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Cornelia Kiel
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Privatbahnen erwarten 2017 schlechtes Ergebnis
Foto: Kurt Albrecht
Privatbahnen kämpfen um Marktanteile.
Das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) fürchtet, dass die Verkehrsleistung der Schiene im Jahr 2017 weiter sinken wird. Gründe sind das Absacken des Tunnels unter der Rheintalbahn, die folgende Sperrung der Strecke und Unwetter.

Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene hat 2016 definitiv nicht stattgefunden. Das sagte Peter Westenberger, Geschäftsführer des Netzwerkes Europäischer Eisenbahnen (NEE). Der Anteil des Schienengüterverkehrs am Modal Split sei in dem Jahr von 18 Prozent auf 17,6 Prozent geschrumpft. Die Verkehrsleistung sei ebenfalls um 0,4 Prozent zurückgegangen.

Zugleich bemängelte die unterschiedlichen Angaben der Bundesnetzagentur mit ihrer Marktbeobachtung einerseits und den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes andererseits. Das Netzwerk orientiere sich am Statistischen Bundesamt. „Die Branche fordert eine Vereinheitlichung“, so der NEE-Geschäftsführer.

Für 2017 geht Westenberger ebenfalls von einer rückläufigen Entwicklung aus. Das entnehme er den Zwischenmeldungen der Eisenbahnunternehmen. Der Schock von Rastatt, als auf der so schon überlasteten Rheintalbahn bei Tunnelarbeiten im August die Schienen wegsackten, sitze tief. Das Störfallmanagement der Bahn und die Politik hätten total versagt. Zudem hätten drei heftige Stürme den Güterverkehr teilweise wochenlang zum Erliegen gebracht. „Ich erwarte da eine böse Überraschung“, sagte Westenberger über die Zahlen für 2017.

Weiter bemängelte der NEE-Geschäftsführer, dass die Kosten für die Schiene immer weiter stiegen. 2017 seien beispielsweise die Trassenpreise um 2,4 Prozent erhöht worden. Auch Diesel und Strom sei teurer geworden. Nur die Netzentgelte seien gesunken. Viele Bauarbeiten an den Trassen und die schlechte Baustellenorganisation führten zu höheren Kosten.

Der Schienengüterverkehr leidet unter dem Wettbewerb mit dem Straßengüterverkehr, die Zulassung des Lang-LKW sieht die Branche mit Sorge. Den Masterplan Schienengüterverkehr, den Ex-Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) noch kurz vor Ende der Legislaturperiode veröffentlichte, sei zu begrüßen. Vor allem die Zusage, dass die Trassenpreise reduziert werden sollen, helfe der Schiene, im Wettbewerb mitzuhalten. Auch das Bekenntnis der Politik, dass die Schiene einen höheren Marktanteil bekommen solle, sei gut. Offen sei allerdings die Frage, wie der Bund als Eigentümer mit der Bahn umgehe.

Ludolf Kerkeling, Vorstandsvorsitzender des Netzwerkes Europäischer Eisenbahnen, zitiert einen Bundesminister mit einem Satz, der wenig Hoffnung auf Änderungen lässt: „Wenn die Politik Handlungsbedarf erkannt hat und nichts tun will, macht sie einen Masterplan.“ Er plädiert für Innovationen im Schienengüterverkehr und appelliert an die Verantwortung der Industrie. Der Politik gibt er mit auf den Weg, die Trassenpreise zu senken, die Schieneninfrastruktur schneller auszubauen und den Deutschland-Takt einzuführen.

Zuletzt kam von Westenberger und Kerkeling viel Kritik am Eisenbahnbundesamt (EBA). Sie hätten den Eindruck, da werde sehr stark nach Vorschrift gearbeitet, auch wenn EBA-Mitarbeiter die Vorgaben selbst als unsinnig erachteten. Grenzüberschreitende Transporte seien eine Katastrophe. Wenn beispielsweise ein polnischer Lokführer auf deutsches Territorium fahre, müsse er eine spezielle Lizenz vorweisen. Diese könnten aber nur die deutschen Partnerunternehmen ausstellen, die den Lokführer wiederum zuvor schulen müssten – und zwar jedes einzeln. Am Ende säße der Lokführer mehr in Schulungen als in der Lok.

Das Schweizer Bundesamt für Verkehr hingegen versuche immer, Lösungen zusammen mit den Eisenbahnunternehmen zu finden. „Das Amt hat den politischen Auftrag, den Verkehr auf der Schiene zu ermöglichen“, so Kerkeling. Diese Einstellung vermisse er bei den deutschen Beamten.
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Wer Lust hat mich mal wieder zutreffen, findet mich dort ...
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Kraftpaket fährt auf leisen Sohlen

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