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Bert Ungerer
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Bert Ungerer

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Warum ich auch beim Radfahren keinen Helm trage

Radfahren ist nicht besonders gefährlich, etwa im Vergleich zum Gehen oder zum Autofahren. Oder zum Baden! Allein daran sterben in Deutschland etwa so viele Menschen wie beim Radfahren.

Dennoch hält sich seit einigen Jahren das hartnäckige Gerücht, dass gerade Radfahrer Schutzkleidung benötigen und dass diese gerade aus einem Helm bestehen muss. Schutzhelme wurden einmal erfunden, um Kämpfende oder Bergleute an ihrer exponiertesten Stelle vor manchen Waffen, umherfliegenden Splittern oder Steinschlag zu schützen. Die Idee, dass ein Helm oben auf dem Kopf auch bei schweren Stürzen oder Zusammenstößen Leben rettet, ist relativ neu und keineswegs so unumstritten, wie Helmverkäufer, Polizei oder Autoversicherungen immer wieder behaupten. Sie behaupten dies unverständlicherweise fast ausschließlich im Zusammenhang mit dem Radfahren, dafür aber auf so penetrante Weise, dass es einem den Spaß an einer der harmlosesten und gesündesten Beschäftigungen verleiden kann.

Das ohnehin äußerst geringe Risiko, sich ernsthaft zu verletzen, können Radfahrer weiter senken, indem sie zum Beispiel keinen Alkohol trinken, defensiv fahren, mit Fehlern anderer rechnen oder für den Fall der Fälle richtiges Fallen und Abrollen lernen, das ein Fahrradhelm sogar behindert. Aber nicht dadurch, dass sie eine Plastikkappe aufsetzen. Es gibt keinen wissenschaftlich haltbaren Beleg dafür. Keine Unfallstatistik zeigt Hinweise darauf, dass Behelmte einen Vorteil haben. Es gibt einen Abwärtstrend bei den Sterbezahlen, aber das liegt sicher nicht an der wachsenden Beliebtheit des Fahrradhelms: Bei den Fußgängern folgen die Zahlen demselben Abwärtstrend . 

Es gibt sogar berechtigte Bedenken, dass ein Helm die Gefahr eines Schleudertraumas sowie von Hirnschädigungen durch hohe Rotationsbeschleunigung erhöht. Beides ist aber keineswegs harmloser als ein angeknackstes Schädeldach. Kein Helmhersteller zeigt einen Crashtest als Beleg, dass sein Produkt Unfallfolgen mindert, und die Testnormen beziehen sich nur auf den Helm selbst. Übertragen auf die Sicherheitsnormen in der Autoindustrie hieße das, nur die Reißfestigkeit der Sicherheitsgurte zu messen. Apropos Gurte: Der beliebte Vergleich mit dem Fahrradhelm hinkt. Die Wirksamkeit
von Gurten ist belegt und nachvollziehbar, denn sie verhindern oder vermindern - anders als ein Helm - einen Anprall des Körpers.

Es ist also nicht verwunderlich, dass beruflich Radfahrende wie Postboten keinen Helm tragen. Deren Versicherer würden darauf dringen, wäre die Wirksamkeit belegt. Mehrfach belegt ist hingegen, dass Menschen durch das Helmtragen ums Leben gekommen sind. Sie haben sich bei eigentlich harmlosen Unfällen stranguliert.

Anders als in der Presse häufig dargestellt, sind sich "Experten" keineswegs einig, dass Helme schützen. Es gibt Hinweise darauf, dass Helmträger häufiger in Unfälle verwickelt sind als Nichthelmträger und dass sich Kraftfahrer gegenüber Helmträgern weniger rücksichtsvoll verhalten als gegenüber "ungeschützten" Radfahrern (Stichwort "Risikokompensation"). Eine Helmpflicht, die der Internationale Radsport-Verband (UCI) im Jahr 2003 eingeführt hat, zeigt auf der Liste getöteter Radrennfahrer keine Wendung zum Positiven: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_t%C3%B6dlich_verungl%C3%BCckten_Radrennfahrern

Helme sind sinnvoll, wenn Unheil durch harte Gegenstände droht. Sie schützen Bergsteiger vor Steinschlag, Reiter vor Huftritten, Bauarbeiter vor fallengelassenen Werkzeugen und Eishockeyspieler vor dem Puck. Sie gehören aber nicht zu den Dingen, die Radfahren "sicherer" machen. Dazu gehören vielmehr Tempo 30 innerorts, gute Radwege abseits der Fahrbahnen und die Abschaffung von Zwangsradwegen. 

Wer über Schutzbekleidung fürs Radfahren nachdenkt, sollte statt eines Helms besser Handschuhe in Erwägung ziehen. Die Hände sind im Falle eines Falls mit derart größerer Wahrscheinlichkeit involviert als der Kopf, dass ich mich frage, warum es keine Pro-Handschuh-Kampagne der Versicherer gibt. Außerdem verhindern Fahrradhandschuhe bei längeren Touren unangenehme Druck- und Taubheitsgefühle. Ein Helm nervt dagegen einfach nur. Man weiß nie, wohin damit, und er schränkt die Sicht ein - vielleicht mit ein Grund, warum Behelmte überdurchschnittlich oft verunglücken.

Wer sich trotzdem ohne Fahrradhelm unwohl fühlt (was angesichts der massiven Helmpropaganda leider verständlich wäre), soll sich halt einen kaufen, statt nicht Fahrrad zu fahren. Das ist besser für die eigene Gesundheit, die Umwelt und die Allgemeinheit, als vor lauter Angst aufs insgesamt viel schädlichere Auto umzusteigen. Je mehr Radfahrer es gibt, desto sicherer sind sie unterwegs ("Safety in Numbers"). Die Behauptung, Radfahren sei derart gefährlich, dass sich das Risiko nur mit Schutzkleidung auf ein erträgliches Maß herunterschrauben lässt, und Forderungen, Radfahren mit gewöhnlicher Bekleidung zu verbieten, sind daher schädlich für alle Radfahrer, ob mit oder ohne Helm. Sie sind noch unsinniger als eine Forderung, nur mit Schwimmweste zu baden - denn Schwimmwesten können Leben retten.

Zum Weiterlesen:
Helmstudien: Die häufigsten Fehler. http://razzi.hadar.uberspace.de/wordpress/2015/10/14/helmstudien-die-haeufigsten-fehler/
Overestimation of the effectiveness of the bicycle helmet: http://www.fietsberaad.nl/?lang=nl&repository=Overestimation+of+the+effectiveness+of+the+bicycle+helmet+by+the+use+of+odds+ratios
Typische Merkmale der Esoterik am Beispiel der Vorratsdatenspeicherung, mit erstaunlichen Parallelen zur Helmpropaganda: blog.fefe.de/?ts=ac194f9f
Weder ist Radfahren gefährlich noch schützt ein Fahrradhelm: http://www.fabio.ethz.ch/Velohelm.htm
Velofahren ohne Velohelm soll verboten werden. Warum eigentlich?
http://www.fabio.ethz.ch/velohelm2.htm
Helmets - Frequently Asked Questions: http://www.vehicularcyclist.com/hfaq.html
http://erichsieht.wordpress.com/2007/04/27/ahnungslose-mediziner-oder-propaganda/
http://erichsieht.wordpress.com/2007/05/10/gefuhlte-sicherheit-oder-wie-man-sich-seines-aberglaubens-vergewissert/
http://de.slideshare.net/Amsterdamize/why-bicycle-helmets-are-not-effective-in-the-reduction-of-injuries-of-cyclists
http://www.vox.com/2014/5/16/5720762/stop-forcing-people-to-wear-bike-helmets
http://wort-und-satz.de/radhelm.htm
http://www.fahrradfruehling.de/helm/
http://www.regensburger-orthopaedengemeinschaft.de/orthojournal/details-journal/artikel/sicherheit.html
http://www.novo-argumente.com/magazin.php/novo_notizen/artikel/moralische_helmpflicht_wie_der_nanny_staat_von_nannies_gemacht_wird
http://www.ecf.com/news/mandatory-helmets-an-attack-on-spanish-cycling/
http://www.zukunft-mobilitaet.net/9653/verkehrssicherheit/radhelmpflicht-verkehrstote-statistik-ungenauigkeit/
http://pdeleuw.de/fahrrad/helm.html
http://taz.de/Debatte-Helmpflicht-fuer-Radfahrer/!119980/
http://iolfree.ie/~hardshell/
http://www.cyclehelmets.org/
http://fahrradzukunft.de/14/wirksamkeit-von-fahrradhelmen/
http://fahrradzukunft.de/14/notwendigkeit-von-fahrradhelmen/
http://fahrradzukunft.de/14/helmpflicht-fuer-mehr-sicherheit/
http://fahrradzukunft.de/14/helmpflicht-nein-danke/
http://www.ingokeck.de/verkehr/faktenblattradhelm/
http://www.ingokeck.de/publikationen/radhelm/rhwirkungslos/
http://www.ingokeck.de/verkehr/assets/helminfo.pdf
Vernehmlassung Via sicura - Velofahren soll legal bleiben: http://clk.ch/texte/viasicura.html
http://www.borrible.de/texte/textsammlung/fahrrad/helm.html
http://www.mobilesport.ch/2012/02/01/falltraining-unterschiedliche-formen-des-fallens-lernen/
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"Mit hat ein Helm geholfen" ist der Inbegriff des statistisch nicht signifikanten anekdotischen Beweises. Trotzdem dir natürlich Glückwunsch, und klar, dass du fortan von Helmen überzeugt bist. Unbefangen bist du fortan aber nicht mehr. (ed. Hoppla, einen ein Jahr alten Thread wieder aufgewärmt...)
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Bert Ungerer

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Der BND ist noch nicht einmal in der Lage, die Pläne eines eigenen Gebäudes geheim zu halten oder die Hochsicherheitsbaustelle physisch zu sichern.
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The End of Trust

Der NSA Untersuchungsausschuß wird Edward Snowden nicht anhören. Das spielt aber keine Rolle mehr, denn es ist nicht einmal mehr relevant, ob das, was Edward Snowden enthüllt hat, wahr ist oder ob und wo er oder seine Medienrepräsentanten überspitzt, übertrieben oder gar erfunden haben.

Edward Snowdens Story ist nicht nur plausibel, sondern erscheint auch technologisch machbar, und die, die sie gehört haben, wollen entweder ebenfalls die beschriebenen Fähigkeiten haben oder sich dagegen verteidigen können. Das ist genau eine der Sachen, die Bruce Schneier in https://www.schneier.com/blog/archives/2015/03/the_democratiza_1.html The Democratization of Cyberattack diskutiert.

Eine andere Seitenlinie der Story von Edward Snowden ist, daß gerade die Institutionen, von denen wir geglaubt haben. daß sie die Mission verfolgen, uns gegen jedweden Angriff und Spionageversuch zu beschützen, mit der NSA und dem GCHQ zusammegearbeitet haben und Daten mit den Personen getauscht haben, die wir als Angreifer wahrnehmen. Auch wenn unsere politischen Führer meinen, daß das damals legal und legitim gewesen ist und daher nicht justiziabel ist, sind die Institutionen verbrannt. Ja, über einen Halo-Effekt ist jede IT-Sicherheitsaktivität die aus Regierungskreisen gesteuert wird beschädigt.

Ich kann als deutscher Unternehmer IT-Sicherheitsratschläge von Verfassungsschutz und BKA nicht mehr vertrauen, weil es genau diese Institutionen sind, die Daten an ausländische Mächte und Dienste weiter gegeben haben, die also genau das Gegenteil von dem getan haben, was ich als deutscher Unternehmer als ihre Mission ansehen würde.

Ich kann als deutscher Unternehmer aber auch ein dem Innenministerium unterstelltes BSI, das noch dazu mit Vupen zusammenarbeitet, nicht als bedenkenlos vertrauenswürdig wahrnehmen.  Etwas wie das BSI kann nicht im selben Laden Angreifer und Verteidiger spielen und erwarten, daß ihm irgendjemand irgendetwas glaubt.

Ich kann als deutscher Unternehmer auch DE-Mail nicht vertrauen, da es keine Client-gesteuerte Ende-zu-Ende Verschlüsselung erzwingt und es sogar eine Sollbruchstelle mit Umverschlüsselung auf den Servern zwingend spezifiziert. Diese ist damals vermutlich tatsächlich zum Spam- und insbesondere Virenschutz eingebaut worden, aber sie kann im Kontext von Nation State Attackers nur als Abhör-Sollbruchstelle interpretiert werden und sie tötet DE-Mail "ab Werk". Und unsere politische Führung negiert das Problem und führt darüber nicht einmal eine sinnvolle Diskussion.

Das Resultat ist verdient erarbeitet: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesregierung-De-Mail-noch-ohne-kritische-Masse-2557257.html "DE-Mail noch ohne kritische Masse" und solange sich am Dialog zu dem Thema nicht fundamental etwas ändert und dann funktionale Korrekturen am Produkt vorgenommen werden wird DE-Mail, muß DE-Mail sterben.

Wie genau muß der Dialog zu DE-Mail und der Dialog zu IT-Sicherheit in der Politik sich denn ändern?

Die Politik hat zwei Probleme - sie hat ihre Institutionen verbrannt. Jede einzelne staatliche Institution, die mit IT-Sicherheit, Abhörschutz und dergleichen zu tun hat, hat mit einem fremden Nation State Attacker kollaboriert und ist daher nicht vertrauenswürdig, oder sie ist von einem Nation State Attacker ausspioniert worden ohne es zu bemerken und steht daher als inkompetent da, oder, wie unsere Geheimdienste, beides.

Staatliche Institutionen können das Problem nicht mehr reparieren. Post-Snowden bedeutet das Ende des Vertrauens. Wenn Deutschland in Deutschland einen sinnvollen Dialog über IT-Security führen kann, dann kann das nur in einer Organisation passieren, die Vertreter aus der Wirtschaft und von NGOs auf eine wirksame Weise mit einbindet und die insbesondere den Antrieb nicht primär von staatlicher Seite und aus staatlichen Interessen bezieht. "Guter Wille ist ein Konto, von dem man nur abbuchen kann" pflegt meine alte Frau Mutter zu sagen, und das Vertrauenskonto ist auf dieser Seite schlicht bis ans Limit überzogen.

Was der Staat noch sinnvoll tun kann:

1. Ausbilden. Awareness und Best Practices im Umgang mit IT-Security schon in der Grundschule lehren und einüben. Einem Vierzigjährigen bringt man OPSEC Basics nicht mehr bei, einem Vierzehnjährigen oder einem Achtjährigen schon. In zwanzig Jahren stehen wir dann in den Betrieben grundsätzlich besser da.

2. Stand der Technik weiter entwickeln. Viele Gesetze und Verordnungen im Bereich der IT-Sicherheit verlangen allgemein oder für Haftungsausschluß, daß Dinge "dem Stand der Technik" entsprechen. Stand der Technik kann man definieren als 'Verschlüsseln mit Non-Export Grade Ciphers', 'Zweifaktorauthentisierung notwendig', 'Softwareupgrades und Bugfixes in der Fläche ausrollen binnen 90 Tagen nach Meldung für die Dauer der Gewährleistung' und ähnliche Dinge. Definiert man das offiziell so, wird das über Versicherungen und andere Haftungsmechanismen in 6 Monaten mehr für IT-Sicherheit tun als die letzten 20 Jahre zusammen.

Und schließlich ganz besonders:

3. Das Ende des Vertrauens ernst nehmen. Transparenz- und Informationsfreiheitsgesetze, Dokumentation von Verfahren und Verfahrensprüfungen sind mühsam, anstrengend und für eine hoheitliche Verwaltung besonders am Anfang gefühlt erniedrigend. Sie sind außerdem die einzige Methode über die sich einmal verbranntes und weggebröseltes Vertrauen in das Rückgrat unserer Gemeinschaft - und das ist der Staat - wieder aufbauen läßt. Unser Staat muß sich überlegen und uns beweisen, daß er noch auf unserer Seite ist und nicht auf der Seite der Nation State Attacker von Fremdmächten, mit denen er "kooperiert" hat.
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Bert Ungerer

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Wieder eine sensationelle Erfindung von Segway: Ein Zweirad, das sich selbst dann in aufrechter Position fortbewegen lässt, wenn der Akku leer ist.
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Bert Ungerer

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Vorsicht, Autotür!

Vorschlag für die Autohersteller: Beim Öffnen eines Gurtschlosses sollten die Blinker auf der betreffenden Seite für ein paar Sekunden schnell blinken. Das warnt den nachfolgenden (Rad-)Verkehr rechtzeitig davor, dass dort möglicherweise gleich eine Unachtsamkeit passiert. Das wäre sinnvoller als die neulich durch die Netze geisternde Erfindung, die erst dann warnt, wenn sich die Tür bereits öffnet.
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Bert Ungerer

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"Der Fahrradhelm hat mir das Leben gerettet!"

Ein Kollege von mir ist überzeugt, dass ihn sein Fahrradhelm bei seinem letzten Radweg-Unfall "vor Schlimmerem" bewahrt hat. Das Krankenhauspersonal hat ihn in dieser Annahme bestärkt. Fast jeder kennt so jemanden oder meint sogar selbst, von einem Helm gerettet worden zu sein. Die Vorstellung, dass ein Helm hilft, hat sich unter anderem in Deutschland so tief verankert, dass sie in kaum einer Polizeimeldung zu einem Unfall mit Radfahrerbeteiligung fehlt.

Doch etwas kann daran nicht stimmen: Fast niemand kennt jemanden, der bei einem Fahrradunfall schwer an der oberen Kopfhälfte verletzt oder gar deswegen getötet wurde - ob mit oder ohne Helm. Großzügig aufgerundet tragen vielleicht 20 Prozent der Radfahrer überhaupt einen Helm. Demnach müsste es deutlich mehr Schreckensmeldungen über zerbröselte Schädeldächer geben als Gejubel über rettende Helme. Es verhält sich jedoch umgekehrt.

Wenn Fahrradhelme überhaupt eine positive Wirkung entfalten, dann ein gewisses Wohlgefühl im Kopf darunter. Insofern haben sie schon ihre Berechtigung, denn sonst würde sich die helmtragende Person womöglich erst gar nicht aufs Rad trauen, von dem ja alle immer sagen, dass es ohne Helm viel zu gefährlich sei.

Zur Beruhigung könnte man stattdessen einen Blick auf die Statistik der Verkehrstoten werfen (siehe Bild). Und wo wir gerade dabei sind: Wer erkennt anhand der Kurven, wann die Gurtpflicht für Autofahrer und die Helmpflicht für Motorradfahrer eingeführt wurden? Hätten sie einen statistisch signifikanten Effekt, müsste es an den Kurven deutlich ablesbar sein, insbesondere im Vergleich zu den Fußgängern, für die ja erstaunlicherweise immer noch niemand ernsthaft eine spezielle Schutzausrüstung empfiehlt.

Zum Weiterlesen:

Warum ich auch beim Radfahren keinen Helm trage. https://plus.google.com/+BertUngerer/posts/JjWSVqphkKm

"Fahrradhelm kurz & bündig" von Ingo Rohlfs. http://www.fahrradfruehling.de/helm/
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Jaja, ist klar, weil es keinen statistischen Effekt bei den Verkehrstoten gibt, kann Helm tragen also keinen Effekt haben. Weis ja auch Michael S. aus Kerpen (ok, ohne Fahrrad unterwegs). Und eine Helmpflicht ist somit auch Käse. Am Ende wollen die noch Nummernschilder an Fahrrädern.

Klingt aber insgesamt so wie das Gequatsche zu Zeiten als die Anschnallpflicht eingeführt wurde.
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Bert Ungerer

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Vorsprung durch Technik! Da die Schaltung offenbar die Fahrtrichtung erkennt, sollte es kein großer Aufwand sein, auch das Fahrtempo zu ermitteln und entsprechend schneller oder langsamer zu schalten.
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Bert Ungerer

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Das in den zitierten Beitrag eingebettete Video fasse ich nicht. Die von Lkw getöteten oder schwer verletzten Opfer waren Radwegbenutzer. Doch die Verkehrsführung stellt niemand infrage. Stattdessen gibt es mit freundlicher Unterstützung des ADFC gerade einmal die Empfehlung, einen Helm zu tragen. Abgerundet vom Hinweis an die Hinterbliebenen, die Opfer hätten ja alle keinen Helm aufgehabt. Wenn Experten in einem Punkt nicht rätseln, dann in dem, dass eine Styroporkappe nicht gegen Überrollen durch Vierzigtonner hilft.
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Ingolstadt (DK) Nach der Häufung schwerer Radfahrer-Unfälle in Ingolstadt hat sich die städtische Unfallkommission getroffen, um die tragischen Geschehnisse zu untersuchen. Schon jetzt ist klar: Einfache Lösungen für mehr Verkehrssicherheit gibt es nicht.
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In Niedersachsen besteht wie in allen anderen Bundesländern keine Helmpflicht für Radfahrer. Es gibt also keinen Grund, diese umstrittenen Styroporkörbchen ausgerechnet hier zu promoten. Wer suggeriert, dass harmloses Radeln durchs Grüne derart gefährlich ist, dass es besondere Schutzkleidung erfordert, schadet sogar der Tourismusbranche, nämlich den Fahrradverleihen sowie den Hotels und Gaststätten entlang der vielen schönen Fahrradstrecken in Niedersachsen.
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Bert Ungerer

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Der Glasfaserausbau ist nicht ganz billig, da muss die alte Drahtleitung auch mal zurückstehen.
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Glasfaser von der Telekom

Die Telekom will nicht nur mittelfristig analoges und ISDN-Telefon abschaffen und durch VoIP ersetzten (vgl. die Nachrichten zu massenhaften Kündigungen).
Nein, auch die teuer verbuddelten Glasfasern für "Fiber" sollen jetzt langsam mal beleuchtet werden. Verständlich.
Allerdings will das wohl keiner. Daher hat sich die Telekom jetzt offenbar entschlossen dem etwas mehr Nachdruck zu verleihen. VDSL mit 50 MBit/s gibt es nämlich - meinen Erkenntnissen nach - jetzt nur noch da, wo nicht schon Fiber verfügbar ist. Dann gibt es 50 MBit oder mehr nur noch so. VDSL ist dann bei 25 MBit zu ende. Ohne technischen Grund, nur aus politischen Gründen.
Wer sich nicht aus freien Stücken für die "Vorteile" von Fiber entscheidet, dem wird hier noch etwas nachgeholfen …
Ganz toll, Telekom! Was können wir froh sein, dass wir von euch einen Anschluss bekommen können!

Hat schon jemand ähnliches erlebt?

[Warum Fiber als FTTH, also Glasfaser bis in die Wohnung in Gegenden, wo fast nur Mehrfamilienhäuser stehen und in den Häusern noch gar keine Glasfaserinfrastruktur ist und diese auch keiner verlegen und bezahlen will, habe ich vor zwei Jahren hier schon mal geschrieben. Besser ist es seitdem nicht geworden.]

[Ich bin jetzt doppelt gekniffen. Die Telekom hat wegen der Umstellung auf VoIP gekündigt und VDSL 50, wie es schon seit Jahren habe, wollen sie nicht wieder schalten - nur VDSL 25 oder Fiber.]
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+Torsten Kleinz 
Bis zum Haus liegt Glasfaser der Telekom: Fiber ist verfügbar. Dann kannst du VDSL 50 nicht mehr bekommen, sondern nur noch VDSL 25, weil dir 50 MBit (oder mehr) nur noch über Fiber angeboten werden.
Künstliche Verknappung der VDSL Bandbreite, damit Fiber attraktiver wird. Jetzt klar?
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Bert Ungerer

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Ein großer Vorteil der Elektromobilität besteht darin, dass man die Fußgänger beim Ein- und Ausparken auf dem Gehweg nicht mit Auspuffgasen belästigt.
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Christoph Sold's profile photo
 
Wie heiß das Ding nochmal "Geh"-Weg? Stimmt, die Fußgänger sind dort nur im Weg, die müssen aus dem Weg gehen!
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Bert Ungerer

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Frage zu der Angabe "CO2-Emission kombiniert: 0 g/km": Wie viel Biomasse produziert BMW pro Fahrzeug, um dieses Ziel zu erreichen?
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Bert Ungerer

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Ich komm bei Twitter nicht rein. Das ist vielleicht ein blödes Gefühl. Ich müsste das dringend twittern.
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Jan-Piet Mens's profile photo
 
Ich koennte etwas copy/paste fuer Dich machen ...
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    Physik, 1982 - 1989
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Das Hotel belegt lediglich die dritte (nach offizieller Zählweise zweite) Etage eines größeren Appartementhauses in einer ruhigen Nebenstraße nahe dem sehenswerten Bahnhof Estació de França. Das uns zugeteilte Zimmer war sehr klein, aber ausreichend zum Schlafen - mehr braucht man eigentlich nicht für ein paar Nächte. Geräusche aus Nachbarzimmern und benachbarten Appartements (akustisch über einen Lichtschacht gut verbunden) sollten empfindliche Zeitgenossen mit Ohrstöpseln dämpfen. Das Badezimmer war in gutem Zustand und die Badewanne mit Dusche bot für mediterrane Verhältnisse selbst Großgewachsenen erstaunlich viel Kopffreiheit. Richtig warmes Wasser gab es aber nur nach langem Laufenlassen oder gar nicht. Das Personal des kleinen Hotels war sehr freundlich. Vormittags während der Zimmerreinigung kann es etwas dauern, bis es die Haustür nach mehrmaligem Klingeln öffnet. Schlüsselkarten gibts nur für die Zimmer. Den klapprigen Aufzug haben wir nicht ausprobiert und sind lieber über die engen, ausgetretenen Marmortreppen gelaufen. Überhaupt verströmt das ganze Haus den Charme längst vergangener, besserer Zeiten. Das Frühstück gibt es aus Platzgründen in einem benachbarten Haus. Wir haben es nicht ausprobiert. Es gibt genügend Alternativen, zum Beispiel rund um die Kirche Santa Maria del Mar - wir wollten schließlich möglichst viel von der Stadt sehen und erleben. Besonders gut gefallen hat uns die Bäckerei "La Placeta" nahe dem Picasso-Museum, die bereits knusprige Bocadillos, frisch gepressten Orangensaft und leckeren Milchkaffee anbietet, wenn viele andere Cafés noch geschlossen sind.
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