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Christopher Reinbothe
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Graphikdesignlaborant und Internetarchivar — wahrscheinlich Zeitreisender.
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"Künstler gehen uns am Arsch vorbei!"
Zum Erhalt des Schauspiels Wuppertal
 
Wie sich die Regime gleichen: Walter Ulbricht riss in funktionärshafter Gesinnungsideologie 1961 das Berliner Schloss ab, die Politikbosse Wuppertals schaffen in Casino-kapitalistischer Spielerlaune das städtische Schauspielhaus ab. In Berlin wird Ulbricht nach 50 Jahren korrigiert, aber die Wuppertaler werden nicht solange warten, bis die bornierten Politfunktionäre in den von ihnen angerichteten Ruinen begraben worden sind. Bisher redeten sich die Herren des Systemzwangs, der Sachlogiken und des Primats der Wirtschaft darauf hinaus, dass sie mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten größere Bedeutung für das soziale Gefüge hätten als Künstler und Wissenschaftler. Das war und ist eine Anmaßung, denn spätestens seit der Finanzkrise 2008 weiß jeder, dass mit der angeblichen Vernunft des Marktes nur eine Ideologieblase von Allmachtswahnsinnigen kaschiert wird.
Jede noch so banale künstlerische Äußerung zeigt mehr Rationalität und Ethos als der börsengestützte Orakelkult der Wirtschaftssklaven in der Politik. Was Wuppertaler Größen von Künstlern halten, dokumentiert die Aussage des höchstrangigsten Politangepassten: "Das Werk von Ute Klophaus geht mir am Arsch vorbei!" Ute Klophaus war immerhin Von-der-Heydt-Preisträgerin; ihr Werk ist international bedeutsam und wird nach der Absage der Wuppertaler Kulturidioten vom Museum Hamburger Bahnhof in Berlin mit großem Einsatz tradiert.
Es gibt nicht mehr die geringste Begründung dafür, dass Wirtschaft und Politik zum Gemeinwohl mehr beitrügen als die Zeugnisse künstlerischer und wissenschaftlicher Autonomie. Im Grundgesetz Art. 5,3 wird die Freiheit von Künsten und Wissenschaften garantiert, nicht aber die von Wirtschaft und Politik.
Wir fordern auch von hochmögenden Oberbürgermeistern und ihren Afterrednern Respekt vor dem Grundgesetz. 
Das Schauspielhaus zu schließen, ist ein Akt politideologischer Willkür, der man bisher nur "böse" Kommunisten vom Typ des Schlossabreißers Walter Ulbricht bezichtigte.
 
Gez. Bazon Brock, der immerhin seit 1965 den guten Namen Wuppertals fast so häufig in die Öffentlichkeit brachte wie die allen überlegene Pina Bausch.
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garrrrrgl!
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