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China zwingt Unternehmen zu WLAN-Monitoring

Die chinesischen Behörden zwingen WLAN-Hotspot-Betreiber mit einer neuen Verordnung dazu, die Identität ihrer Kunden zu ermitteln und den Surfverlauf mitzuschneiden. Bars, Restaurants, Hotels, Buchhandlungen und andere Unternehmen haben dazu eine umgerechnet 2.100 Euro teure Software anzuschaffen, berichtete die New York Times am Montag. Das von einem chinesischen Softwarekonzern entwickelte Programm kann bis zu 100 Nutzer gleichzeitig verwalten.

Unternehmen, die der Weisung nicht Folge leisten, müssen mit Strafzahlungen von umgerechnet 1.500 Euro rechnen. Zudem droht der Verlust der Konzession zum Betrieb eines Gewerbes in der Volksrepublik. Nach Angaben des Ministeriums für innere Sicherheit dient die Verordnung zur Verfolgung von "Erpressung, unerlaubtem Handel, Glückspiel, der Propagierung schädlicher Informationen und der Verbreitung von Computerviren".

China gehört zu den Ländern, die das Internet am stärksten regulieren. Ähnlich wie im arabischen Raum wird auch in China das Internet zur Organisation regimekritischer Aktionen genutzt. Allein im Jahr 2010 ließ die regierende kommunistische Partei 60.000 Websites schließen, angeblich aufgrund pornografischer und vulgärer Inhalte. Zudem wurden 7.000 Internetcafès außer Betrieb gesetzt, die ohne ordnungsgemäße Lizenz operierten. In China gab es Ende 2010 457 Millionen Internetnutzer, mehr als in jedem anderen Land der Welt. (jh)
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6 comments
 
Wie viel wirtschaftlichen Schaden das anrichten kann wenn ausländische Investoren ausblieben weil nun noch der offizielle Diebstahl von Laptopdaten befürchtet werden muss ist schon beachtlich. Dass dieses Regime das in Kauf nimmt ist erstaunlich. Andererseits wäre genau das ein Ansatzpunkt gewisse Freiheiten für das chinesische Volk zu er"wirtschaften". Die ausländischen Investoren müssten nur entsprechend agieren....Jeder Zwang, jede Beschneidung von Rechten kann auch als Mittel gegen das Regime verwendet werden......
 
+Marco Skiweit Genau aus diesem Grund wär China ein interessantes Spielfeld. Kapital braucht hier kein Gewissen - man nutzt hier einfach die Wechselwirkung zwischen Bedürfnis und Kapitalvermehrung. Abhängigkeiten erkennen und nutzen - darum ginge es. Zugegeben, dass wäre ein Spiel für wirklich große Jungs und Mädchen. Nichts für Einzelkämpfer - da wär man auf verlorenen Posten.
 
+Peter Caceiro Laut Deutsche Bank Research investierte Deutschland rund 7,9 Milliarden in 2004 - mit steigender Tendenz. Die USA noch mehr. Ist das keine Möglichkeit?
 
In China wird viel investiert, weil die Firmen dort Produkte verkaufen wollen. Es gibt 1 Miiliarde Chinesen. In Europa gerade mal ein paar Millionen. Der Markt ist riesen groß und wächst und wächst
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