Profile

Cover photo
Carsten Dobschat
Works at Leo Skull
Attends Schule des Lebens
Lived in Saarbrücken
551 followers|111,898 views
AboutPostsPhotosYouTube

Stream

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Sie sind echt überall

Nein, es ist kein Vergleich zu der Kommentarflut von rechten Klappspaten, der bei Frei.Wild nach deren deutlicher Absage an Rassismus nieder ging, aber dass es überhaupt solche Kommentare gab hat mich dann doch erschreckt.

Man sollte doch meinen, dass es keinen großartigen Kommentar wert ist, wenn auf der Facebook-Seite von J.B.O. das Video #NippelStattNazis der heute show geteilt wird, in dem sich Gernot Hassknecht über die seltsamen Moralvorstellungen von Facebook auslässt, die schon beim Verdacht der Darstellung eines nackten weiblichen Nippels eine sofortige Löschung erfordern, aber bei Hasskommentaren, rassistischer Hetze und selbst Aufrufen zu Gewalt und Mord regelmäßig keinen Verstoß gegen die „Gemeinschaftsstandards“ erkennen wollen.


Und selbst bei J.B.O. finden sich Fans, die tatsächlich behaupten, Rassismus wäre eine Meinung, es wäre absolut in Ordnung gegen Asylbewerber zu hetzen, weil es doch „nur eine Meinung“ sei und die von einer klaren Absage an Rassismus durch J.B.O. überrascht wurden. Hallo? Bei J.B.O.? Der Band in pink/rosa? Bei einer Band mit Textzeilen wie…

Eigentlich wollen wir gar nicht dieses Land regier’n,
Doch gerne würden wir da mal was ausprobier’n:
Alle Radikalen von der Menge subtrahier’n,
Die Nazis könnten sich den Hass an die Glatze schmier’n
Jeder, der brüllt: „Wir geben kein Asyl!“
Wird zum Nordpol verbannt – lebenslanges Exil
Kein Faschis- und Rassismus mehr in diesem Volk
Und 'ne neue Flagge, nämlich Schwarz-Rosa-Gold.

https://www.youtube.com/watch?v=PR_tFoMzEKU

Klar, eine Band kann sich ihre Fans nicht aussuchen, aber J.B.O. haben doch immer klar und deutlich gesagt und gesungen, dass sie nun absolut gar nichts mit Menschenhass am Hut haben, egal ob es um Hass aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Sexualität, Glauben… geht.

Und dann gibt es da Menschen, die sich als Fans bezeichnen und ernsthaft behaupten, dass Rassismus doch nur eine Meinung wäre, wer etwas anderes sagt wäre „minderwertiges Volk“, Typen, die ein zusammenhangloses „Nationalstolz ist kein Verbrechen“ in die Kommentare brechen und auch der Klassiker fehlte nicht: Man würde wegen vom Mainstream abweichender Meinungen als Nazi abgestempelt.
 
Da sind Menschen darunter, die wirklich überzeugt sind, sie wären keine Rassisten, obwohl sie in einer Tour durch rassistische Kommentare absondern. Die halten es nicht für rassistisch, wenn sie von „Asylschmarotzern“ schreiben, wenn sie verlangen, man solle „das Dreckspack abschieben“ oder sie irgendwelche Propaganda-Märchen weiter erzählen, wie das von den Asylbewerbern, die mehr Geld bekämen als Hartz4-Empfänger. Die schreiben solche Sachen und sind gleichzeitig felsenfest davon überzeugt, dass sie nicht rassistisch wären. Weil sie sind ja überzeugt, nur ihre Meinung zu äußern. Die mag zwar rassistisch klingen, aber echter Rassismus wäre es ja erst, wenn sie mit dem Molotowcocktail vor einer Flüchtlingsunterkunft stehen oder mit einem Baseballschläger hinter einem Asylbewerber her rennen würden. Zumindest muss ein Gedankengang in dieser Art irgendwo zwischen deren Ohren stattfinden.

Es mag sein, dass Facebook bei Hasskommentaren, bei offenem Rassismus und so einem Mist nicht oder nur unzureichend reagiert - ich für meinen Teil werde es weiter so handhaben, wie ich es angekündigt habe:

„Meinungsfreiheit ist wichtig, keine Frage, aber sie hat Grenzen. Für die Plattformen, auf denen ich das zu entscheiden habe gilt: rechtsextreme und ausländerfeindliche Parolen werden ohne Warnung gelöscht, der Urheber wird gelöscht bzw. geblockt. Wer rechtsextreme Propaganda-Lügen verbreitet, dem ergeht es genau so. Das Verbreiten von rechtsxtremer Kackscheiße hat nichts mit dem Äußern einer Meinung zu tun! Man kann Meinungen äußern, ohne fremdenfeindliche Sprüche, ohne Angriffe auf Menschen usw.“
 ·  Translate
Nein, es ist kein Vergleich zu der Kommentarflut von rechten Klappspaten, der bei Frei.Wild nach deren deutlicher Absage an Rassismus nieder ging, aber dass es überhaupt solche Kommentare gab hat mich dann doch erschreckt. Man sollte doch meinen, dass es keinen großartigen Kommentar wert ist, wenn auf der Facebook-Seite von J.B.O. das Video #NippelStattNazis der heute show geteilt …
8
2
Silvio Zimmer's profile photoRené Thiemann's profile photo
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
 
Aus der Kategorie "Kannste Dir nicht ausdenken!" kommt nun die nächste Meldung zur Stagefright-Sicherheitslücke. Wie +heise online berichtet (http://heise.de/-2779034) lässt sich der von Google ausgespielte Patch als Einfallstor für DoS-Angriffe nutzen.

Das fehlerhafte Sicherheistupdate betrifft die Geräte Nexus 4, 5, 6, 7, 9, 10 sowie den Nexus Player. Mein persönliches #WTF  des Tages.
 ·  Translate
Die Stagefright-Sicherheitslücke gefährdet über manipulierte Videodateien +90% aller Android-Geräte. Einen Schutz gibt es bisher (fast) nicht.
5 comments on original post
1
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Die um das Klo tanzt

Montag Abend, kurz vor Feierabend, ich telefoniere gerade noch, da klingelt es an der Tür. Eine alte Frau, die ganz in der Nähe wohnt, mit ihrem Hund. Habe sie schon öfter auf der Straße gesehen. Sie sieht nicht gut aus, also jetzt nicht von einem ästhetischen Standpunkt aus gesehen, sie sieht ziemlich gehetzt und gestresst aus. Was sie will? Ob sie mal meine Toilette benutzen dürfte? Naja, warum auch nicht, so ein Druck auf der Blase oder im Darm kann einen schon ganz schön stressen, also warum nicht.

„Da gerade aus durch, Lichtschalter ist außen neben der Tür…“ und da läuft sie auch schon an mir vorbei, lässt Hundeleine und eine Einkaufstasche fallen, die sie in einer Hand hielt während sie mit der zweiten Hand ihre Hose fest gehalten hat. Und jetzt nicht am Bund oder so, sie hielt mit der Hand etwas sehr dickes und sehr übel riechendes fest, was sie hinten in ihrer Hose hatte. Als diese Geruchsfahne an mir vorbei zog bereute ich zum ersten Mal, dass ich die Tür geöffnet hatte…

Der Hund war total friedlich, er war es wohl gewohnt so „abgeladen“ zu werden, der legte sich in den Flur, schaute abwechselnd zur Badezimmertür und zu mir, während ich mein Telefonat zu Ende brachte. Die Frau verbrachte insgesamt eine gute halbe Stunde im Badezimmer und hat dabei gefühlt den halben Bodensee durch das Klo gespült. Mindestens.

https://www.youtube.com/watch?v=sEMZgdAwpE4

Dann verliess sie das Klo, bedankte sich und teilte mir mit, dass sie mir einen neuen Dusch-Vorleger in den nächsten Tagen vorbei bringen würde. Einen neuen Dusch-Vorleger? Wieso das denn? Der passt doch im Leben nicht in diese winzige Apotheken-Einkaufstüte, die sie seit dem Verlassen des Bades in der Hand hielt. Ich verkneif mir aber die Frage, denn irgendwie habe ich so eine Ahnung, was sie in dem Tütchen und was um ihren Hintern gewickelt hatte. Ja, ein neuer Dusch-Vorleger bitte, danke, hier die Einlaufstasche und vergessen Sie den Hund nicht, schönen Tag noch.

Und während sie geht… mir fällt keine Beschreibung ein, die nur annähernd das Geruchserlebnis beschreibt, welches ihrem Aufenthalt im Bad folgte. Es stank, als hätte jemand alle Wacken-Dixi-Klos gleichzeitig in meinem Bad gesprengt. Also nicht alle Klos vom diesjährigen Wacken-Festival, sondern alle Dixi Klos aller Wacken-Festivals bisher! Habt Ihr schon mal eine Kläranlage besucht? Ja? Das reinste Parfüm dagegen. Oder mal so richtig faule Eier gerochen? Der reinste Kuraufenthalt für Euren Geruchssinn. Ist in Eurem Wohnzimmer schon mal jemand gestorben und dann so langsam verwest? Ich glaube, es müssten 50 Leute in Eurem Wohnzimmer sterben und verwesen, um auch nur in die Nähe dieser olfaktorischen Massenvernichtungswaffe zu kommen.

Ich habe die Bad-Lüftung eingeschaltet, alle Fenster geöffnet und einen Ventilator aufgestellt und selbst nach einer Dreiviertel Stunde konnte ich mich dem Bad nur bis auf einen Meter nähern, dann überkam mich Brechreiz. Wirklich, ich übertreibe nicht. Ich habe mich bis jetzt nicht getraut den Klodeckel anzuheben. Bin nur froh erst frisches Klopapier gekauft zu haben - zwei Rollen weniger waren es nach dem unerwarteten Besuch. Und ich habe Angst vor meinem eigenen Badezimmer. Ich fürchte mich vor dem, was dort passiert sein mag…

Ja, ich weiß, die Frau kann da gar nichts für und es war (und ist) ihr mit Sicherheit unfassbar peinlich. Und man soll sich nicht über das Leid anderer lustig machen. Aber mal ganz ernsthaft: Wer ist denn das Opfer in der Geschichte? Das bin doch ich! Meine Bude stinkt jetzt, als hätte Satan persönlich hier den Schiss seines Lebens gelassen - und meines Wissens nach ist Satan unsterblich, es muss sich beim Schiss seines Lebens also dementsprechend um einen wirklich gewaltig großen Schiss handeln.

Aber immerhin hatte ich nun wieder was zu schreiben und dann gleich meinen ersten Blog-Beitrag mit eigenem Soundtrack bei Apple Music… ;)
https://itunes.apple.com/de/playlist/die-um-das-klo-tanzt/idpl.614b09f6f60845ab8f3a97c5018743c5

https://www.youtube.com/watch?v=gK-X9zusaPk

Das ist so eine Geschichte aus der Abteilung „Glaubt einem doch eh keiner“. Aber sie ist passiert, ganz genau so und nicht anders, ich schwöre! Und gäbe es Geruchsinternet, dann würde ich Euch eine digitale Geruchsprobe zum Download bereit stellen!

Beitragsfoto: Klo von Jannis, CC-BY-SA 2.0 
 ·  Translate
Montag Abend, kurz vor Feierabend, ich telefoniere gerade noch, da klingelt es an der Tür. Eine alte Frau, die ganz in der Nähe wohnt, mit ihrem Hund. Habe sie schon öfter auf der Straße gesehen. Sie sieht nicht gut aus, also jetzt nicht von einem ästhetischen Standpunkt aus gesehen, sie sieht ziemlich gehetzt und gestresst aus. …
1
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Totalversagen von Polizei und Presse

Mir fällt gerade kein kurzer Einstieg in diese Geschichte ein, mir ist auch noch ein wenig schwindlig vom vielen Kopfschütteln. Daher fange ich einfach am Anfang an… Da kursiert seit letzter Nacht eine Story bei Facebook, die klingt wie aus dem Handbuch für rassistische Propaganda-Märchen entnommen. Laut dieser Meldung von einer Privatperson, die mit dem mutmaßlichen Opfer verwandt ist, habe gestern Abend ein betrunkener syrischer Flüchtling erst einem 14-jähriges Mädchen Geld für Sex geboten und sie dann geschlagen, anschließend einen 60-jährigen, der dazwischen gehen wollte krankenhausreif geprügelt und schließlich bei seiner Festnahme einen Polizisten verletzt. Dabei soll auch noch ein Geldbeutel mit 750 Euro abhanden gekommen sein. Der Angreifer soll nach einer Nacht in der Ausnüchterungszelle wieder laufen gelassen worden sein.

Hier die komplette Darstellung im Wortlaut, nachzulesen bei Facebook:

„Hab gerade meinem Onkel Hans Werner im Klinikum Winterberg vorgelesen was geschrieben wurde über Flüchtlinge in Deutschland und Dirmingen

Er kann es leider zur Zeit nicht selbst lesen, siehe Bild.

Wird morgen früh operiert, mit ein paar Titan Platten unter den Augen, zahlreichen Stichen
vom Nähnen, ausheilen lassen von Nasenbruch, Kieferbruch, Jochbeinbruch usw kommt er
bestimmt oder sagen wir in seiner schlechten vorherigen Verfassung " hoffentlich " in ein paar Wochen wieder aus dem Winterberg-Klinikum raus.....

Der " nette syrische Mitbürger " aus Dirmingen (um den sich so viele Helfer und Helferinnen
kümmern) hatte gestern abend im Brühlpark nix anderes zu tun als sich eine Flasche Whiskey
hinter die Birne zu kippen..

Als er dann scheinbar bewusstlos von der Parkbank kippte und ihm ein 14 jähriges Därminga-Mäde zu Hilfe eilte und seinen Puls kontrollieren wollte rastete er laut Aussage der Opfer total aus, wie ein Tier schlug er dann auf das Mädchen ein..

Als mein Onkel (60 Jahre, Lungenkrank mit tragbarem Sauerstoff-Gerät) helfen wollte lies er das Mädchen links liegen und prügelte meinen Onkel krankenhaus-reif.....

Nach einer Nacht in der Ausnüchterungszelle mit viel randalieren und noch einem durch ihn verletzten Polizisten ist er aber heute wieder wohlbehalten in seinem Nestchen angekommen.

Fragt mal jemand das junge Mädel das er vorher geschlagen hat wie es ihr geht ???

300 Euro hat er ihr ( 14 Jahre alt !!!! ) angeboten sie soll mit ihm kommen in sein Haus zum ..... „frown“-Emoticon

Oder den beiden anderen Jugendlichen die weglaufen konnten und Hilfe holten für meinen Onkel als er zusammen geschlagen wurde ???

Die 750 Euro die mein Onkel auf der Postbank zuvor abgehoben hatte, seine monatliche Rente
nach 42 Jahren Arbeit in Deutschland... auch weg... Geldbeutel verschwunden....

Danach fragt kein Schwein.... Keinen beschissenen Politiker, ob CDU SPD FDP oder wie der ganze andere Rotz sich nennt schert sich einen Scheiss darum wie es den Opfern geht...

Wie mein Onkel jetzt die Miete für diesen Monat zahlen soll ???

Essen bekommt er ja die nächste Zeit im Krankenhaus, obwohl, die 10 Euro Zusatzgebühr fällt ja sicher auch zu seinen Lasten oder ???

Wo sind da die Helfer umd Helferinnen????

Ich hoffe das niemand glaubt das ich ihn hier persönlich angreifen will.
Dies ist nur meine eigene freie Meinung die mann sich so bildet wenn einem in der eigenen Familie sowas passiert.“

Wenn man so eine Geschichte liest - und nachdem sie über 9.000 Mal (08.08.2015 um 15:00 Uhr) geteilt wurde, ist es kaum zu vermeiden sie gelesen zu haben - stellen sich einem eine ganze Menge Fragen. Die erste Frage ist natürlich, ob das wirklich so vorgefallen ist, immerhin klingt da einiges doch mehr als seltsam an der Geschichte. Woher weiß man, dass es ein Syrer war? Wohin sind die 750 Euro verschwunden? Warum lässt die Polizei jemanden, dem mehrere schwere Straftaten vorgeworfen werden, darunter wohl Angriff auf einen Polizeibeamten, nach einer Nacht einfach wieder laufen?

Also habe ich mal nach telefoniert, leider ist bei der Pressestelle der Polizei am Samstag niemand zu erreichen. In Eppelborn, der zuständigen Polizeiinspektion, sass auch niemand am Telefon. In Illingen, der nächsthöheren Dienststelle war jemand am Telefon, der mir aber nur sagte: „Ja, es gab einen Vorfall mit drei Personen im Park, aber ich kann weder bestätigen noch dementieren, dass die Darstellung aus dem Internet stimmt.“ Es wird auf eine kommende Presseberichterstattung verwiesen, eine entsprechende Meldung ging oder geht an den Presseverteiler der Polizei, einen Zugriff für die Öffentlichkeit auf die Pressemitteilungen der Polizei sei nicht vorhanden und auch nicht vorgesehen. Ich wäre auch nicht der Erste, der deswegen angerufen habe…

Wow. Meine Damen und Herren, hier sehen sie ein Beispiel für ein komplettes Totalversagen der Polizei. Egal ob die Geschichte so stimmt oder nicht, spätestens nachdem bekannt geworden ist, dass diese Geschichte für rassistische Hetze benutzt wird, hätte eine Meldung raus gehen müssen, die genau beschreibt, was da vorgefallen ist. Und wenn diese Geschichte so wirklich vorgefallen ist, dann müsste man doch mal fragen dürfen, wie es passieren konnte, das jemand, der besoffen randaliert, eine Person ins Krankenhaus befördert hat und einen Beamten angegriffen hat, nach einer Nacht in der Ausnüchterungszelle einfach laufen gelassen wird? Sollte die Geschichte so nicht stimmen, dann müsste sich die Polizei den Vorwurf gefallen lassen, damit rassistische Hetze durch Untätigkeit und Schweigen zu unterstützen. Es kann doch nicht sein, dass so eine Darstellung von Rassisten und Nazis als Propaganda-Material verwendet wird und die Polizei dazu schweigt?!

Und wo bleibt die Presse? Schalten alle saarländischen Journalisten am Wochenende ihren Rechner ab? Hey, Ihr habt doch sicher irgendwelche Handynummern von Pressesprechern, Polizisten usw. - tut doch das, was man von Euch erwartet und recherchiert, klärt das auf! Denn in der Geschichte stehen weder Polizei noch Presse besonders gut da: Von den Rechten bekommt die Polizei vorgeworfen Flüchtlinge besonders sanft anzupacken und der Presse wird aus der Ecke vorgeworfen, solche Vorfälle zu verschweigen, weil sie nicht zum „linksgrünversifften Mainstream“ passen würden. Und von mir persönlich bekommt Ihr den Vorwurf durch Schweigen und Nichtstun den Rechten Vorschub zu leisten! Soll jetzt wirklich das ganze Wochenende über die Hoheit über das Thema den Rassisten und den Hetzern überlassen werden?

Übrigens: Selbst wenn die Geschichte so stimmen sollte, dann entschuldigt das immer noch keine rassistische Hetze, dann entschuldigt das immer noch kein „Scheiß Ausländer, alle kriminell“. Wenn diese Geschichte stimmt, dann haben wir es hier mit einer Person zu tun, die offensichtlich besoffen die Kontrolle über sich verloren hat. So etwas passiert jeden Tag und Menschen jeglicher Herkunft und Nationalität. Das macht es kein Stück besser oder entschuldbar, der Typ muss in dem Fall natürlich zur Verantwortung gezogen werden - aber vom Staat. Anklage, Gerichtsverfahren, Urteil, Strafe. Keine Selbstjustiz, zu der einige braune Gesellen schon wieder aufrufen. Und in so einem Verfahren wird eine angemessen Strafe gefunden werden, die einerseits die Tat und deren Folgen, andererseits aber auch mögliche mildernde Umstände wie Traumatisierung des Täters berücksichtig. Ein faires rechtsstaatliches Verfahren eben.

Es gibt Arschlöcher in jeder Gruppe von Menschen, ob Deutsche, Syrer, Türken, Chinesen oder welche-Nationalität-auch-immer, egal welche Haut-, Haar- oder Sockenfarbe und möglicherweise war in diesem Fall ein Flüchtling aus Syrien der Täter. Aber das macht den Täter zum Täter und nicht alle Syrer, nicht alle Flüchtlinge und auch nicht alle Menschen.
 ·  Translate
Mir fällt gerade kein kurzer Einstieg in diese Geschichte ein, mir ist auch noch ein wenig schwindlig vom vielen Kopfschütteln. Daher fange ich einfach am Anfang an… Da kursiert seit letzter Nacht eine Story bei Facebook, die klingt wie aus dem Handbuch für rassistische Propaganda-Märchen entnommen. Laut dieser Meldung von einer Privatperson, die mit dem …
4
1
Marco Modano's profile photo
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Flüchtlinge - ich will es nicht mehr hören!

Und wieder einmal wird ein „Aufstand der Anständigen“ gefordert, weil schon wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen, weil - nicht nur im Netz - gegen Flüchtlinge und Ausländer allgemein gehetzt wird. Es wird zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufgerufen, es werden rassistische Lügen verbreitet und es wird zu Straftaten aufgerufen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute werden neue Kommentare von „besorgten Bürgern“ veröffentlicht, die die Grenze zwischen widerlichem, aber nicht strafbaren Rassismus zu strafbaren Äußerungen wie Aufrufen zu Straftaten, Volksverhetzung und dann und wann auch mal Holocaust-Leugnung überschreiten. Wenn in einem Kommentar für die ARD Anja Reschke diese Hetze, diese menschenverachtende Kackscheiße anprangert, dann sind sofort etliche Hohlbirnen zur Stelle die das Ende der Meinungsfreiheit und die Unterdrückung „unliebsamer Meinungen abseits des linksgrünversifften Mainstreams durch die Lügenpresse“ beklagen. Kapieren diese Klappspaten nicht, was der Unterschied zwischen einer Meinung und Hetze ist? Kapieren diese zivilisatorischen Totalversager nicht, dass Rassismus keine Meinung ist? Nein, das tun sie offensichtlich nicht.

Und was wirklich schlimm ist: Das ständige Wiederholen der rassistischen Propagandalügen führt dazu, dass immer mehr Menschen anfangen das zu glauben oder sich zumindest zu fragen, ob da nicht vielleicht irgendwas dran sein könne, denn „so was denkt man sich doch nicht einfach aus“. Doch, so was denken die sich aus! Ständig, jeden Tag neue Lügen. Ob es angebliches Begrüßungsgeld für Flüchtlinge ist, tausende von Euros Integrationshilfe für Flüchtlinge, die behauptet Immunität von Asylbewerbern vor Strafverfolgung oder angeblich zurück gehaltene bzw. verfälschte Statistiken zur Ausländerkriminalität. Lügen, alles Lügen, egal wie oft sie wiederholt werden. Natürlich gibt es auch unter Flüchtlingen welche, die kriminell sind. Es gibt auch Eu-Ausländer, die kriminell sind. Ja sogar echte Biodeutsche gibt es, die kriminell sind. Denn das sind alles Menschen und in jeder Gruppe Menschen gibt es Arschlöcher. Immer. Ohne Ausnahme. So wenig wie alle Deutschen fette, hässliche und dumme Rassisten sind, nur weil es davon welche gibt, so wenig sind alle Flüchtlinge Kriminelle, nur weil es welche davon gibt.

https://www.youtube.com/watch?v=i9kv-rmvGKg

Und dann kommen immer die „Argumente“ von wegen die „Lügenpresse“ würde doch nur geschönte Beiträge veröffentlichen, die würden nicht erzählen wie es wirklich aussehen würde, stattdessen glaubt man dann so unfassbar seriösen Quellen wie Hetzplanet, Nichts-im-Kopp-Verlag oder PIppi-News. Ist klar. Aber kaum steht mal in der ach so verachteten „Lügenpresse“ ein Beitrag über einen Flüchtling oder Ausländer oder auch nur über jemand, der vielleicht ein Ausländer sein könnte, dann wird dieser Beitrag nur zu gerne als angeblicher Beleg für die unglaubliche Verkommenheit und die angeborene Affinität zu kriminellen Aktivitäten dieser Ausländer herangezogen und geteilt. Dann heißt es gleich wieder, dass alle so wären, weil ja einer so ist… zumindest vielleicht. Und wehe es stellt sich dann raus, wie kürzlich in Dortmund, dass es irgendwie ganz anders war. „Ach was? Das war gar kein südländisch aussehender Typ, der die Frau vergewaltigt hat? Die hat sich das nur ausgedacht, weil sie fremdgegangen ist und eine Ausrede gebraucht hat? Das ist ja mal interessant, aber wenn sie vergewaltigt worden wäre, dann ganz sicher von so einem Ausländer, ganz bestimmt!“

Ehrlich, ich will keine Aufrufe mehr hören müssen, dass sich die normalen Menschen in diesem Land den Rassisten entgegen stellen müssen, ich will, dass es eine Selbstverständlichkeit ist, dass wir keinen Hauch eines Furzes von Toleranz gegenüber rassistischer Hetze haben. Ich will, dass es ganz normal ist, dass man rassistische Hetze nicht unwidersprochen stehen lässt und vor allem, dass es ganz normal ist, dass wir nicht anfangen jedes bei Facebook geteilte Schauermärchen zu glauben und zu teilen, sondern uns informieren und zwar aus wirklich seriösen Quellen und davon auch gerne mehrere. Und ich will, dass es uns die Polizei nicht unnötig schwer macht Dinge wie Aufrufe zu Straftaten und Volksverhetzung im Netz zur Anzeige zu bringen (nein, auf meine Anfrage habe ich noch keine Antwort)!

Bei dem ganzen rassistischen Müll, den ich jeden Tag im Netz lesen muss, ist inzwischen ein Umfang erreicht, der es mir unmöglich macht so viel zu fressen, wie ich kotzen muss. Es geht nicht. Und wer mich kennt, der weiß ganz genau - ich freue mich schon auf die Kommentare „besorgter Bürger“, in denen ich als „fette Sau“ und so bezeichnet werde - dass ich im Ernstfall (All-You-Can-Eat-Buffet) verdammt viel in mich rein schaufeln kann. Aber irgendwann ist es einfach zu viel. Und dieser Zeitpunkt ist bei der ganzen rassistischen Hetze schon lange erreicht.

Keinen Fussbreit den Rassisten: Widersprecht ihnen, meldet sie, zeigt sie an, nutzt jedes friedliche und rechtsstaatliche Mittel, diesen Hetzern entgegenzutreten. Rassismus ist keine Meinung und darf niemals toleriert werden!
 ·  Translate
Und wieder einmal wird ein „Aufstand der Anständigen“ gefordert, weil schon wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen, weil – nicht nur im Netz – gegen Flüchtlinge und Ausländer allgemein gehetzt wird. Es wird zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufgerufen, es werden rassistische Lügen verbreitet und es wird zu Straftaten aufgerufen. Jeden Tag, jede Stunde, jede Minute werden neue Kommentare …
6
2
Christian Aust's profile photoSilvio Zimmer's profile photoRalph Lindner (RalphGL)'s profile photo
 
Die Klarnamen-Hetzer sind bekannt. Sie sind unsere Nachbarn, im Schützen- und Sportverein, Arbeitskollegen oder gehen in die gleiche Stammkneipe. Jeder von uns könnte ihnen vor die Füße spucken, des Vereins verwiesen, kein Bier mit Ihnen trinken, sie am Arbeitsplatz abmahnen.

Dass dies in der großen Breite nicht geschieht, ist IMO der eigentliche Skandal. Wir dulden die Klappspaten, lassen sie gewähren, "ist ja nicht so schlimm". Und machen uns damit mitschuldig.

Wem (berechtigt oder nicht) vorgeworfen wird, sein Kind misshandelt oder die Frau umgebracht zu haben, der ist erledigt. Verlust des sozialen Umfeldes, nicht selten des Arbeitsplatzes und des Wohnortes sind die Folge. Wer "ein bisschen rechts" ist, der kann durchaus damit Karriere machen. Übel.
 ·  Translate
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
 
Interesting chart. Guess where smoking started declining and internet porn started to take off. 
1 comment on original post
1
Add a comment...
Have him in circles
551 people
Bruno Ranieri's profile photo
MenschenZeitung's profile photo
Klaus Keip's profile photo
Carmen Sibaja Varo's profile photo
Georg Sauer (Schorsch)'s profile photo
Markus Frosch's profile photo
Scarlett Wycisk's profile photo
Ultra Trash's profile photo
Gunnar Sohn's profile photo

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
 
Interesting job description of a musician ;)

http://www.venue.de/music/?p=58762
View original post
1
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Meinungsfreiheit

Wir haben in Deutschland ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Ernsthaft besorgte Bürger können ihre Meinung, ihre Sorgen nicht mehr artikulieren, ohne dass sie beleidigt und bedroht werden. Wer es wagt, seine Sorgen öffentlich zu formulieren oder sich gar aktiv einzusetzen, diese Probleme zu lösen, der sieht sich teilweise nicht mehr nur verbalen Attacken ausgesetzt. Denn man stelle sich damit gegen eine angebliche Mehrheitsmeinung.

Von wem ich rede? Nein, nicht von den „besorgten Bürgern“, die ihre Fremden- und Islamfeindlichkeit als „Sorge um das Abendland“ bezeichnen. Nein, ich meine nicht die Rassisten, Verschwörungstheoretiker, Nazis und Abernazis. Die haben tatsächlich keine Probleme mit der Meinungsfreiheit. Die sagen, was sie denken, egal ob es eine Meinung ist oder offen rassistische Hetze. Natürlich behaupten diese „besorgten Bürger“ ständig, man würde ihre Meinungsfreiheit beschneiden, alleine dadurch, dass man ihnen widerspricht, aber das ist natürlich nicht wahr.

Diese Menschen wollen so manches einfach nicht kapieren. Zum Beispiel den Unterschied zwischen einer Meinung und fremdenfeindlicher Hetze. Oder eben, dass Meinungsfreiheit nur bedeutet, dass man seine Meinung sagen darf, aber eben nicht, dass diese dann unwidersprochen bleiben müsste. Im Gegenteil, Meinungsfreiheit schließt eben auch die Diskussion von Meinungen ein. Aber das kapieren die rechtslastigen „besorgten Bürger“ mit ihren irrationalen Ängsten vor allem Fremden, mit ihren Vorurteilen und ihrer Deutschtümmelei einfach nicht. Oder sie kapieren es vielleicht, wollen es aber nicht akzeptieren.

Nein, ein Problem mit der Meinungsfreiheit haben Menschen, denen die wachsende Fremdenfeindlichkeit im Land Sorgen macht. Menschen, die oft fassungslos mit anschauen müssen, dass nationalistische, fremdenfeindliche und rassistische Parolen wieder ganz ohne Scham in sozialen Netzwerken raus posaunt werden und die Urheber solcher widerlicher Hetze dürfen sich dann auch noch über etliche Likes freuen. Früher wurden solche Parolen nur im kleinen Kreis oder anonym verbreitet, heute findet mancher schon nichts mehr dabei, unter dem realen Namen Aussagen zu veröffentlichen, wie den Wunsch man würde die Flüchtlingsboote im Mittelmeer doch einfach versenken - mit den Flüchtlingen darauf.

Wer sich diesen Tendenzen offen entgegen stellt, der muss damit rechnen beleidgt zu werden. Man muss damit rechnen bedroht und schließlich angegriffen zu werden. Ob es Drohungen sind, gefakte Anrufe bei der Polizei sind, mit denen eine Familie fertig gemacht werden soll oder eben eine brennende Scheune. Die „besorgten Bürger“ aus der rechten Ecke kennen scheinbar keine Grenzen mehr, weder moralische noch juristische. Ich erspare Euch und mir jetzt Beispiele diverser Drohungen aus meinem Posteingang, es sind in den letzten Tagen nicht weniger Drohungen geworden, es werden immer mehr.

Es geht so weit, dass sich Freunde und Familienmitglieder inzwischen Sorgen machen und diese mir auch mitteilen, dass mir etwas passieren könnte, weil ich mich öffentlich gegen Rassisten stelle. So weit ist es also in diesem Land gekommen: Nicht mehr der, der rechtsextreme Parolen verbreitet, muss sich fürchten, sondern die Menschen, die nichts weiter machen als sich für Selbstverständlichkeiten einzusetzen: Für Menschenrechte, für einen Rechtsstaat, gegen Rassismus, gegen Hass und Gewalt.

Und dann stellen sich diese „besorgten Bürger“ hin und jammern rum, ihre Meinung würde vom linksgrünversifften Lügenmedienmainstream und dummen Gutmenschen unterdrückt, weil die es wagen ihnen zu widersprechen? Ernsthaft? Rund 200 rechtsterroristische Anschläge alleine in diesem Jahr und die „besorgten Bürger“ sind sich nicht zu blöde, immer wieder mal zu behaupten, dass das von Linksextremen inszenierte Anschläge sein sollen. Ist klar. Sicher ein Werk der Antifa GmbH.

Wer es wagt in einer Diskussion einfach nur die Tatsache festzustellen, dass z.B. auch einem mutmaßlich straffällig gewordenen Asylbewerber - so wie jedem anderen Menschen - ein faires, rechtsstaatliches Verfahren zusteht, der darf sich schon mal auf ein kleines bis mittleres Exkrementwindchen einstellen. Man sei ein Volksverräter, ein Judenarschlecker und sonst was und Asylbewerber müsse man alleine schon beim Hauch eines Verdachtes einer Straftat sofort wieder abschieben oder gleich erschiessen. Geht es eigentlich noch? Selbst wenn ein Kind verschwindet, können sich diese „anständigen Deutschen“ nicht zurückhalten mit ihrer Hetze.

Viele Menschen - und das macht mir Mut - überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, der gefühlten Übermacht dieser rechten Hetzer in den sozialen Medien etwas entgegenzusetzen. Es ist alles nicht ganz einfach, selbst eine Anzeige wegen Volksverhetzung zu stellen wird einem oft genug unnötig schwer gemacht. Man müsste den geforderten „Aufstand der Anständigen“ organisieren.

Aber was ganz ohne Organisation jeder tun kann: Hört auf die Fresse zu halten! Lasst Euch nicht einschüchtern von den Drohungen! Es kann nicht sein, dass die damit durchkommen, sich einbilden für eine schweigende Mehrheit zu sprechen und sich gleichzeitig noch zu Opfern machen, denen das Recht auf freie Meinungsäußerung verwehrt würde. Nein, die Mehrheit in diesem Land ist ganz sicher nicht fremdenfeindlich. Die Mehrheit in diesem Land hat keine rechtsextremen Tendenzen. Aber die Mehrheit ist einfach zu leise, die Mehrheit schweigt viel zu oft.

Also hört auf zu Schweigen, widersprecht den „besorgten Bürgern“ wo immer Ihr sie antrefft. Bietet Ihnen keine Plattform mehr im Namen der Meinunsgfreiheit. Wo immer Ihr die möglichkeit habt, in Euren Blogs, Foren, Facebook-Profilen und -Seiten, unterbindet dort die rechte Hetze. Meinungsfreiheit ist wichtig, keine Frage, aber sie hat Grenzen. Für die Plattformen, auf denen ich das zu entscheiden habe gilt: rechtsextreme und ausländerfeindliche Parolen werden ohne Warnung gelöscht, der Urheber wird gelöscht bzw. geblockt. Wer rechtsextreme Propaganda-Lügen verbreitet, dem ergeht es genau so. Das Verbreiten von rechtsxtremer Kackscheiße hat nichts mit dem Äußern einer Meinung zu tun! Man kann Meinungen äußern, ohne fremdenfeindliche Sprüche, ohne Angriffe auf Menschen usw. Bislang habe ich in einigen Fällen noch widersprochen, versucht Fakten gegen die Lügen zu stellen, aber es bringt nichts mit solchen Gestalten zu diskutieren. Die interessieren sich einen Scheißdreck für Fakten, so wie sie sich einen Scheißdreck für echte Meinungsfreiheit interessieren. Die interessieren sich immer nur dann für die Meinungsfreiheit, wenn sie sie als Vehikel benutzen wollen, ihre menschenverachtenden Ansichten zu verbreiten.

Und nennt diese Hetzer nicht mehr Asylkritiker, Islamkritiker oder besorgte Bürger, denn das sind sie nicht. Es sind fremdenfeindliche, rassistische, nationalistische, menschenverachtende und widerliche Hetzer. Nichts anderes. Wenn wir sie als besorgte Bürger oder Irgendwaskritiker bezeichnen, dann verharmlosen wir damit diese Hetzer und die Gefahr, die sie für die Sicherheit in unserem Land darstellen.

Drei Dinge sind zu tun:

1. Nicht verharmlosen: Ein rechter Hetzer ist ein rechter Hetzer und kein besorgter Bürger!
2. Plattformen entziehen: Wo immer wir die Kontrolle haben, dürfen wir nicht mehr zulassen, dass sich diese rechten Hetzer tummeln und ihre Parolen ablassen.
3. Widersprechen: Wo wir ihre Hetze nicht verhindern können, da müssen wir klar, deutlich und ohne Angst widersprechen. Immer!


Beitragsfoto: hanns.a.schwetz, Lizenz: CC-BY-SA 2.0
 ·  Translate
Wir haben in Deutschland ein Problem mit der Meinungsfreiheit. Ernsthaft besorgte Bürger können ihre Meinung, ihre Sorgen nicht mehr artikulieren, ohne dass sie beleidigt und bedroht werden. Wer es wagt, seine Sorgen öffentlich zu formulieren oder sich gar aktiv einzusetzen, diese Probleme zu lösen, der sieht sich teilweise nicht mehr nur verbalen Attacken ausgesetzt. Denn …
4
1
Silvio Zimmer's profile photo
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Meinungen können sich ändern

Beim Aufräumen auf dem Server stolperte ich über einen Beitrag vom 27.12.2012. Interessant an diesem Beitrag ist weniger wie lange die Apple Watch schon durch die Gegend gerüchtete, als viel mehr mein eigener Sinneswandel. Damals konnte ich mir nicht vorstellen jemals wieder eine Armbanduhr zu tragen - seit gut einem Jahr trage ich aber wieder eine, fast ständig und will sie gar nicht mehr hergeben. Keine Apple Watch, sondern eine Pebble Steel. Finde ich selbst spannend - aber durch eine Apple Watch werde ich die Pebble Steel so schnell nicht ersetzen, nur durch eine Pebble Time Steel, da gefällt mir das Preis-Leistung-Akkulaufzeit-Verhältnis einfach sehr viel besser.
 ·  Translate
Beim Aufräumen auf dem Server stolperte ich über einen Beitrag vom 27.12.2012. Interessant an diesem Beitrag ist weniger wie lange die Apple Watch schon durch die Gegend gerüchtete, als viel mehr mein eigener Sinneswandel. Damals konnte ich mir nicht vorstellen jemals wieder eine Armbanduhr zu tragen – seit gut einem Jahr trage ich aber wieder eine, fast …
2
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Das extra3 „Besorgte Bürger“ Bullshit-Bingo 2.0

Großartigst! Statt nur die üblichen Aussagen von Abernazis und anderen Rassisten zu sammeln und nach Bingo-Manier abzuhaken, gibt es das extra3 „Besorgte Bürger“ Bullshit-Bingo jetzt in Version 2.0 mit den passenden Einzel-Antworten. Prima, dann müssen wir beim Antworten auf die rassistische Kackscheiße nicht mal mehr denken - damit wären wir hier mit den Rassisten gleichauf (oder glaubt echt jemand, die denken bevor sie posten?).
 ·  Translate
Großartigst! Statt nur die üblichen Aussagen von Abernazis und anderen Rassisten zu sammeln und nach Bingo-Manier abzuhaken, gibt es das extra3 „Besorgte Bürger“ Bullshit-Bingo jetzt in Version 2.0 mit den passenden Einzel-Antworten. Prima, dann müssen wir beim Antworten auf die rassistische Kackscheiße nicht mal mehr denken – damit wären wir hier mit den Rassisten gleichauf (oder glaubt echt …
1
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
Polizei und Verfassungsschutz brauchen ein Ticket-System

Ja, das brauchen die. Unbedingt. So ein modernes Ticketsystem hat tolle Features, es kann zum Beispiel Anfragen aufgrund von Stichwörtern bestimmten Bereichen zuordnen, es können Filter über die Anfragen gelegt werden, so dass man zum Beispiel die in die eingereichten Tickets enthaltenen Webadressen einfach filtern und sich eine Liste ausgeben lassen kann, welche Adressen wie wie oft rein geschickt wurden. Da sind ganz ganz tolle Sachen möglich. Und es wird Zeit für so was. Denn nicht erst seit Seiten wie Perlen aus Freital sammeln, was Rassisten in Deutschland tagtäglich  und teilweise ohne Scham unter ihrem Klarnamen ins Netz pusten, fällt auf, dass es mehr wird. Immer mehr. Und es wird widerlicher und immer öfter wird dabei eine Grenze überschritten. Die Grenze vom widerlichen Rassismus und dummen Parolen hin zu Straftaten wie  Volksverhetzung, Holocaustleugnung und Aufrufen zu Gewalt und Mord.

Und dann erfährt man immer wieder, dass Verfassungsschutz und Polizei da nicht von selbst tätig werden. Man wäre auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Nur wie? Also mal schauen. Ich wohne im Saarland, also schaue ich doch mal nach dem „Meldeformular für Volksverhetzung, Holocaustleugnung, Gewaltaufrufe und andere rechtsradikale Absonderungen im Internet“ bei der Polizei und dem Verfassungsschutz. Wenig überraschend: Es gibt keins. Man kann im Saarland nicht mal online eine Strafanzeige erstatten:

Den Verdacht einer strafbaren Handlung können Sie der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder beim Amtsgericht mündlich oder schriftlich mitteilen.

Empfehlenswert ist es, unmittelbar nach der Tat die Polizei zu verständigen und Ihre Anzeige zu Protokoll zu geben. Dies hat den Vorteil, dass die Polizei sie ausreichend zum Tathergang befragen und sofort die Ermittlungen aufnehmen kann. Die Polizei hat dann auch Gelegenheit, Sie über den weiteren Werdegang des Ermittlungs- und Strafverfahrens zu informieren, Ihnen Ihre Rechte aufzuzeigen und Sie über Einrichtungen der Opferhilfe zu orientieren. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten werden bemüht sein, Ihnen eine zufriedenstellende Antwort zu geben.
Sie sind immer noch unsicher? Nehmen Sie eine Person ihres Vertrauens zur Anzeigenerstattung mit. Wenden Sie sich vertrauensvoll an die Polizei.

Schriftlich oder mündlich. Nun, beides habe ich schon getan. Es ging in beiden Fällen um Online-Geschichten und in beiden Fällen wurde ich gebeten doch vorbei zu kommen, alles auszudrucken… Echt jetzt, ich sollte alles ausdrucken. In einem Fall ging es um Identitätsdiebstahl, das waren etliche Seiten und der Beamte, der es aufgenommen hatte, konnte mit dem Thema genau gar nichts anfangen. Wie soll ich so jemandem erklären, worum es geht, wenn er schon Probleme hat zu glauben, dass es etwas wie eBay gibt und man dort nicht seinen Ausweis auf einen Tisch legen muss, um einen Account anzulegen. Wirklich.

Natürlich kann sich nicht jeder Polizist mit diesem Internetkram auskennen, muss ja auch nicht sein, aber gerade wenn es um den immer stärker werdenden Rassismus geht, der zu immer häufigeren Straftaten wie Volksverhetzung und Aufrufe zu Gewalttaten führt, die innerhalb von Minuten begangen werden können, halte ich es für ein klitzekleines bisschen weltfremd von den Bürgern zu verlangen sich für jeden dieser Kommentare Stunden Zeit zu nehmen, um sie zur Anzeige zu bringen, in der Hoffnung an einen Beamten zu geraten, der weiß was Facebook und was eine IP-Adresse ist. Auf einen Computer mit Internetzugang in jeder Dienststelle braucht man wahrscheinlich immer noch nicht zu hoffen oder hat sich da was getan?

Keine Ahnung, wie das beim Verfassungsschutz ist, aber ich fürchte im Zweifel auch nicht viel besser. Und jetzt mal ehrlich: Die Rassisten, die Nazis, die hauen ihren Müll im Minutentakt ins Netz, wer es zur Anzeige bringen will, der wird erstmal vom potentiellen Zeitaufwand abgeschreckt. Also bleiben wahrscheinlich die meisten solchen Äußerungen folgenlos. Deswegen brauchen Polizei und Verfassungsschutz Ticketsysteme. Jeweils eine Website und/oder Mailadresse, an die man entsprechende Meldungen schicken kann und die maschinell vorsortiert werden, so dass die Beamten dort möglichst schnell und effizient prüfen können, ob in solchen Kommentaren die Grenze zur Strafbarkeit überschritten wurde oder nicht (bzw. im Falle des Verfassungsschutzes, ob die Äußerung von einem bekannten Rechtsradikalem, einen bislang unbekannten oder einem V-Mann stammt ;)).

Also habe ich bei beiden Stellen im Saarland deswegen mal nachgefragt - der Auto-Responder der Polizei macht schon mal keine großen Hoffnungen…

Dies ist eine vom System erzeugte Meldung; diese gilt nicht als Quittung.

Ihre eMail wird dem Adressaten umgehend zugeleitet.

Wir weisen darauf hin, dass auf diesem Wege keine Anzeige erstattet bzw. auch kein Hilfeersuchen an die Polizei gerichtet werden kann.
Dringende Hilfeersuchen sind ueber die Notrufnummer 110 an die Polizei zu richten.
Wir uebernehmen auch keine Gewaehr dafuer, dass die eMail unmittelbar nach dem Eingang gelesen oder bearbeitet wird.

Es kann doch nicht sein, dass die Rassisten, Nazis und Abernazis ungestraft weiter zu Gewalt gegen Flüchtlinge aufrufen und den Holocaust leugnen können, nur weil die zuständigen Behörden technisch nicht mal auf dem Stand von vor 10 Jahren, sondern irgendwo im letzten Jahrtausend hängen geblieben sind…  Ständig hört man die Leier vom Internet, welches kein rechtsfreier Raum sein dürfe, aber anscheinend gilt das nur, wenn es um die Durchsetzung der Rechte von Medienunternehmen geht, die gegen „Raubkopierer“ vorgehen wollen?

P.S.: Das Beitragsbild habe ich mir ganz dreist im bereits erwähnten Tumblr-Blog Perlen aus Freital gemopst.

P.P.S.: Übrigens hat Facebook zwar ein sehr gutes Meldesystem, aber dafür komplett verquere Community-Standards, bei denen ein weiblicher Nippel ganz böse, aber der Aufruf gegen ein Flüchtlingsheim mit Waffengewalt vorzugehen absolut okay ist.
 ·  Translate
Ja, das brauchen die. Unbedingt. So ein modernes Ticketsystem hat tolle Features, es kann zum Beispiel Anfragen aufgrund von Stichwörtern bestimmten Bereichen zuordnen, es können Filter über die Anfragen gelegt werden, so dass man zum Beispiel die in die eingereichten Tickets enthaltenen Webadressen einfach filtern und sich eine Liste ausgeben lassen kann, welche Adressen wie …
1
Add a comment...

Carsten Dobschat

Shared publicly  - 
 
 
Aber man verklagt ja nicht einfach seine Vorgesetzten


Da die Seite von +netzpolitik im Moment überlastet ist, stelle ich hier die Bankdaten zum Spenden rein:
Inhaber: netzpolitik.org e. V.
Konto: 1149278400
BLZ: 43060967 (GLS Bank)
IBAN: DE62430609671149278400
BIC: GENODEM1GLS
Zweck: Spende netzpolitik.org

#heuteshow #Landesverrat #Spenden #Spende #Spendenkonto #Netzpolitik #VDS #Vorratsdatenspeicherung #NSA #BND #Pressefreiheit #de62430609671149278400 #Whistleblower #Beckedahl #Generalbundesanwalt #Range #Snowden #Assange #Piraten #Piratenpartei #Flaschenpost #Bananenrepublik 
 ·  Translate
View original post
6
Add a comment...
People
Have him in circles
551 people
Bruno Ranieri's profile photo
MenschenZeitung's profile photo
Klaus Keip's profile photo
Carmen Sibaja Varo's profile photo
Georg Sauer (Schorsch)'s profile photo
Markus Frosch's profile photo
Scarlett Wycisk's profile photo
Ultra Trash's profile photo
Gunnar Sohn's profile photo
Work
Occupation
Irgendwas mit Internetz, Musikern und so
Employment
  • Leo Skull
    Chef, present
Places
Map of the places this user has livedMap of the places this user has livedMap of the places this user has lived
Previously
Saarbrücken - Nürnberg - Fürth - Weil am Rhein - Überlingen - Wiesentheid
Links
Contributor to
Story
Tagline
Der Herr Dobschat halt…
Introduction
Dies hier ist der richtige Dobschat, also genau der und so :)
Education
  • Schule des Lebens
    present
Basic Information
Gender
Male
Apps with Google+ Sign-in
  • Angry Birds Under Pigstruction