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Florian Stascheck
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Florian Stascheck

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Ich habe gestern schöne Nordlichter beobachten können:
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Ich habe gestern Abend durch Zufall schöne Nordlichter gesehen. Da ich davor Nordlichter nur von Bildern kannte, habe ich erst auf den zweiten Blick erkannt, dass es sich nicht um eine Wolke handelte, da sie für mich eher hellgrau / weiß als farbig wirkten. Erst auf den Bildern habe ich dann die ...
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Florian Stascheck

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Über das Erwachsen sein und was man dazu sonst noch sagen könnte.
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Ich bin doch gar nicht erwachsen, ich kann nicht so handeln als wäre ich es ;_; ich bin halt erst 17… — alex (@koexistenz) 27. ...
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Sehr guter Text
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[Alex] "Von Jasna Lisha Strick,@Faserpiratin." Im vergangenen Jahr sprach sich der Bundesrat dafür aus, die »Pille danach« mit dem Wirkstoff Levonorgestrel rezeptfrei zugänglich zu machen, um eine möglichst schnelle und sichere Notfallverhütung zu ermöglichen. Weiterhin soll durch einen Gesetzentwurf sichergestellt werden, dass die Entlassung aus der Rezeptpflicht nicht zu negativen Folgen für die Kostenübernahme führt. Am Donnerstag wird im Bundestag über zwei Anträge der Fraktionen von DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beraten, die sich beide für die Rezeptfreiheit der »Pille danach« aussprechen. Entscheiden muss über die Frage letztlich Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).
 https://www.piratenpartei.de/2014/02/13/notfallverhuetung-ist-erste-hilfe-der-bundestag-beraet-ueber-die-pille-danach/  #PilleDanach 
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Florian Stascheck

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»Der gewollte Feind im Inneren« – Ich über #PRISM, falschen Nationalismus und die Rolle von Geheimdiensten: http://peira.org/der-gewollte-feind-im-inneren/
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Florian Stascheck

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"Fuck you, this is my culture" – Amelia Andersdottir auf dem Internet Governance Forum 
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Florian Stascheck

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Florian Stascheck

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Hasan und Horst

"Tschuldigung, ist hier noch frei?" nicke ich sichtlich gestresst und vollbepackt dem jungen Menschen im Regionalexpress zu. Ich war grad über Nacht in Berlin - abends Podiumsdiskussion, nachts mit Freunden verplauschen und genug Bier trinken, dass der nächste Tag mit dem Wecker kollidiert. Entsprechend spät und hundemüde verlasse ich mit Übergepäck mein Nachtquartier und reite mit dem ÖPNV durch die Stadt, die den ÖPNV zur Abenteuerreise macht. Ohne Ticket, weil Touristen zehn Minuten den Automaten blockieren, erreiche ich auf die Sekunde genau meinen Zug nach Schwerin, mit Anschlusszug nach Boizenburg.
Hasan nickt und nuschelt schüchtern "Ja". Ich richte mich mit meiner Tasche und meinem Karton in den beengten Verhältnissen ein und bin nur genervt - gleich erstmal die 3,5 Stunden Fahrtzeit mit der Brandeins verbringen - lesen hilft.

"Wohin gehen Sie?" schreckt mich Hasan aus meiner Lektüre hoch. Ich ahne Schlimmes - irgend eine redselige Lost Soul will die eigene Kontaktarmut damit bekämpfen, mich in Beschlag zu nehmen. Ich hasse es. "Ich fahr nach Schwerin und dann weiter nach Boizenburg." antworte ich rasch und schau schnell wieder in die Zeitschrift. "Schwern Zenborg? Äh, äh?". 
Ich stelle mich auf einen stundenlangen Horrortrip ein. Ich übermüdet, mein Sitznachbar neugierig und mit Hürden in der deutschen Sprache. Aber Ok, er kann nichts dafür und Zwischenmenschliches mag ich ja eigentlich recht gern. Und so versuche ich ihm zu helfen, damit wir uns ein wenig realer unterhalten können. 

Claudius, ein Glück, die Unterhaltung war verdammt wertvoll.

Hasan spricht nur arabisch und so wenig deutsch, wie er in einem Mini-Kurs in Ägypten lernen konnte, tendenziell in Richtung Null mit ein paar Vokabel-Resterinnerungen. Trotzdem schafft man es ja doch immer wieder - wenn beide sich bemühen - mit Händen, Füßen und etwas Empathie kommunikativen Austausch zu erzielen. Zur Belohnung gab es Gänsehaut für mich und einen sicher verrückten Tag für Hasan. 

Wie sich schnell herausstellt, müssen wir beide zum selben Bahnhof. Nur muss Hasan von Boizenburg noch einige Kilometer weiter, nach Horst. Was nach einem herrlich konservativen Vornamen klingt, ist ein Schmähgesang auf Deutschlands Gastfreundschaft. In Horst befindet sich - im wahrsten Sinne am Arsch der Welt und fernab der Zivilisation - eine Flüchtlingsunterkunft. In einer ehemaligen DDR-Kaserne liegt es an einer Landstraße im Nirgendwo von Mecklenburg-Vorpommern. Dreisterweise werden dort auch Flüchtlinge untergebracht, die der Metropole Hamburg zugewiesen sind. Etwas Vertragswerk und Geldleistungen ins benachbarte Ost-Deutschland und schwupps verschwinden einige "Problemfälle" von der Landkarte.

Hasan ist Syrer. Er ist einer der vielen Flüchtlinge, die der Bürgerkrieg vertrieben hat. Zuerst floh er mit seinen Eltern nach Ägypten. Die dortige wirtschaftliche Lage wirkt sich prekär aus. Sein Vater führte in Syrien ein eigenes Bauunternehmen und Hasan studierte Wirtschaft. In Ägypten ist aktuell kein Platz für arbeitssuchende oder studierende Menschen aus anderen Ländern. Also leben sie von Erspartem und sind froh am Leben zu sein. Aus dieser Ausweglosigkeit flieht Hasan über den Libanon nach Berlin, wo seine Schwester schon einige Zeit lebt. 6.000 Dollar kostete ihn der Flug, damit man ihn ohne Visum oder Einreiseerlaubnis in den Flieger ließ - Bakschisch. Schon am Flughafen greift die Bürokratie, Hasan ist jetzt Asylbewerber, zugewiesen an Mecklenburg-Vorpommern - genauer Horst bei Boizenburg. Er darf zwar kurz bei seiner Schwester bleiben, muss seine Papiere und alles Weitere aber in Horst regeln. Er glaubt, er kann danach zurück nach Berlin und er wirkt trotz allem irgendwie unbekümmert und freundlich.

"Nassmetingju" sagt er aus dem Nichts. Ich schaue fragend bis irritiert. "Nassmetingju" - offensichtlich ist diese Phrase aus irgendeiner TV-Sendung bei ihm hängen geblieben. "Nice, meeting you" er freut sich sichtlich, irgendeinen Knotenpunkt in dieser großen Unbekannten gefunden zu haben - mich, der einfach nur lesen wollte. Und er hat Recht. Ich freue mich auch sehr und werde selber immer neugieriger.
"Assad, soviel Jahre Assad, früher Assad. Europa: vier Jahre, vier Jahre, vier Jahre. Democracy." Erklärt er mir, seine Abscheu gegenüber einem despotischen System und die Vorzüge demokratischer Wahlen in meiner Heimat. Er scheint noch nicht so recht zu realisieren, dass er in dieser Demokratie nur weitergerreichter Zaungast sein darf.

Wir kommen an in Schwerin Süd, dem wohl einsamsten Bahnhof der Bundesrepublik - kein Kiosk, kein Mensch, kein Anschlusszug. Ab jetzt verkommt das Szenario zum Roadmovie. Die Sonne brennt auf uns nieder und wir sind längst am Ende der uns möglichen Kommunikation angelangt. Zu oft versandeten die versuchten Sätze in bedierseitgem Nicht-Verstehen. Er raucht, ich auch, wir beide - zwei Rebellen in der Prärie Mecklenburg-Vorpommerns, die auf ihren spürbar verspäteten Anschlusszug warten müssen und nichts zu trinken dabei haben. Zwischenzeitlich nicken wir uns wissend zu oder zwinkern uns Motivation herüber, während sich um uns herum der Bahnsteig doch versucht zu füllen.

Die letzte Strecke mit der späten Bimmelbahn ist trotzdem sehr kurz. Gleich werden sich die Wege wohl trennen. Umso mehr freue ich mich über seine Frage: "Facebook?". Ich bin schon gefangen in der Geschichte, privilegiert werd ich abends in mein frischbezogenes Bett fallen, aber ich hab einen völlig neuen Eindruck gewonnen. Wir tauschen die Email-Adressen und Facebook-Kontakte und er sagt: "Google-Translate". Er hat wieder Recht, schriftlich werden wir uns mit Tricks besser unterhalten können, aber zeitgleich verspricht er mir, in vier Wochen einen Deutschkurs zu besuchen. Er mag es nicht, isoliert zu sein. Man merkt, dass es ihn ärgert, dass wir uns nicht unterhalten können.

Hasan ist 20, auch wenn in seinen Papieren 19 steht - falsch übertragen. Und Hasan landet am kleinen Boizenburger Bahnhof und hat keine weiteren Informationen. Zum Glück ist ein Bekannter (wie sich später herausstellt, sein Cousin) schon in Horst und er kann ihn via Handy erreichen. Mich irritiert das gar nicht so sehr. Flucht ist weltweit eher der - nach dortigen Verhältnissen - Mittelschicht vorbehalten. Er muss den 515er Bus nehmen. Ich bringe ihn hin und wir sehen, dass er erst zwei Stunden später fährt. Er will warten und sagt ich soll gehen. Er ahnt noch nicht, dass die Geschichte für ihn jetzt etwas unerwarteter weitergehen wird.

Ich find das Lager in Horst schon lange eine Frechheit und ich koche innerlich, dass ein Mensch allein quer durch ein fremdes Land und ohne ausreichend Information Pflichten erfüllen muss. Die zwei Stunden Wartezeit an einem Bahnhof, der mit Fascho-Stickern übersät ist, möchte ich ihm nicht antun. Ich sag ihm, dass ich einen schnelleren Weg weiß und er mitkommen soll in meinem Bus, der nur fünf Minuten braucht. Ich darf meine Karte nicht zahlen, er besteht darauf mich einzuladen. Am Marktplatz empfängt mich meine Frau. Sie ist über meinen Anhang erschreckend wenig irritiert (sie kennt mich), er umso mehr. Was soll er auch denken?

Wir gehen mit ihm zum Rathaus, wo wir (ja die Geschichte ist in sich absurd), mit der stellvertretenden Bürgermeisterin einen winzigen Mietvertrag über eine Gewerbefläche unterschreiben. Sie schüttelt Hasan die Hand, er wartet im Foyer und schnell geht es weiter. Wir nehmen ihn zu Fuß mit in unsere Werkstatt, wo ich zwei Fahrräder aufpumpe und mit ihm, die letzten fünf Kilometer nach Horst fahre. Hasan kann Fahrrad fahren, aber mittlerweile merkt man seine Irritation und die Strapazen der Reise. Trotzdem bleibt er gelassen und erwähnt seine zweite englische Floskel: "Big Fun". Er hat sichtlich Spaß an der Fahrradtour über Felder und Wiesen.

"Ist es der Heim?" fragt er mich erschrocken, als aus dem Nichts mitten im Wald bunte Zweckbauten dicht an dicht stehen und an der nahegelegenen Bushaltestelle Familien aus aller Welt Eicheln suchen. Ja, das ist das Heim, seine Heimat für die mindestens fünf nächsten Tage - laut Behörde. Er steigt ab, wir schieben rauchend das letzte Stück. So nah, war ich der Unterkunft selbst noch nie, passenderweise stehen drumherum NPD-Wahlplakate. Er fragt mich, wie ich das Fahrrad wieder zurückbekomme. Es ist ein uraltes klappriges Damenrad und hey, bevor es bei mir weiter Rost erntet, soll er es bitte nutzen, um von diesem Ort besser weg zu kommen. Das zu erklären ist kompliziert und er will es nicht annehmen und ich ihm nichts aufschwatzen. Also Behelfslösung Facebook: Er soll mir einfach schreiben, wenn er es nicht mehr braucht.

Sein Cousin taucht am Tor auf, um ihn abzuholen. Mahmud wirkt überfordert mit der Situation, ich mittlerweile auch. Also verabschiede ich mich von Hasan. "Nassmetiniu" sagen wir beide und lachen. Ich stecke mir noch ne Kippe an und fahre zurück an einen Ort, den ich mir ausgesucht habe. Und ich kotze über unseren Umgang mit Menschen wie Hasan und noch mehr kotze ich darüber, dass so eine - zwar absurde, aber doch irgendwie - banale Geschichte, sich für mich so besonders anfühlen kann. Gastfreundschaft sollte selbstverständlich sein!

Ich hoffe ehrlich, dass ich nochmal von ihm höre und dass es ihm den Verhältnissen entsprechend wohl ergeht. Und hey, mit Chance kann er bald besser deutsch und wer weiß, wie es sich entwickelt. Vielleicht können wir dann ausführlicher kommunizieren.
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Florian Stascheck

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Piratenpartei: Europa, Grenzenlos.
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Die +Junge Piraten haben mal das Statement der Jungen Union, die die Pille danach nicht rezeptfrei haben möchte, einem Faktentest unterzogen. Ergebnis ganz klar: durchgefallen. Lest selbst: https://junge-piraten.de/2014/01/16/facktencheck-die-junge-union-und-die-pille-danach/
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Florian Stascheck

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Ich kandidiere für die +Junge Piraten auf der nächsten Bundesmitgliederversammlung im März als Bundesvorsitzender. Womit ich antrete: http://multiweb.junge-piraten.de/bmv141/wp-content/uploads/sites/19/2013/12/wsp-3_florian-stascheck.pdf #JuPis
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Florian Stascheck

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Die +Junge Piraten haben einen Artikel geschrieben, warum die Ideen der CDU im Koalitionsvertrag zu einem Gedenktag für die "Heimatvertriebenen" totaler Quatsch und rechte Scheiße sind:
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Ein Artikel der Jungen Piraten Sachsen. Anfang der Neunziger Jahre rannte der wütende Mob gegen Geflüchtete an und jubelte, als deren Unterkünfte brannten. Rostock und Hoyerswerda stehen symbolisch für eine Generation, die, getrieben von der nationalistischen und rassistischen Propaganda organisierter Nazis und sogenannter
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