Profile

Cover photo
Andreas Chudowski
Works at Andreas Chudowski Fotografie
Lives in Berlin
672 followers|31,359 views
AboutPostsPhotosReviews

Stream

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
In der letzten Woche fotografierte ich Utz Claassen für DIE ZEIT. Claassen ist ehemaliger Vorstandsvorsitzender der EnBW und von Solar Millennium sowie Mitbesitzer des Fußballvereins RCD Mallorca und ...
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
I need a logo (for a new business) and so i am looking for a really talented designer. Please share, forward, comment here or email me at andreas@chudowski.de if you are the right person or know someone who could be. Thanks!
1
Logo Mafia's profile photo
 
Go take a look at my work!
bit.ly/logo-mafia
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Jesper Juul ist ein dänischer Familientherapeut, Bestsellerautor, Institutsgründer, hilft jedes Jahr Familien in Flüchtlingslagern und, und, und... ein beeindruckender Mann. Vor kurzem durfte ich ihn ...
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Heute neu auf meiner Website: ein Portrait von Anke Domscheit-Berg, Verfechterin von Open Government und Frauen in Führungspositionen sowie prominentes Neu-Mitglied der Piratenpartei. {lang: 'de'}
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Schon vor einer Weile traf ich Amir Hassan Cheheltan, einen Schriftsteller aus Teheran. Dieses Bild von ihm habe ich hier bisher nicht gezeigt und hole es hiermit nach, indem es heute auch auf meiner ...
1
parto derakhshan's profile photo
 
Ich kenne er. Er ist ein schoner iranischer schriftsteller. Ich habe viele bucher von ihm gelesen.
 ·  Translate
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
"Eine andere Idee wäre, in den Dateiformaten selbst ein Informationsfeld zu schaffen, das maschinell auslesbar ist und in dem der Urheber hinterlegen kann, was er wünscht, dass mit seinem Werk geschehen soll: Was ja sehr unterschiedlich sein kann, von „bitte so weit verbreiten wie möglich“ bis zu „darf nicht kopiert werden“ (ähnlich den CC-Lizenzen). Man könnte das die „Urheberbitte“ nennen und die Browser und sonstigen Programme so gestalten, dass sie automatisch entsprechende Warnhinweise anzeigen, falls man etwas damit tun möchte, das der Urheberbitte nicht mehr entspricht – ähnlich, wie Google+ einen warnt, wenn man ein Posting teilen will, das der Verfasser nur mit seinen Kreisen teilen wollte. Vielleicht ließe sich auf diese Weise das herstellen, was gegenwärtig wohl vor allem vermisst wird: Rechtssicherheit."
 
Ein Romanautor liest „Die 10 wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform“ der Piratenpartei

1. Verkürzung der Schutzfristen auf 10 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Die aktuellen Schutzfristen (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers) nutzen und dienen in erster Linie den Rechteinhabern. Das Problem der Nichtverfügbarkeit vieler Werke gründet sich nicht zuletzt auch in diesen übermäßig langen Schutzfirsten, da viele Werke oft nicht neu aufgelegt oder neu vermarktet werden und trotzdem nicht freigegeben sind.

Das mit den Schutzfristen ist ein in meinen Augen völlig überbewerteter Gesichtspunkt. Für die meisten Werke sind die Schutzfristen ohne Bedeutung, weil sie bereits lange vor dem Ableben des Urhebers irrelevant geworden sind. Als Romanautor ist man schon gut dran, wenn ein Roman 10 Jahre nach seinem Erscheinen noch lieferbar ist; ob der Roman, an dem ich gerade schreibe, im Jahre 2050 oder im Jahre 2110 gemeinfrei wird, dürfte herzlich egal sein. Doch für diejenigen Werke, die überragende Bedeutung erlangen, sind die Schutzfristen mitunter kaum lang genug: Es ist das derzeit geltende Urheberrecht, das bis auf weiteres z.B. „Pippi-Langstrumpf“-Pornos verhindert.

Zu widersprechen ist dem häufig geäußerten Argument der „Nichtverfügbarkeit“: Das klingt so, als seien Werke bis zum Ablauf der Schutzfristen in Tresoren weggeschlossen. Zumindest für Bücher ist das Gegenteil ist der Fall – praktisch alle Bücher stehen in Bibliotheken und sind sehr wohl verfügbar. Man muss sich dazu freilich vom Rechner wegbewegen, was heutzutage offenbar schon als „nicht verfügbar“ gilt. Doch wenn es wirklich darum geht, wäre es sinnvoller, über geeignete Regelungen für die Digitalisierung von Bibliotheksbeständen nachzudenken.

2. Wir wollen die Rechte der Urheber gegenüber den Rechteinhabern stärken. So sollen, Rechte bei Nichtausübung der Rechteinhaber schneller auf den Urheber zurückfallen und die Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte auf maximal 25 Jahre beschränkt werden. Nach Ablauf der Frist fallen diese Rechte dann zurück an die Urheber.

Was Verlagsverträge betrifft, fallen Rechte bei Nichtausübung ohnehin mehr oder weniger automatisch an den Urheber zurück (manchmal muss man nachhelfen, wobei in der Regel ein entsprechend formulierter Brief genügt); zudem ist es in den letzten Jahren üblich geworden, Verlagsverträge nur über wenige (7-12) Jahre zu schließen. Es würde mich interessieren, für wen diese Änderung von Belang ist – ist es für einen Journalisten nützlich, wenn die Rechte an 25 Jahre alten Zeitungsartikeln an ihn zurückfallen?

Für den Fall, dass ein Buch unvermutet ein überragender Bestseller wird, der Vertrag aber sehr zuungunsten des Urhebers abgefasst ist (wie es z.B. bei Erstlingsverträgen gern der Fall ist), sodass dieser nicht angemessen daran beteiligt wird, käme ein automatischer Rechterückfall nach 25 Jahren – mit der Möglichkeit, anschließend neu zu verhandeln – meist zu spät, um noch von Nutzen zu sein. (Patrick Süßkinds „Das Parfum“, erschienen 1985, verfilmt 2006, hätte 2010 neu verhandelt werden können. Hmm.)

3. Im Kontext von öffentlichen Bildungseinrichtungen soll jegliche Mediennutzung von Werken frei von weiteren Urheberrechtsabgaben jenseits der regulären Anschaffung erfolgen. Außerdem sollen hier neue Geschäftsmodelle auf Basis freier Lizenzen angeregt werden.

Kommt mir vor wie eine Änderung, die Schulbuchverlage mit einem Federstrich in den Konkurs schicken würde, mitsamt der dort mitunter angesammelten pädagogischen Kompetenz. Es sei denn, man lässt zu, dass die Anschaffungskosten entsprechend steigen. Buy-Out sozusagen.

4. Die zeitgemäße Archivierung von Werken in Bibliotheken muss möglich sein, die freie Verfügbarkeit zu Bildungszwecken gewährleistet werden.

Die zeitgemäße Archivierung von Werken ist seit jeher die Kernkompetenz von Bibliotheken, insofern ist das keine Änderung. Allerdings sind Archivare auch seit jeher nie early adopter neuer Technologien gewesen, und das ist gut so: Denn so manche „Zukunft“ ist schon enttäuschend schnell Vergangenheit geworden.

Falls damit allerdings gemeint sein sollte, dass es eine Schande ist, dass man die Digitalisierung der Bestände deutscher Bibliotheken einer amerikanischen Privatfirma (Google) überlässt, weil kein europäischer Staat imstande ist, ein solches Projekt selber mit der nötigen Effizienz auf die Beine zu stellen, stimme ich zu.

5. Das Recht auf Privatkopie soll ausformuliert und festgeschrieben sowie die Erstellung von “Remixes” und “Mashups” erleichtert werden. Kopierschutzmaßnahmen und digitale Rechteverwaltung (DRM) wollen wir abschaffen.

Richtig, Privatkopien müssen erlaubt sein. Wobei „privat“ weiterhin heißen muss: „nicht für die Öffentlichkeit bestimmt“. „Privat“ umfasst meines Erachtens z.B. nicht die Hunderte von Facebook-“Freunden“, die manche haben, auch nicht das sich hinter Avataren verbergende Publikum von Tauschforen: all dies ist „Netz-Öffentlichkeit“.

Die Abschaffung von Kopierschutzmaßnahmen und DRM kann man meines Erachtens getrost dem Markt überlassen. Um der Entwicklung nachzuhelfen, böte sich folgende Vorgehensweise an, die sachlich eigentlich die Zustimmung aller Parteien finden sollte: Aus Sicht des Verbraucherschutzes klafft nämlich in dem System DRM noch eine gewaltige Lücke dahingehend, dass, wenn ein Anbieter Konkurs gehen sollte, die Käufer von Leselizenzen unter Umständen mit wertlos gewordenen Dateien dastehen. Das ist so theoretisch nicht; es gab bereits den Fall GemStar/Rocketbook. Und keine Firma lebt ewig, auch Amazon nicht.

Ein Verbraucherschutzminister, der mehr von IT versteht als wie man einen Facebook-Account anlegt, hätte eigentlich initiativ werden müssen, alle in Deutschland tätigen Anbieter von DRM-geschützten Dateien gesetzlich zu verpflichten, eine gemeinsame Datenbank aufzubauen und zu unterhalten (z.B. der Deutschen Nationalbibliothek unterstellt/angegliedert), in denen alle Dateien und Schlüssel so zu hinterlegen sind, dass ein Kunde, der eine DRM-geschützte Datei erwirbt, auch nach einem eventuellen Konkurs des Anbieters Zugriff auf sein Leserecht behält, und zwar auch mit anderen Geräten, falls die in Konkurs gegangene Firma gleichzeitig Lesegeräte hergestellt hat.

Das wäre nicht nur eine legitime, sondern sogar eine längst dringend gebotene Maßnahme. Zudem wäre es eine marktgerechte Maßnahme, da die Wahlmöglichkeit des Anbieters, wie er Dateien anbieten will, erhalten bleibt. Doch ein solches Gesetz würde natürlich die Kosten/Nutzen-Rechnung beeinflussen – und man darf vermuten, zuungunsten des DRM … ;-)

6. Wir wollen mehr Mitspracherechte für Urheber gegenüber Rechteverwertern, wie etwa ein Zweitverwertungsrecht oder eine zeitliche Begrenzung von »Buy-Out«-Verträgen (Reform des Urhebervertragsrechtes).

Mir ist unklar, worauf dieser Punkt abzielt. Es scheint mir aber wenig Kenntnis dahinterzustehen von dem, was heutzutage tatsächlich in Verwertungsverträgen steht: Da gibt es ganz andere Hämmer (Verpfändung von übertragenen Urheberrechten, um Finanzgeschäfte des Verlages abzusichern, zum Beispiel, und dergleichen mehr). Aktuell sorgt der Literaturagent für angemessene Mitsprache und ausgewogene Verträge, nicht der Gesetzgeber.

7. Das private, direkte, nichtkommerzielle Filesharing und die Weitergabe von Werken soll entkriminalisiert werden. Filesharer sind die besseren Kunden und das Bedürfnis nach “try-before-buy” ist ein berechtigtes Bedürfnis.

Was ist privates, direktes, nichtkommerzielles Filesharing? Wenn damit gemeint ist, dass Kumpel A seinem Kumpel B (=privat) einen USB-Stick gibt (=direkt) und sagt, „lies das mal, das ist toll“ (=nichtkommerziell), dann sehe ich kein Problem: Das ist eine Privatkopie, die ja jetzt schon legal ist.

Alles, was darüber hinausgeht – die grundsätzliche Legalisierung von Filesharing also – ist dagegen ein absolutes No-Go. Wer Dateien in mehr oder weniger allgemein zugängliche Bereiche des Internets hochlädt, um sie für mehr oder weniger beliebige andere zum Download bereitzustellen (ist nicht das eigentlich, was man unter „Filesharing“ versteht?), veröffentlicht sie damit, und wenn er das mit Dateien tut, die Werke im Sinne des Urheberrechts sind, dann ist das verboten und muss es bleiben.

Das Argument „Filesharing gibt es und das wird auch nicht mehr verschwinden“ zieht nicht, denn auch Schwarzfahren gibt es, es wird auch nicht wieder verschwinden (es sei denn, man schafft die öffentlichen Personenbeförderung ab), trotzdem bleibt es illegal, und wer erwischt wird, wird bestraft. Genauso soll der Filesharer, wenn man ihn schon nicht an seinem Tun hindern kann, zumindest befürchten müssen, identifiziert und bestraft zu werden.

Das Bedürfnis nach „try-before-buy“ ist durchaus berechtigt, aber es ist Sache des Anbieters, es zu befriedigen, nicht des Gesetzgebers. Wie Autofirmen Probefahrten anbieten und Hersteller von Wasserbetten, einem ihre Produkte für zwei Wochen ins Haus zu liefern und aufzustellen, können Buchverlage Leseproben anbieten und tun es teilweise bereits: Für die Beurteilung, ob man ein Buch lesen mag, genügt das im Normalfall als Entscheidungsgrundlage.

Es gibt das Argument, „Sharing“ gebe es ja auch schon in Bezug auf Papierbücher; da nenne man es „Ausleihen“: Das stimmt, aber es zeigt nur, dass eBooks und gedruckte Bücher eben nicht ganz dassselbe sind. Die Dynamik des Ausleihens eines gedruckten Buches ist dergestalt, dass das Buch wieder zum Ausleiher zurückkehren muss, ehe es wieder verliehen werden kann, und dadurch die Zahl der Kontakte begrenzt bleibt. Bei einer Datei entfällt diese Bremse: eine weitergegebene (kopierte) Datei kann ohne Verlust beliebig oft an weitere nahe Kreise weitergegeben werden, was (nach dem Satz, dass man über 6 Ecken jeden Menschen auf der Welt erreicht) theoretisch dazu führen könnte, dass jeder Mensch auf Erden in ihren Besitz gelangt.

Es wird argumentiert, dass ein ausgeliehenes Buch oft Auslöser dafür ist, Interesse an den Werken des betreffenden Autors zu entwickeln. Das entspricht durchaus auch meiner Erfahrung, aber die „Werbewirksamkeit“ von Downloads wird meines Erachtens in dem Maße nachlassen, wie die digitale Form das endgültige Produkt ist. Während noch vorstellbar ist, dass man nach der Lektüre eines „gesharten“ eBooks beschließt, sich das betreffende Buch in Papierform zuzulegen, um es zu verschenken oder sich (da viele Bücher ja auch schöne Gegenstände sind) ins Regal zu stellen, wird wohl kaum jemand nach Anhören eines „gesharten“ Hörbuchs, das ohnehin nur als Download erhältlich ist (wie derzeit z.B. von Audible), sich dasselbe Hörbuch noch einmal kostenpflichtig herunterladen.

In jedem Fall ist es Sache des Urhebers, sein Werk kostenfrei zur Verfügung zu stellen, wenn er sich von einer solchen Maßnahme etwas verspricht, und nicht Aufgabe anderer.

8. Neue Geschäftsmodelle: Alle bisher funktionierenden Modelle sowie neue Möglichkeiten wie Micropayment, Crowdfunding und -Investing aber auch die Option der Pauschalabgaben, die dem Urheber zugute kommen. Pauschalabgaben müssen unseren Vorstellungen von Datenschutz und der Privatsphäre in Netzen entsprechen. Wir wollen weiterhin eine faire und angemessene Vergütung für Urheber gewährleisten. Auf gegenseitiges Vertrauen zu setzen ist hier jedoch ein ebenso wichtiger Bestandteil, wie auf funktionierende und neue Vertriebswege zu setzen.

Ist es wirklich Aufgabe der Politik, sich Geschäftsmodelle auszudenken? Meines Erachtens nicht. Aufgabe der Politik ist, die Spielregeln für jedwede Geschäftsmodelle zu definieren, und zwar so, dass niemand unangemessen begünstigt oder benachteiligt wird.

Die faire und angemessene Vergütung ist die, auf die sich Leistungserbringer und Leistungsnutzer ohne äußeren Zwang einigen, weil sich jeder der Beteiligten einen Nutzen von dem Austausch verspricht.

Das mit dem „gegenseitigen Vertrauen“ ist Kinderkram: Wenn man einander vertraut, sind Gesetze sowieso unnötig. Gesetze sind gerade für den Fall auszulegen, dass man einander nicht vertraut und sich nicht einigen kann.

9. Das bisherige Abmahnwesen für Verletzungen des Urheberrechtes durch Privatpersonen muss beendet sowie die Störerhaftung zugunsten freier WLAN-Netze abgeschafft werden.

Dazu kann ich schwer was sagen, da mir das ein rechtlich ganz anderes Gebiet zu sein scheint. Wobei auch ich in der Tat den Eindruck habe, dass das juristische Instrument der Abmahnung zunehmend missbraucht wird, ohne dass der Gesetzgeber einschreitet: Das ist auch anderen Bereichen des Lebens ein Ärgernis.

Allerdings würde ich im Sinne einer „best practice“-Strategie erst einmal erkunden, wie andere Länder das handhaben, wie gut oder schlecht das jeweils funktioniert und versuchen, darauf aufbauend konkrete Alternativen zu entwickeln.

10. Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.

Zu schwammig, als dass ich was damit anfangen könnte. Recht beschränkt grundsätzlich, da die eigene Freiheit da enden muss, wo die Freiheit des anderen beeinträchtigt wird. Aufgabe des Gesetzgebers ist, die gegenlaufenden Interessen gegeneinander abzuwägen und durch entsprechende Regeln mit dem Ziel höchstmöglicher, freilich nie erreichbarer Gerechtigkeit auszugleichen.

__________________

Ein Punkt, der total fehlt, obwohl er für die meisten „Normal-User“ wohl der wichtigste sein dürfte: Dass das Urheberrecht nicht vorsieht, was in sozialen Netzwerken wie Facebook usw. heutzutage üblich ist, ja, was deren Kernfunktion ist: Einander auf Dinge aufmerksam machen, die man selber interessant findet. Ich kann nur vermuten, dass das „irgendwie“ mit den Punkten 5, 7 und 9 „mitgemeint“ sein soll, aber wenn ich lese, dass ein auf IT spezialisierter Anwalt vorrechnet, die Facebook-Seite eines durchschnittlichen Teenagers sei gut 14.000 € Abmahngebühren „wert“, dann meine ich, dass das zumindest einen eigenen Punkt auf so einer Liste wert sein sollte, idealerweise mit einem Lösungsvorschlag.

Wie der aussehen könnte, weiß ich als juristischer Laie auch nicht. Ich denke nur folgendes: Angenommen, niemand hätte jemals etwas widerrechtlich ins Internet hochgeladen – alle Fotos, die sich darin befinden, seien von deren Urhebern eingestellt worden, alle Musikvideos von den Plattenfirmen usw.; sprich, alle Werke im Netz wären von ihren Urhebern oder deren Beauftragten in der Absicht eingestellt worden, sie zu verbreiten –, dann gäbe es kein Problem. Was immer man dann in welcher Form auch immer in sein Blog, seine Homepage usw. übernähme, entspräche dem Willen des Urhebers und wäre damit in Ordnung. Also sind das Problem doch diejenigen, die etwas im Netz veröffentlichen, ohne die Erlaubnis des Urhebers zu haben, oder? Wäre es vielleicht ein Ansatz, die strafrechtliche Verfolgung auf den Upload zu beschränken? Wie gesagt, das ist nur der Gedankengang eines juristischem Laien.

Eine andere Idee wäre, in den Dateiformaten selbst ein Informationsfeld zu schaffen, das maschinell auslesbar ist und in dem der Urheber hinterlegen kann, was er wünscht, dass mit seinem Werk geschehen soll: Was ja sehr unterschiedlich sein kann, von „bitte so weit verbreiten wie möglich“ bis zu „darf nicht kopiert werden“ (ähnlich den CC-Lizenzen). Man könnte das die „Urheberbitte“ nennen und die Browser und sonstigen Programme so gestalten, dass sie automatisch entsprechende Warnhinweise anzeigen, falls man etwas damit tun möchte, das der Urheberbitte nicht mehr entspricht – ähnlich, wie Google+ einen warnt, wenn man ein Posting teilen will, das der Verfasser nur mit seinen Kreisen teilen wollte. Vielleicht ließe sich auf diese Weise das herstellen, was gegenwärtig wohl vor allem vermisst wird: Rechtssicherheit.

__________________

Fazit: Die zehn Punkte sind ein ziemliches Sammelsurium und enthalten nichts, worin ich wirklich eine Verbesserung erkennen könnte, insbesondere keinen Gedanken, der mir ein „hey, coole Idee!“ entlocken würde. Insgesamt habe ich den Eindruck, dass hier ohne viel Fachwissen rein aus Nutzersicht gedacht worden ist, garniert mit ein paar unkonkreten Lippenbekenntnissen zugunsten der Urheber, damit’s besser klingt. Was mir im Nachgang auch erklärlich macht, wieso gleich im ersten Punkt ausgerechnet auf die Schutzfristen abgezielt wird: Der Ablauf der Schutzfrist heißt schließlich, dass ab da jeder mit dem Werk machen kann, was er will.

Und das ist das Gefühl, das zurückbleibt: Dass es im Grunde darum geht, das Urheberrecht einfach so weit zu stutzen, dass man mit allem, was man findet, machen kann, was man will.
 ·  Translate
109 comments on original post
1
Add a comment...
Have him in circles
672 people
kapong pom's profile photo
Lisa Osta's profile photo
Annekatrin Bergemann's profile photo
Andrew Hill's profile photo
Jim Anness's profile photo
hossam elhosseiny's profile photo
Lynne Flynn's profile photo
Jeferson Costa's profile photo
Wiki Production's profile photo

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
I had the chance to take a photo of this shepherd in the Romanian Carpathians. Unfortunately he will never see the result of our encounter. //  In den rumänischen Karpaten begegneten wir kürzlich diesem Schäfer. Die Verständigung fiel schwer bzw. war unmöglich, aber zum Glück ist “Foto?” weltweit geläufig und so gab er mir ein paar Sekunden seiner Zeit. Schade nur, dass er selbst dieses Bild wohl nie sehen wird.
2
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Talking To Turtles, gogogo!
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Treffer, versenkt.
 
Trifft es gut :-)
 ·  Translate
86 comments on original post
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Heute im Feuilleton der ZEIT: mein Foto von Anke und Daniel Domscheit-Berg, entstanden in der letzten Woche.
 ·  Translate
1
Add a comment...

Andreas Chudowski

Shared publicly  - 
 
Germany's large weekly newspaper "DIE ZEIT" asked me to shoot Gerhard Zeiler - the managing director of Europe's largest mass media company "RTL Group". I'm really excited about the final result!
1
Add a comment...
People
Have him in circles
672 people
kapong pom's profile photo
Lisa Osta's profile photo
Annekatrin Bergemann's profile photo
Andrew Hill's profile photo
Jim Anness's profile photo
hossam elhosseiny's profile photo
Lynne Flynn's profile photo
Jeferson Costa's profile photo
Wiki Production's profile photo
Work
Occupation
Fotograf / Photographer
Employment
  • Andreas Chudowski Fotografie
    Photographer, 2006 - present
Basic Information
Gender
Male
Looking for
Friends, Networking
Story
Tagline
I'm a worldwide photographer based in Berlin, Germany.
Introduction
I'm a worldwide photographer based in Berlin, Germany. I love shooting subtile portraits and travelling for my clients. Please find more info and my work on http://www.chudowski.de/ and my blog http://www.chudowski.de/blog or contact me directly.
Places
Map of the places this user has livedMap of the places this user has livedMap of the places this user has lived
Currently
Berlin
Previously
Düsseldorf - Wuppertal - Reykjavik - Tokyo - London - Toulouse - Luzern - Rostock - New York - Philadelphia
Contact Information
Work
Phone
0179-8428725
Mobile
+49 (0)179-8428725
Email
Address
Berlin
Public - a year ago
reviewed a year ago
Food: ExcellentDecor: Very GoodService: Good
Public - 2 years ago
reviewed 2 years ago
8 reviews
Map
Map
Map
Public - 2 years ago
reviewed 2 years ago