Shared publicly  - 
 
Guten Morgen in aller Welt...
Translate
34
16
Hei Ko's profile photoRoman Gretsch's profile photoDennis Knake's profile photoMarcus Kern's profile photo
33 comments
Translate
 
Ich find das Bild bescheuert. Touristen bringen Geld ins Land. Verzicht auf Reisen in diese Länder verbessert die Lage der Menschen dort nicht.
Translate
 
"Touristen bringen Geld ins Land." – So sehen also die Heimstätten von Leuten aus, die fünfzig Jahre lang vom Massenferntourismus profitiert haben. Alle Achtung. In Thailand sollen ja gerade Kinder und junge Frauen besonders vom Tourismus profitieren, hab ich mir sagen lassen.
Translate
 
..das ist sooooo ein typisch Deutscher, unintelligenter Beitrag. Da rollen sich die Fußnägel hoch wirklich. Lasst es uns doch mal ausprobieren und in einem Land das ca. 90 % vom Touri lebt, diesen Tourismus weg lassen...
Translate
 
+Marcus Kern, wir wäre es damit: wir machen den Tourismus in diesem Land etwas teurer, dafür bauen und betreiben wir nicht nur Hotels, sondern auch Schulen. Und dann warten wir nochmal fünfzig Jahre. Wetten, dass die Slums dann weg sind?
Translate
 
_ +Jürgen Braatz +Marc Aurel Bitte, ihr seid Erwachsene Menschen und solltet wissen wie das Wirtschaftssystem funktioniert._
Ich finde das Bild gut.
Den großen Profit machen diejenigen die schon viel Geld haben und in diesem Fall bekommt das Land ("Die Bevölkerung") nur einen kleinen Teil vom Gewinn ab.
Translate
Translate
 
Sich daran zu stören, dass "Das regionale System" oder "Die böse Weltgemeinschaft" den Tourismus in diesen Gebieten zu einem Rädchen in der Maschinerie der Ausbeutung gemacht hat ist eine Sache . Die Konsequenz, sich kategorisch gegen den touristischen Devisenfluss in diese Gebiete zu positionieren, halte ich aber für ziemlich kurz gedacht, weil es den Leuten dort noch weniger bringt, als der Krumen, den sie derzeit immerhin noch "vom System" abbekommen.
Wer will, kann ja vorort selbst Unterstützung für "die richtigen Leute" bereitstellen. ( Ein Bisschen Geld zu verschenken wäre wohl die unkomplizierteste Form der effektiven Einbringung). Und wer hart im Nehmen ist, verzichtet eben auf Luxushotels der kapitalistischen Platzhirsche - und sucht sich womöglich teurere und nicht so schöne regionale Alternativen - Aber das will sich ja auch kaum einer der westlichen Schnäppchejägerzombies antun. Also, was hilft hier wirklich?
( Und ich theoretisiere nur - hatte seit fünfzehn Jahren keinen Urlaub mehr. )
Translate
 
..."wir" machen den Tourismus teurer - bedeutet das "wir" beim nächsten preisvergleich auf Holidaycheck sofort die billigere Alternative nehmen...
Translate
 
ich düse nächsten Monat hin und erkläre den das , wer sein müll nicht in eine Tonne macht , muß damit leben ...
Translate
 
+Jürgen Braatz Nein, aber wir sollten darauf achten, dass die Gewinne die durch Tourismus erzielt werden auch der Bevölkerung zu gute kommen.
Translate
 
Das mit den Gewinnen stimmt, aber ob das andere jemals realisierbar ist? Ich glaube nicht daran.
Translate
Translate
 
Im übrigen ist das Bild zwar scheinbar ein Bild des Jammers, tatsächlich aber illustriert es kirchliche Sozialarbeit, die für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse von Kindern im Slum kämpft und mit Spenden aus entwickelten Ländern (Australien) gefördert wird..
Translate
 
+Marcus Kern, enschuldige, weil du vorgeschlagen hattest, testweise "in einem Land das ca. 90 % vom Touri lebt, diesen Tourismus weg (zu) lassen", hab ich mir erlaubt, mein Bild auch in diesem Rahmen zu malen. Ich finde die Fragen, die mir das Bild stellt, legitim: so sieht's in unseren Urlaubsländern aus, die seit Jahrzehnten überwiegend von Tourismus leben, was geht da schief und müssen wir uns damit abfinden? Nicht umsonst gibt's auch im Bereich Tourismus eine "Fair Trade"-Bewegung.
Translate
 
Mitleid hilft nicht, es zerstört nur Selbstvertrauen.
Translate
 
+Marc Aurel das hat doch aber wirklich nichts mit dem Tourismus zu tun - sondern damit das es in den meisten dieser Länder eben ausser Tourismus keine Wirtschaftszweige gibt die funktionieren! Schraube das ganze Doch mal um und denk mal drüber nach was in Deutschland passieren würde wenn dieser unglaubliche Export wegbrechen würde und wir nur von den Touristen abhängig wären. Oder wirf mal einen Blick rüber in die Schweiz - wie die gerade "auf die Welt kommen"...
Translate
 
"Das Bruttoinlandsprodukt lag 2010 bei 318,8 Milliarden US-Dollar[1] (10.103 Milliarden Baht), dies entspricht 4.613 US-Dollar pro Kopf[1]. Es wurde zu 11,6 % in Landwirtschaft und Fischerei, zu 45,2 % in der Industrie und zu 43,2 % im Dienstleistungsbereich erwirtschaftet. Die Inflation bewegte sich in den vergangenen Jahren immer unter 5 %, während die Arbeitslosigkeit sehr gering war (2008: 1,2 %).[75][74]"

http://de.wikipedia.org/wiki/Thailand#Wirtschaft
Translate
Translate
Hei Ko
+
3
4
3
 
Es gibt Urlauber und Urlauber.....
Ich war dieses Jahr mit Freundin in Thailand und hab 90% des Urlaubs im Auto oder ausserhalb verbracht. Es war ein mietwagen und keine Travelagentur. Wir haben auf eigene Faust das komplette Land erkundet und man sieht durchaus solche Flecken. Aber denkt ihr aufgrund dessen das man diese Länder meidet wird es besser? Nein sicher nicht. Alle haben sich gefreut wenn wir mit 3 worten thai versucht haben beim Straßenstand ein paar Kokosnüsse zu kaufen und das hat dem mann dann auch geholfen. Leider ist der großteil der Touristen immer in diesen Tourigefängnissen eingemummelt und will nicht raus. Naja jedem das seine. Ich liebe es den Menschen "ausserhalb" zu begegnen
Translate
 
Ok, es ist an der Zeit, mal etwas aufzuklären.
Vorweg mal ein Fakt:
Keins dieser Länder lebt auch nur ansatzweise zu 90% vom Tourismus. Vielmehr liegt der Tourismusanteil an der Wirtschaft in diesen Ländern zwischen 5 und 15% (schwankend).

Wie kam ich auf das provokative Bild
Nachdem mir letzte Nacht ein Bekannter telefonisch sein Leid klagte, dass man ihn im Urlaub ausgeraubt hätte und er die Meinung vertrat, dass die Justiz in diesen Ländern ja eigentlich dazu verpflichtet wäre, Touristen zu schützen, die sich versehentlich in einen Slum verlaufen hätten, kochte in mir ein wenig die Wut hoch, angesichts solcher Arroganz. Der erwähnte Bekannte verbringt seine Urlaube bevorzugt in den drei aufgeführten Ländern.
Und da bastelte ich spontan dieses Bild.

Was wollte ich damit erreichen?
Ich wollte einfach nur zum Nachdenken anregen und das scheint mir, wie ich in den Kommentaren sehe, auch gelungen.
Ich rufe an keiner Stelle in der Montage zum Boykott auf. Ich habe auch weder geschrieben, noch suggeriert, dass die Mitarbeiter der Touristik-Unternehmen in Slums leben. Ich stellte nur einen provokativen Satz in den Raum und wollte schauen, wie hier darauf reagiert wird.
Mich hat in erster Linie der Gedanke bewegt, wie die Bewohner solcher Slums sich fühlen, wenn sie im eigenen Land Ausländer sehen, die teilweise am Tag mehr essen, als ein Slumbewohner in der Woche und die in einer Woche mehr ausgeben, als ein Slum-Bewohner im Jahr zur Verfügung hat.
Interessant war für mich jetzt, wie viele verschiedene Denkwege und Denkweisen ich mit dem Bild bei anderen hervorrufen kann und was aus dem Bild heraus, bzw. herein interpretiert wird.

Es gibt übrigens durchaus Gemeinsamkeiten zwischen den Ländern:
Ich allen drei Ländern ist die Korruption fest etabliert und alle drei Länder exportieren landwirtschaftliche Erzeugnisse (Kaffee, Tee, Kakao bspw.), für die die Produzenten extrem schlecht bezahlt werden, die in der westlichen Welt aber sehr teuer verkauft werden.

Dass ich von +Jürgen Braatz dafür was auf die Nuss bekomme, war mir übrigens von vorne herein klar. :)
Translate
Translate
 
Ich finde, man muss das ein wenig differenzierter sehen. Den Tourismus allgemein in diesen Ländern zu verdammen schadet mehr, als es hilft. Wenn auch nicht gut, so leben sehr viele Menschen dort von den Touristen. Touristen sollten aber viel "bewußter" in diese Länder reisen. Sich nicht in den All-Inklusive Burgen verschanzen und von der Außenwelt nichts wissen wollen. Ich kenne einige Leute in Kenia und auch der Dom.Rep. die bestimmt nicht glücklich wären, würden die Touristen ausbleiben. Was mir in der Dom.Rep. besonders aufgefallen ist: In der Hauptstadt und drum herum gibt es nur sehr wenige deutsche Touristen. Sehr viel mehr Amerikaner oder Italiener, etc. Die Deutschen scheinen wirklich kaum aus ihren Hotelburgen rauszukommen. Und wenn, dann werden sie abgeschirmt durch ein paar Hotspots geführt und wieder zurück. Das ist schade. Ich war 2008 in der Dom.Rep. unterwegs und habe danach einen kleinen Blogbeitrag verfasst. Dabei habe ich auch mit einer Hotelangestellten gesprochen, die nach eigenen Angaben gerade mal 170 US Dollar im Monat für einen 60 Stunden Job bekam. Hier müsste sich in der Tat was ändern: http://www.dennis-knake.de/2009/02/16/leben-und-uberleben-im-urlaubsparadies-dominikanische-republik/
Translate
 
+Dennis Knake Ich verdamme nicht den Tourismus. Ich verurteile es allerdings, dass besonders die Länder, aus denen die meisten Touristen kommen einen großen Teil der Armut dort mit verschuldet haben. An Kaffee bspw. verdienen die Bauern und Arbeiter kaum etwas, während die Im- und Exporteure sich eine goldene Nase verdienen.
Translate
Hei Ko
+
1
2
1
 
Deswegen sollte man in solchen Ländern eben mal vor die Hochsicherheitsbereiche im Hotel gehen und nicht im Supermarkt alla 7/11 oder wie die nich alle heißen was kaufen. Auch der Händler auf der Straße hat tolle Produkte meist frischer, besser und günstiger als der Supermarkt. Leider haben die meisten Touris davor Angst oder irgendwelche Wahnvorstellungen... und vor allem denken sie das wären alles nur abzocker.... Wenn man das Gefühl hat das es zu teuer ist dann handelt man eben.... Wenn sowas überhaupt nötig ist.
Translate
 
Süd Italien auch total verschmutzt, ehemalige große Kollonialmacht, Spanien, Portugal. Gehören auch in diese Gruppe, nur zum Unterschied. "Die können was dafür dafür", und wurden nie unterdrückt.
Translate
 
Es macht nirgends wo mehr so richtig Spaß.
Translate
 
+Marc Aurel So, hast du dir also sagen lassen - ich nehme mal an von einem entferntem Bekannten denn du nicht mal so richig leiden magst. Ich verwehre mich einfach dagegen das mehr als die Hälfte, oder auch nur der überwiegende Teil der Thailandurlauber kranke arme Schweine sein sollen...
Translate
 
Ich finde das ein gutes Bild.

Zum einen bringen Touristen nicht vorrangig wirklich Geld in das Land, sondern zu den Investoren, die die Hotels bauen. Das sind in der Regel nicht die Einwohner. Die meisten Touris verlaufen sich ja nicht aus dem Hotelbereich heraus. Trotzdem bliebt etwas Geld im Land über die Angestellten.

Den Vorschlag, mehr zu zahlen, werden die Reiseveranstalter sicherlich gerne aufnehmen. Allerdings sollte man sich da wohl eher fragen, dass wenn man soviel Geld über hat, um um die halbe Welt zu reisen, ob ein Viertel der Welt nicht reicht und man das gesparte Geld vielleicht dafür nutzen kann, z.B. eine Patenschaft für ein Kind auf der anderen Seite der Welt anzunehmen. So werden Schulen gebaut.

Und +Marc Aurel: Sehr schön fand ich das Beispiel der Kinder und jungen Frauen. Natürlich sollen Kinder und junge Frauen geschützt werden. Aber als man den Sex-Tourismus verdammte, stellte ich mir gleich eine unbedeutende Frage und erhielt vor einigen Jahren dann auch die Antwort in Form eines kleinen Artikel in der Zeitung: Die Maßnahmen greifen und der Sextourismus nimmt ab - die Kinder und jungen Frauen sind nun besser vor Übergriffen geschützt. Blöderweise ist die Konsequenz daraus, dass sie nun verhungern.
Die Sex-"Dienstleistungen" werden nicht von Investoren, sondern von Einheimischen geleistet, d.h. hier kam tatsächlich Geld ins Land, an die Bevölkerung.
Wenn diese Menschen leider nur ihren Körper verkaufen können, dann ist das in unserer Vorstellung sicherlich nicht richtig, aber immerhin haben sie damit eine Wahl.
Das war ein ganz kleiner Artikel, nur eine Spalte, gut versteckt. Das war zwar ernstzunehmender Journalismus, aber will halt keiner lesen. Ein unmoralisches Verhalten oder Verhungern... hier gibt es eben kein Happy-End. Für ein Happy-End interessiert sich aber auch keiner.
Sonst würde man ja helfen.

Und solange wir um die halbe Welt reisen, statt zu Wohlstand zu teilen, sind die Sex-Touristen halt eine Einnahmequelle, die manchem das Überleben sichern - darunter auch Kindern und jungen Frauen.
Das muss man nicht gut finden. Aber wenn man es ernst meint, dann muss man etwas mehr tun, als nur den Sex-Tourismus zu verteufeln.
Bis dahin, ist das Bild hervorragend, um über solche Dinge mal kurz nachzudenken.

+Hei Ko: Wer so Urlaub macht, wie Du, lässt auch Geld in der Bevölkerung. Dieser Tourismus hilft nicht nur unterbezahlten Hotelangestellten. daumen hoch
Translate
 
+Sascha Atrops Du hast meine Motivation, dieses Bild zu erstellen erkannt. Ich wollte damit schlicht zum Nachdenken anregen und ich bin, trotz der vielfältigen und teilweise sehr konträren Meinungen dankbar, dass es noch Menschen gibt, die tatsächlich beim betrachten so eines Bildes darüber nachdenken.
Translate
Hei Ko
+
1
2
1
 
+Sascha Atrops Ich will ja das Land kennen lernen und nicht wie das Best Western in 160 Ländern aussieht. Meine Freundin findet Kulturgut (so nenn ich es jetzt mal Tempel etc) Interessant. Ich eher weniger aber ich finde es Interessant fremde Menschen aus fremden Kulturen kennen zu lernen und das Land mit eigenen Augen zu sehen. Das kann ich nicht in einem Touribomber.
Sicherlich ist es auch mal schön sich in einem Spa Hotel an einem Traumstrand zu entspannen aber mehr wie 2 Tage würd ich es da nicht aushalten und mir nen Fahrrad/Mofa oder Auto mieten und abhauen :) Ich will doch was erleben. Klar gibt es gefährliche Gegenden aber wer mit Klunker und dicker Geldbörse duch die Armen Gegenden stolziert muss sich nicht wundern wenn er ausgeraubt wird. Auch ist logisch das die Einheimischen immer im Hinterkopf haben der ist Tourist der kommt von weit her und hat Geld. Insbesondere die Kriminellen. Viele können sich aber nicht vorstellen das es doch auch tatsächlich Herzensgute Menschen gibt die dir von ihrem ersparten eine Coca Cola (ja ich schreibe das bewusst den die kostet auch mehr wie ein Wasser vor allem die echte) ausgeben weil sie sich so freuen das du sie ansprichst und mit ihnen redest und interesse zeigst. Mein allergrößtes Highlight war bisher ein gemeinsames Abendessen mit einer Thaifamilie das irgendwie zu einem richtigen Fest wurde.Obwohl es "nur" Reis und Hühnchen gab. Das sind solche momente die bekommst du nichtmal mit Visa!
Translate
Add a comment...