A little disclaimer to my english speaking followers: The following is a rant about the attitude of lots of journalists partly in reaction to another dumb discussion going on  in the Austrian Twitterverse. So if that doesn't concern you, you might safely ignore this post  ;)

Wie wär es, wenn wir bei der ganzen Mediendebatte die derzeit - wieder einmal - auf Twitter und Co. ausgebrochen ist, mal über was anderes reden? Gut? Dann stell ich mal eben eine These auf:

Der Journalismus hat ein echtes Problem mit Leuten, deren Ego davon lebt, sich über die LeserInnen zu stellen.

Deren größte Angst es ist, mit den LeserInnen gleichberechtigt zu kommunizieren, weil sonst schnell die Imagination des Universalgenies fallen müsste, die in der Aufmerksamkeitsökonomie des Medienzirkus doch ach so wichtig ist.

Die den Rückkanal lediglich als Bedrohung für eben jenes mühsam gezimmerte Außenbild sehen und nicht als Chance zur Reflexion, zum offenen Umgang mit Defiziten, dem eigenen Lernen, dem Abbau von Hierarchien.

Die insofern jegliche Partizipationskultur als Gefahr für ihre soziale Stellung begreifen und logischerweise offen bekämpfen müssen. Weil sie auch wissen, dass die jahrhundertealte Informationshierachie, das Konzept der "Weisen" nicht mehr zu halten ist. 

Das Schöne daran: Diese Attitüde, diese Arroganz wird sich von selbst erledigen. Wer nicht offensiv mit diesen Umbrüchen umgeht und daraus lernen WILL, wird sich früher oder später relevanztechnisch selbst obsolet machen. Egal was wir hier diskutieren.
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