Profile cover photo
Profile photo
Alexander Nolting
About
Alexander's interests
View all
Alexander's posts

Post has attachment

Post has shared content
[...] Sascha Hach: Es gab politischen Druck vonseiten der USA. Im Vorfeld der Abstimmung in der Generalversammlung im letzten Jahr hat sich die US-Regierung an alle Nato-Mitgliedstaaten gewandt und sie sehr eindringlich dazu aufgefordert, im Sicherheitsinteresse der Allianz einstimmig gegen Verhandlungen und gegen ein Atomwaffenverbot zu stimmen. Diesem Druck hat sich die Bundesregierung gebeugt - und, das kann man so sagen, sich hier zum Vasallen der USA gemacht.
Herr Hach, erklären Sie doch bitte zuerst einmal, was da am Montag, 27. März, in der UNO verhandelt wird und von wem diese Verhandlungen ausgehen.
Sascha Hach: Am Montag startet die erste von zwei Runden in diesem Jahr zum Verbot von Atomwaffen. Die Verhandlungen wurden durch eine Resolution in der Generalversammlung der UNO im vergangenen Jahr ermöglicht. Diese Resolution haben sechs Staaten eingebracht: Österreich, Brasilien, Irland, Mexiko, Nigeria und Südafrika.
Dahinter steckt eine größere Bewegung, die schon seit mehreren Jahren gewachsen ist. Also einerseits auf Regierungsseite, vor allem getragen durch atomwaffenfreie Staaten, die seit 2013 mehrere internationale Konferenzen veranstaltet haben zu den humanitären Auswirkung von Atomwaffen, zur Krisenreaktion in solchen Fällen und zur Frage, wie Atomwaffen völkerrechtlich geregelt sind. Auf der anderen Seite wird sie von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis unterstützt.
Wie erklären sie sich dann Deutschlands Ablehnung der UNO-Verhandlungen jetzt?
Sascha Hach: Es gab politischen Druck vonseiten der USA. Im Vorfeld der Abstimmung in der Generalversammlung im letzten Jahr hat sich die US-Regierung an alle Nato-Mitgliedstaaten gewandt und sie sehr eindringlich dazu aufgefordert, im Sicherheitsinteresse der Allianz einstimmig gegen Verhandlungen und gegen ein Atomwaffenverbot zu stimmen. Diesem Druck hat sich die Bundesregierung gebeugt - und, das kann man so sagen, sich hier zum Vasallen der USA gemacht.
https://www.heise.de/tp/features/Atomwaffenverbot-Bundesregierung-macht-sich-unglaubwuerdig-3664775.html

Post has shared content
Der Wahlausgang im Saarland verheißt nichts Gutes. Die Deutschen scheinen, wenn wir einmal von den Saarländern auf alle Deutschen schließen, abgrundtiefe Angst vor Veränderungen zu haben. Sie verharren wie Hasen in Schockstarre in der Kuhle und wollen offensichtlich, dass alle beim Alten bleibt und die Welt über sie hinwegzieht, in der Kriege und Terrorismus, Armut und Arbeitslosigkeit herrschen, in der Deutschland für die meisten, beileibe nicht für alle, eine Insel der Stabilität bleibt.

Selbst die Unzufriedenen der AfD wollen schließlich die Insel erhalten. Eine Mehrheit findet die wirtschaftliche Lage in Deutschland gut, 85 Prozent sagen, ihre persönliche wirtschaftliche Situation ist gut. Also bloß keinen Mucks machen, selbst ein Frühling kann in den Untergang führen.

Mehr als 40 Prozent haben für die CDU und damit auch für die Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer gestimmt. Damit wiederholt sich, was sich schon in den letzten Landtagswahlen gezeigt hat: Die Wähler kleben an ihren Regierungen bzw. an ihren Ministerpräsidenten und den größeren Koalitionsparteien. Wer den Karren nicht ganz in den Dreck gefahren hat, soll möglichst weiterregieren, es kann nur schlimmer werden.

Jörg Schönenborn (ARD) glaubt, das Wahlergebnis habe letztlich die Politik der Koalition bestätigt, die Menschen seien "zu zufrieden für einen Machtwechsel". Damit liegt er systemkonform, könnte man sagen, falsch. Die Menschen sind nicht zu zufrieden, sie sind zu ängstlich vor der Zukunft, weswegen sie die interne Ausgleichsmechanik von CDU und SPD goutieren, die Stillstand garantiert.

Man hätte glauben können, dass mit all den Protestwählern, die die AfD eine Zeit lang stark gemacht haben, und dass mit der Schulz-Euphorie in der SPD sich eine Wille zeigen würde, einmal etwas Neues auszuprobieren, gleich ob nun rechts oder links von Merkel und der Großen Koalition.

Aber wilde Träume hegt der Deutsche im sicheren Stübchen, wenn es zur Entscheidung kommt und die Wahrscheinlichkeit einer wirklichen Veränderung entsteht, wird noch schnell auf die Bremse getreten. Dafür sind dann auch deutlich mehr als beim letzte Mal zur Urne gegangen, um den Unzufriedenen nicht das Feld zu überlassen und die Konservativen im Sinne des Weiter so zu stärken.

https://www.heise.de/tp/features/Saarland-Wahl-Die-Deutschen-in-Schockstarre-3664815.html

Post has shared content
Am Wochenende schauten alle deutschen Medien in den Südwesten des Landes: In das Saarland, wo eine Landtagswahl stattfand, bei der sich an den Machtverhältnissen wenig änderte. Dafür änderte sich nebenan, in Rheinland-Pfalz, fast ohne Medienaufmerksamkeit etwas: Dort genehmigten sich die Abgeordneten einer Erhöhung ihrer Diäten von 5.800 Euro auf über 6.800 Euro.

Diese Steigerung in Höhe von 17,5 Prozent soll zwar auf drei Jahre verteilt werden, liegt damit aber immer noch bei 5,83 Prozent jährlich - also bei sehr viel mehr, als das, mit dem die Bürger rechnen können. Später sollen die Diäten dann automatisch mit einem Index steigen. Entwickelt sich der nicht so, wie die Politiker das erwarten, können sie das Gesetz jederzeit ändern, wie das unlängst in Baden-Württemberg geschah, wo die Mandatsträger von Grünen, SPD und CDU feststellten, dass private Rentenversicherungen, für die sie sich die Diäten erhöht hatten, finanziell weniger lukrativ sind als staatliche Pensionen, die sie daraufhin - natürlich ohne eine Rücknahme der Diätenerhöhung - wieder einführten.

https://www.heise.de/tp/features/Diaetenerhoehung-im-Aufmerksamkeitsschatten-der-Saarlandwahl-3665225.html

Post has shared content
The dynamics of disinformation, propaganda, "fake news," and conspiracy theories can be studied by watching how they spread. This is a summary of a scientific study (by one of its authors, who links the full paper) into this, and it's chock-full of fascinating results. They focused on responses to mass shootings in particular, as these are a favorite target of conspiracy theories. Conspiracy stories, it turns out, spread with a very different pattern than other types of story - and botnets, quasi-replication of stories between sites, and similar patterns of signal manipulation are key to them. This (as well as other interesting commonalities between the sites which propagate these) suggests that there is something systematic and intentional behind these theories: they aren't emerging organically, they're being curated. 

Post has attachment

Post has shared content
Apparently it's easier to give out discounts to users than fixing websites.

Post has shared content

Post has shared content
Vor drei Jahren wurde erstmals ein Chromosom der Hefe künstlich im Labor erzeugt, nun kamen fünf weitere dazu. Forscher haben dabei die DNA-Sequenzen um acht Prozent gekürzt und die meisten Gene mit Markierungen versehen, um langfristig mehr über die Funktion und Evolution von Genomen zu erfahren.

Wenn Forscher etwas über das Genom lernen wollen, hilft das Entziffern der DNA-Sequenz nur bedingt weiter. Sie benötigen ein Modell, das sie kontrollieren und manipulieren können. Getreu dem Motto des Physikers Richard Feynman: "Was ich nicht erschaffen kann, verstehe ich nicht."

Für Viren und Bakterien gelang dies bereits vor einigen Jahren, und nun scheint auch das erste synthetische Genom einer kernhaltigen Zelle in Reichweite. Einen wichtigen Zwischenschritt veröffentlichte ein internationales Konsortium von über 200 Forschern kürzlich im Journal Science: Fünf der sechzehn Chromosomen der Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae konnten im Labor erzeugt und in einen Hefestamm eingebaut werden. Zusammen mit einem bereits vor drei Jahren erzeugten Chromosom erhöht sich die Gesamtzahl auf sechs, ein Drittel des Erbguts der Hefe liegt damit nun in künstlicher Form vor.

Die Versuche verliefen bislang reibungslos. Der Einbau der synthetischen Chromosomen in lebende Zellen verursachte nur geringfügige Probleme, und auch das Wachstum der veränderten Stämme scheint kaum beeinträchtigt. Die Hefen scheinen das künstliche Erbgut vorbehaltlos zu akzeptieren.

https://www.heise.de/tp/features/Aufraeumarbeiten-im-Erbgut-Synthetische-Chromosomen-fuer-die-Hefe-3663339.html

Post has attachment
Wait while more posts are being loaded