nicht. ÖPNV-Infrastruktur ist ein gesellschaftlicher Kostenfaktor, der gesellschaftlich zu tragen ist. Wir zahlen auch alle für Straßen, die dann von allen genutzt werden können. (Ich weiß, dass das so einfach nicht ist, aber die Richtung stimmt.) Also verkürzt gefasst: City-Maut für Autos und Fahrscheine für ÖPNV oder keine City-Maut für Autos und fahrscheinloser ÖPNV. Die City-Maut heißt momentan Parkraumbewirtschaftung und fließt primär in private Hand, das hat zwar durchaus einen Effekt, aber geht am Problem weitgehend vorbei.
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Ach so, zum Nachschlagen: Abgasnormen und deren Werte https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasnorm#Pkw_mit_Ottomotor und Plakettenkriterien http://www.kfztech.de/Auto/plakettenverordnung.htm
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Gregor Nathanael Meyer

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Ich vermeide ja in der Regel recht erfolgreich, Häme auszuschütten. Häme ist überflüssig und eine Charakterschwäche. Also versuche ich es mal mit wenig Häme rüberzubringen: Gestern lud ein Abschleppwagen einen gemachten Golf mit bunten Rädern, vielen Auspuffrohren und Nordschleife-Aufkleber am Heck vor der Tür ab. Passt zusammen würde ich sagen.

Ich bin mir nie ganz sicher, ob ich die Existenz der Nordschleife rational gut finden kann. Aber emotional halte ich die Nordschleife für ein wichtiges Kulturgut. Sie ist zu Recht international berühmt und genießt entsprechenden Legendenstatus als schönste Rennstecke der Welt, zudem für die Öffentlichkeit zugänglich. Und vor allem ermöglicht sie Leuten mit Raser-Ambitionen, ihrer Neigung in einem Kontext nachzugehen, der keine Unschuldigen gefährdet. Wer auf der Nordschleife fährt, ist sich der Risiken bewusst und weiß, dass es teuer werden kann und manchmal auch gesundheitlich unschön. Autohersteller nutzen sie zur Abstimmung ihrer Fahrwerke und um eine bestmögliche Vergleichbarkeit zu anderen Schnellfahrzeugen herzustellen: Die Nürburgringzeit ist ein Standardmaß. Darauf kann man ein Stück weit stolz sein und das kann man mal als Weltkulturerbe anerkennen und als solches bewahren. Auch wenn man Autos mit mehr Wumms als jemals im Alltag nötig oder auch überhaupt Autos an sich doof findet.
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Gregor Nathanael Meyer

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Der Kia Optima gefällt mir vermutlich. Nur vermutlich, weil mein bisheriger Kia-Händler es auch auf Nachfrage nicht für nötig erachtete, mal einen zur Anschauung in den Verkaufsraum zu stellen oder überhaupt da zu haben. Ist gerade unterwegs. Na dann halt nicht. Ich kann das P&A-Autozentrum echt nicht empfehlen. Weder beim Verkauf, noch beim Service: Was für eine Minus-Performance. Egal, bin eh umgezogen.

Zurück zum Optima: Der ähnelt in einigen guten Punkten dem Carens, den ich sehr empfehlen kann. Zumindest für Leute mit meiner Prioritätensetzung. Ich sitze gerne drin, ich fasse alles gerne an, ich sehe ich gerne auf der Einfahrt stehen, ich bringe mich, die Familie und allerlei Transportgut entspannt von A nach B. Der Optima ist sowas für das D-Segment: Kommod anzusehen innen wie außen, ausreichende Fahrleistungen, sehr angenehme Materialwahl und sehr gute Verarbeitung, lange Garantie und einfach weniger Nervpunkte als der meiste Wettbewerb. Und, wer hätte das bei Kia vor 5 Jahren gedacht: Ein souveräner Auftritt. Und damit meine ich keinen souveränen Dacia-Besserwisser-Auftritt à la "schaut her ihr Deppen, die ihr alle zu viel fürs Auto bezahlt habt, seht meinen Sparfuchs-Stern glänzen!". (Und alle außerhalb dieses Realitätsverzerrungsfeldes rollen mit den Augen, aber alle sind zu höflich, den Sparfuchs über seinen Denkfehler aufzuklären: Gebraucht bist Du wahlweise billiger oder besser unterwegs.)
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München, den 9. September 2016 – Dass auch der koreanische Hersteller Kia im D-Segment vertreten ist, hat hierzulande bisher kaum einer wirklich mitbekommen. Dabei geht der Optima bereits in seine vierte Generation. Als D-Segment bezeichnet die Europäische Kommission die lukrative Mittelklasse ...
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    Kommunikations- und Multimediaberater, 2008 - present
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  • FH Düsseldorf
    Kommunikations- und Multimediamanagement, 2004 - 2007
  • HHU Düsseldorf
    Wirtschaftswissenschaften, 2001 - 2004
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Schlechte Erfahrung beim Kauf eines Neuwagens, schlechte Erfahrungen beim Service. Ich bin einigermaßen erschüttert.
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Die ein oder andere überraschende Sortimentslücke, vor allem bei den Getränken. Aber insgesamt auf hohem Niveau. Muss sich leider mit Zurheide messen.
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Schöner Laden, gut sortiert. Aber das Preisniveau ist ärgerlich. Ich breche ja höchst selten Einkäufe ab, aber dieses Preisniveau ist einfach nicht gerechtfertigt.
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Sehr schöner Laden mit gutem Sortiment zu normalen Preisen.
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