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Christoph Schaddach
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ein Artikel über General Breedlove, und seinen unermüdlichen Einsatz um Konfliktverschärfung:

wofür zahlen wir solche "Repräsentanten" überhaupt ?
und ja, vermutlich finden sich auch hier Leute, die das alles absolut richtig finden, und wer Kritik verbreitet, nutze nur der Gegenseite: denen können selbst US Falken nicht falkig genug sein: so böse sei die Gegenseite, und deshalb müssen selbst Kritiker bekämpft werden, weil das dem Feind nutzt,: als dieser Konflikt unser Hauptproblem wäre, und nicht andere: aber für jene ist es wohl so. (auch wegen der ständigen aufreizenden Polemiken, als ob es das größte Unrecht wäre der Welt, wer eine Halbinsel regiert)

Breedlove macht sein Spiel auf Kosten der Steuerzahler, von denen Leute wie er immer mehr Geld fürs Militär wollen, um die Gegenseite einzuhegen, oder totzurüsten, als ob das wichtiger wäre als andere Aufgaben, z.B. durch Rebellenbelieferung in Syrien verursachten Bürgerkriegsflüchlingen helfen oder Hunger bekämpfen: Ist dss wirklich die Nato, die wir für die Verteidigung ihrer Mitgliedsländer zahlen, oder haben Repräsentanten wie er nicht auch andere Ambitionen ?

_________

für Abonnenten: die deutsche Version:
http://www.spiegel.de/spiegel/philip-breedlove-ein-netzwerk-um-nato-oberbefehlshaber-versuchte-waffenlieferungen-an-kiew-durchzusetzen-a-1104456.html
für andere wie mich ist da nur der Anfang teilweise lesbar, also unten die englische: .-))
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Working with dubious sourcing, a group close to NATO's chief military commander Philip Breedlove sought to secure weapons deliveries for Ukraine, a trove of newly released emails revealed. The efforts served to intensify the conflict between the West and Russia.
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Mit solchen Methoden arbeiten die:
und die Medien helfen mit, statt sich gegen die Manipulation zu wehren:
weil man ja für die "richtige" Seite halten muss, und das sei wichtiger als alles andere ?

Zur Erinnerung: in den 1980ern, zur Regierungszeit Ronald Reagans, hatten die USA in Absprache mit schwedischen Militärs italienische U-Boote geschickt, um eine Verwicklung des Pentagons plausibel abstreiten zu können. Die unbekannten U-Boote sollten damals Russland in Misskredit bringen und die schwedische Bevölkerung in die Arme der NATO treiben, und als nicht einmal das richtig klappte, fiel der schwedische Ministerpräsident einem schwer aufklärbaren Attentat zum Opfer:

Hauptsache, schlimm sind immer die anderen, das ist das Narrativ, und das ist so wichtig, anstatt sich gegen solche Aktionen der eigenen Seite zu protestieren: wenigstens dadurch, daß man diesen mehr Platz auf den Titelseiten einräumt als denen der Gegenseite: schließlich sind das doch jene, die WIR zu verantworten hätten, und auch verhindern sollten ?
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An der Propaganda insbesondere des Hamburger Nachrichtenmagazins, das sich vor zwei Jahren mit dem Cover Stoppt Putin jetzt! gänzlich vom Journalismus verabschiedete, hat sich nichts geändert.
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Hartmut Runge's profile photoKitrynski's profile photoChristoph Schaddach's profile photoReiner Schischke's profile photo
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+Christoph Schaddach Der braune schwedische Nazisumpf ist inzwischen bekannt, jedoch hat er das Bild vom sozialen Schweden nachhaltig beschädigt und Olof Palme auf dem Gewissen. Wobei, Gewissen, das ist ein Fremdwort für diese braunversiffte Spezies,- weltweit. Die kennen nur Ehre und meinen wahrscheinlich die Ähre vom Stroh in ihren Köpfen.
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Ob nach dem Verlust zweier Top - Terroristen die USA ihre Drohnenpraxis nicht doch überdenken ?
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That smelly smell's profile photoYanco Potenza Tunez Bassdardo's profile photoG. Yam's profile photoHans Olo's profile photo
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Wohin des Weges liebe Drohne?
Nach Washington, mal kräftig auf den Bush klopfen.
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Dann haben sich also die Leute mit rechtswidrigen Methoden gegen eine rechtswidrige Aktion gewehrt:

es ist schade, wenn nicht nur Bürger gegen das Recht verstoßen, sondern auch staatliche Organe: dabei sollten die doch eher ein Vorbild sein ?

In beiden Fällen war wohl der Wunsch, etwas durchsetzen zu wollen, stärker als das Bedürfnis, erstmal gerichtliche Entscheidungen abzuwarten.
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Sieg für die Bewohner: Ein Gericht hat festgestellt, dass die Teilräumung der Rigaer Straße 94 rechtswidrig war. Der Eigentümer muss die Räume erst mal wieder freigeben.
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Christoph Schaddach's profile photod duese's profile photopeter fitzke's profile photo
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Hallo +d duese, auch Autos haben Gefühle^^, Lg
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Sputnik verlinke ich selten:
aber diesen Beitrag fand ich einfach gut :-))

und nein, der wichtigere Konflikt geht doch nicht darum, ob jemand Putin besser findet oder nicht, oder ob etwas in einer Zeitung von Springer oder Putin steht, sondern wie wir unsere Gesellschaft hier gestalten:

diese ewige Ost west Feindbilder, die uns Medien aufdrücken wollen:
alles was unsere Seite kritisiert schwächt die und nutzt der Gegenseite
wo doch eigentlich kritikfähigkeit die Stärke einer freien Gesellschaft sein sollte
und als ob es viel ändern würde wenn viele auf Putin schimpfen oder nicht,
sollte deren Spiel sein.
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Da geht sie hin, die AfD: In Baden-Württemberg spaltet sich ihre Landtagsfraktion. Weil einer der Ihren eindeutig antisemitisches Zeug von sich gab. Das Schweigen der AfD zur europäischen Binnenflucht
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Dirk Karl Massat's profile photoVolker Berlin's profile photoChristoph Schaddach's profile photo
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+Volker Berlin und die "Berater" vom BDI erhalten zusätzliches Gewicht ,
wenn man das glaubt,
daß diese Richtung in Ökonomie kompetent wäre, und nicht nur in Interessensvertretung.

Das ist ja deren Trick: Interessensvertretung als Ökonomische Kompetenz zu tarnen: und genau aus dem Grund auch die finanzierung diverser "Wirtschaftsforschungs - Institute", und dort ann die Lehrstühle und ökonomishcen Richtungen und Personen fördern, die dann die eigenen Interessen als die der Allgemeinhait bestätigen...
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Christoph Schaddach

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die Überschrift täuscht ein wenig:
wenn man den Artikel genauere liest:

"Allerdings sprechen auch Argumente dagegen, dass die Deutschen flächendeckend eine "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass"-Mentalität vertreten: Erstens sind selbst unter jenen Befragten zwei Drittel für höhere Vermögensteuern, die davon betroffen wären - nämlich die, die sich selbst in der Oberschicht oder oberen Mittelschicht verorten oder über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4000 Euro im Monat verfügen. Diese Leistungsfähigen sehen sich also durchaus in der Pflicht.
Auch die breite Mehrheit der Bevölkerung müsste zur Finanzierung beitragen oder auf Leistungen verzichten... Dass sie im konkreten Fall dazu bereit sein könnte, zeigt die Antwort auf drei Vorschläge zur Gegenfinanzierung: 72 Prozent der Befragten wären dafür, reine Geldleistungen in der Familienpolitik - also Kindergeld, Elterngeld oder das bayerische Betreuungsgeld - auf lange Sicht einzufrieren, wenn im Gegenzug in Kitas investiert wird.
......
Die FES-Studie belegt also nicht nur die widersprüchliche Erwartungshaltung einer Mehrheit der Deutschen - sie weist auch auf mögliche Lösungen in der Sozialpolitik hin: Ohne eine höhere Belastung Vermögender und Unternehmen wird es wohl kaum gehen. Und je konkreter der Zweck einer Maßnahme, desto eher scheinen die Bürger bereit, sich selbst an der Finanzierung zu beteiligen.

Es ginge also: offenbar denkt eine Mehrheit , selbst von CDU - Wählern - schon differenzierter als der Schlagwortdiskurs neoliberaler Ideologen, die anderen linke Ideologie vorwerfen :-))
Ein vernünftiger Diskurs in Richtung soziale(re) Marktwirtschaft - statt ideologischer Grabenkämpfe - wäre:
a) es ist wohl nicht alles finanzierbar, was alle gern hätten: aber eine Verringerung von Armut, gerade bei Frauen und Kindern, wäre möglich.
b) natürlich muß man aufpassen, Wirtschaft nicht zu demotivieren. Vermögenssteuern sehe ich auch kritisch (da Bestandssteuere), und bei Unternehmenssteuern sollte das reichen, was im Steuergesetz eigentlich geplant war, bevor ein Teil nach Luxenburg und co verschwand. Das wäre auch schon eine Menge, die früher auch funktionierte, undi n den 50er bis 80er Jahren auch nicht zur Demotivation der Wirtschaft führte: im Gegenteil: mehr Verteilung von Kaufkraft statt Einkommenssteigerung nur bei Vermögenseinnahmen war der Wirtschaft eher förderlich.

weitere Möglichkeiten wären:
- höhere Löhne - bei DEM Außenhandelsüberschuss sinnvoll, auch zur Unterstützung der Binnnwirtschaft und anderer EU - Staaten.
- ermöglichen auch automatisch mehr öffentliche Einnahmen: und damit auch etwas mehr Hz4 etc, unter Beibehaltung des Lohnabstandsgebots: das wäre doch was ?
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Eine große Mehrheit der Deutschen will laut einer neuen Studie den Sozialstaat ausbauen, selbst Konservative sind dafür. Nur wer zahlt? In unserer Foto-Show
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Christoph Schaddach's profile photoX Faktor Sophia's profile photo
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+Christoph Schaddach​ Hochachtung !

Christoph das Thema war am besagten Tag , eigentlich MH -17
Die hat Michael Lorenz angestoßen , ich erinnere mich an Dein Beitrag , MH -17 geht auf die Kappe von Separatisten. Ich habe die gleiche Meinung ! Michael Lorenz ist ein Idealist , aber niemals werde ich ihn verraten.

Meine These ! Ich habe beide Lager beobachtet !!! Ukraine startete ATO was auch immer das heißt.

Meine Meinung !!!
Angriffe der Ukrainischen Luftwaffe , dienten einschüchterung der Bevölkerung der Ost Ukraine . Das wiederum erzeugt Hass !!

Kleine Video . https://plus.google.com/107145794010552043957/posts/XLfy2343L2D

Ab dem Zeitpunkt Europäische Geschwätz spielte keine Rolle. Wer es wahr , Hardliner aus Kreml oder Putin , weißt keiner . Ziel wahr Ukrainische Luftwaffe einzuschüchtern , binnen kurzer Zeit verlor Ukraine Luftwaffe ..Im Gegenteil im Debaltsewo bekommen die Separatisten , angeblich aus abgeschossenen SU-25 Ersatzteile. Und somit Luftwaffe !!

Binnen weniger Wochen verlor Ukraine Luftwaffe. Mehrere SU-25 SU24 und Mig. Dutzend Hubschrauber , Einige Transport Flugzeuge . Somit haben Russische Separatisten Ukrainische Luftwaffe eingeschüchtert . Wer kommt stirbt . Bereits nach dem Ukrainische Flugzeuge wie Fliegen von Himmel fielen . Das tat weh . Ukraine hat fast die ganze Luftwaffe verloren !

Russische Daten haben geholfen Freund -Feind unterscheiden !

Ukraine wie ein verletze Tier , laßt Boeing MH-17 Kurs endern , der fliegt in Kriegsgebiet wird abgeschlossen . Christoph ich sehe Vorsatz .,Das Ukrainischen Elite egal war , die schickten Hollender in den Tot. Hauptsache Russland mit Dreck übergießen .
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ein Interview mit dem Pepsi Cola Chef aus dem Jahr 1983:
die Themen waren ähnlich wie heute : Pipelines, Sanktionen,
und irgendwann später hat sich doch wieder alles beruhigt, nur um sich wieder später wieder aufzuregen:

und ja, ich wusste gar nicht, daß es seit 1974 in Russland schon "Pepsi" gab. ^^
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Peter Benwar-Wagner's profile photoHartmut Runge's profile photo
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+Peter Benwar-Wagner - es geht ja, wenn man so ein Blatt beurteilen will, weniger um einzelne Artikel, sondern darum, dass zu jeder Darstellung auch die “Gegendarstellung“ gehört. Es geht um ein ausgewogenes Bild von Meinungen.

Nicht auch mal ein verschämter Artikel von Russlands Verteidigern, sondern ein Gesamtbild dass sowohl Befürwortern als auch Gegnern die annähernd gleiche Zahl an Titelstorys wie sonstigen Beiträgen einräumt.

Den Gipfel der schon als offene Hetze zu bezeichnenden Campagnen fand ich vor einem oder zwei Jahren in der ZEIT. Nicht weniger als acht Autoren hatten in einem Artikel alles zusammengetragen, was sich verwerten liess um aus Russland einen expansionslüsternen Aggressor zu machen.

Kein Journalist kann und muss neutral sein, aber es wird Zeit, dass sich diese Leute wieder auf ihre Aufgabe besinnen. Die ist nicht irgendeinem vermeintlichen Fortschritt zu dienen, sondern Widersprüche in den Darstellungen der Politik aufzugreifen und öffentlich zu machen.
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Christoph Schaddach

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real life beats virtuality:

(via +Morgana Hexe ^^)
 
Der hat es drauf ...
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Christoph Schaddach's profile photoX Faktor Sophia's profile photo
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+Christoph Schaddach Du bist ein Schatz !!! Danke Christoph ..
Hartmut wird entrüstet ! Spiegel ist nicht immer auf der Linie. ;))
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Christoph Schaddach
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Allgemeine Diskussion  - 
 
Aus der Sicht eines nichtwestlichen Menschen sind die USA eher eine Plutokratie des großen Geldes als ein Demokratie

sagt nun auch Wolfgang Schäuble.

Auch wenn ich dessen Poliik auch nicht immer richtig halte: Austerität statt den hiesigen Exportüberschuss für höhere Löhne und Wachstum nutzen: dieser Ausweg aus der Dauerkrise gilt in der Wirtschaftstheorie der Profiteure leider als verboten.
Aber viele der anderen Gedanken, wie sich z.B. mehr um Afrika, die Wirtschaft und die Menschen dort zu kümmern, finde ich gut. Nur wie - wenn die Dauerkrise, vor allem auch der südeuropäischen Länder nicht enden will, und alles immer knapp ist ?

Anbei: das Interview von Schäuble in der Zeit:
:
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Kritik an Amerika und den Reichen. Eine neue Politik für Afrika und ein Willkommen für die Muslime. Gespräch mit einem global denkenden Konservativen
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Winky Winky's profile photosote (بی شرم)‎'s profile photoYanco Potenza Tunez Bassdardo's profile photo
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Christoph Schaddach
owner

Gesellschaft  - 
 
Paul Krugman zu lesen ist interessant:

Zumindest, um fest zu stellen, in welchen Punkten man anderer Meinung ist ::-))

Zum Beispiel wäre meine Begründung für die geringen Zinsen einfacher: Wenn an einem Markt ein Angebot größer ist als die Nachfrage - was macht dann der Preis ? er geht in den Keller.

Also gibt es bei Geld mehr Angebot als Nachfrage:
weil die Vermögenseinnahmen (meist der Reichen) seit 2000 um ca. 40% gestiegen sind (während die Reallöhne fast nicht)
und das Geld, daß die mehr einnehmen, ja irgendwo hin muß:
aber die Staaten können oder sollen auch nicht mehr so viel mehr Schulden machen,
also staut es sich, bis man schließlich nach Angebot und Nachfrage bei minimalem Preis, also Zinsen landet:

Für die noch ETWAS risikofreudigeren Anleger bleiben die 2,5 % Italienzinsen, und wer noch weniger Risiko will, oder als Versicherung nehmen muss, akzeptiert 0 % BRD.

d.h. meiner Meinung beruht der Zins auf Angebot und Nachfrage: die Zentralbanken können nur kleinere Korrekturen festlegen: gegen den Markt können sie nicht agieren (würde eine Zentralbank in einer Hochzinsphase 0 % verkünden, würde kein Investor einer Bank für 0 % leihen: und umgekehrt: würde die Zentralbank 5 % verkünden, würden keiner für 6 % einen Bankkredit nehmen, sondern es von Investoren woanders billiger leihen.)

Der niedrige Zins zeigt: es gibt zu viel Geld: bei Leuten die es nicht woanders los werden können oder wollen:
auch wenn es in DER Form am wenigsten "Schaden" anrichtet, außer teure Grundstückspreise  ?

__

Tragischerweise haben Basel 2, und verschärfte Bilanzierungsregeln, die die Sicherheit erhöhen sollten zu einer Sucht nach vermeintlich sicheren Ratings geführt:
wo Staatsanleihen selbst südlicher Länder und teilweise Immobilien als "sicher" gelten,
und Investitionen in Firmen als unsicher, mit peinlichen Fragen und dann oft doch wenig Kredit. so daß gerade das, was wir wollen: mehr Wirtschaft - eher bestraft wird, während sich bei Immobilien Blasen bilden - die unsicherer sind als Immobilienblasen .-((

____

Krugman ist wirklich "Keynesianer": das merkt man an der Empfehlung, unbdingt mehr Staatsschulden zu machen: und genau an diesem Punkt bin ich anderer Meinung:

Weil: bei wem sollte die Staaten die Schulden machen ? bei den Reichen ? Wer sonst hätte Geld ?
und wenn die Zinsen irgendwann wieder steigen (u.a. weil mit mehr Staatsschulden mehr mehr Nachfrage nach Geld wäre) - dann stiegen auch wieder die Zinsen, und wir sollen weitere Steuergelder als Zinsen in deren Säckel transferieren ? was dann bei steigenden Zinsen genau den Staaten fehlen würde ?

daß mehr Infrastruktur unbedingt so viel Wachstum bringt, so lange die Kaufkraft der Verbraucher nicht steigt, halte ich für einen falschen Weg: oder fehlt es hiesigen Unternehmen an irgendwas ? Was hindert sie daran in Produktionsausweitung zu investieren ? doch nicht der Zustand einiger Straßen ? (höchstens der Güterbahn, aber das ist wieder ein anderes Kaptiel).

Auch in Japan bringen die Konjunkturpakete nichts, außer daß die Staatsverschuldung mittlerweile allmählich doch kritische 230 Prozent erreicht hat: meiner Ansicht nach macht die ganze Ökonomie den Fehler, nicht genügend zu berücksichtigen, daß das, was mehr produziert werden soll, auch irgendwer erwerben muß: aber wer sollte, wenn der große Teil der Bevölkerung nicht mehr Reallohn hat als früher ?

Ich hätte eine andere Idee, um die Brücken, Straßen und Schulen zu sanieren: statt Schulden bei den Reichen aufzunehmen, ihnen das Geld abknöpfen: die Steuerlecks über Luxenburg und co schließen:
und wenn DAS nicht geht, notfalls eine Vermögenssteuer einführen:
Deren Geld tut doch eh wenig, außer Immobilienblasen aufzublasen:
dabei sollten sie sich an dem System, das sie reich macht, auch an der Finanzierung beteiligen ^^

In der BRD gibt es ca. 9000 MRD Vermögen: davon 0,5 % Vermögenssteuer wäre 45 MRD: also so viel, wie die Bundeswehr heute kostet: noch mal solche Ausgaben zusätzlich sollten wirklich reichen. NOCH viel mehr, ein noch aufgeblähteren Staatshaushalt, wäre wohl auch nicht gut: sonst gibt es noch mehr Elbphilharmonien und Kellerbahnhöfe ?
Wichtiger als neue Bauten wäre wohl auch, die Armut zu verringern, gerade bei Kindern und ihren Müttern, die ja auch gesellschaftlich sinnvolles tun: vielleicht sogar sinnvolleres als die gut bezahlten Banker.

Damit das Lohnabstandsgebot gewahrt bleibt, wäre es auch sinnvoll, die Löhne zu erhöhen, z.B. um binnen 2 Jahren um 10%:
verteuert Export,
verbessert Binnenwirtschaft
die Jobverluste im Export und die mehr Jobs, im Binnenbereich halten sich etwa die Waage - aber die Leute hätten mehr Geld - und das ist doch der Sinn aller Arbeit: der Gewinn, den 90% von der Wirtschaft haben: was sonst ?

etwas geringere Wettbewerbsfähigkeit der BRD und mehr Nachfrage in dieser würden den anderen europäischen Ländern helfen: und das wäre dringend nötig, um das Handelsbilanzungleichgewicht zu reduzieren:
Mehr Löhne gäbe auch Steuereinnahmen: vielleicht bräuchte man dann die Vermögenssteuer gar nicht - oder könnte die Steuern in anderen Bereichen senken.

Daß Krugman die Möglichkeit höhere Löhne für die BRD übersieht, ist kein Wunder, weil:

a) die herrschende Ökonomie von Arbeitgeberinteressen beeinflusst ist, so daß niedrige Löhne ein Mantra und auch positive Effekte annehmen ein Sakrileg ist (die denken tatsächlich, niedrigere Löhne würden mehr Jobs schaffen: aber das gilt nur im Export: im Binnenmarkt gibt es nicht mehr Pakete, wenn die Leute weniger Geld haben ?)

b) Daß durch mit höhere Löhnen sogar geringeren Export in Kauf nehmen kann, macht NUR bei Ländern mit Exportüberschuss Sinn: also beim “Musterknaben" Deutschland: wo sonst ?

Daß Krugman diese spezifische deutsche Besonderheit - den durch "Hyperwettbewerbsfähigkeit" verursachten extremen Exportüberschuss, der Lohnsteigerungen ermöglicht, die woanders weniger sinnvoll wären, nicht berücksichtigt hat, nehme ich ihm nicht übel: umgekehrt täte ich mir auch mit Vorschlägen für die USA schwerer:-))

Sein Artikel ist auch allgemeiner: man sieht, daß Rezept für die einen muss nicht für die anderen taugen,
und vor Staatsschulden warne ich ein bischen: wenn die Zinsen jemals wieder steigen, wird nicht nur Japan ein Problem haben: dann kippt wohl alles: oder verfällt endgültig in "Austerität" (=alles Geld abliefern bei Reichen); wenn es nicht vorher irgendwo eine Gesundung aus der Dauerkrise gab.
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And what it says is to invest in the future.
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Bernard Degand (Antipack)'s profile photoHeidelinde Topf's profile photoChristoph Schaddach's profile photo
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+Heidelinde Topf ein bischen widerstrebt mir der Gedanke an eine zusätzliche Steuerart: ich überlege mir, was es stattdessen an bestehendem gäbe, was ausbaufähig wäre:

a) mehr Umsatzsteuer: trifft alle Produkte und Dienstleistungen, egal wie und wo hergestellt. im Gegensatz zur Lohnsteuer, die NUR die Löhne trifft (nicht Arbeit von Maschinen, oder vermögensgewinne)

b) mehr Steuer auf Vermögensgewinne: wäre ähnlich, mit dem Vorteil, daß die nur bezahlt, wo es auch tatsächlich Gewinne gibt.
ist bei uns teilweise auf 25% gedeckelt, und haut gerne über Luxenburg, Lizenz GmbH´s in Liechtenstein und Jungferninseln ab: genau das sollte eigentlich unterbunden werden.

d.h. mit beiden Steuerarten werden wenigstens menschliche und Maschinenarbeit gleich belastet, anstatt daß NUR Lohnarbeit belastet wird.

könnte man bei den beiden mehr einnehmen, könnte man die Lohnsteuern, und/oder Sozialabgaben senken. und Arbeit würde billiger (und/oder attraktiver)

__

PS: im März soll wieder ein Treffen sein, in Nürnberg:
https://plus.google.com/communities/115142377935844628191
vielleicht sehen wir uns dann dort ?
Das würde mich freuen :-))
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CETA und TTIP am Ende ?

gab ich vorher CETA noch 80 % Wahrscheinlichkeit, und TTIP 50 %, ist dieser Wert nun bei CETA auf 30 % gesunken: weil, irgendeines der Parlamente wird vermutlich dagegen stimmen: seien es die Grünen im Bundesrat, die Wallonen, oder ein anderes.

Respekt vor der EU - Kommission, daß sie (vermutlich) erkannte, daß mit dem Durchziehen dieses Vertrages die EU - Zustimmung in verschiedenen Ländern weiter sinken würde, besonders wenn die ersten Schiedsgerichtsklagen eintreffen: und dabei ist doch die EU sehr viel wichtiger als so ein Vertrag, der selbst der für die Wirtschaft nur wenig mehr brächte ?

Eigentlich müsste das auch auf TTIP zutreffen: daß - falls überhaupt einen gemeinsamer Entwurf zustande kommt - dieser dann auch an einem der vielen Parlamente des Einstimmigkeitsprinzips scheitern würde. (diese Aussicht allein schon dürfte den Verhandlungseifer bremsen).

Es könnte aber auch ein Trick sein: wenn CETA scheitert, man dann TTIP für umsso wichtiger erklärt, und es dann doch an der Parlamentsprozedur vorbei ziehen will ? ich wäre vorsichtig.

Aber momentan sieht es so aus, als habe die Komission beide Abkommen fallen gelassen, für etwas wichtigeres: weniger EU Gegner, was ich in jeder Hinsicht (sowohl dieser Abkommen, als auch für die EU) vernünftiger finde: Die EU sollte mehr sein als Handeslinteressen weniger Konzerne, und wenn Druck seitens Teilen der Bevölkerung auch etwas bewirkt, sehe ich das auch als positiv:

jetzt müssten wir ihnen nur noch nahelegen, weniger unsinnige Verordnungen zu erlassen,
das EU Parlament zu stärken, und so Dinge.
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Nach Protesten erklärt die Kommission, der Handelsvertrag mit Kanada sei nun doch nicht ausschließlich ihre eigene Angelegenheit.
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Thomas Veith's profile photoChristoph Schaddach's profile photopeter fitzke's profile photo
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Hallo +Thomas Veith, du verkennst das sich
meine Aussage auf den Link im Kommentar
von 21:55Uhr bezog wonach man CETA
schon mal anwenden will bevor die Parlamente
befragt wurden sind und ich sprach nicht von
keiner Demokratie sondern von Demokratie
vorgaukeln und das ist doch wohl ein Unterschied? http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-kommission-will-handelsvertrag-ceta-vorlaeufig-anwenden-a-1101600.html.
Desweiteren bist du mit deinem Hass gegen anders denkende Menschen bei Pegida sicher besser aufgehoben als ich, liebe Grüßle:-)
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