Jutta Assel und Georg Jäger: »Wenn ich ein Vöglein wär«



Die Folge von Volksliedern und deren Illustrationen setzt das Goethezeitportal fort mit dem populären Gedicht "Wenn ich ein Vöglein wär ...". Das Lied wurde von Herder in die Sammlung "Stimmen der Völker in Liedern" und von Arnim und Brentano in "Des Knaben Wunderhorn" aufgenommen. In der Rezension von "Des Knaben Wunderhorn" fasst Goethe sein Urteil über das Gedicht in den Worten zusammen: "Einzig schön und wahr." Der gleichsam 'kanonische' Text dieser Sammlungen wird von überaus zahlreichen Bearbeitungen, Um- und Weiterdichtungen begleitet, bei denen es auch zu einer Vermengung mit anderen populären Gedichten wie "Ach, wie ist's möglich dann" von Helmine von Chézy kommt. Die beigegebenen Illustrationen umfassen drei Postkartenserien von je sechs Stück und über zehn Bilder auf Einzelpostkarten. An den Illustrationen lässt sich die Umsetzung des Sehnsuchtsmotivs in Szenen und Gesten studieren, an den begleitenden Texten der freie Umgang mit der Vorlage. Beigegeben sind Heines Spott im "Buch der Lieder" auf die allgegenwärtige "Sentimentalität" in der Breitenrezeption dieses Gedichts sowie eine Szene aus den "Reiseschatten" von Justinus Kerner, in der die Distribution von Volksliedern und Volksbüchern auf witzige Weise in Szene gesetzt wird.

Zum Beitrag: http://www.goethezeitportal.de/wissen/illustrationen/volkslied-motive/wenn-ich-ein-voeglein-waer.html
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