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Gero Hirschelmann
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"Und was das angeblich "Schillernde" des Ausdrucks Unrechtsstaat betrifft, so zeigt die Wortgeschichte, dass Generationen von Juristen sich bemüht haben, ihn terminologisch zu schärfen. Man muss das nur zur Kenntnis nehmen."
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Afrika ist anders, als Bob Geldof sich das vorstellt. 
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Bald wird der "Antrag auf Entfernung aus den Suchergebnissen gemäß Europäischem Datenschutzrecht" eine Garantie dafür sein, entgegen der Intention für immer im WWW präsent zu sein.
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"Mit einer fünftägigen Dauerlesung wollen Studierende der Universität Leipzig gegen die geplanten Kürzungen an ihrer Hochschule protestieren. Bei der Aktion soll täglich 24 Stunden lang aus Hermann Hesses „Unterm Rad“ gelesen werden, teilte der Arbeitskreis Kürzungen des StudentInnenrates mit."

Ich stelle mir gerade vor, wie alle bösen Sanierer der Welt zähneklappernd vor dieser Ankündigung stehen und darum betteln, lieber ausgepeitscht zu werden, als fünf Tage ununterbrochen Hermann Hesse vorgesetzt zu bekommen.
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Weil die Mieten in beliebten Quartieren rasant steigen, rufen Politiker wieder nach Regulierung. Dabei war es der staatliche Zugriff, der die deutschen Städte entstellt hat.
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Benzin ist gerade außerordentlich billig: Bei den derzeitigen Tankstellenpreisen erarbeitet der Durchschnittsdeutsche sich heute mit seinem Durchschnittsstundenlohn von etwa 12 Euro netto in der Stunde knappe acht Liter Benzin oder 8,5 Liter Diesel, mit denen er rund 100 bis 150 Kilometer weit fahren kann. Paradiesische Verhältnisse, wenn wir in die Geschichte schauen. 
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Dass plötzlich an ganz vielen Stellen die Internet-Selbstkrik und zugleich eine Web-Revival-Bewegung ("IndieWeb") aufflackern, ist ja wohl eher ein ermutigendes Lebenszeichen. Gestern war +Stefan Schulz der Kritiker, morgen ist es +Sascha Lobo mit "Das Internet ist kaputt." (Beide in der #FAZ .)
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/sascha-lobo-das-internet-ist-nicht-das-wofuer-ich-es-gehalten-habe-12747989.html

Schulz sagte:

"Ich meine nicht das gesamte Internet, sondern den Teil, der für die private Kommunikation vorgesehen war. Den Teil, in dem politisch diskutiert, moralisch geurteilt und ästhetisch publiziert werden sollte allein weil es (technisch) möglich ist. Den Teil, der alle Kommunikationsschranken, vornehmlich die von Raum und Zeit, ignoriert und grenzenlose Kommunikation ermöglicht. Den Teil, den es, wie man heute weiß, nicht gibt – vom Erlebnisschrottbloggen abgesehen (und selbst das wandert allmählich zu Facebook).

Da kann Thomas Knüwer noch so viel Euphorie verströmen, Marius Sixtus noch so viele Macher interviewen und Peter Kruse noch so viele neuropsychosophisch aufgesexte Talkingvids auf Youtube laden: Es ist Zeit für ein inhaltliches Resümee: Die Piratenpartei kommt nicht aus den Startlöchern und die etablierten Parteien mussten ihr nicht mal das Thema abnehmen. Carta.info, dem Internet gestützten feuilletonistischen Selbstversuch, ging der Lebenswille verloren. Bitcoins kommen über das Stadium einer kühnen Idee kaum hinaus. Internetpolitik, Internetjournalismus, Internetwirtschaft – es bleibt bei Ideen."

Also Knüwer, Sixtus, Kruse, Carta und Piraten: Die alle haben (fast) nichts mit der Kraft des Web zu tun. Das sind Leute aus den alten Medien, die ihre persönliche Hoffung auf das Web setzen, ein Change-Management-Theoretiker, der selbst gar nicht am Web teilnimmt, ein respektables Blog-Projekt, das traditionelle Medien aufnimmt und komplementär ergänzt, und schließlich eine Partei von Internet- Systemadministratoren, die keine Ahnung vom Web haben und noch nicht mal verstehen, wie man Twitter konstruktiv benutzt. 

Da wird etwas ganz grundsätzlich durcheinander geworfen: Eine Vision von einem bürgerlich-herrschaftsfreien Diskurs (die man dann enttäuscht nicht auffindet) und die unordentliche, schon auch etwas schmutzige Wirklichkeit des wirren Gemurmels, der autorlosen Aussagen-Wolken. Also quasi Habermas vs. Foucault (der Archäologie-Foucault, wohlgemerkt, nicht der missverstandene Panoptikon-Foucault).

Es fängt schon damit an, dass genau in solchen Behauptungen die pauschale Gleichsetzung von #Internet und #Web besonders irreführend ist. Das NSA-Problem ist eine Sache des Internet. Die kulturrevolutionären Wirren ereignen sich fast durchwegs im Web. Das hängt schon zusammen (es sind ja Layer, auch kulturtechnisch), aber es sind zuerst einmal trotzdem verschiedene Ebenen. 

Ich habe ja ausgerechnet vorgestern Weinbergers Small Pieces-Vorwort übersetzt und verteidige immer von neuem die Cluetrain-Ideen: Weil sie nämlich zuallererst gar keine freundlich-naiven Ideen sind, sondern empirische Feststellungen. Und als solche gelten sie weiterhin. (Natürlich verändert sich das Web laufend, und damit auch seine konkreten Effekte, aber das ganz Grundsätzliche ist geblieben.)
Link: https://plus.google.com/+MartinLindnerDigital/posts/jFrXLWeFV6b

Das alles heißt überhaupt nicht, dass es hier eine große unabänderliche Tendenz zum Wahren, Guten, Demokratischen gibt, die sich zwangsläufig im Großen durchsetzt. Aber es heißt, dass es nun ganz andere Mittel und Organisationsformen für diejenigen gibt, die das vorantreiben wollen.

Dass das oft frustrierend ist, wenn man mittendrin steckt: ja mei. Was hätte ich denn als dissidenter Humanist und Print-Avantgardist gesagt, den sie durch Europa jagen? Als Büchner mit seiner hessischen DIY-Presse? Als Brecht in der Emigration? Das Web existiert jetzt 20 Jahre, und im deutschsprachigen Raum mainstreamwirksam ist es, sehr großzügig gerechnet, seit 10 Jahren. Was soll man da sagen über das, was dereinst die Medien- und Gesellschafthistoriker in 100 Jahren so ungefähr rekonstruieren werden? Außer natürlich, man beabsichtigt damit eine Intervention hier und jetzt. Aber was ist dann die Absicht?

Wir brauchen viel mehr Empirie und Selbstversuche, viel weniger pauschale Weltrettungs- und Weltuntergangshypothesen. Mehr ethnographische und diskursanalytische Analyse dessen, was tatsächlich passiert. Welche Aussagen wo (und in welchen technologischen Umgebungen) auftauchen, möglich werden, Wechselwirkungen erzeugen, sich verdichten, Kettenreaktionen auslösen.
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Rätsel der Mathematik, verursacht durch eine Volkszählung, von der jüngere Redakeure schon nichts mehr wissen, obwohl sie hunderttausende Leben kostete: Nach den aktuellen Berichten leben nach nun drei Jahren mit steigender Einwohnerzahl mit knapp 80,8 Millionen Menschen hierzulande zwar 1,5 Millionen Menschen weniger als zuvor, das aber sind andererseits 600.000 mehr als noch 2011, als es ursprünglich 1,2 Millionen weniger waren als zuvor.
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Es war der Sündenfall des Rechtsstaates, ein Offenbarungseid der Demokratie, die von einem Moment auf den anderen entkleidet von all den Grundrechten dastand, zu deren Schutz sie sich ihre Institutionen angeblich hält. Nicht aber so im Fall des greisen Kunstfreundes Cornelius Gurlitt. Der war bei nichts Verbotenem ertappt, daraufhin anderthalb Jahre überwacht und schließlich von in einer konzertierten Aktion von Zollfahndung, Staatsanwaltschaft und Polizei ausgeraubt worden.
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