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Nicht jeder, der "Shitstorm!" sagt, ist auch gleich unqualifiziert, lieber +Wolfgang Luenenbuerger-Reidenbach. Und jetzt wäre es schön, wenn wir wieder zur Sache zurückkehren könnten...;-)
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Christoph Salzig's profile photoWolfgang Luenenbuerger-Reidenbach's profile photoTim Ebner's profile photo
7 comments
 
Aber jeder, der Kundenkritik für einen Shitstorm hält oder sie als solche bezeichnet. In den letzten - sagen wir mal - 36 Monaten haben ich fast nur Kunden- oder Konsumentinnenkritik gehört und nie einen Shitstorm. Hin und wieder eine Onlinekampagne (Peta, Verganerinnen), aber auch das war nichts, was man als (unflätige) Empörungswelle qualifizieren könnte.
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Was die inflationäre Verwendung des Begriffs angeht, gebe ich dir völlig Recht. Dennoch: Wann immer der Begriff, der eben nun mal Mainstream geworden ist, auftaucht, geht es um Schwächen und Verfehlungen in der Unternehmens-DNA (so zumindest interpretiere ich ihn) und lässt Unternehmen darauf schauen, was verbesserungswürdig ist. Ob das zu fundamentalen Veränderungen führt, lasse ich bewusst dahingestellt.

Solange es jedenfalls keine bessere Begrifflichkeit für das gesamte Phänomen gibt, halte ich es nach wie vor für praktikabel mit dem Begriff zu arbeiten. Wohlwissend, dass nicht jeder Shitstorm ein Shitstorm sein muss. Entweder geben wir demnächst die Windstärke an oder einigen uns auf einen neuen Begriff für die Laien Lüftchen, die mitunter übel riechend durchs Netz wehen. Eine schöne Definition, was als Shitstorm bezeichnet werden kann, hat übrigens +Tim Ebner geliefert. Siehe +Digitales Quartett vom 18.2.
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Leute es läuft DFB Pokal! ;)
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So, nach der bitteren Pille mein Senf dazu: Wir haben auf Wikipedia eine Definition stehen. Also müsste eigentlich klar sein, was ein Shitstorm ist, und was nicht. Das Problem: Das Wort Entrüstungswelle ist höchst subjektiv gefasst und daher interpretiert der Eine ein paar kritische Kommentare direkt als Shitstorm, der Andere aber nicht. Hinzu kommt die Diskreditierung des Mobs, die mit dem abfälligen Wort Shitstorm einhergeht. So verstehe ich jedenfalls einen Teil der Kritik durch Sascha Lobo. Also haben wir zwei Problemfelder: Eine objektiv nachvollziehbare Definition muss her. Einen Vorschlag werde ich liefern sobald ich meine Homepage fertig habe. Zweitens: Das Wort an sich ist unglücklich gewählt. Wer mit englischsprachigen Forschern und Praktikern spricht macht sich schnell lächerlich, weil dieses Wort in der englischen Sprache sehr negativ behaftet ist. Zudem bestehen dort schon andere Bezeichnungen für das gleiche Phänomen (Firestorm ist am geläufigsten). An all diesen Punkten macht es denke ich Sinn nach Verbesserungen zu suchen.
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Bei so einer Verschlossenheit anderer Ansichten gegenüber mit gekoppelter Diskreditierung der Gesprächspartner verlasse ich die Diskussion. Tschö
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